M1: Die Krabbe im All

Eine helle Struktur in der Bildmitte ist von blauen und violetten Nebeln umgeben. Die Farben sind nicht echt. Zwei konzentrische Ellipsen leuchten mitten im Bild, nach links unten strömt ein heller Strahl. Er ist etwa so lang, wie die größere Ellipse hoch ist.

Bildcredit: NASA – Röntgen: CXC, Optisch: STScI, Infrarot: JPL-Caltech

Der Krebsnebel ist als M1 katalogisiert. Er ist das erste Objekt auf Charles Messiers berühmter Liste von Dingen, die keine Kometen sind. Heute weiß man, dass die Krabbe der Überrest einer Supernova ist. Sie besteht aus Resten, die bei der finalen Explosion eines massereichen Sterns übrig blieben. Sie treiben auseinander.

Das faszinierende Bild in Falschfarben kombiniert Daten der Weltraumteleskope Chandra, Hubble und Spitzer. Sie erforschen die Wolke der Trümmer in Röntgen (blau-weiß), sichtbarem Licht (violett) und Infrarot (rosarot).

Der Krebsnebel ist eines der exotischsten Objekte, das Forschende heute kennen. Innen ist ein Neutronenstern, der 30-mal pro Sekunde rotiert. Es ist der helle Punkt nahe der Bildmitte. Der kollabierte Überrest des Sternkerns wirkt wie ein kosmischer Dynamo. Er liefert die Energie für die Strahlung der Krabbe, die im gesamten elektromagnetischen Spektrum leuchtet. Der Krebsnebel ist ungefähr 12 Lichtjahre groß. Er ist 6500 Lichtjahre entfernt und steht im Sternbild Stier.

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Wirbelstürme auf Jupiters Nordpol

Jupiters Nordpol ist in Infrarotlicht abgebildet. Um einen dunklen Bereich sind mehrere dunkle Wirbel angeordnet.

Bildcredit: NASA, JPL-Caltech, SwRI, ASI, INAF, JIRAM

Diese Ansicht zeigt die Wirbelstürme am Nordpol von Jupiter. Sie entstand aus den Daten von Junos Instrument Jovian Infrared Auroral Mapper (JIRAM, Jupiter-Polarlicht-Kartierung in Infrarot). Beobachtungen in Infrarot messen die Wärmestrahlung, die von Jupiters Wolkenoberflächen ausgeht. Diese Messungen sind nicht auf die Halbkugel beschränkt, die vom Sonnenlicht beleuchtet werden.

Das Bild zeigt acht zyklonartige Elemente. Sie sind um einen Wirbelsturm angeordnet, der ungefähr 4000 Kilometer groß ist. Er liegt neben dem geografischen Nordpol des Riesenplaneten. Ähnliche Daten zeigen einen Wirbelsturm bei Jupiters Südpol mit fünf zirkumpolaren Zyklonen. Die Wirbelstürme am Südpol sind etwas größer als ihre nördlichen Artgenossen.

Daten von Cassini zeigten, dass Nord- und Südpol des Gasriesen Saturn ein einziges Wirbelsturmsystem besitzen.

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Hubble zeigt Jupiter in Infrarot

Jupiter ist hier in seltsamen Farben abgebildet. Die Wolken, die normalerweise beige oder braun gefärbt sind, leuchten hier blau oder rosarot. Der Rote Fleck ist zartrosa, die Pole leuchten magentafarben. Das Bild zeigt Jupiter in Infrarotlicht.

Bildcredit: NASA, ESA, Hubble; Daten: Michael Wong (UC Berkeley) et al.; Bearbeitung und Lizenz: Judy Schmidt

Jupiter sieht im Infrarotlicht etwas anders aus. Das Weltraumteleskop Hubble fotografiert regelmäßig den ganzen jovianischen Riesen. So will man die Bewegungen von Jupiters Wolken besser verstehen. Die Bilder helfen auch der robotischen NASA-Raumsonde Juno. Jupiter wird in viel mehr Farben beobachtet, als Menschen sehen können. Dazu gehören auch ultraviolettes und infrarotes Licht.

Das Bild entstand 2016. Drei Bänder im nahen Infrarot wurden digital zu einem farbcodierten Bild vereint. Jupiter wirkt in Infrarot fremd, weil das Sonnenlicht anders reflektiert wird. Die Helligkeit mancher Wolkenhöhen und Breitengrade wirkt daher unstimmig.

Viele Strukturen auf Jupiter sind vertraut. Dazu gehören die hellen Zonen und dunklen Gürtel um den Planeten nahe am Äquator. Man erkennt auch den großen Roten Fleck links unten und die Sturmsysteme, die wie Perlenketten südlich vom Roten Fleck verlaufen. Die Pole leuchten, weil dort geladene Teilchen in Jupiters Magnetosphäre Dunst in großer Höhe anregen.

Juno vollendete nun 10 von 12 geplanten wissenschaftlichen Runden um Jupiter. Die Sonde zeichnet weiterhin Daten auf. Damit will die Menschheit nicht nur Jupiters Wetter verstehen, sondern auch das, was unter Jupiters dicken Wolken liegt.

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Venus bei Nacht in Infrarot von Akatsuki

Die Raumsonde Akatsuki zeigt die Atmosphäre der Venus in Infrarot. In diesem Licht wirkt sie sehr lebhaft und vielschichtig, anders als auf Bildern in sichtbarem Licht.

Bildcredit: JAXA, ISAS, DARTS; Bearbeitung und Bildrechte: Damia Bouic

Warum sind die Venus und die Erde so verschieden? Um das herauszufinden, startete Japan die Roboter-Raumsonde Akatsuki. Die Sonde machte eine ungeplante abenteuerliche Reise um das innere Sonnensystem, die 5 Jahre dauerte. Ende 2015 erreichte sie den Orbit um die Venus. Akatsuki hatte zwar ihre geplante Betriebsdauer überschritten. Doch die Sonde und ihre Instrumente funktionierten so gut, dass ein Großteil der ursprünglichen Mission durchgeführt wurde.

Akatsuki ist auch als Venus Climate Orbiter bekannt. Ihre Instrumente erforschten Unbekanntes über die Schwester der Erde. Man wollte wissen, ob die Vulkane immer noch aktiv sind, ob es in der dichten Atmosphäre Blitze gibt und warum die Winde so viel schneller sind als die Rotationsgeschwindigkeit des Planeten.

Dieses Bild entstand mit Akatsukis IR2-Kamera. Darauf zeigt die Nachtseite der Venus ein schartiges Band um den Äquator aus hohen, dunklen Wolken. Sie absorbieren infrarotes Licht von heißeren Schichten, die tiefer in der Venusatmosphäre liegen. Der helle, orange und schwarz gefärbte Streifen rechts oben ist ein falsches digitales Artefakt. Es bedeckt einen Teil der viel helleren Tagseite der Venus.

Als man Akatsukis Bilder und Daten auswertete, zeigte sich, dass die Venus einen Strom um den Äquator besitzt, ähnlich wie die Windbänder der Erde.

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NGC 7822: Sterne und Staubsäulen in Infrot

Die Nebelwolken im Bild sind normalerweise nicht so hell. Sie wurden in Infrarotlicht aufgenommen.

Bildcredit: WISE, IRSA, NASA; Bearbeitung und Bildrechte: Francesco Antonucci

Junge Sterne in NGC 7822 höhlen die Stätten ihrer Entstehung aus. Im Nebel sind helle Ränder und komplexe Skulpturen aus Staub verteilt. Sie markieren die detailreiche Himmelslandschaft, die mit dem Satelliten Wide Field Infrared Survey Explorer (WISE) der NASA in Infrarotlicht aufgenommen wurde.

NGC 7822 liegt im nördlichen Sternbild Kepheus am Rand einer riesigen Molekülwolke. Die leuchtende Region mit Sternbildung ist etwa 3000 Lichtjahre entfernt. Die Energie für die atomare Lichtemission im Gas des Nebels stammt von der energiereichen Strahlung heißer Sterne. Ihre mächtigen Winde und ihr Licht formen und erodieren die dichteren Säulen. Im Inneren der Säulen könnten durch Gravitationskollaps immer noch Sterne entstehen. Doch die Säulen werden erodiert. Das schneidet entstehende Sterne am Ende vom Vorrat an Sternenstoff ab.

In der geschätzten Entfernung von NGC 7822 ist dieses Feld etwa 40 Lichtjahre breit.

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Herschel zeigt den Seelennebel in Infrarot

Der Seelennebel im Sternbild Kassiopeia wirkt hier fremd, weil das Bild in Infrarot aufgenommen wurde. Eine blau schimmernde Höhlung ist von dichten rotbraunen Wolken umgeben.

Bildcredit und Lizenz: ESA, Weltraumteleskop Herschel, NASA, JPL-Caltech

In der Seele der Königin von Aithiopia entstehen Sterne. Genauer gesagt liegt im Sternbild Kassiopeia eine große Region mit Sternbildung. Sie wird Seelennebel genannt. In der griechischen Mythologie ist sie die eitle Gattin eines Königs, der vor langer Zeit die Länder am oberen Nil regierte.

Im Seelennebel befinden sich mehrere offene Sternhaufen. Auch eine große Radioquelle befindet sich im Nebel. Sie ist als W5 bekannt. Riesige hohle Blasen wurden von den Winden junger, massereicher Sterne geformt.

Der Seelennebel ist etwa 6500 Lichtjahre entfernt und ungefähr 100 Lichtjahre groß. Meist wird er zusammen mit seinem himmlischen Nachbarn abgebildet. Es ist der Herznebel (IC 1805). Letzten Monat nahm das Weltraumteleskop Herschel dieses detailreiche Bild in mehreren Spektralbereichen von Infrarot auf.

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Der massereiche Stern G79.29+0.46 stößt Hüllen ab

Zwischen Staubnebeln leuchtet oben ein grüner Stern, der von roten Staubhüllen umgeben ist. Er ist als G79.29+0.46 katalogisiert.

Bildcredit: NASA, Weltraumteleskop Spitzer, WISE; Bearbeitung und Lizenz: Judy Schmidt

So unbeständige Sterne findet man ziemlich selten. Hier wurde der massereiche Stern G79.29+0.46 fotografiert. Er ist rechts über der Mitte in Staubwolken gehüllt. G79.29+0.46 ist einer von weniger als 100 leuchtstarken blauen veränderlichen Sternen (LBVs), die wir in unserer Galaxis kennen. LBVs stoßen Hüllen aus Gas ab. Sie könnten sogar eine Jupitermasse in 100 Jahren verlieren. Der Stern selbst ist hell und blau, aber von Staub umhüllt. Daher sieht man ihn nicht in sichtbarem Licht.

Dieses farbig kartierte Infrarotbild entstand aus Bildern der NASA-Weltraumteleskope Spitzer und Wide-Field Infrared Survey Explorer (WISE). Der vergehende Stern ist grün dargestellt und von roten Hüllen umgeben. G79.29+0.46 liegt in der Cygnus-XRegion unserer Galaxis, wo Sterne entstehen. Warum G79.29+0.46 so unbeständig ist, wie lange er in der LBV-Phase bleibt und wann er als Supernova explodiert, wissen wir nicht.

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Himmlisches Feuerwerk: In den Sternhaufen Westerlund 2

Credit der Visualisierung: NASA, ESA, Hubble, J. Anderson et al. (STScI); Danksagung an das Hubble-Vermächtnisteam (STScI/AURA), A. Nota (ESA/STScI), das Westerlund-2-Wissenschaftsteam und die ESO

Stell dir vor, du könntest direkt in einen Haufen fliegen, in dem Sterne entstehen. Dieses Video zeigt so eine Visualisierung in Zeitraffer. Es entstand aus 3-D-Computermodellen der Region um den Sternhaufen Westerlund 2. Die Modelle entstanden aus Bildern des Weltraumteleskops Hubble in sichtbarem und infrarotem Licht.

Westerlund 2 ist etwa 10 Lichtjahre groß und 20.000 Lichtjahre entfernt. Er liegt im Sternbild Schiffskiel (Carina). Zu Beginn der anschaulichen Animation füllt der größere Nebel Gum 29 das Bild. In der Mitte ist ein junger Haufen aus hellen Sternen. Während ihr euch dem Haufen nähert, zischen Sterne vorbei.

Bald schwenkt das imaginäre Schiff, und ihr fliegt über Säulen aus interstellarem Gas und Staub. Sie sind Lichtjahre lang. Starke Winde und die Strahlung massereicher junger Sterne zerstören alles außer den dichtesten Staubklumpen in der Nähe. In den Schatten der Klumpen bleiben Säulen zurück. Viele davon zeigen zum Zentrum des Haufens.

Zuletzt fliegt ihr zur Oberseite des Sternhaufens. Dort seht ihr Hunderte der massereichsten Sterne, die wir kennen.

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