Camelopardaliden und ISS

Über einem beleuchteten Zeltlager am Eriesee ziehen am sternklaren Himmel leuchtende Spuren. Die kurzen stammen von Meteoren der Camelopardaliden, die lange helle ist die Internationale Raumstation ISS.

Bildcredit und Bildrechte: Malcolm Park (North York Astronomical Association)

Dieses Lager steht am nördlichen Ufer des Eriesees. Auf der zusammengesetzten Nachthimmelslandschaft verlaufen drei kurze, helle Meteorstreifen. Die Meteore wurden am frühen Morgen des 24. Mai fotografiert. Es sind flüchtige Camelopardaliden.

Ihre Spuren zeigen rückwärts zum Radianten des Stroms. Er liegt nahe dem Polarstern im großen, blassen Sternbild Camelopardalis. Es ist der Kamel-Leopard oder etwas moderner die Giraffe. Zwar traten einige Meteore auf. Doch anders als erwartet war der Strom nicht sehr aktiv, als die Erde durch die von Geröll übersäte Bahn des periodischen Kometen 209P/LINEAR zog.

Aber der lange, helle Streifen im Bild wurde so vorhergesagt. Am Morgen des 24. Mai fand ein heller Vorbeiflug der Internationalen Raumstation ISS am Nordhimmel statt.

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Live-Ansicht der Internationalen Raumstation

Credit: NASA, (UStream), HDEV-Projekt

Wenn wir über der Erde schweben, sehen wir vielleicht das hier. Die Dragon-Kapsel von SpaceX brachte vor zwei Wochen Versorgungsgüter zur Internationalen Raumstation (ISS) im Erdorbit. Sie lieferte auch Kameras für High-Definition-Earth-Viewing (HDEV). Damit werden Live-Ansichten der Erde aufgenommen und gesendet.

Wenn in Betrieb, seht ihr hier einen Live-Videofeed. Er wechselt zwischen vier unterschiedlich ausgerichteten Kameras. Weiße Wolken, braunes Land und blaue Ozeane ziehen vorbei. Das Video erscheint schwarz, wenn auf der Erde unten Nacht ist. Doch der kurze 90-Minuten-Orbit der Raumstation verkürzt die dunkle Zeit auf nur 45 Minuten.

Die aktuelle Position der ISS über der Erde findet ihr im Netz. Wenn das Video grau wird, wechselt die Ansicht zwischen den Kameras, oder die Kommunikation mit der ISS ist unterbrochen.

Beim HDEV-Projekt wird die Videoqualität überwacht. Das soll zeigen, wie sich die energiereiche Strahlung im Weltraum auswirkt, welcher Kameratyp am besten arbeitet und welche Erdansichten am beliebtesten sind. Dieser Feed wird zwar später eingestellt. Doch mit der Erfahrung können in Zukunft bessere Kameras an der ISS installiert werden. So gibt es vielleicht noch interessantere Echtzeitvideos.

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SuitSat-1: Ein Raumanzug schwebt frei

Die Erde füllt die rechte Bildhälfte, es ist nur ein kleiner Teil davon zu sehen. In der Mitte schwebt ein ausgedienter Raumanzug vor dem schwarzen Weltraum.

Bildcredit: Besatzung der ISS Expedition 12, NASA

Vor etwa acht Jahren trieb ein Raumanzug von der Internationalen Raumstation ISS ab. Doch es gab keine Untersuchung. Jeder wusste, dass er von der Besatzung der Raumstation weggeschubst worden war. Der ausgediente russische Orlan-Raumanzug Suitsat-1 war großteils mit alter Kleidung gefüllt. Er wurde mit einem schwachen Radiosender bestückt und in einen Erdorbit entlassen.

Der Anzug umrundete zweimal die Erde. Dann wurde sein Radiosignal unerwartet schwach. Weiterhin umkreiste Suitsat-1 alle 90 Minuten die Erde, bis er wenige Wochen später in der Erdatmosphäre verglühte. Das Bild vom leblosen Raumanzug wurde 2006 fotografiert, als er von der Raumstation forttrieb.

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Raumstationsroboter vergisst wieder mal den Schlüssel

Hinter dem japanischen Stationskommandanten Koichi Wakata klopft der Roboter AFJ013 ans Fenster der Cupola. Er ist am Canadarm2 befestigt.

Bildcredit: Besatzung der Expedition 38, Internationale Raumstation, NASA

Der Roboter AFJ013 auf der Raumstation hat wieder mal den Schleusenschlüssel vergessen. Der frustrierte Roboter wurde abgesenkt, um an ein Fenster der Raumstation zu klopfen. So konnte er einen Menschen bitten, ihn wieder reinzulassen – zum dritten Mal diese Woche.

„Ja, er hat die Toleranzen am neuen Wissenschaftsmodul toll justiert. Aber warum er immer wieder vergisst, seinen Schlüssel einzustecken, ist mir ein Rätsel,“ meinte der japanische Stationskommandant Koichi Wakata ungläubig. „Wir würden die Tür ja offen lassen, aber wir fürchten, dass Außerirdische reinkommen und den Kühlschrank plündern.“

Fröhlichen 1. April von den APOD-Leuten! In Wirklichkeit posiert der Astronaut Wakata auf der Internationalen Raumstation ISS vor einem Fenster der Cupola. Draußen ist der Latching End Effector zu sehen, er ist am Canadarm2 befestigt.

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Drei CubeSats freigesetzt

Aus einer Vorrichtung rechts wurden drei würfelförmige Kleinsatelliten ausgestoßen, am rechten Bildrand ist die Silhouette der Erde mit blauem Rand zu sehen.

Bildcredit: Besatzung der Expedition 38, NASA

Würfel kreisen um die Erde. CubeSats sind Würfelsatelliten. Sie haben eine Kantenlänge von zehn Zentimetern. Also sind sie ungefähr so groß wie eine große Kaffeetasse. Sie werden gebaut, um beim Bau und beim Start Kosten zu sparen. Das Bild zeigt, wie letzten November drei CubeSats auf der Internationalen Raumstation (ISS) mit dem Arm des japanischen Labormoduls Kibō ausgesetzt wurden.

CubeSats werden meist von Studenten im Rahmen universitärer Forschung oder Ingenieursprojekten konstruiert. Dazu gehören Missionen wie die das Sammeln von Weitwinkelbildern der Erde oder das Testen von Radiokommunikation im Orbit. Manche dieser Satelliten überwachen das Erdmagnetfeld oder erforschen die Strahlung um die Erde. Nach Monaten oder Jahren treten CubeSats wieder in die Erdatmosphäre ein, je nachdem, in welcher Höhe sie ausgesetzt werden.

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Reflexionen des Planeten Erde

Im Visier eines Astronautenhelms spiegeln sich die Erde, Teile der Internationalen Raumstation ISS und ein zweiter Astronaut.

Bildcredit: Michael Fossum, Mission STS-121, NASA

Wenn ihr eure Reflexion in der Auslage eines Kaufhauses oder auf einer glänzenden Radkappe seht, ist das unterhaltsam und manchmal sogar ein feierlicher Moment. Diese Reflexion schwebt 300 Kilometer über dem Planeten Erde. Das Bild zeigt ein Selbstporträt des Astronauten Michael Fossum. Es entstand am 8. Juli 2006 bei einem Außenbordeinsatz.

Die Raumfähre Discovery war an die Internationale Raumstation gekoppelt. Er drehte seine Kamera, um einen Schnappschuss seines Helmvisiers zu machen. Dabei fotografierte er auch das Spiegelbild seines Kollegen, des Missionsspezialisten Piers Sellers. Man sieht ihn nahe der Bildmitte. Oben wölbt sich ein goldfarbenes Solarpaneel. Im Hintergrund krümmt sich der Horizont unseres Heimatplaneten.

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Antares-Raketenstart

Hinter einem Gewässer, das von Schilf umgeben ist, steigt eine Rakete in den Himmel. Rechts neben dem Feuerschweif steht ein Wasserturm. Durch die Infrarotaufnahme wirkt das Bild eigenartig blass.

Bildcredit: NASA, Bill Ingalls

Der Himmel über dieser Szene wirkt dunkel. Das Bild wurde am Mid-Atlantic Regional Spaceport (MARS) der Wallops Flight Facility der NASA in Virginia fotografiert. Die Aufnahme entstand am Mittwoch, dem 18. September. Sie zeigt, wie eine Antares-Rakete der Orbital Sciences Corporation die Startrampe 0A mit dem Raumtransporter Cygnus an Bord verließ.

Hier ist scheinbar Nacht. Doch das Bild wurde um 10:58am EDT bei hellem klarem Morgenhimmel fotografiert, und zwar mit einer für Infrarotfotografie umgebauten Digitalkamera. Die Sonne steht links über dem Bild. Sie erzeugt im nahen Infrarot starke Blendreflexe im Inneren des Objektivs. Durch die Falschfarbendarstellung wirken die Vegetation und die Reflexionen im Wasser fremdartig blass.

Das Raumfahrzeug Cygnus erreichte die Umlaufbahn und ist nun auf dem Weg zu einem Sonntagstreffen mit der Internationalen Raumstation ISS. Das Raumfahrzeug liefert ungefähr 589 Kilogramm Nutzlast für die Besatzung der Expedition 37.

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Nacht im Autokino

Über einem Autokino leuchten Strichspuren von Sternen und die Milchstraße. Auf der Leinwand läuft ein Film mit der Internationalen Raumstation ISS.

Bildcredit und Bildrechte: Chris Cook

Diese Nachthimmelslandschaft von Cape Cod in Massachusetts zeigt bunte Strichspuren im Spätsommer. Das Bild entstand aus 12 Bildern einer Digitalkamera. Diese wurden nacheinander je 1 Minute belichtet und kombiniert. Am klaren Himmel leuchten auch die blassen Wolken der Milchstraße. Sie wölbt sich über einem lokalen Autokino.

Der nächtliche Besuch von Filmen in Autokinos war früher viel alltäglicher als heute. Die Sterne leuchten immer noch, doch seit den 1950er-Jahren verschwanden Autokinos im Lauf der Jahrzehnte aus der amerikanischen Landschaft.

Diese aktuelle Szene zeigt auch eine kurz belichtete Aufnahme. Dabei wurde ein Bild des Weltraumzeitalters auf die Leinwand projiziert. Die Himmelsbeobachterinnen im Autokino sahen auf der Leinwand die Erde unter der Internationalen Raumstation und darüber die Sterne.

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