Raketenstart zwischen Bergen

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Bildcredit und Bildrechte: Yudong Jiang

Beschreibung: Was geschieht zwischen diesen Bergen? Eine Rakete wird in den Weltraum geschossen. Hier startete vor etwa zwei Wochen eine Trägerrakete Long March 3B am Xichang-Satellitenstartzentrum in der Provinz Sichuan in China. Die Rakete brachte zwei Navigationssatelliten etwa 2000 Kilometer über die Erdoberfläche, hoch über der Bahn der Internationalen Raumstation, aber weit unter der Bahn geosynchroner Satelliten. Chinas Chang’e 3-Mission, die den Roboter-Rover Yutu auf dem Mond brachte, wurde 2013 in Xichang gestartet.

Dieses Bild wurde ungefähr 10 Kilometer vom Startplatz entfernt fotografiert und ist ein Komposit aus neun Aufnahmen, darunter ein eigenes Hintergrundbild.

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Sommer- und Wintermilchstraße

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Bildcredit und Bildrechte: Dong Han

Beschreibung: Dieses Panorama einer Herbstnacht wurde etwa um Mitternacht fotografiert. Es folgt dem Bogen der Milchstraße am nördlichen Horizont im Hohen Venn im Nationalpark Eifel an der Grenze von Belgien und Deutschland.

Wenn Sie den Blick von Westen nach Osten (von links nach rechts) über die Auen schweifen lassen, sehen Sie noch einmal die auffälligen Sterne des nördlichen Sommers, die den Sternbildern weichen, welche bald die Nächte des nördlichen Winters dominieren. Der untergehende Wanderer Mars ganz links leuchtet am hellsten, er leuchtet noch in den fast übermächtigen irdischen Lichtern am südwestlichen Horizont. Die hellen Sterne Atair, Deneb und Wega, auch bekannt als nördliches Sommerdreieck, überspreizen links neben der Mitte die Milchstraße. Kapella und Aldebaran, Teil des nördlichen Wintersechsecks, leuchten beim hübschen Sternhaufen der Plejaden im Nordosten.

Die Sichtlinie entlang des Bretterweges führt fast direkt zum großen Wagen, der in diesen nördlichen Breiten eine Sterngruppe für alle Jahreszeiten ist. Folgen Sie den Zeigersternen des großen Wagens zum Polarstern und dem Himmelsnordpol, der fast genau darüber steht. Andromeda, die andere große Galaxie in der Himmelslandschaft, steht nahe dem oberen Bildrand.

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Sieben staubige Schwestern

Die Plejaden im Sternbild Stier sehen in Infrarot anders aus als im vertrauten sichtbaren Licht.

Bildcredit: WISE, IRSA, NASA; Bearbeitung und Bildrechte: Francesco Antonucci

Ist das wirklich der berühmte Sternhaufen der Plejaden? Sie sind für ihre markanten blauen Sterne berühmt. Dieses Bild zeigt sie in Infrarotlicht. Daher überstrahlt der umgebende Staub die Sterne. Drei Wellenlängen von Infrarot wurden in sichtbare Farben übersetzt: Rot in 24, Grün in 12 und Blau in 4,6 Mikrometer. Die Ausgangsbilder stammen von der Raumsonde Wide Field Infrared Survey Explorer (WISE) der NASA im Erdorbit.

Die Plejaden sind als M45 katalogisiert. Man nennt sie die „Sieben Schwestern„. Der Sternhaufen liegt in einer Staubwolke, die zufällig vorbeizieht. Licht und Sternwinde der massereichen Plejadensterne stoßen bevorzugt kleinere Staubteilchen ab. Dadurch wird der Staub – wie man hier sieht – in Fasern geschichtet.

Die Plejaden liegen im Sternbild Stier (Taurus) und sind ungefähr 450 Lichtjahre entfernt. In dieser Distanz ist das Bild etwa 20 Lichtjahre breit.

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Die Himmelsscheibe von Nebra

Die Himmelsscheibe von Nebra ist grünlich und mit goldenen Symbolen verziert. Man erkennt einen Kreis und eine Sichel, die wahrscheinlich beide den Mond darstellen. Oben sind mehrere Sterne, vielleicht die Plejaden. Auf der ganzen Scheibe sind goldene Punkte verteilt, vermutlich sind es Sterne. Unten ist ein Bogen, vielleicht eine Sonnenbarke. Links und rechts sind Bögen (der linke ging verloren), die vermutlich der Winkelmessung dienten.

Bildcredit: Dbachmann, Wikipedia

Das ist vermutlich die älteste bekannte Darstellung des Nachthimmels. Doch was zeigt sie, und warum wurde sie geschaffen? 1999 fanden Schatzsucher die Himmelsscheibe in der Nähe von Nebra in Deutschland mit einem Metalldetektor. Sie lag zwischen mehreren Waffen aus der Bronzezeit. Das urzeitliche Artefakt ist zirka 30 Zentimeter groß. Es wurde der Aunjetitzer Kultur zugeordnet, die 1600 v. Chr. Teile von Europa bewohnte.

Die Punkte Sterne sind wahrscheinlich Sterne, und der Sternhaufen stellt wohl die Plejaden dar. Der große Kreis und die Sichel symbolisieren nach aktueller Auffassung den Mond. Der Zweck der Scheibe bleibt unbekannt. Einige Hypothesen vermuten eine astronomische Uhr, ein Kunstwerk oder ein religiöses Symbol. Ihr Wert liegt bei 8,9 Millionen Euro. Manche glauben, die Himmelsscheibe von Nebra wäre nur eine von zweien, und die zweite warte noch auf ihre Entdeckung.*

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*Dafür gibt es keine Belege; Anm. d. Übersetzerin

Komet PanSTARRS am Rand

Das Bild ist dicht von Sternen bedeckt, dazwischen sind braune Nebel verteilt. Unten in der Mitte prangen die Plejaden mit ihrem blauen Nebel, rechts oben der rote Kaliforniennebel. Vor so viel Fülle geht der blaue Komet PanSTARRS rechts unten regelrecht unter.

Bildcredit und Bildrechte: JoAnn McDonald

Der Komet PanSTARRS (C/2016 R2) wird auch der blaue Komet genannt. Auf dieser Weitwinkelaufnahme vom 13. Jänner steht er links unten. Die kosmische Landschaft bedeckt am Himmel fast 20 Grad. Sie entstand aus gut belichteten und bearbeiteten Bildern einer empfindlichen Digitalkamera.

Die farbigen Wolken und staubhaltigen dunklen Nebeln sind für das bloße Auge zu blass. Der Kaliforniennebel rechts oben ist auch als NGC 1499 bekannt. Er hat eine vertraute Form. Seine Küstenlinie ist mehr als 60 Lichtjahre lang und ist ungefähr 1500 Lichtjahre entfernt. Der ausgeprägte rötliche Schimmer im Nebel stammt von den Atomen von Wasserstoff. Sie werden vom hellen blauen Stern Xi Persei darunter ionisiert.

Unten in der Mitte glänzt der berühmte Sternhaufen der Plejaden. Er ist ungefähr 400 Lichtjahre entfernt und 15 Lichtjahre groß. Seine klare blaue Farbe entsteht durch die Reflexion von Sternenlicht am interstellaren Staub. Zwischen den beiden markanten Objekten liegen die heißen Sterne der Perseus-OB2-Assoziation und staubige, dunkle Nebel am Rand der nahen, massereichen Molekülwolken in Stier und Perseus.

Im Kometenschweif sind ungewöhnlich viele ionisierte Moleküle von Kohlenmonoxid (CO+). Sie fluoreszieren im Sonnenlicht und sind großteils für seinen markanten blauen Farbton verantwortlich. Der Komet ist auf dem Bild zirka 17 Lichtminuten von der Erde entfernt.

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Blauer Komet trifft blaue Sterne

Rechts ist der Sternhaufen der Plejaden von blau leuchtenden Staubwolken umgeben, links ist der Komet C/2016 R2 (PanSTARRS), dessen Schweif dieselbe Farbe hat. Doch der Komet zieht nicht zum Sternhaufen, sondern nach oben.

Bildcredit und Bildrechte: Tom Masterson (Transient Astronomer)

Was zieht da zum Sternhaufen der Plejaden? Es ist der Komet C/2016 R2 (PanSTARRS). Doch die Erscheinung täuscht. Der berühmte Sternhaufen der Plejaden, der rechts im markant blauen Licht massereicher junger Sterne leuchtet, liegt weit dahinter.

Links ist Komet PanSTARRS, der das innere Sonnensystem besucht. Er ist ein taumelnder Eisblock aus dem äußeren Sonnensystem und präsentiert gerade einen langen Ionenschweif in markant blauem Licht. Seine Farbe entsteht durch einen ungewöhnlich hohen Anteil an ionisiertem Kohlenmonoxid.

Komet PanSTARRS wandert im Bild nach oben. Sein Ionenschweif zeigt von der Sonne weg. Ein komplexer Sonnenwind aus Teilchen, die aus von der Sonne ausströmen, treibt ihn in diese Richtung. Der Komet ist mit einem kleinen Teleskop zu sehen. Während er sich von der Erde entfernt, wird er für uns blasser. Das Perihel – das ist die größte Annäherung an die Sonne – erreicht er Anfang Mai.

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Geminiden im Norden

Eine einsame Radioschüssel in einer Landschaft mit flachen Bergen zeigt nach oben. Die Milchstraße steigt steil zum Zenit auf. Über der Schüssel leuchtet der helle Stern Sirius, rechts darüber der Orion, rechts über diesem die Hyaden und die Plejaden. Links oben sind die markanten Zwillingssterne Kastor und Pollux. Von dort strömen scheinbar viele helle Meteore aus.

Bildcredit und Bildrechte: Yin Hao

Jedes Jahr trifft der Meteorstrom der Geminiden die Erde. Er enttäuschte nicht, als unser Planet durch Staub des aktiven Asteroiden 3200 Phaethon pflügte. Diese Nachtlandschaft wurde auf der Nordhalbkugel fotografiert. Darauf strömen die Meteore vom Radianten des Meteorstroms aus, der im Sternbild Zwillinge liegt.

In der Nacht von 12. auf 13. Dezember entstanden in einem Zeitraum von 8,5 Stunden 37 Einzelbilder mit den Spuren von Meteoren. Sie wurden zu diesem Kompositbild kombiniert. Dazu wurden die einzelnen Bilder am sternklaren Himmel ausgerichtet. Er breitete sich über einer Radioantenne von MUSER aus. Die Radioteleskope von MUSER gehören zur Station Mingantu, deren Name einen astronomischen Hintergrund hat. Sie dienen der Beobachtung der Sonne. Die Anlage steht in der Inneren Mongolei in China und ist ungefähr 400 Kilometer von Peking entfernt.

Sirius leuchtet hell über der Radioschüssel. Er ist der Alphastern im Großen Hund (Canis Major). Die Milchstraße reicht von dort bis zum Zenit. Der gelbliche Stern Beteigeuze steht rechts neben der nördlichen Milchstraße. Er ist ein Blickfang im Orion. Der Radiant der Sternschnuppen liegt links oben bei Kastor und Pollux. Sie sind die Zwillingssterne in Gemini. Der Radianteffekt entsteht durch die Perspektive. Die Meteorbahnen laufen parallelen. Scheinbar treffen sie sich in der Ferne. Die Meteore der Geminiden treten mit etwa 22 Kilometern pro Sekunde in die Erdatmosphäre ein.

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Die Plejaden – detailreich und staubhaltig

Die Plejaden sind auf diesem Bild in einen Teppich aus braunen Staubfasern eingebettet. Normalerweise wird nur der blaue Reflexionsnebel abgebildet, der die Plejaden direkt umgibt.

Bildcredit und Bildrechte: Juan Carlos Casado (TWAN, Earth and Stars)

Der bekannte Sternhaufen der Plejaden zerstört langsam Teile einer Wolke aus Gas und Staub, die vorüberzieht. Die Plejaden sind der hellste offene Sternhaufen am irdischen Himmel. Man sieht sie an fast jedem nördlichen Ort mit bloßem Auge.

Die junge Staubwolke, die vorbeizieht, gehört vermutlich zum Gouldschen Gürtel. Das ist ein ungewöhnlicher Ring mit junger Sternbildung. Er umgibt die Sonne in der lokalen Milchstraße. In den letzten 100.000 Jahren bewegten sich Teile des Gouldschen Gürtels zufällig durch die älteren Plejaden. Dabei kam es zu einer starken Reaktion zwischen Sternen und Staub.

Der Druck des Sternenlichts verdrängt den Staub im blauen Reflexionsnebel, der sie umgibt. Dabei werden kleinere Staubteilchen stärker verdrängt. Ein kurzfristiges Ergebnis davon ist, dass Teile der Staubwolke faserartig und schichtförmig wurden.

Dieses detailreiche Bild zeigt links unten den Kometen C/2015 ER61 (PanSTARRS).

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