Mars zwischen den Nebeln

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Bildcredit und Bildrechte: Sebastian Voltmer

Zwischen dem Lagunen- und dem Trifidnebel ist ein heller roter Fleck. Was ist es? Der Mars. Das detailreiche bunte Himmelsbild zeigt, wie der Rote Planet zwischen den beiden bekannten Nebeln durchzieht. Charles Messier, der kosmische Archivar des 18. Jahrhunderts, katalogisierte die Nebel als M8 und M20.

M20, der Trifidnebel, liegt rechts über der Mitte. Er zeigt einen markanten Kontrast aus Rot, Blau und dunklen Staubbahnen. Rechts unten breitet sich das weite, rote Leuchten von M8 aus, dem Lagunennebel. Beide Nebel sind nur ein paar Tausend Lichtjahre entfernt. Zum Vergleich: Zwischen den beiden steht vorübergehend der Mars als markantes „lokales“ Himmelslicht. Als der Rote Planet letzte Woche fotografiert wurde, war er nur etwa 10 Lichtminuten entfernt.

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M1: Die Krabbe im All

Eine helle Struktur in der Bildmitte ist von blauen und violetten Nebeln umgeben. Die Farben sind nicht echt. Zwei konzentrische Ellipsen leuchten mitten im Bild, nach links unten strömt ein heller Strahl. Er ist etwa so lang, wie die größere Ellipse hoch ist.

Bildcredit: NASA – Röntgen: CXC, Optisch: STScI, Infrarot: JPL-Caltech

Der Krebsnebel ist als M1 katalogisiert. Er ist das erste Objekt auf Charles Messiers berühmter Liste von Dingen, die keine Kometen sind. Heute weiß man, dass die Krabbe der Überrest einer Supernova ist. Sie besteht aus Resten, die bei der finalen Explosion eines massereichen Sterns übrig blieben. Sie treiben auseinander.

Das faszinierende Bild in Falschfarben kombiniert Daten der Weltraumteleskope Chandra, Hubble und Spitzer. Sie erforschen die Wolke der Trümmer in Röntgen (blau-weiß), sichtbarem Licht (violett) und Infrarot (rosarot).

Der Krebsnebel ist eines der exotischsten Objekte, das Forschende heute kennen. Innen ist ein Neutronenstern, der 30-mal pro Sekunde rotiert. Es ist der helle Punkt nahe der Bildmitte. Der kollabierte Überrest des Sternkerns wirkt wie ein kosmischer Dynamo. Er liefert die Energie für die Strahlung der Krabbe, die im gesamten elektromagnetischen Spektrum leuchtet. Der Krebsnebel ist ungefähr 12 Lichtjahre groß. Er ist 6500 Lichtjahre entfernt und steht im Sternbild Stier.

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Katalogeintrag Nummer 1

Sechs Bildfelder zeigen erste Einträge in bekannten astronomischen Katalogen. Die Reihenfolge ist chronologisch. Links oben ist der bekannte Krebsnebel M1.

Bildcredit und Bildrechte: Bernhard Hubl (CEDIC)

Jede Reise beginnt mit einem ersten Schritt und jeder Katalog hat einen ersten Eintrag. Die Bildfelder sind – von links oben nach rechts unten – chronologisch nach der Erstveröffentlichung sortiert. Sie zeigen die ersten Einträge sechs bekannter Deep-Sky-Kataloge.

Der erste Eintrag in Charles Messiers Katalog aus dem Jahr 1774 ist das berühmte kosmische Krustentier M1, der Krebsnebel. Er ist ein bekannter Supernovaüberrest. J.L.E. Dreyers (nicht so neuer) New General Catalog (NGC) wurde 1888 veröffentlicht. NGC 1 ist eine Spiralgalaxie im Pegasus. Sie ist im nächsten Bildfeld gezeigt. Im selben Bild befindet sich darunter eine weitere Spiralgalaxie. Sie ist als NGC 2 katalogisiert. IC 1 in Dreyers nachfolgendem Index Catalog (IC, nächstes Bildfeld) ist jedoch ein blasser Doppelstern.

Der Dunkelnebel Barnard 1 liegt im Perseus-Molekülwolkenkomplex. Er eröffnet die untere Reihe mit einem Katalog dunkler Markierungen am Himmel, den E.E. Barnard 1919 veröffentlichte. Abell 1 ist ein ferner Galaxienhaufen in Pegasus aus George Abells Catalog of Rich Clusters of Galaxies aus dem Jahr 1958. Das letzte Bild zeigt vdB 1 aus Sidney van den Berghs Studien im Jahr 1966. Der hübsche blaue galaktische Reflexionsnebel liegt im Sternbild Kassiopeia.

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Erdschatten und Praesepe

Drei Bilder des Mondes veranschaulichen den runden Querschnitt des Erdschattens. Zwei Bilder entstanden kurz vor und nach Beginn der Totalität, das mittlere Bild etwa zum Höhepunkt der Finsternis. Rechts oben steht der Sternhaufen M44 oder Presaepe im Sternbild Krebs.

Bildcredit und Bildrechte: Tunç Tezel (TWAN)

Der dunkle Kernschatten der Erde hat die Form eines Kegels und ragt in den Weltraum. Bei einer Mondfinsternis erkennt man in der Entfernung des Mondes leicht seinen runden Querschnitt.

Dieses Kompositbild wurde am 31. Jänner auf der Nachtseite der Erde mit Teleobjektiv fotografiert. Der Erdschatten verleiht dem Mond eine rötliche Farbe. Die Phase der Totalität dauerte ungefähr 76 Minuten. Drei ausgerichtete Einzelbilder veranschaulichen den Schattenbereich der Mondbahn. Sie wurden kurz vor Beginn der Totalität, etwa zur Mitte und kurz nach dem Ende fotografiert.

Rechts oben steht der große Sternhaufen M44, der relativ nahe ist. Seine Distanz zu uns beträgt an die 600 Lichtjahre. Man kennt ihn auch als Praesepe oder Bienenkorb. Während der dunklen Totalität war er leichter zu sehen.

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Die Wolken von Andromeda

Mitten im Bild leuchtet die Andromedagalaxie M31 ungewöhnlich farbig. Außen herum sind rot leuchtende Nebel verteilt, die aber über unserer Milchstraße schweben.

Bildcredit und Bildrechte: Daniel López / IAC

Was sind diese roten Wolken um die Andromedagalaxie? M31 wird häufig von der Erde aus fotografiert. Sie ist die am nächsten gelegene große Spiralgalaxie und ein vertrauter Anblick. Aus ihrem hellen, gelblichen Kern laufen Spiralarme, die von dunklen Staubbahnen und Wolken heller, blauer Sterne gesäumt sind.

Das farbige Porträt zeigt die Universumsinsel. Es ist ein Mosaik aus Bildern, die mit Breit- und Schmalbandfiltern fotografiert wurden. Ein Merkmal ist unvertraut und fällt auf: Im weiten Sichtfeld sind blasse, rötliche Wolken aus ionisiertem Wasserstoff verteilt. Die Wolken aus leuchtende Wasserstoff sind relativ nahe. Sie liegen in unserer Milchstraße und gehören wahrscheinlich zu den weit verbreiteten, interstellaren Zirruswolken aus Staub, die Hunderte Lichtjahre über unserer galaktischen Ebene schweben.

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M1: Der unglaubliche expandierende Krebs

Die verworrenen Fasern des Krebsnebels M1 sind rot abgebildet, sie umhüllen einen grauen Nebel. M1 ist von vielen Sternen umgeben, der Hintergrund ist schwarz.

Bildcredit und Bildrechte: Detlef Hartmann

Der Krebsnebel ist als M1 katalogisiert. Er ist der erste Eintrag auf Charles Messiers berühmter Liste von Dingen, die keine Kometen sind. Inzwischen ist die Krabbe als Überrest einer Supernova bekannt. Das ist eine Trümmerwolke von der Explosion eines massereichen Sterns, die sich ausdehnt.

Die gewaltsame Entstehung des Krebses wurde im Jahr 1054 beobachtet. Heute ist der Nebel ungefähr 10 Lichtjahre groß. Er expandiert immer noch mit mehr als 1000 Kilometern pro Sekunde. In den letzten 10 Jahren beobachtete man seine Expansion. Sie ist auf diesem faszinierenden Zeitraffervideo zu sehen.

Von 2008 bis 2017 entstand jedes Jahr an einer ferngesteuerten Sternwarte in Österreich mit demselben Teleskop samt Kamera ein Bild. Diese 10 Bilder wurden zu einem Zeitrafferfilm kombiniert. Die Belichtungszeit beträgt insgesamt 32 Stunden. Die scharfen Einzelbilder wurden bearbeitet. Sie zeigen sogar die dynamische Strahlung im Inneren.

Der Krebsnebel ist etwa 6500 Lichtjahre entfernt und liegt im Sternbild Stier.

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Weitwinkelfeld von M78

Mitten im Bild schimmern die bläulichen Nebel M87 und McNeils veränderlicher Nebel. Die beiden sind von einem Meer aus Sternen und rot leuchtendem Wasserstoff umgeben. Dazwischen verlaufen dunkle, dichte Staubranken.

Bildcredit und Bildrechte: Fabian Neyer

Im fruchtbaren Sternbild Orion gibt es reichlich interstellare Staubwolken und leuchtende Nebel. Einer der hellsten ist M78. Er leuchtet mitten in der bunten Weitwinkelansicht. Man findet ihn nördlich vom Gürtel des Orion.

Der bläuliche Reflexionsnebel ist ungefähr 1500 Lichtjahre entfernt. Sein Durchmesser beträgt etwa 5 Lichtjahre. Der Farbton entsteht durch Staub, der das blaue Licht heißer, junger Sterne besonders gut reflektiert. Links neben M78 liegt der Reflexionsnebel NGC 2071. Rechts daneben ist McNeils Nebel. Er ist kompakter und fasziniert, denn in jüngster Zeit erkannte man ihn als veränderlichen Nebel. Er ist mit einem jungen, sonnenähnlichen Stern verbunden.

Die rötlichen Lichtflecken stammen von Herbig-Haro-Objekten. Das sind die energiereichen Strahlen von Sternen, die gerade entstehen. Sie zeichnen sich vor dem dunklen Staub ab. Die Aufnahme zeigt auch das blassere, alles durchdringende Leuchten von atomarem Wasserstoff in der Region.

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Die Messierkrater in Stereo

Das rot-cyan-farbige Stereobild zeigt die Krater Messier und Messier A dreidimensional, wenn man es mit 3-D-Brillen betrachtet. Rechts unten ist ein Bild des Mondes eingeblendet.

Bildcredit: Apollo 11, NASA; Rechte am Stereobild: Patrick Vantuyne

Viele helle Nebel und Sternhaufen am Himmel des Planeten Erde sind mit dem Astronomen Charles Messier verbunden. Er schuf im 18. Jahrhundert einen berühmten Katalog.

Auch diese zwei großen markanten Krater auf dem Mond tragen seinen Namen. Messier (links) und Messier A ragen aus dem dunklen, glatten Mondmeer der Fruchtbarkeit oder Mare Fecunditatis auf. Sie sind 15 x 8 und 16 x 11 Kilometer groß und haben eine längliche Form. Man kann das mit einem Einschlagkörper erklären, der von links nach rechts auf einer extrem flachen Flugbahn kam, als er die Krater schlug. Der flache Einschlag führte auch zu zwei Strahlen aus hellem Material. Sie liegen außerhalb des Bildes und zeigen nach rechts.

Schaut dieses spannende Stereobild des Kraterpaares mit rot-blauen Brillen an (rot am linken Auge). Es entstand aus hoch aufgelösten Scans zweier Bildern (AS11-42-6304, AS11-42-6305). Diese wurden bei der Mondmission Apollo 11 fotografiert.

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