Video: Perseverance landet auf dem Mars


Videocredit: NASA/JPL-Caltech, Mars-2020-Missionsteam

Beschreibung: Wie sieht es aus, wenn man auf dem Mars landet? Um die Instrumente bei Eintritt, Abstieg und Landung des Rovers Perseverance letzte Woche auf dem Mars besser zu überwachen, wurden videofähige Kameras eingesetzt, die inzwischen ihre Bilder übertragen haben.

Das 3,5-minütige Kompositvideo beginnt mit dem Öffnen eines riesigen Fallschirms, der die rasende Raumsonde beim Eintritt in die Marsatmosphäre dramatisch bremst. Als Nächstes seht ihr, wie der Hitzeschild abgelöst wird und hinunter fällt. Während Perseverance absteigt, seht ihr den riesigen Mars, dessen Oberfläche immer detaillierter wird.

Nach knapp 2 Minuten Videolaufzeit wird der Fallschirm ausgeklinkt, und Perseverance beginnt zu landen, dabei wirbeln die Raketen viel Staub auf. Bald übernimmt der Himmelskran und senkt Perseverance sanft ab, bevor er zügig davon düst.

Der Roboter-Rover Perseverance beginnt nun, den urzeitlichen Krater Jezero zu erforschen, unter anderem sucht er nach Anzeichen für Leben, das es vielleicht einst auf dem Nachbarplaneten der Erde gab.

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Stereo-Ansicht von Eros

Der Asteroid Eros ist nach dem griechischen Gott der Liebe benannt, aber auf diesem Bild erinnert er eher an eine plumpe Kartoffel. Das rot-cyan-farbige Bild wirkt mit Anaglyphenbrillen dreidimensional.

Bildcredit: Projekt NEAR, JHU APL, NASA

Mit euren rot-blauen Brillen könnt ihr neben dem Asteroiden 433 Eros schweben. Der erdnahe Asteroid umkreist die Sonne alle 1,8 Jahre. Er ist nach dem griechischen Gott der Liebe benannt. Doch seine Form erinnert eher an eine klumpige Kartoffel als an ein Herz.

Eros ist eine winzigkleine Welt. Sie hat einen hügeligen Horizont, Krater, Felsbrocken und Täler. Der Asteroid misst 40 x 14 x 14 Kilometer, er ist also so groß wie eine Stadt. Das Mosaik entstand aus Bildern der Raumsonde NEAR-Shoemaker, die zu einer Stereo-Anaglyphe verarbeitet wurden. Es betont seine Größe und die wenig romantische Form.

Neben einem dramatischen Chiaroscuro lieferte NEAR-Shoemakers 3-D-Bild wichtige Messungen der Landschaften und Strukturen des Asteroiden sowie Hinweise auf den Ursprung des Brockens im Sonnensystem. Die kleinsten Strukturen, die man hier sieht, sind ungefähr 30 Meter groß.

Ab 14. Februar 2000 verbrachte die historische Mission NEAR-Shoemaker ein Jahr im Orbit um Eros. Sie war damit die erste Raumsonde, die je um einen Asteroiden kreiste. Vor zwanzig Jahren, am 12. Februar 2001, landete sie auf Eros. Das war die erste Landung auf der Oberfläche eines Asteroiden. NEAR-Shoemakers letzte Übertragung von der Oberfläche von Eros erfolgte am 28. Februar 2001.

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Apollo 14 auf dem Weg nach Hause

Die sonnenbeleuchtete Erdsichel ragt auf diesem Foto von der Mondmission Apollo 14 knapp über den Mondhorizont.

Bildcredit: Apollo 14, NASA, JSC, ASU (Bild-Neubearbeitung: Andy Saunders)

Sonntag vor fünfzig Jahren (am 7. Februar 1971) verließ die Besatzung von Apollo 14 die Mondumlaufbahn und machte sich auf den Weg nach Hause.

Im Kommandomodul Kittyhawk beobachteten sie, wie die Erde aufging. Die Erdsichel, die von der Sonne beleuchtet ist, ragt über den Mondrand. Das Gelände vorne ist von Kratern übersät und liegt auf der Rückseite des Mondes. Als die Besatzung um den Mond kreiste, beobachten sie, wie die Erde auf- und unterging. Doch auf der Mondoberfläche hing die Erde bewegungslos am Himmel über ihrem im Landeplatz im Krater Fra Mauro.

Zu den Gesteinsproben, die von Fra Mauro gesammelt wurden, zählt ein 9 kg schwerer Stein. Er bekam den Spitznamen Big Bertha und enthält ein Bruchstück, das wahrscheinlich von einem Meteoriten vom Planeten Erde stammt. An Bord von Kittyhawk befand sich während der Apollo-14-Mission ein Behälter mit 400-500 Samen. Daraus wurden später Mondbäume gezogen.

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Apollo 14: Aussicht von Antares

Mitchells Aussicht aus dem Mondlandemodul Antares von Apollo 14 mit einem Speer und zwei Golfbällen.

Bildcredit: Edgar Mitchell, Apollo 14, NASA; MosaikEric M. Jones

Diesen Freitag vor 50 Jahren setzte die Landefähre Antares bei der Mission Apollo 14 auf dem Mond auf. Am Ende des Besuchs fotografierte der Astronaut Ed Mitchell eine Bildserie der Mondoberfläche. Sie zeigt den Blick aus dem Fenster. Eric Jones, Herausgeber des Apollo Lunar Surface Journal, kombinierte sie zu einem detaillierten Mosaik.

Die Aussicht reicht über das Hochland in Fra Mauro nordwestlich der Landestelle. Die Astronauten von Apollo 14 hatten bereits ihren zweiten und letzten Außenbordeinsatz auf dem Mond beendet. Vorne steht der modulare Transporter für die Ausrüstung (Modular Equipment Transporter). Er ist ein Rikscha-ähnliches Gerät auf zwei Rädern. Damit wurden Werkzeug und Proben transportiert.

Oben in der Mitte beim Horizont steht der 1,5 Meter große „Schildkrötenfelsen“ (Turtle rock). Im seichten Krater vor dem Schildkrötenfelsen liegt der lange, weiße Griff eines Geräts, mit dem Proben gesammelt wurden. Mitchell hatte ihn am Ende wie einen Pfeil geworfen. Alan Shepard, Mitchells Begleiter auf dem Mond und der erste Amerikaner im Weltall, schlug mit einem provisorischen Sechser-Eisen zwei Golfbälle ab. Einer von Shepards Golfbällen ist der weiße Fleck unter Mitchells Speer.

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Mond im 21. Jahrhundert auf Kollodium-Nassplatte

Diese zeitgenössische Version einer Kollodium-Nassplattenaufnahme feiert die Anfänge der Mondfotografie und reproduziert den Prozess mit modernen Chemikalien und einer Glasplatte aus einem Baumarkt des 21. Jahrhunderts.

Bildcredit und Bildrechte: Mike Smolinsky

Beschreibung: Eine der ersten fotografischen Techniken, die ab Mitte des 19. Jahrhunderts verwendet wurden, um die Mondoberfläche aufzunehmen, war das Kollodium-Nassplatten-Verfahren, das vor allem vom britischen Astronomen Warren De la Rue eingesetzt wurde.

Für eine Fotografie wurde eine Glasplatte mit einer dicken, durchsichtigen Mischung beschichtet, mit Silbernitrat sensibilisiert, dann am Teleskop belichtet und schließlich entwickelt, um ein Negativbild auf der Platte zu erzeugen. Um die fotografische Empfindlichkeit zu erhalten, musste der gesamte Prozess – vom Beschichtung bis zur Belichtung und Entwicklung – vor dem Trocknen der Platte abgeschlossen sein, also in einem Zeitraum von ungefähr 10 bis 15 Minuten.

Diese zeitgenössische Version einer Kollodium-Nassplattenaufnahme feiert die Anfänge der Mondfotografie und reproduziert den Prozess mit modernen Chemikalien, die eine Glasplatte aus einem Baumarkt des 21. Jahrhunderts beschichten. Das Bild wurde am 28. November mit einer 8×10-Fachkamera und einem Gartenteleskop fotografiert. Es zeigt originalgetreu die großen Krater, hellen Strahlen und dunklen, weichen Meere des zunehmenden Dreiviertelmondes.

Das Bild auf der Platte mit einem Durchmesser von 8,5 Zentimetern wurde bei der Aufnahme nachgeführt, 2 Minuten lang belichtet und anschließend digitalisiert. Die fotografische Empfindlichkeit der Nassplatte lag bei ISO 1. Der Kamerasensor in eurem Smartphone hat eine fotografische Empfindlichkeit von vielleicht ISO 100 bis 6400 (und muss trocken gehalten werden …).

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Messier-Krater in Stereo

Die Krater Messier und Messier A ragen aus dem dunklen, glatten Meer der Fruchtbarkeit oder Mare Fecunditatis, sie messen 8 mal 15 und 11 mal 16 Kilometer.

Bildcredit: Apollo 11, NASA; Stereo-Bildrechte: Patrick Vantuyne

Viele helle Nebel und Sternhaufen am Himmel des Planeten Erde stehen in Verbindung mit dem Namen des Astronomen Charles Messier. Er erstellte im 18. Jahrhundert einen berühmten Katalog. Auch diese beiden großen ungewöhnlichen Krater auf dem Mond tragen seinen Namen.

Messier (links) und Messier A ragen aus dem dunklen, glatten Meer der Fruchtbarkeit oder Mare Fecunditatis auf dem Mond. Sie messen 8 x 15 und 11 x 16 Kilometer. Ihre längliche Form wird durch die extrem flache Flugbahn des Einschlagkörpers erklärt. Er bewegte sich von links nach rechts, als er die Krater schlug. Der flache Einschlag führte auch zu zwei Strahlen aus hellem Material. Sie verlaufen außerhalb des Bildes nach rechts über die Oberfläche.

Dieses interessante Stereobild des Kraterpaares solltet ihr mit rot-blauen Brillen (rot für das linke Auge) anschauen. Es entstand aus hoch aufgelösten Scans zweier Bilder (AS11-42-6304, AS11-42-6305). Sie wurden bei der Mondmission Apollo 11 fotografiert.

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Mond über der ISS

Die Internationale Raumstation ISS ist seit 20 Jahren der Außenposten der Menschheit im All.

Bildcredit und Bildrechte: Derek Demeter (Emil Buehler Planetarium)

Beschreibung: Die Internationale Raumstation kreist in 90 Minuten einmal um unseren hübschen Planeten. Ihr erkennt sie leicht mit bloßem Auge als helles Licht, das über den Nachthimmel zieht. Habt ihr sie schon einmal gesehen?

Wenn ihr sie das nächste Mal seht, denkt daran: Seit mehr als 20 Jahren sind hier ununterbrochen Menschen im Weltraum. Am 2. November 2000 dockte die Besatzung der ISS-Expedition 1 an den Außenposten 400 Kilometer über der Erde in der Umlaufbahn.

Um die ISS in nachts aufblitzen zu sehen, braucht ihr kein Teleskop. Doch dieses mit Teleskop fotografierte Bild zeigt interessante Details der Raumstation, als sie am 3. November vor dem abnehmenden Dreiviertelmond vorbeizog, einen Tag nach diesem Meilenstein des Raumfahrtzeitalters.

Der zeitlich gut geplante Schnappschuss zeigt einen weiteren Schauplatz einer beeindruckenden Leistung der Menschheit: Den ungefähr 400.000 Kilometer entfernten Landeplatz von Apollo 11 im dunklen, gleichmäßigen Meer der Ruhe befindet sich rechts neben der Silhouette der ISS.

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Mare Frigoris

Dieses Bild zeigt den 95 Kilometer großen Krater Plato und die sonnenbeleuchteten Gipfel der lunaren Alpen (Montes Alpes) zwischen dem südlicheren Mare Imbrium (Regenmeer) und dem Mare Frigoris (Meer der Kälte).

Bildcredit und Bildrechte: Matt Smith

Beschreibung: Das Mare Frigoris liegt weit im lunaren Norden und ist heller als die typischerweise dunklen, glatten Mare. Es ist auch als das Meer der Kälte bekannt und erstreckt sich auf dieser Nahaufnahme der Nordpolregion des zunehmenden Dreiviertelmondes über die vertraute Mondvorderseite.

Der 95 Kilometer große Krater Plato mit seinem dunklen Boden liegt links neben der Mitte. Rechts unter Plato sehen wir die sonnenbeleuchteten Gipfel der lunaren Alpen (Montes Alpes) zwischen dem südlicheren Mare Imbrium (Regenmeer) und dem Mare Frigoris.

Das markante, gerade Merkmal, das durch die Berge schneidet, ist das lunare Alpental (Vallis Alpes). Dieses Mondtal ist ungefähr 160 Kilometer lang und bis zu 10 Kilometer breit, es verbindet das Mare Imbrium mit dem Mare Frigoris.

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