Blick auf die verfinsterte Erde

Die Erde vom Weltraum aus gesehen hat hier einen dunklen Fleck. Es ist der Mondschatten. Menschen im Schatten können zu dieser Zeit eine Sonnenfinsternis sehen.

Credit: Mir-27-Besatzung; Bildrechte: CNES

Beschreibung: Hier seht ihr, wie die Erde bei einer Sonnenfinsternis aussieht. Der Schatten des Mondes verdunkelt klar erkennbar einen Teil der Erde. Dieser Schatten flog mit fast 2000 Kilometern pro Stunde über die Erde. Nur Leute in der Mitte des dunklen Kreises sehen eine totale Sonnenfinsternis. Andere sehen eine partielle Finsternis, bei der nur ein Teil der Sonne vom Mond bedeckt wird.

Dieses spektakuläre Bild der Sonnenfinsternis vom 11. August 1999 war eine der letzten Aufnahmen, die je auf der Raumstation Mir fotografiert wurden. Die beiden hellen Punkte links oben sind vermutlich Jupiter und Saturn. Die Mir wurde 2001 bei einem kontrollierten Wiedereintritt zum Absturz gebracht.

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Heimat von oben

Unten ist durch das Fenster der Cupola auf der ISS die Erde mit blauen Meeren und weißen Wolken zu sehen, eine Astronautin blickt nachdenklich hinaus.

Credit: Expedition-24-Besatzung, NASA

Beschreibung: Nirgendwo ist es so schön wie zu Hause. Beim Blick aus dem Fenster der Intarnationalen Raumstation (ISS) sah die Astronautin Tracy Caldwell Dyson den Planeten, auf dem wir alle geboren wurden, und zu dem sie bald zurückkehren würde.

Die Höhe der ISS von etwa 350 Kilometern reicht, dass der Horizont der Erde gekrümmt erscheint. Die Fenster der Astronautin Dyson zeigen einige komplexe Wolken der Erde in Weiß und die Leben spendende Atmosphäre und Ozeane in blau. Die Raumstation umrundet die Erde einmal in etwa 90 Minuten.

Es ist einfach für die unten lebenden Menschen, die ISS oben zu sehen. Die ISS ist ein heller Lichtpunkt, der regelmäßig knapp nach Sonnenuntergang oder vor Sonnenaufgang über den Himmel gleitet. Teleskope können sogar die Gesamtstruktur der Raumstation auflösen. Dieses Bild wurde Ende September am Erkerfenster Cupola der ISS aufgenommen. Dr. Dyson ist Leadsängerin der Band Max Q.

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Nachtlichter

Hinter der Raumstation mit einer angedockten Sojus-Kapsel und Solarpaneelen leuchten auf der Erde die Nachtlichter der USA.

Credit: ISS Expedition 25, NASA

Beschreibung: Lichtgruppen sind über die nächtliche Szenerie verteilt, doch sie gehören nicht zum Himmel des Planeten Erde. Als die Internationale Raumstation am 29. Oktober über die Vereinigten Staaten und die nördliche Golfküste zog, reichte der Blick nach unten. Im Vordergrund ist eine russische Sojus-Kapsel angedockt. Hinter den breiten Solarpaneelen sind etwa 360 Kilometer tiefer die Stadtlichter von New Orleans erkennbar.

Wenn ihr nach Osten die Küste entlang zum oberen Bildrand blickt, findet ihr Mobile in Alabama, im Westen am unteren Bildrand fallen die Stadtlichter von Houston auf. Nördlich (links) von New Orleans säumt eine Lichterkette die zentrale Verbindung des US-Highways I55 nach Jackson, Mississippi und Memphis (Tennessee).

Natürlich zeigen die Lichter den Zentren der Wohnbevölkerung, doch nicht jeder lebt heute die ganze Zeit auf dem Planeten Erde. Am 2. November endete das erste Jahrzehnt ständiger Präsenz von Menschen im Weltall an Bord der Internationalen Raumstation.

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Über dem Südlicht (Aurora Australis)

Über der dunklen Erde schlängelt sich ein langes, grünes Polarlicht.

Credit: Besatzung ISS Expedition 23, ISAL, NASA

Beschreibung: 350 Kilometer über dem südlichen Indischen Ozean mit Blick nach Süden beobachteten am 29. Mai Astronautinnen und Astronauten an Bord der Internationalen Raumstation dieses gewaltige unten schimmernde Band. Die bewegten leuchtenden Bänder werden als Aurora australis oder Südlichter bezeichnet. Oft sind sie auch in hohen nördlichen Breiten zu sehen, dort heißen sie Aurora borealis oder Nordlichter.

Nord oder Süd – ihre Ursache ist dieselbe, nämlich energiereiche geladene Teilchen aus der Magnetosphäre, die sich nahe den Polen der Erde in die Atmosphäre drängen. Die geladenen Teilchen erzeugen das charakteristische grünliche Leuchten, indem sie 100 Kilometer über der Erde Sauerstoffatome zum Leuchten anregen.

Das Polarlicht am 29. Mai entstand wahrscheinlich durch die Wechselwirkung zwischen der Magnetosphäre und einem koronalen Massenauswurf, der am 24. Mai auf der Sonne ausbrach.

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Sonnenuntergang auf der Internationalen Raumstation

Hinter der dunklen Erde geht die Sonne unter. Unten ist ein orangeroter Streifen mit Wolken, darüber eine hellblaue Schicht der oberen Atmosphäre, die in die Schwärze des Weltraums übergeht.

Credit: Besatzung Expedition 23, NASA

Welche seltsamen Farbbänder sieht man hier auf der Internationalen Raumstation ISS? Die Sonne geht unter und leuchtet durch die Atmosphäre der Erde. Die Besatzung der Expedition 23 fotografierte den Sonnenuntergang letzten Monat. Er zeigt anschauliche Details der vielen Schichten in der Atmosphäre.

Unten ist Teil der Erde, auf dem gerade Nacht ist. Darüber leuchtet die Troposphäre der Erde in dunklem Orange und Gelb. In der Troposphäre sind 80 Prozent der Masse der Atmosphäre. Darin befinden sich fast alle Wolken am Himmel. Das weiße Band über der Troposphäre ist die Stratosphäre. Das ist jener Teil der Erdatmosphäre, in dem Flugzeuge fliegen. Auch einige widerstandsfähige Bakterien schweben darin.

Über der Stratosphäre schweben dünnere Schichten. Sie bilden ein hellblaues Band, das allmählich in das kalte, dunkle Vakuum des Weltraums übergeht. Für Bewohner der Internationalen Raumstation ist ein Sonnenuntergang nichts Ungewöhnliches. Er findet 16 Mal am Tag statt.

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Station und Raumfähre ziehen vor der Sonne vorbei

Die abgebildete Sonne ist sehr gleichmäßig und hat einen abgedunkelten Rand. Rechts oben ist ein dunkler Fleck, es sind die Internationale Raumstation und die Raumfähre Atlantis.

Credit und Bildrechte: Thierry Legault

Beschreibung: Das ist kein Sonnenfleck. Die dunklen Flecken rechts oben im Bild der Sonne sind die Internationale Raumstation (ISS) und die Raumfähre Atlantis bei der Mission STS-132. In der Vergangenheit haben viele Himmelsbeobachter*innen Raumstation und Raumfähre als helle Lichter beobachtet, die in der Dämmerung über den Himmel glitten und dabei immer noch im Sonnenlicht glänzten, während sie mehr als 200 Kilometer über der Erdoberfläche ihre Bahn zogen.

Hier berechnete der Astrofotograf Thierry Legault den Eintritt eines noch selteneren Ereignisses, um die Raumfahrzeuge in Kombination zu fotografieren, während sie als Silhouetten mit hoher Geschwindigkeit über die Sonnenscheibe rasten. Er fotografierte das oben gezeigte Bild letzten Sonntag am 16. Mai, etwa 50 Minuten vor dem Andocken der Raumfähre an die Raumstation.

Atlantis startete kürzlich zur letzten Mission zur ISS vor ihrem Ruhestand.

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Atlantis hochgehoben

Mitten im Bild ragt die Raumfähre Atlantis auf, umgeben von einem Befestigungsgerüst.

Credit und Bildrechte: Ben Cooper (Launch Photography)

Beschreibung: Atlantis hob ab, aber nicht von der Startrampe 39A. Dieses scharfe Weitwinkelfoto vom 13. April zeigt den Spaceshuttle-Orbiter, als er vom Boden des Vehicle Assembly Building am Raumfahrtzentrum Kennedy hochgehoben wurde. Kurz danach wurde die Atlantis unmittelbar vor dem Rollout an einem externen Treibstofftank mit Feststoff-Starthilferaketen befestigt.

Atlantis steht nun auf der Startrampe 39A und ist bereit für ihren aktuellen Start am 14. Mai. Der Start leitet die Mission STS-132 zur Internationalen Raumstation ISS ein, es ist der letzte geplanten Start der Atlantis.

Die Atlantis wurde nach einem Segelschiff benannt, das von 1930 bis 1966 für das Woods Hole Oceanographic Institute in Betrieb war. Die Junfernreise der Atlantis, auch Orbiter Vehicle-104, begann am 3. Oktober 1985. Im Jahr 1991 stationierte die Atlantis das Compton Gamma Ray Observatory im All.

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Eine riesige Raumstation über der Erde

Vor einem kleinen Teil der sichelförmig beleuchteten Erde schwebt die Raumstation mit dem japanischen Modul Kibo und einigen Solarpaneelen.

Credit: STS-131-Besatzung, Expedition-23-Besatzung, NASA

Beschreibung: Die Internationale Raumstation ist das größte Objekt, das je von Menschen im Weltraum gebaut wurde. Die Station hat mittlerweile die Ausdehnung von etwa einem Fußballfeld, nur ein kleiner Teil davon sind Module, die von Menschen bewohnbar sind. Die Station ist so groß, dass sie nicht in einem Stück gestartet werden konnte – sie wird Stück für Stück zusammengebaut. Bei Flügen der Raumfähre werden laufend große Teile hinzugefügt.

Um zu funktionieren, braucht die ISS riesige Ausleger, von denen manche mehr als 15 Meter lang sind, sie haben eine Masse von mehr als 10.000 Kilogramm. Diese Ausleger versteifen sie und leiten elektrischen Strom und Kühlflüssigkeiten weiter.

Im Bild wurde ein Teil der riesigen Raumstation von einem Mitglied der STS-131-Besatzung, die mit der Raumfähre Discovery zu Besuch ist, durch das Fenster hinaus fotografiert. Im Vordergrund befindet sich das japanische Forschungsmodul Kibō, links ist ein großer Ausleger zu sehen. Rechts durchschneidet die Erdsichel die Schwärze des Alls.

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