Donnermond über Pisa

Hinter dem Dom zu Pisa mit dem Baptisterium und dem Schiefen Turm von Pisa leuchtet der Vollmond.

Bildcredit und Bildrechte: Marco Meniero

Was stimmt nicht mit diesem Bild? Wenn ihr es herausfindet, wisst ihr, wo es fotografiert wurde. Eins der Gebäude ist seltsam – es steht schief. Der Schiefe Turm von Pisa wurde kurz nach Beginn seiner Errichtung 1173 ein Wahrzeichen. Heute ist er UNESCOWeltkulturerbe.

Eine Legende erzählt, dass Galileo auf dem Schiefen Turm ein Gesetz der Gravitation demonstrierte. Es besagt, dass Objekte mit unterschiedlicher Masse gleich schnell fallen.

Das Bild wurde letzte Woche fotografiert. Rechts steht der Schiefe Turm von Pisa und links der Dom zu Pisa mit dem Baptisterium. Dazwischen schien der volle Donner-Mond. Mit modernen Methoden wurde der Turm erfolgreich stabilisiert. Er sollte – wenn nichts dazwischenkommt – die nächsten 200 Jahre seine aktuelle Neigung beibehalten.

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Vollmond und Boston Light

Hinter einem Leuchtturm, der an einer Küste steht, geht der rot gefärbte Vollmond nach rechts auf. Der Leuchtturm ist das Boston Light.

Bildcredit und Bildrechte: Babak Tafreshi (TWAN)

Dieser gut geplante Zeitablauf wurde mit Teleobjektiv aufgenommen. Er zeigt, wie der Vollmond im Juli über dem äußeren Hafen von Boston in Massachusetts auf dem Planeten Erde aufging. Im Vordergrund steht der historische irdische Leuchtturm, der als Boston Light bekannt ist.

Manche kennen den Vollmond im Juli als Donnermond. Das bezieht sich wohl auf das Geräusch des typisch stürmischen Wetters im Sommer auf der Nordhalbkugel. Doch auf dieser Videoserie war der östliche Himmel klar. Die lange Sichtlinie am Horizont führt durch viele Schichten in der Atmosphäre. Sie filtern und brechen das Mondlicht. So entstehen die rötliche Farbe, die geriffelten Ränder und die deformierte Form des aufgehenden Mondes.

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Komet Hale-Bopp über dem Valparolapass

Über dem Valparolapass in den italienischen Dolomiten leuchtet der Komet Hale-Bopp mit seinen markanten Schweifen über einer malerischen Bergkulisse.

Bildcredit und Bildrechte: A. Dimai, (Col Druscie Obs.), AAC

Komet Hale-Bopp war der große Komet des Jahres 1997. Er wurde viel heller als die Sterne in seiner Umgebung. Sogar über hellen Stadtlichtern war er zu sehen. Abseits der Stadtbeleuchtung bot er eine ziemlich spektakuläre Schau. Hier leuchtet Komet Hale-Bopp über dem Valparolapass in den Dolomiten in der Umgebung von Cortina d’Ampezzo in Italien.

Komet Hale-Bopps blauer Ionenschweif besteht aus Ionen aus dem Kometenkern. Er wird vom Sonnenwind getrieben. Der weiße Staubschweif zieht auf der Bahn hinter dem Kometen her. Er besteht aus größeren Staubteilchen aus dem Kern, die vom Sonnenlicht gestoßen werden.

Komet Hale-Bopp (C/1995 O1) war 18 Monate lang mit bloßem Auge sichtbar. Das war länger als jeder andere Komet seit Beginn der Geschichtsschreibung. Vor 20 Jahren reiste der Komet Hale-Bopp zuletzt ins innere Sonnensystem. Voraussichtlich um das Jahr 4385 kehrt der große Komet zurück.

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Schlossaussicht

Durch die Öffnung im Turm der Burg Mörsberg sieht man den Großen Wagen und den Kometen Kometen 41P/Tuttle-Giacobini-Kresak.

Bildcredit und Bildrechte: Stephane Vetter (Nuits sacrees, TWAN)

Der Große Wagen ist die bekannteste Sterngruppe am Nordhimmel. Man erkennt ihn leicht, sogar wenn er kopfsteht. Manche sehen darin einen Pflug oder eine Schöpfkelle. Die Turmruine der französischen Burg Mörsberg rahmen die vertrauten Umrisse. Wenn ihr den Mauspfeil über das Bild schiebt oder diesem Link folgt, seht ihr die Sternnamen. Dubhe steht links unten. Er ist der Alphastern der Großen Bärin, dem Ursprungssternbild des Großen Wagens.

Dubhe bildet zusammen mit dem Betastern Merak eine Linie, die zum Polarstern und zum Himmelsnordpol führt. Er ist von den Steinen verdeckt. Das Bild wurde am 30. März fotografiert. Daher könnt ihr eine Linie von den Kastensternen Phecda und Megrez ziehen. Dort entdeckt ihr noch im Schlossblick das blasse grünliche Leuchten des Kometen 41P/Tuttle-Giacobini-Kresak unter der Mitte. Der periodische Komet kam dem Planeten Erde am 1. April sehr nahe.

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Porträt des Sonnensystems

60 Bilder der Raumsonde Voyager 1 zeigen ein Familienporträt der meisten Planeten im Sonnensystem.

Bildcredit: Voyager-Projekt, NASA

Am Valentinstag 1990 blickte die Raumsonde Voyager 1 ein letztes Mal zurück und fotografierte dieses erste Familienporträt des Sonnensystems. Die Sonde war damals 6,4 Milliarden Kilometer von der Sonne entfernt. Das ganze Porträt ist ein Mosaik aus 60 Bildern. Der Blickwinkel lag 32 Grad über der Ebene der Ekliptik.

Die Bilder von Voyagers Weitwinkelkamera streifen links durch das innere Sonnensystem. Sie reichen rechts bis zum Gasriesen Neptun. Er ist der äußerste Planet im Sonnensystem. Die Positionen von Venus, Erde, Jupiter, Saturn, Uranus und Neptun sind mit Buchstaben markiert. Die Sonne ist der helle Fleck mitten im Bildkreis. Die Bildeinschübe der Planeten stammen von Voyagers Teleobjektivkamera.

Merkur ist im Porträt unsichtbar, weil er der Sonne zu nahe steht. Mars ist leider im Sonnenlicht verborgen, das vom Optiksystem der Kamera gestreut wird. Der kleine, blasse Pluto war damals der Sonne näher als Neptun, doch seine Position wurde nicht erfasst.

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Supermond über Castell de Bellver in Spanien

Über einem der Türme von Castell de Bellver auf der spanischen Baleareninsel Palma de Mallorca ging der Vollmond auf. Das Kastell wirkt wie eine überdimensionale Lampe.

Bildcredit und Bildrechte: Tomeu Mas

Nein, diese Festung wurde nicht mit angeheftetem Mond gebaut. Für diese spektakuläre Ausrichtung waren sorgfältige Planung und ein bisschen gutes Wetter nötig. Das Bild zeigt den letzten Supermond von 2016 von letzter Woche. Er ging genau hinter einem der Türme von Castell de Bellver auf. Das Castell steht in Palma auf der spanischen Baleareninsel Mallorca.

Der Supermond war der letzte Vollmond 2016. Manche kennen ihn als Eichenmond. Castell de Bellver wurde Anfang des 14. Jh. gebaut und diente zahlreichen Königinnen und Königen als Wohnstätte – und gelegentlich als Gefängnis. Der Mond entstand vor ungefähr 4,5 Milliarden Jahren, vermutlich durch eine große Kollision der Erde mit einem marsgroßen Himmelskörper.

Der nächste Supermond, bei dem der Mond ein bisschen größer und heller als sonst erscheint, tritt am 3. Dezember 2017 auf. Man wird ihn nicht nur hinter Burgen sehen, sondern auf der ganzen Welt.

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Verona Rupes: die höchste bekannte Klippe im Sonnensystem

Die Klippen rechts im Bild sind die höchsten im ganzen Sonnensystem, die wir kennen. Es sind Verona Rupes auf dem Uranusmond Miranda.

Bildcredit: Voyager 2, NASA

Kann man einen Sprung von der höchsten Klippe im Sonnensystem überleben? Ziemlich wahrscheinlich. Verona Rupes auf dem Uranusmond Miranda ist schätzungsweise 20 km tief. Das ist zehnmal so tief wie der Grand Canyon auf der Erde.

Mirandas Gravitation ist sehr gering. Daher dauert es etwa 12 Minuten, bis eine waghalsige Sportlerin den Boden erreicht, wenn sie von oben hinunterfällt. Unten hätte sie die Geschwindigkeit eines Rennautos, das sind ungefähr 200 km/h. Trotzdem könnte sie den Sturz mit einem passenden Schutz durch ein Prallkissen überleben.

Das Bild von Verona Rupes wurde 1986 beim Vorbeiflug der Roboterraumsonde Voyager 2 aufgenommen. Der Ursprung der gewaltigen Klippe ist nicht bekannt. Vielleicht entstand sie bei einem großen Einschlag oder durch eine tektonische Bewegung der Oberfläche.

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Nova über Thailand

Das Bild zeigt die Nova Sagittarius 2016 über dem antiken Wat Mahathat in Sukhothai in Thailand.

Bildcredit und Bildrechte: Jeff Dai (TWAN)

Diese Nova im Schützen ist hell genug, um sie mit einem Fernglas zu sehen. Die Sternexplosion wurde letzten Monat entdeckt. Sie erreichte letzte Woche sogar die Grenze zur Sichtbarkeit mit bloßem Auge. Eine klassische Nova entsteht durch eine thermonukleare Explosion auf der Oberfläche eines weißen Zwergsterns. Das ist ein dichter Stern, der so groß ist wie unsere Erde, aber die Masse unserer Sonne besitzt.

Das Bild zeigt die Nova über dem antiken Wat Mahathat in Sukhothai in Thailand. Es wurde letzte Woche fotografiert. Wenn ihr die Nova Sagittarius 2016 selbst sehen möchtet, geht einfach nach Sonnenuntergang hinaus und sucht das Sternbild Schütze (Sagittarius) am westlichen Horizont. Es wird oft als kultige Teekanne gesehen. Nahe bei der Nova leuchtet auch der sehr helle Planet Venus. Wartet nicht zu lange, weil die Nova verblasst. Außerdem geht dieser Teil des Himmels immer früher unter.

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