Mars taucht wieder auf

In Maceió in Brasilien war zu sehen, wie der Mond den Planeten Mars bedeckte.

Bildcredit und Bildrechte: David Duarte und Romualdo Caldas

Beschreibung: Hinter dem dunklen Rand des Mondes taucht der Mars gerade wieder auf, wie man auf diesen kombinierten, scharfen Video-Einzelbildern sieht, die am 6. September aufgenommen wurden.

Doch um wieder aufzutauchen, musste der Mars natürlich zuerst verschwinden. Das tat er mehr als eine Stunde zuvor, als der sonnenbeleuchtete südliche Rand des abnehmenden Dreiviertelmondes vor den Roten Planeten zog, hier von Maceió in Brasilien aus gesehen.

Die Mondbedeckung fand statt, als der Mond nahe dem Apogäum stand, die Entfernung betrug etwa 400.000 Kilometer. Der Mars war fast 180 Mal weiter entfernt. Es war die vierte Marsbedeckung durch den Mond im Jahr 2020 auf dem Planeten Erde.

Die fünfte Marsbedeckung durch den Mond im Jahr 2020 ist in südlichen Breiten zu sehen und findet am 3. Oktober statt, wenn Mond und Mars am Himmel des Planeten Erde fast gegenüber der Sonne stehen.

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Der rotierende Mond von LRO

Videocredit: NASA, LRO, Arizona State U.

Beschreibung: Niemand sieht derzeit den Mond so rotieren, weil der Erdmond durch die Gezeitenreibung gebunden mit der Erde rotiert und uns nur eine Seite zeigt. Doch mithilfe moderner digitaler Technik, kombiniert mit vielen detailreichen Bildern, die der Lunar Reconnaissance Orbiter (LRO) zur Erde schickte, wurde ein hochaufgelöster virtueller Film der Mondrotation erstellt.

Dieses Zeitraffervideo beginnt mit der Standard-Erdansicht des Mondes. Doch rasch rotiert knapp unter dem Äquator das Mare Orientale ins Blickfeld, es ist ein großer Krater mit einem dunklen Zentrum, das von der Erde aus schwierig zu sehen ist.

Das Video verkürzt einen ganzen Mondmonat auf 24 Sekunden. Es zeigt deutlich, dass sich auf der Seite des Mondes, die man von der Erde aus sieht, eine Fülle dunkler Mondmeere befindet, während auf der erdabgewandten Mondseite vorwiegend helle lunare Hochländer liegen. Derzeit entwickeln acht verschiedene Nationen aktiv mehr als 19 neue Mondmissionen. Der geplante Starttermin der meisten davon liegt innerhalb der nächsten drei Jahre.

Interessange Bilder des Kometen NEOWISE, die an APOD geschickt wurden: Juli || 18 || 17 || 16 || 15 || 14 || 13 || 12 || 11 || 10. und früher ||

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Ein Loch im Mars

Ein Loch im Mars ist von einem Krater umgeben. Der Boden ist teilweise beleuchtet. Möglicherweise liegt darunter eine größere Höhle.

Bildcredit: NASA, JPL, U. Arizona

Wie entstand dieses ungewöhnliche Loch im Mars? Das Loch wurde 2011 zufällig auf den staubigen Hängen des Vulkans Pavonis Mons auf dem Mars entdeckt, und zwar auf Bildern des HiRISE-Instruments. Es befindet sich an Bord der Robotersonde Mars Reconnaissance Orbiter (MRO), die derzeit den Mars umrundet.

Das Loch ist in repräsentativen Farben dargestellt. Es ist anscheinend eine Öffnung in eine Höhle unter der Oberfläche. Der Boden ist rechts teilweise beleuchtet. Als man dieses und folgende Bilder untersuchte, zeigte sich, dass die Öffnung etwa 35 Meter breit ist. Der Schattenwinkel im Inneren lässt vermuten, dass die darunterliegende Höhle etwa 20 Meter tief ist. Warum dieses Loch von einem runden Krater umgeben ist, bleibt Thema für Spekulationen. Auch die Maße der darunterliegenden Höhle kann man nur vermuten.

Löcher wie dieses sind besonders interessant, weil ihr Inneres recht gut vor der rauen Marsoberfläche geschützt ist. Das macht sie zu guten Kandidaten, um nach Leben auf dem Mars zu suchen. Diese Gruben sind also mögliche Ziele für künftige Raumsonden, Roboter und sogar menschliche interplanetare Forschende.

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Südliche Mondlandschaft

Siehe Beschreibung. Blick auf den Südpol des Mondes und die Krater Tycho und Clavius; Ein Klick auf das Bild lädt die höchstaufgelöste verfügbare Version.

Bildcredit und Bildrechte: Tom Glenn

Beschreibung: Der Südpol des Mondes liegt am oberen Rand dieser detailreichen Teleskopansicht. Der Blick über die zerklüfteten südlichen Hochländer des Mondes wurde in Südkalifornien auf dem Planeten Erde fotografiert. Der Terminator – die Schattenlinie des Sonnenuntergangs – nähert sich in der abnehmenden Halbmondphase des Mondes von links. Die verkürzte Perspektive der Szenerie verstärkt den Eindruck eines dichten Kraterfeldes und lässt die Krater zum Mondrand hin verstärkt oval erscheinen.

Links unter der Mitte liegt der scharf umrandete Krater Tycho mit einem Durchmesser von 85 Kilometern. Der Zentralberg des jungen Tycho liegt noch im Sonnenlicht, wirft aber einen langen Schatten über den Kraterboden. Der große, markante Krater südlich (über) Tycho ist Clavius. Dieser misst beinahe 231 Kilometer, seine Wände und der Boden sind von kleineren, jüngeren Einschlagkratern übersät. Die Berge oben am Mondrand reichen bis zu etwa 6 Kilometer über das Gelände in ihrer Umgebung.

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Apollo 14 auf dem Weg zur Erde

Die Besatzung von Apollo 14 beobachtet in der Mondumlaufbahn einen Erdaufgang. Der Mond ist von vielen Kratern übersät, die von der Erde aus nicht zu sehen sind.

Bildcredit: Apollo 14, NASA, JSC, ASU (Bildüberarbeitung: Andy Saunders)

Im Februar 1971 verließ die Besatzung von Apollo 14 die Mondumlaufbahn. Dabei beobachteten sie in ihrer Kommandokapsel Kittyhawk diesen Aufgang der Erde. Die Erdsichel wurde von der Sonne beleuchtet und ragte knapp über den Mondrand. Vorne liegt die von Kratern zernarbte Landschaft auf der erdabgewandten Seite des Mondes.

Als die Besatzung den Mond umrundete, beobachteten sie, wie die Erde auf- und unterging. Doch in der Fra-MauroBasis, ihrem Landeort auf der Mondoberfläche, hing die Erde reglos am Himmel. Zu den Gesteinsproben, welche die Mission Apollo 14 zur Erde brachte, gehörte auch ein 9 kg schwerer Stein. Er bekam den Spitznamen Big Bertha. Später fand man heraus, dass dieser Stein wahrscheinlich ein Bruchstück eines Meteoriten vom Planeten Erde enthält.

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Hügel, Bergrücken und Spuren auf dem Mars

Siehe Beschreibung. Der Rover Curiosity fotografiert den Vera-Rubin-Kamm im Krater Gale; Ein Klick auf das Bild lädt die höchstaufgelöste verfügbare Version.

Bildcredit: NASA, JPL-Caltech, MSSS; Bearbeitung und Bildrechte: Thomas Appere

Beschreibung: Manchmal bleiben sogar Rover auf dem Mars stehen, um die Gegend zu bewundern. Letzten November pausierte der Rover Curiosity auf dem Mars, um seine eindrucksvolle Umgebung zu fotografieren. Zu den Sehenswürdigkeiten zählen gleich vorne der Central Butte, ein ungewöhnlich flacher Hügel, den Curiosity erst wenige Tage untersucht hatte, bevor dieses Bild fotografiert wurde.

Rechts daneben liegt der ferne Mount Sharp, der fünf Kilometer hohe Zentralberg des Kraters Gale, dessen Inneres Curiosity erforscht. Mount Sharp ist von Sulfaten bedeckt und wirkt auf diesem kolorierten Rotfilterbild ziemlich hell. Ganz links befindet sich der in sehr dunklen Schatten gehüllte Südhang des Vera-Rubin-Kamms, eine Erhebung, die Curiosity zuvor erforscht hatte. Zwischen dem Grat und dem Hügel hinterließen Curiositys Räder Spuren, als sie vorwärts rollten, sie laufen aus dem Bild hinaus.

Im Vordergrund stehen die aktuellen Augen der Menschheit auf dem Mars: der komplexe robotische Rover Curiosity selbst. Noch dieses Jahr wird die NASA – wenn alles klappt – einen weiteren Rover und mehr Augen auf dem Mars haben. Heute können Sie einen Namen für diesen Rover vorschlagen, morgen ist die letzte Gelegenheit, abzustimmen.

Schlagen Sie einen Namen für den Rover Mars 2020 vor: Zur Abstimmung
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Apollo 17: Stereoansicht aus der Mondumlaufbahn

Die Stereoanaglype zeigt das Südmassiv und das Taurus-Littrow-Tal, die Landestelle von Apollo 17.

Credit: Gene Cernan, Apollo 17, NASA; Anaglyphe: Patrick Vantuyne

Sucht eure rot-blauen Brillen und schaut diese fantastische Stereoansicht aus einer anderen Welt an. Eugene Cernan, er war Kommandant der Mission Apollo 17, fotografierte die Szene am 11. Dezember 1972. Es war einen Umlauf vor dem Abstieg zur Landung auf dem Mond.

Die Stereo-Anaglyphe entstand aus zwei Fotos (AS17-147-22465, AS17-147-22466). Sie zeigen den Blick an Bord des Mondmoduls Challenger, als Cernan und Dr. Harrison Schmitt über den Landeplatz von Apollo 17 im Taurus-Littrow-Tal flogen. Die breite Flanke eines Berges, der als Südmassiv bezeichnet wird, liegt in der Sonne. Sie ragt mitten im Bild über dem dunklen Boden von Taurus-Littrow links daneben auf.

Hinter den Bergen, zum Mondrand hin, liegt das Mare Serenitatis. Ron Evans steuerte das Kommandomodul America. Wir sehen es vorne im Orbit vor dem Gipfel des Südmassivs.

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Die Mondkrater Langrenus und Petavius

Siehe Erklärung. Ein Klick auf das Bild lädt die höchstaufgelöste verfügbare Version.

Bildcredit und Bildrechte: Eduardo Schaberger Poupeau

Beschreibung: Die Geschichte des Mondes ist zum Teil in seinen Kratern verewigt. Dieses Mondpanorama wurde auf der Erde fotografiert, es zeigt die großen Krater Langrenus (links) und Petavius (rechts). Die Krater entstanden bei getrennten Einschlägen.

Langrenus ist ungefähr 130km groß, er besitzt einen terrassenförmigen Kraterrand und einen zirka 3km hohen Zentralberg. Petavius ist mit seinem Durchmesser von 180km etwas größer und besitzt eine markante Bruchlinie, die in seiner Mitte beginnt. Man weiß zwar, dass der Krater Petravius etwa 3,9 Milliarden Jahre alt ist, doch der Ursprung seiner großen Bruchlinie ist unbekannt. Die Krater sind wenige Tage nach Neumond am besten zu sehen, wenn die senkrechten Wände und Hügel die deutlichsten Schatten werfen.

Dieses Bild ist ein Komposit aus den besten von Tausenden hochaufgelösten Infrarot-Videobildern, die mit einem kleinen Teleskop aufgenommen wurden.

Auf der Erde erodieren Berge sehr wahrscheinlich in einer Milliarde Jahren zu Erdreich, doch die Mondkrater Langrenus und Petavius überleben voraussichtlich viele weitere Milliarden Jahre, vielleicht sogar, bis sich die Sonne ausdehnt und Erde und Mond verschlingt.

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