WISE zeigt den Orionnebel in Infrarot

Das Bild zeigt den Orionnebel mit nur wenigen Sternen und in völlig ungewohnten Farben, weil es in Infrarotlicht aufgenommen wurde.

Bildcredit: WISE, IRSA, NASA; Bearbeitung und Bildrechte: Francesco Antonucci

Der prächtige Nebel im Orion ist ein faszinierender Ort. Mit bloßem Auge sieht man ihn als kleinen, verschwommenen Fleck im Sternbild Orion. Doch dieses Bild zeigt den Orionnebel als turbulente Umgebung. Darin sind kürzlich entstandene Sterne, heißes Gas und dunkler Staub. Das Mosaik in Falschfarben entstand aus vier Bildern. Sie wurden in verschiedenen Spektralbändern von infrarotem Lichte mit dem Observatorium WISE im Erdorbit aufgenommen.

Der Orionnebel ist als M42 katalogisiert. Die Energie für seinen größten Teil stammt von den Sternen des Trapezium-Sternhaufens. Er ist nahe der Mitte dieses Bildes zu sehen. Hier umgibt ein orangefarbenes Leuchten die hellen Sterne. Es ist ihr eigenes Sternenlicht, das von verschlungenen Staubfasern reflektiert wird. Die Ranken bedecken einen Großteil der Region. Der aktuelle Wolkenkomplex im Orionnebel enthält auch den Pferdekopfnebel. Er löst sich im Lauf der nächsten 100.000 Jahre langsam auf.

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Die Sombrerogalaxie in Infrarot

Siehe Erklärung. Ein Klick auf das Bild lädt die höchstaufgelöste verfügbare Version.

Bildcredit: R. Kennicutt (Steward Obs.) et al., SSC, JPL, Caltech, NASA

Beschreibung: Dieser schwebende Ring hat die Größe einer Galaxie. Und es ist tatsächlich eine Galaxie – oder zumindest ein Teil davon: die fotogene Sombrerogalaxie, eine der größten Galaxien im nahen Virgo-Galaxienhaufen. Das dunkle Band aus Staub, das den mittleren Bereich der Sombrerogalaxie im sichtbaren Licht verdeckt, leuchtet im Infrarotlicht hell.

Dieses digital geschärfte Bild zeigt das Infrarotleuchten, das vom Weltraumteleskop Spitzer in der Erdumlaufbahn fotografiert wurde, es wurde in Falschfarben mit einem bereits vorhandenen Bild des Weltraumteleskops Hubble in sichtbarem Licht überlagert. Die Sombrerogalaxie, die auch als M104 bekannt ist, hat einen Durchmesser von etwa 50.000 Lichtjahren und ist 28 Millionen Lichtjahre entfernt. M104 ist schon mit einem kleinen Teleskop im Sternbild Jungfrau zu sehen.

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Titan sehen

Der Saturnmond Titan ist in der Mitte im sichtbaren Licht dargestellt. Man sieht nur seine gelbliche Wolkenoberfläche. Außen herum sind sechs Bilder angeordnet, die in Infrarot durch die Wolken blicken und Details der Oberfläche zeigen.

Bildcredit und Bildrechte: VIMS-Team, U. Arizona, ESA, NASA

Saturns größter Mond Titan ist in eine dichte Atmosphäre gehüllt. Es ist wirklich schwierig, ihn zu sehen. Kleine Teilchen in der oberen Atmosphäre bilden einen fast undurchdringlichen Dunst. Dieser streut sichtbares Licht stark und verbirgt die Details auf Titans Oberfläche vor neugierigen Augen. Doch in Wellenlängen von Infrarot kann man Titans Oberfläche besser abbilden. Infrarot wird weniger stark gestreut oder in der Atmosphäre absorbiert.

In der Mitte ist ein Bild von Titan im sichtbaren Licht. Außen herum sind die bisher besten Ansichten in Infrarot des faszinierenden Mondes angeordnet. Die sechs Bildfelder in Falschfarben entstanden in 13 Jahren. Sie zeigen einen faszinierenden Vergleich mit Cassinis Ansicht im sichtbaren Licht. Die Aufnahmen stammen vom Visual and Infrared Mapping Spectrometer (VIMS). Das Spektrometer befindet sich an Bord der Raumsonde Cassini.

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Barnard 228, der Wolf-Dunkelnebel in Lupus

Im Sternbild Wolf verdecken dunkle Staubwolken die hellen Sterne dahinter. In ihrem Inneren entstehen neue Sterne mit geringer Masse, die wir nur in Infrarot sehen.
Bildcredit und Bildrechte: Gabriel Rodrigues Santos

Am Himmel sind dunkle Markierungen. Es sind Silhouetten, die sich vor einem dichten, leuchtenden Hintergrund aus Sternen abzeichnen. Hier sehen wir die undurchsichtigen Staubwolken im südlichen Sternbild Wolf (Lupus). Sie gehören zur Lupus-Molekülwolke, die ungefähr 500 Lichtjahre entfernt ist.

Innen kollabieren Kerne, aus denen innen Rudel an Sternen mit geringer Masse entstehen. Wir sehen sie nur in langen Wellenlängen von Infrarot. Bunte Sterne im Sternbild Wolf ergänzen die hübsche galaktische Landschaft am Himmel. Sie ist ungefähr 8 Grad breit und liegt nahe bei der zentralen Milchstraße.

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Die Säulen des Adlernebels in Infrarot

Die berühmten Säulen der Schöpfung wirken hier transparent. Nur ein Teil der Staubwolken ist dunkel. Sie sind von einem blauen Schimmer umgeben. Davor und dahinter sind Sterne dicht gedrängt.
Bildcredit: NASA, ESA, Hubble, HLA; Bearbeitung: Lluís Romero

Im Adlernebel entstehen neue Sterne. Sie kollabieren unter der Last der Gravitation in den Säulen aus dichtem Gas und Staub. Die intensive Strahlung dieser hellen Sterne, die neu entstanden sind, verdampfen die Materie in ihrer Umgebung.

Dieses Bild entstand mit dem Weltraumteleskop Hubble in nahem Infrarotlicht. Damit können wir einen Blick durch einen Großteil des dichten Staubs werfen, der die Säulen im sichtbaren Licht undurchsichtig macht. Die gewaltigen Strukturen sind Lichtjahre lang. Man nennt sie informell Säulen der Schöpfung oder Säulen der Sternbildung.

Der Adlernebel und der offene Sternhaufen M16 gehören zusammen. Sie sind ungefähr 6500 Lichtjahre entfernt. Man findet sie leicht mit kleinen Teleskopen. M16 liegt im geteilten Sternbild Serpens Cauda (Schwanz der Schlange), einem nebelreichen Teil des Himmels.

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Sieben staubige Schwestern

Die Plejaden im Sternbild Stier sehen in Infrarot anders aus als im vertrauten sichtbaren Licht.

Bildcredit: WISE, IRSA, NASA; Bearbeitung und Bildrechte: Francesco Antonucci

Ist das wirklich der berühmte Sternhaufen der Plejaden? Sie sind für ihre markanten blauen Sterne berühmt. Dieses Bild zeigt sie in Infrarotlicht. Daher überstrahlt der umgebende Staub die Sterne. Drei Wellenlängen von Infrarot wurden in sichtbare Farben übersetzt: Rot in 24, Grün in 12 und Blau in 4,6 Mikrometer. Die Ausgangsbilder stammen von der Raumsonde Wide Field Infrared Survey Explorer (WISE) der NASA im Erdorbit.

Die Plejaden sind als M45 katalogisiert. Man nennt sie die „Sieben Schwestern„. Der Sternhaufen liegt in einer Staubwolke, die zufällig vorbeizieht. Licht und Sternwinde der massereichen Plejadensterne stoßen bevorzugt kleinere Staubteilchen ab. Dadurch wird der Staub – wie man hier sieht – in Fasern geschichtet.

Die Plejaden liegen im Sternbild Stier (Taurus) und sind ungefähr 450 Lichtjahre entfernt. In dieser Distanz ist das Bild etwa 20 Lichtjahre breit.

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Der Blaue Pferdekopfd in Infrarot

In der Mitte ist eine beige Nebelwolke, die von leuchtend roten Nebeln umgeben ist. Der Hintergrund ist dunkel und teilweise blau. Im Bild sind einige Sterne verteilt, manche sind von roten Nebeln umgeben.

Bildcredit: WISE, IRSA, NASA; Bearbeitung und Bildrechte: Francesco Antonucci

Der blaue Pferdekopfnebel sieht im Infrarotlicht ganz anders aus. Im sichtbaren Licht erscheint der reflektierende Staub im Nebel blau und ist wie ein Pferdekopf geformt. Im Infrarotlicht entsteht jedoch ein komplexes Labyrinth aus Fasern, Höhlen und Kokons aus leuchtendem Staub und Gas. Dadurch ist es schwierig, das Bild des Pferdes zu erkennen.

Dieses Bild zeigt den Nebel in drei Farben von Infrarot (R=22, G=12, B=4,6 Mikrometer). Es entstand aus Daten der NASA-Raumsonde Wide Field Infrared Survey Explorer WISE. Der Nebel ist als IC 4592 katalogisiert. Er ist ungefähr 40 Lichtjahre breit und 400 Lichtjahre entfernt. Wir finden ihn im Sternbild Skorpion in der zentralen Ebene unserer Milchstraße. IC 4592 ist blasser als der besser bekannte Pferdekopfnebel im Orion. Doch die Region, die er abdeckt, ist breiter. Der Stern, der den Staub beleuchtet und aufheizt, ist Nu Scorpii. Er ist der gelbe Stern links neben der Mitte.

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Flug über Jupiters Nordpol in Infrarot


Animationscredit: NASA, JPL-Caltech, SwRI, ASI, INAF, JIRAM

Was sieht man, wenn man über Jupiters Nordpol fliegt? Eine fiktive Animation aus echten Bildern und Daten der NASA-Raumsonde Juno zeigt eine Antwort. Da der Pol derzeit im Schatten liegt, nützt das Video Infrarotlicht, das von Jupiter abgestrahlt wird, und zwar eine Farbe von Infrarot, in der die wärmsten Strukturen am hellsten leuchten.

Zu Beginn der Animation vergrößert Juno die gewaltige Welt. Bald sieht man einen der acht Wirbelstürme, die um den Nordpol kreisen. Alle acht Wirbelstürme um den Pol werden besichtigt, und zwar einer nach dem anderen. Jeder ist so groß wie ein ganzer Kontinent auf der Erde und enthält böige, bruchstückhafte Spiralwände. Am Ende der virtuellen Reise weitet sich das Sichtfeld.

Wenn man Jupiters Wirbelstürme erforscht, hilft das der Menschheit, auch gefährliche Sturmsysteme hier auf der Erde besser zu verstehen. Juno führte kürzlich einen weiteren nahen Vorbeiflug an Jupiter durch. Es war Perijovum 12. Anscheinend ist die Sonde fit genug, um noch ein paar weitere Umläufe zu vollenden. Jeder Umlauf dauert zwei Monate.

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