Die Dreiecksgalaxie M33

Die Spiralgalaxie M33 im Sternbild Dreieck (Triangulum) ist bildfüllend dargestellt. Ihre Spiralarme wirken zerfleddert. Sie enthalten viele blaue Sternhaufen und rosarote Regionen mit Sternbildung.

Bildcredit und Bildrechte: Christoph Kaltseis, CEDIC

Im kleinen, nördlichen Sternbild Dreieck (Triangulum) liegt die prächtige Spiralgalaxie M33. Wir sehen sie von oben. Ihre gängigen Namen sind Feuerradgalaxie oder einfach Dreiecksgalaxie. M33 ist mehr als 50.000 Lichtjahre groß. Sie ist die drittgrößte Galaxie in der Lokalen Gruppe. Die größeren Galaxien sind die Andromedagalaxie (M31) und unserer Milchstraße.

M33 ist ungefähr 3 Millionen Lichtjahre von der Milchstraße entfernt. Vermutlich ist sie eine Begleiterin der Andromedagalaxie. Forschende in den beiden Galaxien hätten eine prachtvolle Aussicht auf das jeweils andere prächtige Spiralsystem.

Das scharfe Bild zeigt die Aussicht vom Planeten Erde. Wir sehen viele blaue Sternhaufen und rosarote Regionen mit Sternbildung in den losen Spiralarmen der Galaxie M33. Die hellste Sternbildungsregion ist die poröse Struktur NGC 604. Von der Galaxienmitte aus liegt sie ungefähr bei 7 Uhr. Wie bei M31 gibt es auch in M33 eine Population veränderlicher Sterne, die gut vermessen sind. Sie machen diese nahe Spirale zu einem kosmischen Meilenstein, um die Entfernungsskala des Universums zu definieren.

Zur Originalseite

Salz, Pfeffer und Eis

Videocredit und -rechte: Maroun Habib (Moophz)

Gerade wandert ein fotogener Komet über den Himmel. Komet 21P / Giacobini-Zinner ist etwas zu blass für das bloße Auge, doch er entwickelte einen langen Schweif. Dieser ist ein schöner Anblick für Ferngläser und empfindliche Kameras.

Dieses Zeitraffervideo wurde letzte Woche aufgenommen. Es zeigt die Bewegung des Kometen 21P am Himmel. 90 Minuten Aufnahme wurden zu etwa 2,5 Sekunden komprimiert. Der Schweif von 21P folgt nicht der Bewegung des Kometen, was seltsam wirkt. Der Grund dafür ist, dass Kometenschweife immer von der Sonne weggerichtet sind. Als der Komet fotografiert wurde, wanderte er nicht in Richtung Sonne. Weit im Hintergrund sieht man links oben M37, er heißt auch Salz-und-Pfeffer-Sternhaufen. Über der Bildmitte steht der helle, rote Stern V440 Aurigae.

Diese Kugel aus Eis, die Staub schleuderte, ist 2 km groß. Sie passierte letzte Woche ihren sonnen- und den erdnächsten Punkt. Nun verblasst sie, während sie zum Südhimmel weiterzieht. Doch Komet 21P sollte weiterhin sichtbar sein. Noch ungefähr einen Monat lang bleibt sie ein fotogenes Ziel für Kameras auf Stativ.

Zur Originalseite

Komet, Haufen und Nebel

Siehe Erklärung. Ein Klick auf das Bild lädt die höchstaufgelöste verfügbare Version.

Bildcredit und Bildrechte: Mohammad Nouroozi

Beschreibung: Komet 21P / Giacobini-Zinner ist hell genug für die Beobachtung mit Fernglas und ist sogar auf diesem detailreichen Telefoto-Mosaik des Sternbildes Fuhrmann (Auriga), das reich Sternhaufen und Nebeln ist, gut erkennbar. In der Nacht des 9. September bildeten seine grünliche Koma und der diffuse Schweif einen Kontrast zu den farbenprächtigen Sternen und den rötlichen Emissionsnebeln im fast 10 Grad großen Sichtfeld in der Milchstraße.

Der Komet stand nahe dem Perihel und seiner größten Annäherung an die Erde, er war etwa 200 Lichtsekunden entfernt. Über den fernen Hintergrund reiten die bekannten Fuhrmann-Sternhaufen M38 (links über der Mitte) und M36 (rechts) etwa 4000 Lichtjahre entfernt über dem Kometenschweif. Die Emissionsregion IC 405 inks oben ist nur 1500 Lichtjahre entfernt und auch unter dem dramatischeren Namen Flammensternnebel bekannt. Rechts daneben liegt der 12.000 Lichtjahre entfernte IC 410, der für seine Sterne bildenden kosmischen Kaulquappen berühmt ist.

Giacobini-Zinner, ein Kind unseres Sonnensystems, ist ein periodischer Komet, der die Sonne alle 6,5 Jahren umrundet, und der Ursprungskörper des Draconiden-Meteorstroms im Oktober.

Zur Originalseite

M1: Der Krebsnebel von Hubble

Siehe Erklärung. Ein Klick auf das Bild lädt die höchstaufgelöste verfügbare Version.

Bildcredit: NASA, ESA, Hubble, J. Hester, A. Loll (ASU)

Beschreibung: Dieses Chaos bleibt zurück, wenn ein Stern explodiert. Der Krebsnebel ist das Ergebnis einer Supernova, die 1054 n. Chr. zu sehen war, er ist voller rätselhafter Fasern. Die Fasern sind nicht nur ungeheuer komplex, sie scheinen auch weniger Masse zu besitzen, als bei der ursprünglichen Supernova ausgestoßen wurde, und eine höhere Geschwindigkeit, als man bei einer freien Explosion erwarten würde.

Dieses Bild wurde mit dem Weltraumteleskop Hubble aufgenommen und ist in drei Farben dargestellt, die nach wissenschaftlichen Kriterien gewählt wurden. Der Krebsnebel ist etwa 10 Lichtjahre groß. Im Zentrum des Nebels befindet sich ein Pulsar: ein Neutronenstern mit der Masse der Sonne, aber der Größe einer Kleinstadt. Der Krebspulsar rotiert etwa 30 Mal pro Sekunde.

Zur Originalseite

NGC 3682: Spiralgalaxie von der Seite

Siehe Erklärung. Ein Klick auf das Bild lädt die höchstaufgelöste verfügbare Version.

Bildcredit und Bildrechte: Daten: Paul Gardner, Great Basin Observatory; Bearbeitung: Rogelio Bernal Andreo (DeepSkyColors.com)

Beschreibung: Wie sehen Spiralgalaxien von der Seite aus? Diese scharfe Teleskopansicht zeigt die prächtige, von der Seite sichtbare Spiralgalaxie NGC 3628, eine fluffige galaktische Scheibe, die von dunklen Staubbahnen geteilt wird. Sicherlich erinnert dieses detailreiche galaktische Porträt manche Astronomen an ihren beliebten Spitznamen „Hamburgergalaxie“.

Das reizvolle Inseluniversum ist etwa 100.000 Lichtjahre groß und befindet sich 35 Millionen Lichtjahre entfernt im nördlichen Frühlingssternbild Löwe. NGC 3628 teilt sich ihre Umgebung im lokalen Universum mit zwei weiteren großen Spiralen, M65 und M66, in einer Gruppe, die auch als Leo-Triplett bekannt ist. Gravitationswechselwirkungen mit ihren kosmischen Nachbarn sind wahrscheinlich für die ausgedehnten Eruptionen und Krümmungen der Scheibe dieser Spirale verantwortlich.

Zur Originalseite

Messier 20 und 21

Siehe Erklärung. Ein Klick auf das Bild lädt die höchstaufgelöste verfügbare Version.

Bildcredit und Bildrechte: Ignacio Diaz Bobillo

Beschreibung: Der schöne Trifidnebel ist auch als Messier 20 bekannt und mit einem Teleskop leicht im nebelreichen Sternbild Schütze zu finden. Die farbenprächtige kosmische Kontraststudie ist ungefähr 5000 Lichtjahre entfernt, sie teilt sich dieses gut komponierte, fast 1 Grad weite Feld mit dem offenen Sternhaufen Messier 21 (rechts unten).

Der Trifid ist ungefähr 40 Lichtjahre groß und wird von Staubbahnen dreigeteilt. Er ist an die 300.000 Jahre alt, somit ist er eine der jüngsten Sternbildungsregionen am Himmel, die neu geborenen und embryonischen Sterne sind in die Staub- und Gaswolken ihrer Entstehung eingebettet. Die Entfernung des offenen Haufens M21 wird ähnlich geschätzt wie die von M20, doch obwohl sie sich diese prächtige Teleskop-Himmelslandschaft teilen, gibt es keine offensichtliche Verbindung zwischen den beiden. Die Sterne von M21 sind nämlich viel älter, ungefähr 8 Millionen Jahre alt.

Zur Originalseite

Meteor vor Galaxie

Vor der Andromedagalaxie M31 zischt ein Meteor vorbei. Er zieht eine grün leuchtende Spur, die an manchen Stellen breiter ist.

Bildcredit und Bildrechte: Fritz Helmut Hemmerich

Was ist der grüne Streifen vor der Andromedagalaxie? Ein Meteor. Beim Fotografieren der Andromedagalaxie 2016 zum Höhepunkt des Perseïden-Meteorstroms zog ein sandkorngroßer Stein aus dem Weltraum direkt vor der weit entfernten Begleiterin unserer Milchstraße vorbei. Der kleine Meteor brauchte nur den Bruchteil einer Sekunde, um dieses 10-Grad-Feld zu durchqueren.

Der Meteor flammte mehrmals auf, als er beim Eintritt in die Erdatmosphäre stark abgebremst wurde. Die grüne Farbe entstand – zumindest teilweise -, weil das Gas des Meteors beim Verdampfen leuchtete. Die Aufnahme war zwar zeitlich auf Perseïden-Meteore abgestimmt, doch die Ausrichtung dieser Leuchtspur scheint eher von einem Meteor der südlichen Delta-Aquariiden zu stammen. Dieser Meteorstrom hatte seinen Höhepunkt einige Wochen zuvor erreicht. Nicht zufällig erreicht der Meteorstrom der Perseïden heute Nacht wieder seinen Höhepunkt.

Zur Originalseite

Die von der Kante sichtbare Spindelgalaxie

Durch eine Galaxie, die von der Seite zu sehen ist, verläuft ein dunkler Strich. Um den Strich herum ist sie heller, nach außen hin ist sie von eihem leuchtenden Flausch umgeben. Die Sterne im Vordergund sind dünn und ungleichmäßig verteilt.

Bildcredit und Bildrechte: Adam Block, Mt. Lemmon SkyCenter, U. Arizona

Beschreibung: Welche Art Himmelsobjekt ist das? Es ist eine relativ normale Galaxie, aber wir sehen sie von der Seite. Eigentlich sind viele Scheibengalaxien so dünn wie die hier abgebildete NGC 5866, aber sie sind von unserem Blickwinkel aus nicht von der Seite zu sehen. Eine Galaxie, bei der wir auf die Kante blicken, und die wir besser kennen, ist unsere eigene Galaxis.

Die Spindelgalaxie ist als M102 und NGC 5866 katalogisiert und besitzt zahlreiche und komplexe Staubbahnen, die dunkel und rot erscheinen. Die vielen hellen Sterne in der Scheibe verleihen ihr einen bläulicheren Farbton. Die bläuliche Scheibe aus jungen Sternen reicht klar erkennbar über den Staub in der extrem dünnen galaktischen Ebene hinaus.

Es gibt Hinweise, dass die Spindelgalaxie während der letzten Milliarde Jahre kleinere Galaxien verschlungen hat. Dazu gehören mehrere Ströme aus blassen Sternen sowie dunkler Staub, der von der Hauptebene der Galaxie ausgeht, und eine umgebende Galaxiengruppe, die hier nicht abgebildet ist.

Allgemein sind viele Scheibengalaxien dünn, weil das Gas, aus dem sie entstehen, mit sich selbst kollidiert, wenn es um das Gravitationszentrum rotiert. Die Spindelgalaxie ist ungefähr 50 Millionen Lichtjahre entfernt und befindet sich im Sternbild Drache (Draco).

Zur Originalseite