Der Möwennebel

Das Bild ist von Sternen gefüllt. Dahinter leuchtet ein roter Nebel, dessen Form an eine Möwe erinnert.

Credit und Bildrechte: Frank Barrett, Steve Davis

Bilder von zwei Kameras wurden zu dieser farbigen Sternenlandschaft kombiniert. Es waren eine digitale SLR und eine astronomische CCD-Kamera. Beide Kameras waren auf dasselbe Teleskop montiert. Das Bild wurde bei einem Teleskoptreffen im Winter an einem Strand der Florida-Keys aufgenommen. Passenderweise entstand dieses Porträt des Möwennebels.

Die Weitwinkelansicht erfasst eine Schneise von 4 mal 3 Grad in der Ebene der Milchstraße. Sie liegt nahe bei Sirius, dem Alphastern im Sternbild Großer Hund (Canis Major). Die weite Region zeigt noch weitere Objekte. NGC 2327 ist eine kompakte, staubhaltige Emissionsregion, in die ein massereicher Stern eingebettet ist. Er bildet den Vogelkopf über der Mitte. IC 2177 markiert den Bogen der Möwenflügel.

Der Komplex aus kosmischen Staub- und Gaswolken mit hellen jungen Sternen wird vom rötlichen Leuchten atomaren Wasserstoffs bestimmt. Seine Entfernung wird auf 3800 Lichtjahre geschätzt. In dieser Distanz ist er mehr als 250 Lichtjahre breit.

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Kollidierende Spiralgalaxien

Zwei gelbe Galaxien leuchten auf einem dunklen Hintergrund, sie erinnern an unheimliche Augen.

Credit: Debra Meloy Elmegreen (Vassar College) et al. und das Hubble-Vermächtnis-Team (AURA/STScI/NASA)

In Milliarden Jahren bleibt von diesen beiden Galaxien nur eine übrig. Bis dahin zerreißen die Spiralgalaxien NGC 2207 und IC 2163 einander langsam. Dabei bilden sie Gezeitenströme aus Materie, Bögen und Stoßfronten aus Gas, Spuren aus dunklem Staub und Ströme aus weggefegten Sternen. Die Sternbildung wird sprunghaft ansteigen.

Forschende vermuten, dass die größere Galaxie NGC 2207 links die kleinere Galaxie IC 2163 rechts in sich aufnehmen wird. Der Höhepunkt ihrer jüngsten Begegnung fand vor 40 Millionen Jahren statt. Seither rotiert die kleinere Galaxie gegen den Uhrzeigersinn und liegt leicht hinter der größeren Galaxie. Der Raum zwischen den Sternen ist so unermesslich leer, dass die Sterne in den Galaxien bei der Kollision üblicherweise nicht zusammenstoßen.

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Thors Smaragdhelm

In einem Feld voller Sterne schimmert eine grünliche Wolke mit flügelähnlichen Fortsätzen, deren Ränder dunkelrosa leuchten. Die Form erinnert an den Helm des nordischen Gottes Thor.

Credit und Bildrechte: Robert Gendler

Diese helmförmige kosmische Wolke mit flügelartigen Fortsätzen wird Thors Helm genannt. Sie hat einen Durchmesser von etwa 30 Lichtjahren. Damit hat sie sogar für einen nordischen Gott heroische Ausmaße.

Doch der Helm ähnelt eher einer interstellaren Blase. Mitten in der Blase leuchtet ein heller, massereicher Wolf-Rayet-Stern. Seine schnellen Winde fegen durch die Molekülwolke, die ihn umgibt, und formen sie. Er ist ein extrem heißer Riese. Vermutlich befindet er sich in einem kurzen Stadium seiner Entwicklung vor einer Supernova.

Der Nebel ist als NGC 2359 katalogisiert. Er ist etwa 15.000 Lichtjahre entfernt und liegt im Sternbild Großer Hund (Canis Major). Das scharfe Bild zeigt beachtliche Details der faserartigen Struktur im Nebel und starke smaragdfarbige Emissionen. Sie stammen von Sauerstoff-Atomen im leuchtenden Gas.

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Die nächstgelegene Galaxie: Die Canis-Major-Zwerggalaxie

Unscharfe Wülste winden sich im Bild, sie sind blau und magentafarben, in der Mitte leuchtet ein helles Zentrum. Schilder zeigen zu den Positionen Sun, Canis Major Galaxy, Milky Way und Stream of the Canis Major galaxy.

Illustrationscredit und -rechte: R. Ibata (Observatorium Straßburg, ULP) et al., 2MASS, NASA

Welche Galaxie ist der Milchstraße am nächsten? Die neue Antwort auf diese alte Frage lautet: die Canis-Major-Zwerggalaxie. Viele Jahre lang dachten Astronomen, die Große Magellansche Wolke (LMC) wäre die nächste. Doch diesen Titel hat sie 1994 an die Sagittarius-Zwerggalaxie verloren.

Neueste Messungen zeigen, dass die Canis-Major-Zwerggalaxie nur 42.000 Lichtjahre vom galaktischen Zentrum entfernt ist. Das sind etwa drei Viertel der Entfernung zur Sagittarius-Zwerggalaxie und ein Viertel der Entfernung zur LMC. Die Entdeckung gelang mit Daten der 2MASS-Himmelsdurchmusterung. Infrarotlicht erlaubt nämlich eine bessere Sicht durch unsere galaktische Ebene. Im sichtbaren Licht ist die galaktische Ebene undurchsichtig.

Die Canis-Major-Zwerggalaxie wurde neu entdeckt. Diese beschriftete Illustration zeigt die Position der Zwerggalaxie und einen Gezeitenstrom aus Material in Bezug zur Milchstraße. Die Canis-Major-Zwerggalaxie und andere Begleitgalaxien werden langsam  von den Gravitationskräften auseinandergerissen, wenn sie um unsere Galaxie und durch sie hindurchwandern.

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