Leoniden über dem Monument Valley

Wie Regen strömen Meteore der Leoniden vom sternklaren Himmel. Vorne zeichnen sich die Silhouetten der Tafelberge im Monument Valley ab.

Bildcredit und Bildrechte: Sean M. Sabatini

Es gab einen Schauer über dem Monument Valley – doch es regnete kein Wasser, sondern Meteore. Dieses Komposit entstand aus sechs Einzelbildern, die je 30 Sekunden belichtet wurden. Sie wurden 2001 fotografiert. Damals war der Strom der Leoniden sehr aktiv. Die Erde wanderte durch einen besonders dichten Schwarm sandgroßer Teilchen des Kometen Tempel-Tuttle. Dadurch trat eine Meteorschliere pro Sekunde auf.

Die Meteore zogen parallel über den Himmel. Sie alle strömten vom Radianten des Meteorstroms aus zur Erde. Der Radiant war ein Punkt am Himmel im Sternbild Löwe (Leo).

Diese Woche erreicht der Leoniden-Meteorstrom seinen alljährlichen Höhepunkt. Zwar sollte das Licht des Mondes die Helligkeit vieler Meteore nicht übertrumpfen. Doch dieses Jahr sieht man zum Höhepunkt des Stroms vielleicht 15 Meteore pro Stunde. Das ist eine gute Rate, aber nicht so gut wie die Leoniden 2001. Übrigens: Wie viele Meteore erkennt ihr auf diesem Bild?

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Morgenmond, Planeten und Taurid in Kenia

Über einer Hütte, die von innen beleuchtet ist, fällt eine Feuerkugel vom Himmel. Links stehen der helle Mond, Venus, Mars und Jupiter teil übereinander in einer Reihe am Himmel.

Bildcredit und Bildrechte: Babak Tafreshi (TWAN)

Am 8. November tauchte der abnehmende Sichelmond bei der Planetenparade am Morgenhimmel der Erde auf. Die Aufnahme entstand im Amboseli-Nationalpark in Kenia. Nicht einmal das überbelichtete Mondlicht konnte die gleißende Venus auswaschen. Darüber standen der blasse Mars und der helle Jupiter bei der Ekliptik in einer Reihe.

Als wären Mond und Planeten nicht genug, zieht auch noch ein relativ heller Taurid durchs Bild. Der Meteorstrom der Tauriden im November brachte viele helle Boliden. Die Meteore strömen scheinbar von einem Radianten im Stier (Taurus) aus. Sie entstehen bei der jährlichen Passage unseres Planeten durch kleine Teilchen des Kometen 2P/Encke. Die Staubkörner des Kometen fallen mit einer relativ geringen Geschwindigkeit von 27 km/h in die Erdatmosphäre.

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Meteore und Milchstraße über Mount Rainier

Über dem Mount Rainier in Washington verläuft das Band der Milchstraße wie eine Aschewolke steil nach oben. Gleichzeitig fallen viele Meteore der Perseïden vom Himmel. Diese Kombination lässt das Bild sehr dramatisch wirken.

Bildcredit und Bildrechte: Matthew Dieterich

Es sieht zwar so aus, doch der Himmel fällt nicht herunter. Vor zwei Wochen fielen winzige Stückchen Kometenstaub vom Himmel. Das Bild zeigt den Meteorstrom der Perseïden über Mount Rainier im US-Bundesstaat Washington. Es entstand aus einem zweistündigen Zeitraffervideo, das mehr als 20 Meteore dokumentierte. Einer davon wurde dramatisch heller. Er ist links zu sehen.

Die Blitze der Meteore dauerten meist weniger als eine Sekunde. Trotzdem bildete die Kamera den Farbverlauf der Meteore ab, als sie sich in der Erdatmosphäre auflösten. Der ursprünglich grüne Farbton ist wohl ein Hinweis auf kleine Mengen leuchtender Magnesiumatome. Sie wurden von Atomen der Erdatmosphäre aus dem Meteor gerissen.

Um das Bild zu vollenden, wurde zeitgleich das zentrale Band unserer Milchstraße fotografiert. Sie verläuft hinter dem schneebedeckten Gipfel des Mount Rainier geradewegs nach oben. Ein weiterer guter Meteorstrom wird Mitte November erwartet. Dann kreuzen Stücke eines anderen Kometen als Leoniden die Erdbahn.

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Kometenstaub über Enchanted Rock

Über kahlen Bäumen in einem Nationalpark steigt die Milchstraße mit ihren markanten Staubwolken auf. Oben zischt ein heller Meteor über den Himmel.

Bildcredit und Bildrechte: Jared Tennant

Diese Woche fegte der Planet Erde Staub und Geröll des periodischen Kometen Swift-Tuttle auf. Die winzigen Körnchen verdampfen in der dichten Atmosphäre bei 59 km/s. Sie erzeugten den Meteorstrom der Perseïden.

Diese Aufnahme wurde 20 Sekunden belichtet. Dabei blitzte ein heller, bunter Perseïden-Meteor auf. Seine flüchtige Erscheinung war am 12. August nach Mitternacht am mondlosen Himmel zu sehen. Er leuchtete über der breiten Granitkuppe der Enchanted Rock State Natural Area in Zentraltexas in den USA. Unter dem Meteor stehen die Silhouetten von Bäumen. Hinten am Horizont leuchten Stadtlichter und die blasse Milchstraße. Sie ist von dunklen Wolken aus interstellarem Staub durchzogen.

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Mondlose Meteore und die Milchstraße

Über dem dunklen Horizont strömen viele Meteore von einem Punkt im Sternbild Perseus aus, es ist der Radiant der Perseïden. Hinten sind Zodiakallicht und die Milchstraße.

Bildcredit und Bildrechte: Petr Horálek

Habt ihr den Meteorstrom der Perseïden gesehen? Der vorhergesagte Höhepunkt des jährlichen Stroms war zwar schon letzte Nacht. Trotzdem sollten auch heute Nacht (13. bis 14. August) noch Meteore aufleuchten. Am besten seht ihr nach Mitternacht bei klarem, dunklem Himmel einfach nach oben.

Der Neumond am 14. August ist dieses Jahr günstig, um Meteore der Perseïden zu beobachten. Der fast neue Mond geht nicht vor der Morgendämmerung auf. Bis dahin sind auch viele blasse Meteore ohne Störung durch helles Mondlichtgut zu sehen. Der Perseïden-Meteorstrom fand zuletzt 2013 um den Neumond statt. Damals wurden die Fotos für dieses Bild bei dunklem, mondlosem Himmel fotografiert. Der Ort war die Insel Hvar vor der kroatischen Küste.

Das Weitwinkel-Komposit zeigt 67 Meteore. Sie strömen aus dem heroischen Sternbild Perseus. Dort liegt der Radiant des Stroms. Die Meteore wurden von 8. bis 14. August 2013 mit einem zarten Zodiakallicht und der Milchstraße im Hintergrund fotografiert. Der nächste mondlose Perseïden-Meteorstrom ist im August 2018.

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Ein Meteor expllodiert in der Milchstraße

Links neben der Milchstraße explodiert ein Meteor und hinterlässt eine verblassende Wolke.

Bildcredit und Bildrechte: André van der Hoeven

Heute Nacht erreicht der Meteorstrom der Perseïden sein Maximum. Körnchen aus eisigem Gestein ziehen über den Himmel. Wenn sie in die Erdatmosphäre eintreten, verdampfen sie. Diese Körnchen stammen vom Kometen Swift-Tuttle. Die Perseïden treten auf, wenn die Erde einmal im Jahr die Bahn des Kometen Swift-Tuttle kreuzt. Sie sind einer der aktivsten Meteorströme des Jahres.

Bei jedem Meteorstrom ist es schwierig, seine Aktivität vorherzusagen. Doch bei klarem, dunklem Himmel könnt ihr etwa einen Meteor pro Minute sehen. Die Perseïden treten dieses Jahr knapp vor Neumond auf. Daher sind am relativ dunklen Himmel wahrscheinlich sogar sehr schwache Meteore sichtbar. Meteorströme betrachtet man am besten in entspannter Position an einem dunklen Ort. Dieser Meteor wurde vor etwa zwei Wochen über Österreich fotografiert, als er in der Nähe unserer Milchstraße explodierte.

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Meteor in der Milchstraße

Über der kroatischen Halbinsel Istrien läuft die Milchstraße diagonal über den Himmel. Rechts unten blitzt ein Lyrid über den Himmel. Sein grünliches Licht spiegelt sich im Wasser der Adria.

Bildcredit und Bildrechte: Marko Korosec

Die Lyriden gehören zu den Meteorströmen im April. Seit mehr als 2000 Jahren werden sie jährlich beobachtet. Dann durchquert die Erde den Staubstrom, den der langperiodische Komet Thatcher zurücklässt.

Diese Ansicht des Nachthimmels entstand am 21. April in den Morgenstunden. Sie zeigt ein aufgefegtes Staubkörnchen des Kometen, das mit 48 km/s in einer Höhe von zirka 100 Kilometern dahinraste. Der gleißende Streifen des Meteors blitzt am südöstlichen Horizont auf. Er kreuzt die zentrale Milchstraße, die gerade aufgeht.

Seine Bahn zeigt rückwärts zum Radianten des Stroms im Sternbild Leier (Lyra). Es steht hoch am nördlichen Frühlingshimmel, das nicht im Bild liegt. Der gelbliche Riesenstern Antares leuchtet rechts neben der Wölbung der Milchstraße. Noch höher steht rechts der helle Planet Saturn. Der Lyrid leuchtet grünlich über der kroatischen Halbinsel Istrien. Er spiegelt sich im Wasser der Adria.

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Meteorstrom im Winter

Über einem vulkanischen Kratersee blitzen Meteore der Geminiden über den dunklen Himmel. Links neben der Mitte steigt die Milchstraße auf. Oben in der Mitte ist das markante Sternbild Orion.

Bildcredit und Bildrechte: Jia Hao

Die Geminiden sind im Norden ein winterlicher Meteorstrom. 2014 regnen sie auf diese zerklüftete, frostige Landschaft herab. Die Szene wurde etwa zum Höhepunkt des Meteorstroms auf dem Gipfel des Changbai shan fotografiert. Der Berg liegt an der nordöstlichen Grenze von China zu Nordkorea.

Das Komposit aus Digitalbildern zeigt die hellen Meteore. Orion steht mitten über dem vulkanischen Kratersee. Der Radiant des Stroms steht links oben im Sternbild Zwillinge. Es liegt nicht im Bild. Der Radiant ist der scheinbare Ursprung der Meteorstreifen.

Der Fotograf Jia Hao berichtete von heftigen Windböen und winterlichen Temperaturen von -34 °C nahe beim Gipfel. Das war der Preis für diesen traumhaften Anblick auf das Himmelsspektakel.

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