Perseïdenregen

Perseiden-Meteore und Milchstraße in der Nähe von Jiǔquán Shì in der Provinz Gansu in China. Vorne steht ein Paar unter einem beleuchteten Schirm mitten auf einer Straße, von der aus die Milchstraße senkrecht aufsteigt.

Bildcredit und Bildrechte: Luo Hongyang

Letzte Woche regnete Kometenstaub auf den Planeten Erde herab und zog beim jährlichen Meteorstrom der Perseïden über den dunklen Himmel. Dieses Bild ist ein Komposit aus vielen Bildern. Alle wurden in der Hauptnacht der Perseïden am selben Ort aufgenommen. Der Schirm war kein Schutzschild vor Meteoren, denn diese verdampften hoch oben in der Erdatmosphäre fast ganz.

Viele der Einzelbilder erfassten einzelne Perseïden. Ein Bild zeigt den Vordergrund in der Nähe von Jiǔquán Shì in der Provinz Gansu in China. Über den sternklaren Hintergrund verläuft das Zentralband unserer Galaxis, der Milchstraße. Es steigt fast senkrecht auf. Links leuchten die Planeten Jupiter und Saturn.

Obwohl die Staubteilchen des Kometen parallel zueinander ziehen, strömen die Meteore des Stroms scheinbar von einem bestimmten Punkt am Himmel aus. Es ist der Radiant im namensgebenden Sternbild Perseus. Das Bild zeigt ein so breites Winkelfeld, dass man die Krümmung des Himmels an den Bahnen der Perseïden erkennt.

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Sichelneptun und Triton

Die Raumsonde Voyager 2 zeigt Neptun und seinen Mond Triton von hinten in ihrer Sichelphase.
Bildcredit: NASA, Voyager 2

Die Raumsonde Voyager 2 gleitet lautlos durchs äußere Sonnensystem. Ihre Kamera fotografierte Neptun und Triton zusammen als Sicheln. Das Bild zeigt den Gasriesen mit seinem Mond, der von Wolken verhangen ist, von hinten. Es entstand kurz nach der größten Annäherung im Jahr 1989. Auf der Erde könnte man dieses Bild nicht aufnehmen, denn Neptun zeigt von der Sonne aus gesehen keine Sichelphase.

Der ungewöhnliche Blickwinkel raubt Neptun auch seinen vertrauten blauen Farbton. Denn von hier gesehen wird Sonnenlicht vorwärts gestreut und ist daher gerötet – wie die Sonne, wenn sie untergeht. Neptun ist kleiner, aber massereicher als Uranus. Er besitzt mehrere dunkle Ringe und strahlt mehr Energie ab, als er von der Sonne erhält.

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Juno zeigt ein Gesicht in Jupiters Wolken

Die Raumsonde Juno fotografierte bei Perijove 6, ihrem 6. Vorbeiflug an Jupiter, das Gesicht Gesicht Jovey McJupiter.

Bildcredit: NASA/JPL-Caltech/SwRI/MSSS/Jason Major

Beschreibung: Was seht ihr in den Wolken von Jupiter? Im größten Maßstab besitzt Jupiter helle Zonen und rötlich-braune Gürtel, die den Planeten umkreisen und einander abwechseln. Aufsteigendes Zonengas, das großteils Wasserstoff und Helium besteht, wirbelt normalerweise um Regionen mit hohem Druck. Umgekehrt wirbelt das sinkende Gas in den Bändern normalerweise um Regionen mit geringem Druck, ähnlich wie Zyklone und Wirbelstürme auf der Erde.

Stürme in Bändern können sich zu großen, langlebigen weißen Ovalen und länglichen roten Flecken entwickeln. Die Roboter-Raumsonde Juno der NASA fotografierte 2017 die meisten dieser Wolkenstrukturen während Perijovum 6, ihrem sechsten Flug auf ihrem langgezogenen 2-monatigen Umlauf über den riesigen Planeten.

Doch es sind wohl nicht nur die Wolken, die auf diesem Bild eure Aufmerksamkeit erregen, sondern auch ihre Anordnung. Das auffällige Gesicht „Jovey McJupiter“ bestand vielleicht ein paar Wochen, dann waren die benachbarten Sturmwolken weiter rotiert.

Juno hat inzwischen 33 Umläufe um Jupiter vollendet und absolvierte erst gestern einen engen Vorbeiflug an Ganymed, dem größten Mond in unserem Sonnensystem.

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Die Qualle und der Mars

Links steht der Quallennebel im Sternbild Zwillinge beim Stern Eta Geminorum. Rechts ist der helle Planet Mars. Links oben leuchtet der Stern My Geminorum.

Bildcredit und Bildrechte: Jason Guenzel

Diese hübsche Szene zeigt den blassen Quallennebel, der schwer fassbar ist. Im Sichtfeld des Teleskops leuchten zwei helle, gelbliche Sterne. Es sind My und Eta Geminorum. Die beiden stehen links über und knapp unter dem Quallennebel. Sie sind kühle Rote Riesen am Fuß der himmlischen Zwillinge. Der Quallennebel schwebt links unter der unter Mitte. Er ist ein heller, gewölbter Emissionsgrat, an dem Tentakel baumeln.

Die blasenförmige kosmische Qualle ist als IC 443 katalogisiert. Sie ist der Überrest einer Supernova. Das ist die Trümmerwolke eines massereichen Sterns, der explodierte, und die sich ausdehnt. Das Licht der Explosion erreichte die Erde vor mehr als 30.000 Jahren. Sein Vetter in astrophysikalischen Gewässern ist der Krebsnebel, auch er ist ein Supernovaüberrest. Beide enthalten einen Neutronenstern. Das ist der Überrest des kollabierten Sternkerns.

Dieser Schnappschuss entstand am 30. April mit einem Teleskop. Er zeigt auch den Mars. Der Rote Planet wandert gerade über den frühen Abendhimmel. Er leuchtet rechts im Bild in einem gelblichen Licht. Der Quallennebel ist ungefähr 5000 Lichtjahre entfernt. Der Mars dagegen ist derzeit nur etwa 18 Lichtminuten von der Erde entfernt.

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Mars und die Plejaden hinter dem Vinegar Hill

Mars und Plejaden neben einem Baum auf dem Vinegar Hill in Milford in Nova Scotia, Kanada.

Bildcredit und Bildrechte: Kristine Richer

Ist das bloß ein einsamer Baum auf einem leeren Hügel? Auf den ersten Blick vielleicht, doch seht einmal dahinter. Dort wartet ein lebhaftes Universum darauf, erforscht zu werden.

Erst einmal steht der Planet Mars physisch links neben dem Baum. Der Rote Planet bleibt diesen Monat nach Sonnenuntergang weiterhin über dem westlichen Horizont sichtbar. Er ist auch die neue Heimat des NASA-Rovers Perseverance. Rechts neben dem Baum leuchten die Plejaden. Sie sind ein heller Sternhaufen mit mehreren hellen blauen Sternen.

Das Bild ist ein Komposit aus separaten Bildern von Vorder- und Hintergrund. Sie wurden Anfang des letzten Monats innerhalb weniger Stunden auf dem Vinegar Hill in Milford in Nova Scotia (Kanada) fotografiert. Nacht für Nacht wanderte der Mars damals langsam fast vor dem fernen Sternhaufen der Sieben Schwestern vorbei. Erst 2038 kommt der Mars den Plejaden wieder so nahe wie im März.

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Mars über dem Steinkreis von Duddo

Der Planet Mars über dem berühmten Steinkreis von Duddo in Northumberland in England.

Bildcredit und Bildrechte: Ged Kivlehan

Beschreibung: Was machen diese riesigen Steine hier? Der Steinkreis von Duddo in Northumberland in England ist einer der berühmteren Steinkreise. Er steht im Freien an der Kuppe einer leichten Steigung. Nach einer kurzen Wanderung über leere Felder gelangt ihr zu den ungewöhnlichen mannshohen Steinen, die sich von allem in der Umgebung unterscheiden.

Die gerillten, zernarbten und stark verwitterten Oberflächen der weichen Sandsteine lassen darauf schließen, dass die Steine vor etwa 4000 Jahren aufgestellt wurden – aus heute unbekannten Gründen.

Dieses Bild ist ein Komposit aus zwei nacheinander fotografierten Aufnahmen, die am selben Ort entstanden sind. Es wurde letzten Oktober bei sternklarem Himmel aufgenommen, als die Erde nahe am Mars vorbeizog, daher erschien der Rote Planet ungewöhnlich groß und hell.

Mars ist bei Sonnenuntergang noch zu sehen, doch in den nächsten Monaten kommt er dem Horizont immer näher.

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Der Mechanismus von Antikythera

Der Mechanismus von Antikythera wurde auf dem Meeresgrund in einem gesunkenen Schiff entdeckt und wird heute als der erste Computer betrachtet.

Bildcredit und Lizenz: Marsyas, Wikipedia

Beschreibung: Niemand hätte gedacht, dass es vor 2000 Jahren die Technologie gab, um so eine Maschine zu bauen. Der hier gezeigte Mechanismus von Antikythera wird heute allgemein als der erste Computer betrachtet. Er wurde auf dem Meeresgrund an Bord eines havarierten griechischen Schiffs entdeckt.

Seine Komplexität führte zu jahrzehntelangen Untersuchungen, und selbst heute noch sind wahrscheinlich nicht alle seine Funktionen bekannt. Röntgenbilder des Mechanismus zeigten jedoch, dass eine Hauptfunktion seiner vielen uhrähnlichen Rädchen und Getriebe darin besteht, eine tragbare handbetriebene geozentrische Planetenmaschine zu schaffen, um zukünftige Stern- und Planetenpositionen sowie Mond- und Sonnenfinsternisse vorherzusagen.

Der ungefähr 13 Zentimeter große korrodierte Kern des größten Getriebes im Mechanismus von Antikythera ist hier abgebildet. Der ganze Mechanismus ist 33 Zentimeter hoch, damit misst er etwa soviel wie ein großes Buch. In jüngster Zeit erlaubte eine aktuelle Computermodelierung der fehlenden Komponenten die Konstruktion einer vollständigeren Nachbildung dieser erstaunlichen antiken Maschine.

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Venera 13 zeigt die Oberfläche der Venus

Aussicht der Landesonde Venera 13 auf der Oberfläche der Venus. In einer trostlosen Landschaft sind flache Felsen verteilt, unten sieht man den Rand der Sonde.

Bildcredit: Sowjetisches Programm zur Planetenerforschung, Venera 13;
Bearbeitung und Bildrechte: Donald Mitchell und Michael Carroll (mit Genehmigung verwendet)

Wenn wir auf der Venus stehen könnten, was würden wir sehen? Das Bild zeigt die Ansicht der sowjetischen Roboter-Landesonde Venera 13. Sie stieg im März 1982 mit Fallschirmen und Luftbremse in der dicken Venusatmosphäre ab. In der trostlosen Landschaft lagen flache Felsen in einem weiten, leeren Gelände. Oben ist ein strukturloser Himmel über Phoebe Regio nahe am Venusäquator.

Links unten ist das Penetrometer der Raumsonde zu sehen. Damit wurden wissenschaftliche Messungen durchgeführt. Der helle Teil rechts gehörte zu einer abgeworfenen Linsenabdeckung. Die Temperaturen betragen ständig um die 450 Grad Celsius. Der Druck ist 75-mal so hoch wie auf der Erde. Daher hielt die robuste Venera-Raumsonde nur etwa zwei Stunden durch.

Die Daten von Venera 13 wurden vor fast 40 Jahren durch das innere Sonnensystem geschickt. Doch Veneras ungewöhnlichen Bilder sind noch heute interessant. Aktuelle Analysen der Infrarotmessungen der ESA-Raumsonde Venus Express aus dem Orbit lassen vermuten, dass es auf der Venus noch heute aktive Vulkane gibt.

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