NGC 3621 – jenseits der Lokalen Gruppe

Die Galaxie, die schräg im Bild liegt, wirkt zerfleddert. Die Spiralarme sind schwach ausgeprägt, in der Mitte liegen Staubbahnen über dem hellen Kern, die Scheibe ist mit rosaroten Sternbildungsgebieten gesprenkelt.

Bildcredit und Bildrechte: Bearbeitung: Robert Gendler, Roberto Colombari; Daten: Hubble-Vermächtnisarchiv, Europäische Südsternwarte ESO et al.

Weit hinter der Lokalen Gruppe liegt NGC 3621. Sie ist etwa 22 Millionen Lichtjahre entfernt. Die prächtige Insel im Universum liegt im vielköpfigen südlichen Sternbild Wasserschlange. Ihre gewundenen Spiralarme sind voller leuchtend blauer Sternhaufen. Sie sind von rötlichen Regionen mit Sternbildung und dunklen Staubbahnen gesäumt.

Doch für Astronominnen ist NGC 3621 nicht bloß eine weitere hübsche Spiralgalaxie, die wir von oben sehen. Einige ihrer helleren Sterne dienten als wichtige Standardkerzen. Solche Sterne machen es möglich, die Entfernungen von Galaxien und die Dimension des ganzen Universums zu schätzen.

Das schöne Bild von NGC 3621 ist ein Komposit von Teleskopdaten aus dem Weltraum und von der Erde. Es ist etwa 100.000 Lichtjahre breit und zeigt lose Spiralarme, die von den helleren Zentralregionen der Galaxie weit entfernt sind. Die gezackten Sterne liegen im Vordergrund in unserer Galaxis. Auch weiter entfernte Galaxien im Hintergrund sind in der bunten Himmelslandschaft verteilt.

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Polarring-Galaxie NGC 660

Zwischen lose verteilten Sternen und ein paar kleinen Galaxien schwimmt eine verzerrte Galaxie, die von einem Ring umgeben ist. Vor der hellen Scheibe verlaufen markante dunkle Staubbahnen.

Bildcredit und Bildrechte: CHART32-Team, BearbeitungJohannes Schedler

Dieser kosmische Schnappschuss zeigt die Galaxie NGC 660. Sie ist mehr als 40 Millionen Lichtjahre entfernt und schwimmt im Sternbild Fische. Die seltsame Erscheinung von NGC 660 markiert sie als Polarring-Galaxie. Diese seltene Galaxienart hat eine beträchtliche Population aus Sternen, Gas und Staub, die in Ringen kreisen. Diese Ringe sind stark zur Ebene der Galaxienscheibe geneigt.

Die bizarre Anordnung entstand vielleicht zufällig, als eine Scheibengalaxie Materie von einer Galaxie einfing, die vorbeizog. Dabei wurden Teile eingefangen und am Ende in einen rotierenden Ring gezogen. Die gewaltige gravitative Wechselwirkung führte in diesem Fall zu den Myriaden rötlicher Regionen mit Sternbildung. Sie sind im Ring um NGC 660 verteilt.

Der Polarring macht es möglich, die Form des sonst unsichtbaren Hofes aus Dunkler Materie zu erforschen. Dazu berechnet man, wie sich die Gravitation der Dunklen Materie auf die Rotation von Ring und Scheibe auswirkt. Der Ring um NGC 660 ist breiter als die Scheibe und reicht über 50.000 Lichtjahre.

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Hubble zeigt die Schweinswalgalaxie

Siehe Erklärung. Ein Klick auf das Bild lädt die höchstaufgelöste verfügbare Version.

Bildcredit: NASA, ESA, Hubble, HLA; Aufarbeitung und Bildrechte: Raul Villaverde

Was passierte mit dieser Spiralgalaxie? NGC 2936 ist die obere der beiden großen Galaxien im Bild. Vor wenigen Hundert Millionen Jahren war sie wahrscheinlich eine normale Spiralgalaxie. Sie rotierte, bildete Sterne und kümmerte sich um ihren eigenen Kram.

Doch dann kam sie der massereichen elliptischen Galaxie NGC 2937 darunter zu nahe und tauchte ein. NGC 2936 wird wegen ihrer markanten Form Schweinswalgalaxie genannt. Sie wird nicht nur abgelenkt, sondern durch die enge gravitative Wechselwirkung auch verzerrt. Eine Reihe junger blauer Sterne rechts neben der oberen Galaxie bildet die Nase des Schweinswals. Das Zentrum der Spirale erscheint als Auge. Das Galaxienpaar ist gemeinsam als Arp 142 bekannt. Manche sehen darin einen Pinguin, der ein Ei beschützt.

Komplexe Staubbahnen und helle, blaue Sternströme ziehen rechts unten hinter der unruhigen Galaxie her. Dieses neu bearbeitete Bild zeigt Arp 142 beispiellos detailreich. Es wurde vom Weltraumteleskop Hubble aufgenommen. Arp 142 ist ungefähr 300 Millionen Lichtjahre entfernt und liegt im Sternbild Wasserschlange (Hydra). In etwa einer Milliarde Jahren verschmelzen die beiden Galaxien wahrscheinlich zu einer größeren Galaxie.

Portal ins Universum: APOD-Zufallsgenerator

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NGC 1316: Nach einer Kollision von Galaxien

Die beiden Galaxien im Bild sind von schalenförmigen Hüllen umgeben. Sie wirken diffus und sind von dunklen Staubwolken überzogen.

Bildcredit und Bildrechte: Steve Mazlin, Warren Keller und Steve Menaker (SSRO / UNC / PROMPT / CTIO)

Die gewaltige elliptische Galaxie NGC 1316 ist ein Beispiel für mächtige Vorgänge in kosmischem Ausmaß. Sie ist ungefähr 75 Millionen Lichtjahre entfernt und liegt im südlichen Sternbild Chemischer Ofen (Fornax). Forschende untersuchen den erstaunlichen Anblick. Sie vermuten, dass die riesige Galaxie mit der kleineren Nachbargalaxie NGC 1317 kollidiert, die darüber liegt. Dabei entstehen weit geschwungene Schleifen und Schalen aus Sternen. Das Licht der engen Begegnung hat die Erde wohl vor etwa 100 Millionen Jahren erreicht.

Dieses detailreiche, scharfe Bild zeigt die Zentralregionen von NGC 1316 und NGC 1317. Sie sind offenbar mehr als 100.000 Lichtjahre voneinander entfernt. Die komplexen Staubbahnen, die man darin sieht, lassen vermuten, dass NGC 1316 selbst das Ergebnis einer Verschmelzung von Galaxien ist, die in ferner Vergangenheit stattfand.

NGC 1316 liegt am Rand des Fornax-Galaxienhaufens. Sie ist als Fornax A bekannt und eine der visuell hellsten Galaxien im Fornax-Haufen. NGC 1316 ist eine der stärksten und größten Radioquellen. Ihre Radioemission reicht sich weit über dieses Teleskopsichtfeld hinaus, sie reicht am Himmel über mehrere Grad.

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NGC 891 von der Seite

Wie eine Spindel verläuft die Spiralgalaxie NGC 891 diagonal durchs Bild. Sie ist in der Mitte von dunklen Staubbahnen geteilt. Wir sehen die Galaxie von der Kante.

Bildcredit und Bildrechte: Adam Block, Mt. Lemmon SkyCenter, U. Arizona

Die große Spiralgalaxie NGC 891 ist ungefähr 100.000 Lichtjahre groß. Aus unserer Perspektive ist sie fast genau von der Seite sichtbar. NGC 891 ist ungefähr 30 Millionen Lichtjahre entfernt und liegt im Sternbild Andromeda. Sie sieht unserer Milchstraße sehr ähnlich.

Auf den ersten Blick hat sie eine flache, dünne galaktische Sternenscheibe und eine zentrale Wölbung. Sie wird in der Mitte von Regionen aus dunklem, undurchsichtigem Staub geteilt. Auf der seitlichen Darstellung von NGC 891 laufen sehr auffällige Fasern aus Staub Hunderte Lichtjahre über und unter die Mittellinie hinaus. Der Staub wurde wahrscheinlich durch die Explosionen von Supernovae und intensive Sternbildungsaktivität aus der Scheibe gedrängt. Das seitliche, detailreiche Porträt von NGC 891 zeigt auch blassere Galaxien.

(Hinweis der Herausgeber: Das Bild von NGC 891, das ursprünglich heute auf APOD veröffentlicht war, wurde ausgetauscht. Der Bildcredit wurde korrigiert, um auf den Urheber des Originals hinzuweisen.)

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Im Zentrum der Spiralgalaxie NGC 5033

Das Zentrum der Galaxie NGC 5033 im Bild ist von einem mächtigen Mahlstrom aus dunklen Staubwolken umgeben.

Bildcredit: NASA, ESA, Hubble, MAST – Bearbeitung: Judy Schmidt

Was passiert im Zentrum der Spirale NGC 5033? Viele Dinge – einige laufen rund, andere sind energiereich, und manche verstehen wir nicht gut. NGC 5033 ist wegen der großen Aktivität in ihrem Kern als Seyfertgalaxie bekannt.

Helle Sterne, dunkler Staub und interstellares Gas wirbeln schnell um ein galaktisches Zentrum, das durch ein sehr massereiches Schwarzes Loch leicht verschoben erscheint. Diese Verschiebung trat vermutlich ein, weil NGC 5033 irgendwann in der letzten Milliarde Jahre mit einer anderen Galaxie verschmolz.

Dieses Bild wurde 2005 mit dem Weltraumteleskop Hubble fotografiert. NGC 5033 ist etwa 100.000 Lichtjahre groß, und sie ist so weit entfernt, dass wir sehen, wie sie vor ungefähr 40 Millionen Jahren aussah.

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Die seltsamen Galaxien von Arp 273

Weit hinter den Sternen in unserer Milchstraße balgen sich zwei Galaxien. Eine erinnert an eine Schnecke, die andere ist wie ein lang gezogenes S geformt. Links daneben leuchten zwei helle, gezackte Sterne.

Bildcredit und Bildrechte: Wolfgang Ries/Stefan Heutz (Astrokooperation)

Die gezackten Sterne im scharfen kosmischen Porträt liegen in unserer Milchstraße. Die beiden auffälligen Galaxien dagegen befinden sich weit außerhalb der Milchstraße. Sie sind mehr als 300 Millionen Lichtjahre entfernt. Durch die Gezeitenkräfte wirken sie stark verzerrt, weil es zwischen dem Paar enge Begegnungen gibt.

Die Galaxien sind als Arp 273 (auch als UGC 1810) katalogisiert. Sie sehen seltsam aus. Doch inzwischen weiß man, dass wechselwirkende Galaxien im Universum häufig sind. Auch die große Andromeda-Spiralgalaxie, die etwa 2 Millionen Lichtjahre entfernt ist, nähert sich der Milchstraße. Arp 273 bietet vielleicht einen Ausblick auf diese Begegnung in ferner Zukunft. Wiederholte Begegnungen können auf einer kosmischen Zeitskala dazu führen, dass zwei Galaxien am Ende zu einer einzigen verschmelzen.

Aus unserer Sicht sind die hellen Kerne der Arp 273-Galaxien nur wenig mehr als 100.000 Lichtjahre voneinander entfernt.

Ö1-Nachtquartier:Das Jahr in den Sternen“ mit Maria Pflug-Hofmayr

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Die Andromedagalaxie M31

Die Andromedagalaxie füllt die ganze Höhe des Bildes. Links und rechts daneben ist viel Raum mit Sternen. Links unter der hellen Scheibe ist die Galaxie M110, rechts oben M32.

Bildcredit und Bildrechte: Farmakopoulos Antonis

Welche große Galaxie ist unserer Milchstraße am nächsten? Es ist Andromeda. Unsere Galaxie sieht Andromeda wohl sehr ähnlich. Die beiden Galaxien dominieren die Lokale Gruppe. Andromedas diffuses Licht stammt von den Hunderten Milliarden Sternen, aus denen sie besteht.

Mehrere einzelne Sterne umgeben das Bild von Andromeda. Sie sind eigentlich Sterne in unserer Galaxis, die weit vor dem Objekt im Hintergrund liegen. Andromeda wird häufig als M31 bezeichnet, da sie das 31. Objekt auf Messiers Liste diffuser Himmelsobjekte ist. M31 ist so weit entfernt, dass Licht etwa zwei Millionen Jahre braucht, um uns von dort zu erreichen. Zwar sieht man M31 ohne Hilfsmittel. Doch dieses Bild ist ein digitales Mosaik aus mehreren Aufnahmen, die mit einem kleinen Teleskop fotografiert wurden.

Vieles an M31 ist nicht bekannt. Zum Beispiel weiß man nicht, in wie vielen Milliarden Jahren sie mit unserer Heimatgalaxie kollidiert.

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