Dunkle Sandrutschungen auf dem Mars

Braunrosa Dünen sind von dunklen Strukturen gesprenkelt, von den Hügelkuppen verlaufen schwarze Hangrutschungen abwärts.

Credit: HiRISE, MRO, LPL (U. Arizona), NASA

Beschreibung: Sie sehen aus wie Marsbäume, aber sie sind keine. Auf schmelzenden rötlichen Sanddünen wurden vom Mars Reconnaisance Orbiter Gruppen dunkler brauner Streifen fotografiert, die mit leichtem Frost bedeckt waren. Dieses Bild wurde im April 2008 nahe dem Nordpol des Mars aufgenommen. Zu der Zeit wurde dunkler Sand aus dem Inneren der Sanddünen des Mars immer besser sichbar, als die Frühlingssonne das hellere Kohlendioxideis schmolz. Wenn das nahe dem Dünenkamm geschieht, kann dunkler Sand von der Düne herabrutschen und dabei dunkle Streifen auf der Oberfläche hinterlassen – Schlieren, die auf den ersten Blick Bäume zu sein scheinen, stehen im Vordergrund der helleren Regionen, werfen jedoch keine Schatten. Objekte mit etwa 25 Zentimetern Durchmesser sind auf diesem Bild aufgelöst, das sich über etwa einen Kilometer erstreckt. Nahaufnahmen einiger Teile dieses Bildes zeigen aufsteigende Schwaden, die vermuten lassen, dass die Sandrutschungen sogar während der Aufnahme dieses Bildes stattfanden.

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Urtümliche geschichtete Hügel auf dem Mars

Das schwarzweiße Bild zeigt in der Mitte eine dunkle, ebene Senke, links und unten sind geschichtete Berge.

Credit: Malin Space Science Systems, MOC, MGS, JPL, NASA

Beschreibung: Ist das ein Bild des Mars oder der Erde? Seltsamerweise ist es ein Bild des Mars. Was manchen wie eine irdische Küstenlinie erscheinen mag, ist in Wirklichkeit eine Formation urtümlicher geschichteter Hügel und von Wind verwehtem Sand auf dem Mars. Diese Region im SchiaparelliKrater ist etwa drei Kilometer breit. Wie die Schichten aus Sedimenten entstanden sind, wird immer noch erforscht. Zu den brauchbaren Hypothesen gehören weit zurückliegende Zeiträume der Ablagerung, entweder durch fließendes Wasser oder durch von Wind verwehten Sand. Winde und Sandstürme haben die Strukturen in jüngerer Zeit geglättet und erodiert. Das „Wasser“, das am Grund zu sehen ist, ist in Wirklichkeit dunkel gefärbter Sand. Das Bild wurde von der Raumsonde Mars Global Surveyor aufgenommen, die von 1996-2006 im Marsorbit aktiv war und mehr als 200.000 Bilder schickte.

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Meteorit Block Island auf dem Mars

Ins Bild ragt ein Instrumentenarm eines Marsrovers, im Hintergrund ist die Oberfläche des Mars zu sehen. Sie ist durch die Optik stark gekrümmt.

Credit: Mars-Erforschungs-Rover-Mission, JPL, NASA

Was ist dieser seltsame Felsen auf dem Mars? Er liegt auf einer weiten Ebene und fällt auf, weil er so isoliert ist. Seine Form und die ungewöhnliche Struktur wirken seltsam. Außerdem ist er relativ groß. Der Roboter-Rover Opportunity, der über den Mars rollt, entdeckte den Felsen Ende letzten Monats.

Hier bereitet sich Opportunity darauf vor, den ungewöhnlichen Felsen zu untersuchen. Opportunity röntgte den Stein, stieß ihn und analysierte ihn chemisch. Dabei stellte sich heraus, dass der Stein ein gefallener Meteorit ist. Er wurde der Block Island genannt und misst etwa 60 Zentimeter. Wir wissen nun, dass er hauptsächlich aus Nickel und Eisen besteht. Er ist der zweite und größte Meteorit, den je ein Marsrover gefunden hat. Auf weiten ebenen Flächen auf dem Mars und der Erde fallen große Meteoriten eher auf.

Opportunity setzt seine Reise über Meridiani Planum auf dem Mars fort. Laut Plan soll er nächstes Jahr den weiten Krater Endeavour erreichen.

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Radar liefert Hinweise auf verdeckte Marsgletscher

Marslandschaft mit zwei großen Einschlagsbecken im Vordergrund.

Credit für die Datenrekonstruktion: NASA / JPL-Caltech / UTA / UA / MSSS / ESA / DLR / JPL-Visualisierungsprojekt des Sonnensystems

Wie entstand dieses ungewöhnliche Gelände auf dem Mars? Im Hellas-Becken auf dem Mars gibt es mehrerer Krater mit mittlerer Breite. Ihre Böden sind flach und seicht, und sie haben ungewöhnliche Rillen. Neue Radarbilder des Mars Reconnaissance Orbiters stützen eine aufregende Hypothese: Es sind vielleicht riesige Gletscher aus verdecktem Eis.

Es gibt Hinweise, dass die Gletscher ein Areal bedecken, das größer ist als eine Stadt. Vielleicht sind sie tiefer als einen Kilometer. Das Eis war wohl durch eine Schmutzschicht geschützt, sodass es nicht in die dünne Marsluft entweichen ist. Wenn das alles stimmt, wäre die größte Menge an Wassereis nicht bei den Marspolen, und es wäre viel mehr als die gefrorenen Pfützen, welche die Landesonde Phoenix unlängst entdeckte.

Solche Eisblöcke, die so groß sind wie Seen und so nahe am Äquator des Mars liegen, wären ein guter Vorrat an Trinkwasser für künftige Astronauten, die den Mars erforschen. Wie sich die Gletscher entstanden sind, bleibt ein Rätsel. Doch bevor ihr für eine Forschungsreise zum Mars packt, nehmt euch kurz Zeit und schlagt einen Namen für den nächsten Marsrover der NASA vor.

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Phoenix und der Heilige Strohsack

Die Fläche unter der Landesonde Phoenix mit freigelegten Eisflächen.

Bildcredit: Marco Di Lorenzo, Kenneth Kremer, Phoenix Mission, NASA, JPL, UA, Max-Planck-Inst., Spaceflight

Beschreibung: Der Sommer im Norden des Mars ist zu Ende. Wie prognostiziert wurde, liefern die Sonnensegel der Marslandesonde Phoenix nicht mehr genug Energie, weil die Tageslichtstunden abnehmen, das Wetter schlechter wird und die Staubstürme zunehmen. Am 2. November kam das letzte Signal von Phoenix, damit endete seine erfolgreiche Mission in der Arktisregion des Roten Planeten nach mehr als fünf Monaten. Diese Zeitspanne übertraf seine geplante operative Lebenszeit. Bei der Untersuchung, ob die Oberfläche des Planeten Mars jemals mikrobisches Leben ermöglicht hat, absolvierte Phoenix eine umfangreiche Bodenanalyse und und schickte eine Fülle an Bilddaten. Eines der interessantesten Ergebnisse der Landesonde war die Entdeckung von Wassereis knapp unter der Marsoberfläche. Dieses Bild wurde im Oktober mit der Kamera am Roboterarm der Landesonde aufgenommen. Es zeigt die Fläche unter Phoenix mit flachen, freigelegten eishaltigen Stellen. Als die Forschenden diesen Bereich sahen, riefen sie „Heiliger Strohsack!“, nachdem er wenige Tage nach der Landung der Marslandesonde Phoenix am 25. Mai erstmals fotografiert wurde.

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Schichten roter Klippen auf dem Mars

Das Bild zeigt gewellte rötliche und graue Schichten, die senkrecht im Bild verlaufen.

Credit: HiRISE, MRO, LPL (U. Arizona), NASA

Wie sind diese roten Felsschichten auf dem Mars entstanden? Das ist nicht bekannt. Die nördliche Polkappe auf dem Mars ist durch die riesige Aufspaltung mit dem Namen Chasma Boreale fast zweigeteilt. Auf der Erde gibt es keine vergleichbare Geländeform.

Oben seht ihr mehrere staubreiche Schichten, die in diese tiefe Kluft hineinführen. Die dramatisch rot gefärbten Felsklippen zeigen großteils nach links, sind aber teilweise auch von oben sichtbar. Die hellen Gebiete bestehen wahrscheinlich aus Wassereis. Das Bild entstand nahe dem Norden des Mars, es ist mehr als etwa einen Kilometer breit. Der Höhenunterschied von rechts nach links beträgt mehr als einen Kilometer.

Eine Hypothese besagt, dass die Entstehung der Chasma Boreale auf Vulkanaktivität zurückzuführen ist.

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Hohe Klippen auf dem Mars um Echus Chasma

Die Klippe im Bild fällt steil ab, unten ist der Boden jedoch ungewöhnlich eben. Wahrscheinlich wurde das Tal, das vorne im Bild liegt, von Lava geflutet. Oben liegt ein Krater direkt am Abhang.

Credit: G. Neukum (FU Berlin) et al., Mars Express, DLR, ESA

Wie entstand diese große Klippe auf dem Mars? Stürzten einst riesige Wasserfälle durch ihre Rinnen? Das hohe Kliff fällt vier Kilometer ab. Es umgibt Echus Chasma in der Nähe eines eindrucksvollen Einschlagskraters. Die Klippe entstand entweder durch Wasser oder Lava.

Echus Chasma ist 100 Kilometer lang und 10 Kilometer breit. Eine wahrscheinliche Hypothese vermutet, dass Echus Chasma einst eine der größten Wasserquellen auf dem Mars war. Wenn das stimmt, floss das Wasser in Echus Chasma über die Marsoberfläche und schuf das eindrucksvolle Kasei Valles, das über 3000 Kilometer nach Norden reicht. Doch selbst wenn das Tal von Wasser geschaffen wurde, hat vermutlich später Lava seinen Boden überflutet und machte ihn ungewöhnlich eben.

Echus Chasma liegt nördlich des gewaltigen Valles Marineris, das die größte Schlucht im Sonnensystem ist. Das Bild stammt von der Raumsonde Mars Express. Sie umkreist derzeit den Mars.

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Veränderung des Marswinkels

Viele Abbildungen des Planeten Mars sind hier zeilenförmig angeordnet, sie zeigen den Planeten im Laufe seiner Annäherung an die Opposition und wie er sich danach wieder entfernt.

Credit und Bildrechte: Richard Bosman

Erscheint der Mars immer gleich? Nein. Sowohl die Erde als auch der Mars umrunden die Sonne. Daher verändert sich die scheinbare Winkelgröße des Mars, wenn man ihn von der Erde aus beobachtet. Dieses Mosaik zeigt 30 Einzelbilder des Mars. Die Bilder wurden 2007 bis 2008 in Enschede in den Niederlanden fotografiert. Bei allen wurde dieselbe Vergrößerung verwendet.

Wenn Erde und Mars auf gegenüberliegenden Seiten der Sonne stehen, wirkt Mars relativ klein. Wenn Erde und Mars nahe beisammen stehen, erscheint der Mars groß und hell. Der größte scheinbare Mars in jüngerer Vergangenheit war während der Opposition im August 2003 zu sehen.

Da der Mars immer weiter von der Sonne entfernt ist als die Erde, zeigt er uns nie eine Sichelphase. Auf den Bildern ist auch die nördliche Polkappe des Mars zu sehen, außerdem dunkle und helle Böden, Wolken sowie – auf den älteren Bildern – ein globaler Staubsturm. Die nächste Opposition, bei der sich die Erde dem Mars nähert, findet Anfang 2010 statt.

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