Manicouagan-Einschlagskrater, vom Weltall aus gesehen

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Bildcredit: NASA, Internationale Raumstation Expedition 59

Beschreibung: Die Besatzung der Expedition 59 der Internationalen Raumstation, die im Orbit 400 Kilometer über Quebec in Kanada um den Planeten Erde kreiste, fotografierte am 11. April diesen Schnappschuss mit dem breiten Sankt-Lorenz-Strom und dem eigenartig runden Manicouagan-Stausee.

Der ringförmige See rechts ist ein moderner Stausee im erodierten Überrest eines urzeitlichen, 100 Kilometer großen Einschlagskraters. Der uralte Krater ist vom Orbit aus sehr auffällig, er visualisiert die Warnung, dass Gestein aus dem Weltall die Erde verletzlich macht. Der Manicouagan-Krater ist älter als 200 Millionen Jahre und entstand vermutlich durch den Einschlag eines Gesteinskörpers mit einem Durchmesser von etwa 5 Kilometern. Derzeit kennen wir keinen Asteroiden, der mit hoher Wahrscheinlichkeit im Laufe des nächsten Jahrhunderts die Erde treffen wird. Doch es gibt ein fiktives Szenario bei der IAA Planetary Defense Conference 2019, das helfen soll, für einen Asteroideneinschlag zu üben.

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Der ganze Merkur

Bildcredit: NASA/JHU-Labor für angewandte Physik/Carnegie Inst. Washington

Die Oberfläche des Planeten Merkur wurde erst vor sechs Jahren ganz kartiert. Robotische Sonden untersuchten die ungewöhnliche Kruste des innersten Planeten gründlich. Es begann, als die Raumsonde MESSENGER im Jahr 2008 erstmals an Merkur vorbeiflog. Die Mission dauerte bis zum kontrollierten Absturz 2015.

Davor war der größte Teil von Merkurs Oberfläche unbekannt. Sie ist nämlich zu weit entfernt für einen genauen Blick mit Teleskopen auf der Erde. Auch die Raumsonde Mariner 10 kartierte bei ihren Vorbeiflüge in den 1970er-Jahren nur etwa die Hälfte der Oberfläche.

Dieses Video kombiniert Tausende Bilder von Merkur. Sie wurden in verstärkten Farben dargestellt. So kam der Kontrast zwischen verschiedenen Strukturen auf der Oberfläche besser zur Geltung.

Das Video zeigt Merkur als rotierende Welt. Von einem nördlichen Einschlag gehen Strahlen aus. Sie breiten sich über einen Großteil des Planeten aus. Etwa zur Hälfte des Videos kommt das helle Caloris-Becken in Sicht. Es ist die Struktur eines urzeitlichen Einschlags im Norden, die sich mit Lava füllte. Aktuelle Untersuchungen von MESSENGERs Daten zeigen, dass der innere Kern von Merkur fest ist.

Stöbern im Universum: Zufällig gewähltes APOD

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Panorama aus dem Tal der Beharrlichkeit

Dieses beschriftete Panorama aus dem Perseverance Valley (Tal der Beharrlichkeit) entstand am letzten Rastplatz des Rovers Opportunity. Er erforschte 15 Jahre lang den Mars.

Bildcredit: NASA JPL-Caltech Cornell ASU

Dieses Falschfarbenmosaik zeigt das Perseverance Valley (Tal der Beharrlichkeit). Es ist das letzte 360 Grad weite Panorama des Rovers Opportunity, der den Mars erforschte. Die Szene entstand aus 354 Einzelbildern. Sie entstanden von 13. Mai bis 10. Juni. Dazu diente die Panoramakamera des Rovers mit drei unterschiedlichen Farbfiltern.

Links unten blieben einige Bilder schwarz-weiß. Sie wurden mit nur einem Filter aufgenommen, bevor ein Staubsturm im Juni 2018 den ganzen Mars einhüllte. Das beendete die bahnbrechende Mission des Rovers, der mit Sonnenenergie betrieben wurde. Sie dauerte 15 Jahre.

Etwa in der Mitte ist der Punkt markiert, wo Opportunity ins Perseverance Valley gelangte. Er liegt am westlichen Rand des Kraters Endeavour. Die Spuren des Rovers laufen von dort den Horizont entlang nach rechts. Dort ist der letzte Rastplatz auf dem Roten Planeten.

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Schatten eines Marsroboters

Der Marsrover Opportunity blickt in Gegenrichtung der Sonne und sieht seinen Schatten. Hinten ist der Rand des Kraters Endurance, vorne sieht man zwei Räder des Rovers.

Bildcredit: Mars Exploration Rover Mission, JPL, NASA

Was ist, wenn man seinen Schatten auf dem Mars sieht, und er ist nicht menschlich? So geht es dem Rover Opportunity auf dem Mars. Opportunity erforschte 2004 bis 2018 den Roten Planeten. Er fand Hinweise auf urzeitliches Wasser und schickte atemberaubende Bilder durchs innere Sonnensystem.

Dieses Bild entstand 2004. Darauf blickt Opportunity von der Sonne weg in den Krater Endurance und sieht seinen Schatten. Unten sind zwei Räder, der Boden und die Wände des Kraters ragen hinten auf.

2018 wurde Opportunity von einem Staubsturm erwischt. Letzte Woche beendete die NASA ihre Versuche, Opportunity zu kontaktieren, und erklärte die bahnbrechende Mission für beendet. Ursprünglich war sie für nur 92 Tage geplant.

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Mond getroffen

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Bildcredit und Bildrechte: Petr Horálek

Beschreibung: Krater von urzeitlichen Einschlägen auf dem luftlosen Mond sind seit langer Zeit ein vertrauter Anblick. Doch seit den 1990er Jahren erfassen und untersuchen Beobachter regelmäßig optische Blitze auf der Mondoberfläche. Wahrscheinlich handelt es sich um Explosionen infolge von Meteoroideneinschlägen. Natürlich sind die Blitze auf der hellen, sonnenbeleuchteten Oberfläche schwierig zu beobachten. Doch während der totalen Finsternis am 21. Januar fotografierten viele Fotografen zufällig den Einschlagsblitz eines Meteoroiden auf dem mattroten Mond.

Der Blitz oben wurde beim Untersuchen der Bilder kurz vor Beginn der totalen Finsternisphase entdeckt, er ist im Einschub nahe dem verdunkelten westlichen Rand des Mondes markiert. Der Blitz wurde von den Teleskopen des Moon Impact Detection and Analysis System (MIDAS) in Südspanien aufgenommen, Schätzungen anhand seiner Dauer lassen vermuten, dass die Masse des Einschlagskörpers ungefähr 10 kg betrug, und dass ein etwa 7-10 Meter großer Krater entstand.

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Phobos, der verlorene Marsmond

Der Marsmond Phobos ist größer als der Bildausschnitt. Links oben ist ein riesiger Krater, dessen Inneres im Schatten liegt. Außen laufen Rillen vom Krater weg. Auch der Rest der Oberfläche ist von Kratern übersät.
Bildcredit: Viking-Projekt, JPL, NASA; Mosaikbearbeitung: Edwin V. Bell II (NSSDC/Raytheon ITSS)

Dieser Mond ist dem Untergang geweiht. Mars, der Rote Planet, ist nach dem römischen Kriegsgott benannt. Er hat zwei winzige Monde, Phobos und Deimos. Ihre Namen sind aus dem Griechischen abgeleitet und bedeuten Furcht und Schrecken. Woher die Marsmonde stammen, wissen wir nicht. Eine Hypothese vermutet, dass sie eingefangene Asteroiden sind. Der größere Mond Phobos hat einen Durchmesser von 25 Kilometern.

Das Mosaik in Falschfarben entstand aus Bildern der Robotersonde Viking 1, die sie im Jahr 1978 aufnahm. Es zeigt, dass Phobos mit seinen Kratern einem Asteroiden ähnlich sieht. Kürzlich wurden die ungewöhnlich langen Rillen auf Phobos untersucht. Es zeigte sich, dass sie womöglich von Felsbrocken stammen. Vielleicht rollten sie weg, als ein Einschlag den gewaltigen Krater Stickney links oben schlug.

Phobos kreist so niedrig um den Mars, dass ihn die Kraft der Gezeiten hinunterzieht. Er bewegt sich nur etwa 5800 Kilometer über die Oberfläche. Unser Mond ist im Vergleich dazu im Schnitt 400.000 Kilometer entfernt. Das führt am Ende dazu, dass Phobos im Orbit zerbricht und seine Teile in ungefähr 50 Millionen Jahren auf die Marsoberfläche stürzen. Schon viel früher – nämlich morgen, wenn alles nach Plan läuft – landet die robotische Landesonde InSight der NASA auf dem Mars und beginnt, seine innere Struktur zu untersuchen.

Aktuell: Insight landet morgen auf dem Mars

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Astronautenforschung: Panorama von Apollo 15

Das Panorama entstand aus mehreren Einzelbildern. Links neben dem Rover ist der Astronaut David Scott. Der Schatten von James Irwin fällt rechts neben dem Rover auf den Boden. Ganz rechts steht die Sonne über dem Mondgelände.

Bildcredit: NASA, USGS, Besatzung Apollo 15

Wie ist es, wenn man den Mond erforscht? Die Apollo-Missionen der NASA in den späten 1960er- und den frühen 1970er-Jahren boten Menschen diese Chance. Vor allem die Mission Apollo 15 hatte das Ziel, die Mondoberfläche durch Erforschung der Berge, Täler, Mare und Hochländer besser zu verstehen.

Die Astronauten David Scott und James Irwin verbrachten fast drei Tage auf dem Mond. Alfred Worden kreiste oben im Kommandomodul. Die Mission hob am 26. Juli 1971 mit Getöse von der Erde ab. Sie war die erste, bei der ein Lunar Roving Vehicle verwendet wurde. Dieses digital kombinierte Panorama zeigt David Scott. Er erforscht seine Umgebung und untersucht einen Felsen vor dem Gipfel des Mons Hadley Delta. Daneben fällt der Schatten von James Irwin auf den Boden. Rechts verläuft gut beleuchtetes, vielfältiges Mondgelände.

Die Mission Apollo 15 brachte ungefähr 76 kg Mondgestein für genaue Untersuchungen zurück. Für die Zukunft planen die NASA und andere Raumfahrtagenturen, den Mond, den Mars und weiter entfernte Regionen noch besser zu erforschen.

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Opportunity nach dem Sturm

Aus der Marsumlaufbahn wurde der Rand des Kraters Endeavour abgebildet. Links ist ein weißer Rahmen mit einem Punkt in der Mitte. Es ist der Marsrover Opportunity.

Bildcredit: HiRISE, MRO, LPL (U. Arizona), NASA

Staubstürme auf dem Mars können eine Raumsonde nicht umstoßen. Aber sie können die Sonne verdunkeln. Vor mehr als drei Monaten brach ein Staubsturm aus, der den ganzen Planeten umfasste. Der solarbetriebene Marsrover Opportunity erlitt an seinem Standort beim westlichen Rand des Kraters Endeavour einen ernsten Mangel an Sonnenlicht. Er versetzte Opportunity in einen Winterschlaf. Seine Überwacher bekamen mehr als 115 Sol keine Antwort vom Rover.

Nun klingt der Sturm jedoch ab und der Staub klart auf. Dieses Bild wurde am 20. September mit der HiRISE-Kamera des Mars Reconnaissance Orbiters fotografiert. Es zeigt, dass etwa 25 Prozent des Sonnenlichtes wieder die Oberfläche erreichten. Der weiße Rahmen zeigt einen Bereich, der 47 Meter breit ist. In der Mitte ist eine Markierung. Dort fand man den Rover Opportunity, der derzeit stumm ist.

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