Andromeda-Station

Bergstation Weisshorn in Arosa in der Schweiz neben der Andromeda-Galaxie Messier 31; Ein Klick auf das Bild lädt die höchstaufgelöste verfügbare Version.

Kompositbild-Credit und Bildrechte: Ralf Rohner

Beschreibung: Dieses surreale Bild stammt nicht aus einem Science-Fiction-Film mit Spezialeffekten. Es ist ein digitales Komposit aus Einzelbildern der echten Andromedagalaxie, die auch als M31 bekannt ist, und die über einem echten Berg aufgeht.

Aufnahmen, die der Galaxie und den Hintergrundsternen folgen, wurden digital mit separaten Aufnahmen des Geländes im Vordergrund kombiniert. Alle Hintergrund- und Vordergrundaufnahmen wurden Rücken an Rücken fotografiert, mit derselben Kamera mit Teleobjektiv in derselben Nacht am selben Ort.

Auf der „Weltraumlandschafts“-Kombination zeigt sich ein atemberaubendes Bild mit einer Bandbreite an Helligkeiten und Farben, die Ihr Auge nicht selbst sehen kann. Es scheint, als könnten Sie in einer Seilbahn diesen Berg hinauf fahren und direkt neben Andromeda aussteigen. Doch die 2,5 Millionen Lichtjahre von der Erde entfernte große, schöne Spiralgalaxie liegt als Reiseziel etwas außerhalb der Reichweite. Aber keine Sorge. Warten Sie einfach 5 Milliarden Jahre, und die Andromedagalaxie kommt zu Ihnen.

Diese Andromedastation ist besser bekannt als Weisshorn, es ist der höchste Gipfel eines Skigebietes in Arosa in der Schweiz.

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Komet ATLAS und die großen Galaxien

Komet ATLAS C/2019 Y4 neben den Messier-Galaxien M81 und M82; Ein Klick auf das Bild lädt die höchstaufgelöste verfügbare Version.

Bildcredit und Bildrechte: Rolando Ligustri (CARA-Projekt, CAST)

Beschreibung: Der Komet ATLAS C/2019 Y4 wurde mit dem Asteroid Terrestrial-impact Last Alert System entdeckt, das von der NASA finanziert wurde. Es ist die letzte Entdeckung eines Kometen, die 2019 veröffentlicht wurde. Der Komet wird nun am nördlichen Nachthimmel heller.

Diese Teleskop-Himmelsansicht wurde am 18. März mit einem ferngesteuerten Observatorium in New Mexico fotografiert. Die hübsche grünliche Koma des Kometen ist links oben zu sehen. Rechts unten befinden sich M81 und M82, die als große, gravitativ wechselwirkende Galaxien bekannt sind. Das Galaxienpaar ist ungefähr 12 Millionen Lichtjahre entfernt und liegt im Sternbild Großer Bär hinter zarten Staubwolken über der Milchstraße.

Der einwärts wandernde Komet ATLAS ist etwa 9 Lichtminuten von der Erde entfernt und befindet sich noch außerhalb der Marsbahn. Der lang gezogene Orbit des Kometen ähnelt der Bahn des Großen Kometen von 1844, die diesen Kometen in ungefähr 6000 Jahren ins innere Sonnensystem zurückbringen wird.

Komet ATLAS erreicht sein Perihel – die größte Annäherung an die Sonne innerhalb der Merkurbahn – am 31. Mai und könnte in den nächsten Tagen ein freisichtiger Komet werden.

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M77: Spiralgalaxie mit aktivem Kern

Die aktive Seyfertgalaxie M77 wurde mit dem Weltraumteleskop Hubble detailreich abgebildet. Ein Klick auf das Bild lädt die höchstaufgelöste verfügbare Version.

Bildcredit: Hubble, NASA, ESA; Bearbeitung und Lizenz: Judy Schmidt

Was passiert im Zentrum der nahen Spiralgalaxie M77? Wir sehen die Galaxie von oben. Sie ist an die 47 Millionen Lichtjahre entfernt und liegt im Sternbild des Meeresungeheuers (Cetus). Bei dieser geschätzten Entfernung ist das Inseluniversum ungefähr 100.000 Lichtjahre breit.

Die Galaxie ist auch als NGC 1068 bekannt. Ihr kompakter Kern leuchtet sehr hell. Er wurde genau untersucht, um die Rätsel sehr massereicher Schwarzer Löcher in aktiven Seyfertgalaxien zu erforschen. M77 und ihr aktiver Kern verströmen Röntgenstrahlung, ultraviolettes, sichtbares und infrarotes Licht sowie in Radiowellen.

Dieses scharfe Bild von M77 entstand mit dem Weltraumteleskop Hubble. Das (sichtbare) markante rote Licht wird von Wasserstoff abgestrahlt. Das Bild zeigt Details der gewundenen Spiralarme. Sie sind von undurchsichtigen Staubwolken und rot getönten Regionen mit Sternbildung gesäumt und reichen bis in die Nähe des hellen Kerns der Galaxie.

Astrophysik: 2100+ Codes der Quellcode-Bibliothek für Astrophysik (ASL)

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Der langsame Tanz der Galaxien NGC 5394 und 5395

Gemini Nord zeigt den langsamen Tanz der Galaxien NGC 5394 und NGC 5395; Ein Klick auf das Bild lädt die höchstaufgelöste verfügbare Version.

Bildcredit: Gemini, NSF, OIR Lab, AURA; Text: Ryan Tanner (NASA/USRA)

Wenn ihr langsame Tänze mögt, passt dieser vielleicht zu euch. Eine einzige Umdrehung dauert bei diesem Tanz mehrere Hundert Millionen Jahre. Hier wirbeln zwei Galaxien, NGC 5394 und NGC 5395, in einer Gravitations-Wechselwirkung langsam umeinander. Dabei entsteht ein wahrer Funkenflug neuer Sterne.

Dieses Bild entstand mit dem 8-Meter-Teleskop Gemini Nord. Es steht auf dem Mauna Kea auf Hawaii in den USA. Hier sind vier verschiedene Farben kombiniert. Emissionen von Wasserstoff sind rot gefärbt. Sie markieren Gebiete, in denen Sterne entstehen. Sie treiben die Entwicklung der Galaxien voran. Dunkle Staubbahnen markieren Gas, das sich vielleicht in Orte für Sternbildung verwandelt.

Seht genau hin, dann erkennt ihr viele weitere Galaxien im Hintergrund. Manche davon sind in ihre eigenen langsamen kosmischen Tänze verwickelt.

APOD ist in den Weltsprachen Arabisch, Bulgarisch, Chinesisch (Peking), Chinesisch (Taiwan), Deutsch, Englisch (GB), Französisch (Frankreich), Hebräisch, Indonesisch, Japanisch, Katalanisch, Kroatisch, Montenegrinisch, Niederländisch, Polnisch, Portugiesisch (Brasilien), Russisch, Serbisch, Slowenisch, Spanisch, Syrisch, Taiwanesisch, Tschechisch, Türkisch, Türkisch und Ukrainisch verfügbar.

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Das Zentrum von Centaurus A

Hubble-Bild vom Zentrum der aktiven Galaxie Centaurus A; Ein Klick auf das Bild lädt die höchstaufgelöste verfügbare Version.

Bildcredit: NASA, ESA, Hubble-Vermächtnis (STScI / AURA)-ESA / Hubble-Arbeitsgruppe

Die merkwürdige elliptische Galaxie Centaurus A ist nur 11 Millionen Lichtjahre entfernt. Sie ist die nächstliegende aktive Galaxie in der Umgebung der Erde. Man kennt sie auch als NGC 5128. Sie ist mehr als 60.000 Lichtjahre breit. Diese scharfe Nahaufnahme gelang mit dem Weltraumteleskop Hubble. Die Region im Bild ist ungefähr 8500 Lichtjahre breit. Links oben ist das Zentrum der Galaxie.

Centaurus A entstand wohl bei der Kollision zweier gewöhnlicher Galaxien. Dabei kam es zu einem heftigen Wirrwarr aus Gebieten mit Sternbildung, massereichen Sternhaufen und imposanten dunklen Staubbahnen. Nahe beim Zentrum der Galaxie liegt ein zentrales Schwarzes Loch mit einer Milliarde Sonnenmassen. Es verschlingt ständig kosmische Trümmer. Solche Prozesse gibt es in allen aktiven Galaxien. Dabei wird wohl eine Menge an Energie frei. Centaurus A gibt diese in Form von Radiowellen, Röntgen- und Gammastrahlen ab.

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UGC 12591: Die am schnellsten rotierende bekannte Galaxie

Die Galaxie UGC 12591 weist die schnellste Rotation auf, die wir kennen; Ein Klick auf das Bild lädt die höchstaufgelöste verfügbare Version.

Bildcredit: NASA, ESA, Hubble; Bearbeitung und Bildrechte: Leo Shatz

Beschreibung: Warum rotiert diese Galaxie so schnell? Schon die Definition, um welche Art Galaxie es sich bei UGC 12591 handelt – sie ist links unten abgebildet – ist schwierig. Die Galaxie besitzt dunkle Staubbahnen wie eine Spiralgalaxie, aber auch eine große, diffuse Wölbung aus Sternen wie eine linsenförmige Galaxie.

Beobachtungen zeigen, dass UGC 12591 überraschenderweise mit ungefähr 480 km/s rotiert, also fast doppelt so schnell wie unsere Milchstraße. Das ist die schnellste Rotationsgeschwindigkeit, die je gemessen wurde. Um eine so schnell rotierende Galaxie zusammenzuhalten, wäre die mehrfache Masse unserer Milchstraße nötig. Mögliche Vorläuferszenarios für UGC 12591 sind langsames Wachstum, bei dem die Galaxie Materie aus der Umgebung aufnahm, oder schnelles Wachstum durch eine Galaxienkollision oder mehrere Kollisionen in jüngster Zeit – vielleicht verraten künftige Beobachten mehr.

Das Licht, das wir heute von UGC 12591 sehen, wurde vor ungefähr 400 Millionen Jahren abgestrahlt, als sich die ersten Bäume auf der Erde entwickelten.

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Nahaufnahme von NGC 7331

Siehe Beschreibung. Porträt der Spiralgalaxie NGC 7331, aufgenommen mit dem Weltraumteleskop Hubble; Ein Klick auf das Bild lädt die höchstaufgelöste verfügbare Version.

Bildcredit und Lizenz: ESA/Hubble und NASA/D. Milisavljevic (Purdue-Universität)

Beschreibung: Die schöne, große Spiralgalaxie NGC 7331 wird oft als Analogon zu unserer Milchstraße betrachtet. NGC 7331 ist etwa 50 Millionen Lichtjahre entfernt und liegt im nördlichen Sternbild Pegasus. Sie wurde schon früh als Spiralnebel erkannt und ist eine der helleren Galaxien, die der Astronom Charles Messier im 18. Jahrhundert nicht in seinen berühmten Katalog aufnahm.

Da die Galaxienscheibe zu unserer Sichtlinie geneigt ist, entstehen bei lang belichteten Teleskopaufnahmen häufig Bilder mit einer starken Tiefenwirkung. Diese Nahaufnahme des Weltraumteleskops Hubble zeigt die prächtigen Spiralarme der Galaxie mit ihren dunklen, undurchsichtigen Staubbahnen, den hellen bläulichen Haufen aus massereichen, jungen Sternen sowie das verräterische rötliche Leuchten aktiver Sternbildungsregionen. Die hellen gelblichen Zentralregionen enthalten Populationen älterer, kühlerer Sterne. Wie bei der Milchstraße liegt auch im Kern der Spiralgalaxie NGC 7331 ein sehr massereiches Schwarzes Loch.

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Rubins Galaxie

Siehe Beschreibung. Die riesige Spiralgalaxie UGC 2885; Ein Klick auf das Bild lädt die höchstaufgelöste verfügbare Version.

Bildcredit: NASA, ESA, B. Holwerda (Universität von Louisville)

Beschreibung: Die gezackten, hellen Sterne auf diesem Bild des Weltraumteleskops Hubble liegen im Vordergrund im heroischen nördlichen Sternbild Perseus und weit innerhalb unserer Galaxis, der Milchstraße. Im scharfen Fokus dahinter befindet sich die mehr als 232 Millionen Lichtjahre entfernte UGC 2885, eine riesige Spiralgalaxie mit einem Durchmesser von etwa 800.000 Lichtjahren. Zum Vergleich: Unsere Milchstraße ist ungefähr 100.000 Lichtjahre groß.

UGC 2885 besitzt zirka 1 Billion Sterne, das sind ungefähr 10-mal so viele wie in der Milchstraße. Eine aktuelle Untersuchung soll zeigen, wie Galaxien zu so gewaltiger Größe anwachsen können. UGC 2885 war auch Teil der Pionierforschung der Astronomin Vera Rubin über die Rotation von Spiralgalaxien. Diese Untersuchung war die erste, welche die überwältigende Menge an Dunkler Materie in unserem Universum zeigte.

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