Vulkan und Polarlicht in Island

Am Himmel leuchtet ein grünes Polarlicht, es hat die Form eines schrägen Bandes. Rechts unten leuchtet glühende Lava im Dunkeln.

Bildcredit und Bildrechte: Sigurdur H. Stefnisson

Manchmal brechen Himmel und Erde gleichzeitig aus. In Island brach 1991 der Vulkan Hekla zur gleichen Zeit aus, als oben Polarlichter leuchteten. Hekla ist einer der berühmtesten Vulkane der Welt. Er brach im vergangenen Jahrtausend mindestens 20-mal aus. Dabei richtete er manchmal große Verwüstung an. Der letzte Ausbruch ereignete sich vor zwölf Jahren und verursachte nur geringe Schäden.

Das grüne Polarlichtband trat zufällig etwa 100 Kilometer über der ausströmenden Lava auf. Ist die Erde der einzige Planet im Sonnensystem, auf dem es sowohl Polarlichter als auch Vulkane gibt?

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Polarlicht über Raufarhöfn

Über dem arktischen Henge Heimskautsgerði explodiert ein Polarlicht genau im Norden. Zwei Steinfirste sind so aufgestelt, dass ihre Firstlinien genau nach Norden zum Polarstern zeigen.

Bildcredit und Bildrechte: Stephane Vetter (Nuits sacrees)

Alles war angeordnet, sogar das farbenprächtige Polarlicht, das darüber explodierte. Folgt der Firstlinie an diesem Aussichtspunkt eines Kunstwerks in Raufarhöfn im Norden von Island, es wird als arktisches Henge (Heimskautsgerði) bezeichnet. Dort seht ihr, dass die Firstlinie nach Norden zeigt.

Ihr könnt der Firstlinie bis zu den hinteren Sternen am Großen Wagen folgen. Die beiden Sterne sind Merak und Dubhe, ihre Verbindungslinie zeigt zum Polarstern. Dieser ist der helle Stern nahe dem Punkt am Himmel, auf den die Erdachse zeigt.

Die Firstlinie zeigt zur Sommersonnenwende auf der Nordhalbkugel an diesem Aussichtspunkt auch direkt zur Mitternachtssonne an ihrem höchsten Punkt am Himmel. Anders gesagt: Am arktischen Henge geht die Sonne zur Sommersonnenwende Ende Juni nicht unter, und knapp über dem Scheitel dieses neuzeitlichen Denkmals erreicht sie ihren höchsten Punkt am Himmel.

Dieses Bild wurde Ende März bei einem sehr schönen Polarlichtausbruch fotografiert.

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Juris Planet

Hinter einem Solarpaneel sieht man die Erde, in der Mitte leuchtet die russische Hauptstadt Moskau wie ein heller Stern. Am Horizont ist ein türkis leuchtendes Polarlicht erkennbar.

Bildcredit: ISS Expedition 30, NASA

An einem anderen 12. April im Jahr 1961 wurde der sowjetische Kosmonaut Juri Alexejewitsch Gagarin der erste Mensch, der den Planeten Erde aus dem Weltall sah. Über seine Aussicht aus der Umlaufbahn berichtete er: „Der Himmel ist sehr dunkel; die Erde ist bläulich. Alles ist sehr klar zu sehen“.

Betrachtet zur Feier des Tages dieses aktuelle Bild von der Internationalen Raumstation, welche die Erde umkreist. Die Nachtseite des Planeten wurde am 28. März in einer Höhe von 390 Kilometern fotografiert. In der Mitte leuchtet die russische Hauptstadt Moskau.

Links seht ihr eines der Solarpaneele der Station. Polarlichter und der Glanz des Sonnenlichts umrahmen den gekrümmten Horizont des Planeten. Unter den Sternen über dem Horizont schimmert der kompakte Sternhaufen der Plejaden hinter dem Polarlicht.

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Polarlicht über Island

Am Himmel wölben sich mächtige grüne Polarlichter über dem isländischen Gletscher Vatnajökull.

Bildcredit und Bildrechte: Daniel Lopez (El Cielo de Canarias)

Wenn ihr einen Himmel wie diesen seht – fotografiert ihn! Vor drei Nächten bemerkte der abenteuerlustige Fotograf im Bild auf Island einen Himmel voller Polarlichter und tat genau das. Danach fügte er fünf kleinere Fotos ein, die er am Vatnajökull fotografiert hatte. So entstand dieses 180-Grad-Panorama vom ganzen Himmel, das von Polarlichtern beleuchtet ist.

Polarlichter entstehen, wenn energiereichen Teilchen von der Sonne ins Magnetfeld der Erde gelangen. Dann regnen geladene Teilchen wie Elektronen und Protonen an den Erdmagnetpolen herab und stoßen auf die Luft. Die getroffenen Luftmoleküle fangen losgelöste Elektronen ein. Wenn Elektronen in Sauerstoffmolekülen in den Grundzustand zurückfallen, strahlen sie grünes Licht ab. Polarlichter können eine Vielfalt an Formen und Farben zeigen.

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Nachts über die Erde fliegen

Bildcredit: Gateway to Astronaut Photography, NASA; Zusammenstellung: Bitmeizer (YouTube); Musik: Freedom Fighters (Two Steps from Hell)

Viele Schätze sind zu sehen, wenn man nachts über die Erde fliegt. Eine Sammlung solcher visuellen Schätze wurde kürzlich auf der Internationalen Raumstation ISS gefilmt und stimmungsvoll vertont. Unten ziehen weiße Wolken, orangefarbene Stadtlichter, Blitze in Gewittern und dunkle, blaue Meere vorbei.

Am Horizont ist der goldene Schleier der dünnen Erdatmosphäre zu sehen, die im Lauf des Videos immer wieder von tanzenden Polarlichtern verziert wird. Der grüne Anteil der Polarlichter bleibt meist unter der Raumstation, doch die Station fliegt mitten durch die roten und violetten Polarlichtspitzen.

Die Solarpaneele der ISS ragen an den Rändern ins Bild. Die verheißungsvolle, näher rückende Lichtwelle am Ende jedes Abschnittes zeigt die Dämmerung der sonnenbeleuchteten Erdhälfte. Diese Dämmerung wiederholt sich alle 90 Minuten.

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Bäume, Sterne, Polarlicht!

Videocredit und Videorechte: Christian Mülhauser; Musik: Elemental von Pulse Faction; Path of Stars von Jonathan Geer

Habt ihr schon einmal ein Polarlicht gesehen? Polarlichter sind jetzt wieder häufiger. Die Sonne war in den letzten vier Jahren ungewöhnlich ruhig, daher traten sehr wenige Polarlichter auf. In letzter Zeit wurde die Sonne jedoch wieder aktiver und präsentierte mehr Sonnenflecken, Sonnenfackeln und koronale Massenauswürfe.

Bei Sonnenaktivität wie dieser werden geladene Teilchen ins Sonnensystem geschleudert. Einige davon können Polarlichter auf der Erde auslösen. Vor zwei Wochen führte ein Sonnensturm zu der oben gezeigten Zeitrafferaufnahme malerischer Polarlichter hinter Bäumen vor den Sternen über Ravnastua, Skoganvarre und Lakselv in Norwegen.

Wenn energiereiche Teilchen zur Erde fallen und die Luftmoleküle hoch oben in der Erdatmosphäre anregen, dann fließen, schimmern und tanzen Schleier aus Polarlichtern, die meist grün sind. Noch ist das Sonnenmaximum nicht erreicht. Daher könnte es in den nächsten Jahren sogar noch bessere Gelegenheiten für spektakuläre Polarlichter geben.

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Rotes Polarlicht über Australien

Über dem Horizont des Meeres leuchten rote Polarlichter, am Himmel stehen zahlreiche bekannte Objekte wie die Milchstraße und die Magellanschen Wolken.

Bildcredit und Bildrechte: Alex Cherney (Terrastro, TWAN)

Warum leuchtet der Himmel rot? Wegen der Polarlichter. Die Sonnenstürme der letzten Woche gingen hauptsächlich von der aktiven Sonnenfleckenregion 1402 aus. Sie überschüttete die Erde mit Teilchen, welche die Sauerstoffatome hoch in der Erdatmosphäre anregten. Wenn die Elektronen der angeregten Elemente in ihren Ausgangszustand zurückfielen, strahlten sie rotes Licht ab.

Wenn Sauerstoffatome in der niedrigeren Erdatmosphäre angeregt werden, leuchten sie meist grün. Dieses rote Polarlicht hoch oben war letzte Woche in der Nähe von Flinders im australischen Victoria über dem Horizont zu sehen. In dieser Nacht standen auch andere vertraute, aber weiter entfernte Objekte am Himmel: links die zentrale Scheibe unserer Milchstraße, rechts die große und die kleine Magellansche Wolke in der Nachbarschaft.

Ein Zeitraffervideo zeigt die Polarlichter in dieser Nacht und die malerische Szenerie darum herum. Warum der Himmel nicht auch grün leuchtete, ist nicht bekannt.

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Planet Nordlicht

Ein kleiner Planet ist von Schnee bedeckt, es ist Nacht. Rechts leuchtet ein helles grünes Polarlicht in einem Bogen, links ist der Himmel lila. Am Horizont ist Wald, oben steht ein Fotograf mit Kamera.

Bildcredit und Bildrechte: Göran Strand

Dieser kleine Planet ist von einem unheimlichen grünen Licht beleuchtet und mit Eis und Schnee bedeckt. Am Rand ist er von riesigen Kiefern umgeben. Natürlich ist der kleine Planet die Erde, und die Sterne stehen über dem Horizont von Östersund in Schweden.

Die blasse, grünliche Beleuchtung stammt von einem Schleier aus schimmerndem Polarlicht, auch als Nordlicht bekannt. Es wurde von einem riesigen koronalen Massenauswurf (KMA) am 24. Jänner ausgelöst. Der KMA erschütterte die Magnetosphäre des Planeten Erde und erzeugte einen starken geomagnetischen Sturm.

Menschen auf der Nordhalbkugel erkennen auch die vertraute Anordnung der Sterne links, darunter die Sternhaufen der Plejaden und Hyaden sowie die Sterne des Orion. Die zunehmende Sonnenaktivität verursachte in jüngster Zeit auch Polarlichter in südlicheren Breiten.

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