Sternklare Nacht über Alamut

Über einem Berg steigt die Milchstraße mit dunklen Staubwolken und vielen bekannten Sternbildern auf.

Credit: Babak Tafreshi (TWAN)

Beschreibung: Die sternklare Szene zeigt das Streiflicht eines Meteors und den Bogen der Milchstraße über dem imposanten Berg der Festung von Alamut. Die Alamut-Festung mitten im Elburs-Gebirge im Iran wurde im 9. Jahrhundert in den Fels gebaut.

Der Name bedeutet Adlerhorst. Historisch gesehen war dort ein Zentrum für Bibliotheken und Bildung. Einige Zeit war sie im 13. Jahrhundert der Wohnsitz des bedeutenden persischen Gelehrten und Astronomen Nasir al-Din al-Tusi. Fiktional ist Alamut die Heimat der Attentäter im Abenteuerfilm Prinz von Persien.

Tusi kannte natürlich die Sterne am Nachthimmel. Um sie zu finden, schiebt einfach den Mauspfeil über das Bild. Zu den Schmuckstücken gehören die hellen, weißen Sterne Deneb im Schwan, Wega und Altair, Nebel nahe dem galaktischen Zentrum und die dunklen, undurchsichtigen Staubwolken der Milchstraße, die man auch als die große Teilung kennt.

Die Lichter rechts unten stammen von kleinen Dörfern und der Hauptstadt Tehran, die mehr als 100 Kilometer entfernt im Südwesten liegt.

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NGC 6888: Der Sichelnebel

Das Bild zeigt einen runden Nebel mit rosaroten fluffigen Strukturen, der von einer bläulich leuchtenden Hülle umgeben ist.

Credit und Bildrechte: Daniel López, IAC

NGC 6888 ist auch als Sichelnebel bekannt. Er ist eine kosmische Blase mit einem Durchmesser von etwa 25 Lichtjahren, die vom Wind ihres gleißend hellen, massereichen Zentralsterns aufgeblasen wird.

Dieses schöne Porträt des Nebels stammt vom Isaac-Newton-Teleskop auf dem Roque de los Muchachos auf der Kanarischen Insel La Palma. Das Farbkompositbild entstand aus Schmalband-Bilddaten, die Licht von Wasserstoff- und Sauerstoffatomen in dem windgeblasenen Nebel festhielten. Von den Wasserstoffatomen stammt der blaugrüne Farbton, der die detailreichen Falten und Filamente umhüllt.

Der Zentralstern von NGC 6888 ist als Wolf-Rayet-Stern (WR 136) klassifiziert. Der Stern stößt mit seinem starken Sternwind seine äußere Hülle ab, wobei er alle 10.000 Jahre soviel Masse auswirft, wie die Sonne besitzt. Die komplexen Strukturen im Nebel entstehen wahrscheinlich durch den starken Wind. Dieser trifft auf Materie, die in einer früheren Phase abgestoßen wurde.

Der Stern verheizt seinen Brennstoff mit einer ungeheuren Geschwindigkeit. Seine Existenz ist fast zu Ende, wahrscheinlich erlischt er mit einem Knall als spektakuläre Supernovaexplosion. NGC 6888 befindet sich im nebelreichen Sternbild Schwan (Cygnus), er ist etwa 5000 Lichtjahre entfernt.

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Sommernacht in Astronomy Town

Siehe Erklärung. Ein Klick auf das Bild lädt die höchstaufgelöste verfügbare Version. Wenn Sie den Mauspfeil über das Bild schieben, sehen Sie eine kommentierte Version.

Credit und Bildrechte: Babak Tafreshi (TWAN)

Beschreibung: Diese stimmungsvolle Ansicht zeigt den Nachthimmel im Spätsommer über den sanft geschwungenen grünen Hügeln des Planeten Erde. Sie wurde nahe dem ländlichen Dorf Saadat Shahr in der Provinz Fars im Süden des Iran aufgenommen.

Saadat Shahr ist auch als Astronomy Town bekannt, da die Einwohner eine bemerkenswerte Leidenschaft für Himmelsbeobachtung bewiesen haben. Passenderweise findet sich nahe der Bildmitte dieser Himmelsansicht über Astronomy Town ein hübscher Teil der Milchstraße.

Die drei hellsten Sterne gehören zum Sommerdreiecks – Deneb im Schwan (oben), Altair im Adler (links) und Wega in der Leier (rechts). In der Landschaft im Vordergrund, die von den Lichtern der Astronomy Town beleuchtet wird, stehen eine Art wilder Pistazienbäume, die typisch für diese Region sind. Um die Sterne und Sternbilder zu erkennen, schieben Sie einfach den Mauspfeil über das Bild.

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Sternklare Sahara-Nacht

Hinter einer felsigen Landschaft wölbt sich ein dunkelblauer, sternklarer Himmel.

Credit und Bildrechte: Babak Tafreshi (TWAN)

Beschreibung: Dieses Panoramabild einer sternklaren Nacht zeigt eine trockene, einsame Landschaft. Die prächtige Ansicht wurde im Tassili-Nationalpark aufgenommen, mitten in der Sahara im Süden Algeriens. Zu der himmlischen Menagerie an Sternbildern, die über den erodierten Sandsteinfelsen aufgeht, gehören Draco der Drache, Cygnus der Schwan, Aquila der Adler und Scorpius der Skorpion. Der Herrscherplanet Jupiter leuchtet etwa in der Bildmitte ganz nah am Horizont durch die Wolken, während sich der Bogen der Sternenwolken der Milchstraße weit rechts über den Felsen durch Sagittarius wölbt. Die hellen blauen Sterne Deneb im Schwan und Altair im Adler leuchten ebenfalls in der sternklaren Nacht, zusammen mit dem hellen gelblichen Stern Antares im Skorpion, dem Rivalen des Mars. Prähistorische Sternenbeobachter sahen sicherlich einen ähnlichen Himmel. Neben den pathetischen Sandsteinformationen ist die Tassili-Region für Felskunst und ihre archäologischen Schauplätze bekannt, die auf die Jungsteinzeit zurückdatieren, als das Wetter noch feuchter war.

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Mauna-Kea-Milchstraßenpanorama

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Credit und Bildrechte: Wally Pacholka (TWAN)

Beschreibung: Aloha und willkommen in einer atemberaubenden Himmelslandschaft. Der traumhafte Panoramablick reicht vom 4200 Meter hohen Vulkangipfel des Mauna Kea auf Hawaii über eine Wolkenschicht hin zu einem sternklaren Himmel und der aufgehenden Milchstraße.

Die Szenerie ist links an der Kuppel des Canada-France-Hawaii Telescope (CFHT) verankert, mit dem Polarstern, der rechts unter der Kuppel leuchtet. Weiter rechts, angeführt vom hellen Stern Deneb, lugt der Asterismus Kreuz des Nordens, eingebettet in die Ebene der Milchstraße, über den Horizont.

Sowohl das Kreuz des Nordens als auch die gleißend weiße Wega hängen über einer Gruppe von Aschekegeln im Vordergrund. Nahe der Mitte findet man rötliche Nebel, Sterne und Staubwolken der zentralen Milchstraße. Darunter erzeugt die Stadtbeleuchtung von Hilo ein unheimliches grünliches Leuchten in den Wolken.

Der rote Superriesenstern Antares leuchtet über der Zentralwölbung der Milchstraße, während der helle Alpha Centauri noch weiter rechts in der staubhaltigen galaktischen Ebene liegt. Schließlich steht ganz rechts das Teleskop Gemini Nord. Die kompakte Sternengruppe, die als Kreuz des Südens bekannt ist, befindet sich links neben der Teleskopkuppel.

Brauchen Sie Hilfe beim Erkennen der Sterne? Schieben Sie einfach den Mauspfeil über das Bild oder laden Sie dieses kleinere beschriftete Panorama.

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Ein Geist im östlichen Schleier

Ein leuchtend rot- und cyanfarben gefiederter Nebel füllt die ganze Bildbreite.

Credit und Bildrechte: Paul Mortfield, Stefano Cancelli

Bedrohliche fliegende Formen und grelle Farben prägen die Zeit um Halloween. Sie markieren auch diese kosmische Nahaufnahme, die den östlichen Schleiernebel zeigt. Der Schleiernebel ist der riesige Überrest einer Supernova, das ist die Trümmerwolke der finalen Explosion eines massereichen Sterns, die sich ausdehnt. Der Schleier ist annähernd rund. Am Himmel liegt er im Sternbild Schwan und ist fast 3 Grad breit.

Dieser Ausschnitt im östlichen Schleier ist nur ½ Grad breit, das ist ungefähr die scheinbare Winkelbreite des Mondes. Vom Planeten Erde ist der Schleier geschätzte 1400 Lichtjahre entfernt. In dieser Distanz entspricht das einer Breite von 12 Lichtjahren. Das Komposit entstand aus Bilddaten, die mit Schmalbandfiltern aufgenommen wurden. Die Emissionen von Wasserstoffatomen im Überrest sind rot dargestellt. Grünliche Farbtöne zeigen die starken Emissionen von Sauerstoffatomen. Im westlichen Teil des Schleiers liegt eine weitere Erscheinung, die zur Jahreszeit passt: der Hexenbesen.

Zum Stöbern: Ästhetik und Astronomie

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Der Nordamerikanebel

Die rot leuchtende Wolke im Bild hat die Umrisse des Kontinents Nordamerika. Das ganze Bild ist von zahlreichen Sternen gesprenkelt.

Credit und Bildrechte: Ignacio Rico Gualda

Der Nordamerikanebel am Himmel kann es, der Kontinent Nordamerika auf der Erde kann es nicht: Sterne bilden. Das tun besonders die hellen Teile Zentralamerika und Mexiko – in Analogie zum Kontinent auf der Erde. Im Nebel sind sie ein heißes Bett aus Gas, Staub und neu entstandenen Sternen. Man bezeichnet sie als die Cygnus-Wand.

Das Bild zeigt links die Sterne bildende Wand. Die Wand wird von hellen jungen Sternen beleuchtet und erodiert. Teilweise ist sie von dem dunklen Staub versteckt, den die Sterne geschaffen haben. Der Nordamerikanebel NGC 7000 ist etwa 50 Lichtjahre groß. Sie liegt etwa 1500 Lichtjahre entfernt im Sternbild Schwan.

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NGC 6960: Der Hexenbesen-Nebel

Unter einem hellen Stern mit Lichtkreuz verläuft diagonal ein purpur-bläulicher Nebel aus vielen Fasern.

Credit und Bildrechte: Adam Block, Mount Lemmon SkyCenter, Univ. Arizona

Beschreibung: Vor zehntausend Jahren, noch vor Beginn der Geschichtsaufzeichnung, muss plötzlich ein neues Licht am Nachthimmel erschienen und nach wenigen Wochen wieder verblasst sein. Heute wissen wir, dass dieses Licht ein explodierender Stern war und bezeichnen die farbenprächtige, sich ausdehnende Wolke als Schleiernebel. Oben ist das westliche Ende des Schleiernebels abgebildet. Er ist offiziell als NGC 6960 bekannt und wird auch Hexenbesen-Nebel genannt. Die sich ausdehnende Wolke aus Überresten erhält ihre Farbe, indem sie Gas in ihrer Umgebung zusammenfegt und anregt. Der Supernovaüberrest liegt etwa 1400 Lichtjahre entfernt in Richtung des Sternbildes Cygnus. Dieser Hexenbesen hat am Himmel einen dreimal so großen Winkeldurchmesser wie der Vollmond. Der helle Stern 52 Cygni ist von einem dunklen Ort aus mit bloßem Auge sichtbar, steht jedoch in keinem Zusammenhang mit der historischen Supernova.

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