IC 405: Der Flammensternennebel

Siehe Beschreibung. Der Flammensternnebel IC 405 im Sternbild Fuhrmann. Ein Klick auf das Bild lädt die höchstaufgelöste verfügbare Version.

Bildcredit und Bildrechte: Eric Coles und Mel Helm

Beschreibung: Gekräuselte Staub- und Gasbänder führen zum Namen des Flammensternnebels. Die orangen und violetten Farben des Nebels befinden sich in verschiedenen Regionen und werden von unterschiedlichen Prozessen erzeugt.

Der helle Stern AE Aurigae im Bild ist so heiß, dass er blau leuchtet und so energiereiches Licht abstrahlt, dass es Elektronen aus dem umgebenden Gas herausschlägt. Wenn ein Proton mit einem Elektron rekombiniert, wird häufig rotes Licht abgestrahlt (orange abgebildet). Die Farbe der violetten Region ist eine Mischung aus diesem roten Licht und blauem Licht, das von AE Aurigae abgestrahlt, aber vom umgebenden Staub zu uns reflektiert wird. Die beiden Regionen werden als Emissionsnebel beziehungsweise Reflexionsnebel bezeichnet.

Hier wurde der Flammensternnebel in der HubbleFarbpalette abgebildet, er ist offiziell als IC 405 bekannt und etwa 1500 Lichtjahre entfernt, umfasst zirka 5 Lichtjahre und ist mit einem kleinen Teleskop im Sternbild Fuhrmann (Auriga) zu sehen.

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Supernovaüberrest Simeis 147

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Bildcredit und Bildrechte: David Lindemann

Beschreibung: Leicht verirrt man sich, wenn man auf diesem detailreichen Bild des Supernovaüberrestes Simeis 147 den komplex verschlungenen Fasern folgt. Er ist auch als Sharpless 2-240 katalogisiert und trägt den beliebten Namen Spaghettinebel. Man sieht ihn an der Grenze der Sternbilder Stier und Fuhrmann, wo er fast 3 Grad oder 6 Vollmonde am Himmel am Himmel abdeckt. Das sind in der geschätzten Entfernung der Trümmerwolke von 3000 Lichtjahren ungefähr 150 Lichtjahre.

Dieses Komposit entstand aus Bilddaten, die mit Schmalbandfiltern aufgenommen wurden. Rötliche Emissionen von ionisierten Wasserstoffatomen und doppelt ionisierte Sauerstoffatome in zarten blau-grünen Farbtönen markieren das erschütterte, leuchtende Gas. Das Alter des Supernovaüberrestes wird auf etwa 40.000 Jahre geschätzt. Das bedeutet, dass das Licht von der Explosion des massereichen Sterns die Erde erstmals vor 40.000 Jahren erreichte.

Doch der expandierende Überrest ist nicht das einzige Nachleuchten. Die kosmische Katastrophe hinterließ auch einen rotierenden Neutronenstern oder Pulsar – er ist alles, das vom Kern des ursprünglichen Sterns übrig blieb.

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Der Spinnennebel in Infrarot

Von links dringt ein gelbgrün schimmernder Nebel ins Bild, der von rechts beleuchtet wird. Der Hintergrund ist voller Sterne, einige davon sehr hell, die meisten weniger hell. Einige Sterne stechen hervor, unter anderem ein Stern rechts mit Zacken, der anscheinend den Nebel beleuchtet.

Bildcredit: NASA, JPL-Caltech, Weltraumteleskop Spitzer, 2MASS

Fängt die Spinne jemals die Fliege? Nicht, wenn es zwei große Emissionsnebel im Sternbild Fuhrmann (Auriga) sind. Die spinnenförmige Gaswolke links ist ein Emissionsnebel mit der Bezeichnung IC 417. Die kleinere Wolke rechts hat die Form einer Fliege. Sie wird als NGC 1931 bezeichnet und ist sowohl Emissionsnebel als auch Reflexionsnebel. Beide Nebel sind ungefähr 10.000 Lichtjahre entfernt und enthalten junge offene Sternhaufen. Zur Größenordnung: Der kompaktere NGC 1931 (die Fliege) ist ungefähr 10 Lichtjahre groß.

Dieses Bild in wissenschaftlich zugeordneten Infrarot-Farben kombiniert Bilder des Weltraumteleskops Spitzer und der Durchmusterung Two Micron All Sky Survey (2MASS). Spitzer feiert sein 16. Jahr in einer Bahn um die Sonne in Erdnähe.

APOD ist in den Weltsprachen Arabisch, Bulgarisch, Chinesisch (Peking), Chinesisch (Taiwan), Deutsch, Englisch (GB), Französisch (Frankreich), Hebräisch, Indonesisch, Japanisch, Katalanisch, Kroatisch, Montenegrinisch, Niederländisch, Polnisch, Portugiesisch (Brasilien), Russisch, Serbisch, Slowenisch, Spanisch, Syrisch, Taiwanesisch, Tschechisch, Türkisch, Türkisch und Ukrainisch verfügbar.

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AE Aurigae und der Flammensternnebel

Das Bild ist von rötlichen und braunen Nebelfetzen gefüllt, die von Sternen gesprenkelt sind. In der Mitte ist eine stark strukturierte, heller leuchtende zyklamefarbene Ballung.

Bildcredit und Bildrechte: Amir Abolfath (TWAN)

Beschreibung: Brennt der Stern AE Aurigae? Nein. AE Aurigae trägt zwar den Namen Flammenstern, und der umgebende Nebel IC 405 wird Flammensternnebel genannt, und die Form der Region sieht aus wie Feuer, doch gibt es da kein Feuer. Als Feuer definiert man üblicherweise die schnelle molekulare Aufnahme von Sauerstoff, es tritt nur auf, wenn ausreichend Sauerstoff vorhanden ist, doch nicht in einer so energiereichen Umgebung mit wenig  Sauerstoff wie in Sternen.

Das Material, das wie Rauch aussieht, ist großteils interstellarer Wasserstoff, es enthält jedoch rauchähnliche dunkle Fasern aus kohlenstoffreichen Staubkörnchen. Der helle Stern AE Aurigae rechts unter der Bildmitte ist so heiß, dass er blau leuchtet und so energiereiches Licht abstrahlt, dass es Elektronen aus dem umgebenden Gas ausschlägt. Wenn ein Proton ein Elektron zurückgewinnt, wird Licht abgestrahlt, das man im umgebenden Emissionsnebel sieht. Der hier gezeigte Flammensternnebel liegt ungefähr 1500 Lichtjahre entfernt und ungefähr 5 Lichtjahre groß. Man sieht ihn mit einem kleinen Teleskop im Sternbild Fuhrmann (Auriga).

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Komet eines Fuhrmanns

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Bildcredit und Bildrechte: Rolando Ligustri (CARA Project, CAST)

Beschreibung: Komet Iwamoto (C/2018 Y1) rast immer noch über den Nachthimmel des Planeten Erde und teilt sich dieses hübsche Teleskopsichtfeld mit den Sternen und Nebeln des nördlichen Sternbilds Fuhrmann (Auriga). Am 27. Februar wurde Iwamoto fotografiert, seine grünliche Koma und der blasse Schweif liegen zwischen einem Komplex rötlicher Emissionsnebel und dem offenen Sternhaufen M36 (rechts unten). Das rötliche Licht stammt von Wasserstoff, der durch die Ultraviolettstrahlung heißer Sterne in der Nähe der etwa 6000 Lichtjahre entfernten riesigen Molekülwolke in der Region ionisiert wurde.

Das grünliche Leuchten des Kometen, der weniger als 5 Lichtminuten entfernt ist, stammt überwiegend von der Emission zweiatomiger Kohlenstoffmoleküle, die im Sonnenlicht fluoreszieren. M36, einer der vertrauteren Sternhaufen im Fuhrmann, ist ein Hintergrundobjekt und liegt weit außerhalb des Sonnensystems, er ist etwa 4000 Lichtjahre entfernt. Komet Iwamoto passierte am 12. Februar den erdnächsten Punkt und entfernt sich auf einer stark elliptischen Bahn, die ihn über den Kuipergürtel hinausbringen wird. Seine Umlaufzeit wird auf 1317 Jahre geschätzt, somit sollte er im Jahr 3390 ins innere Sonnensystem zurückkehren.

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Hütte unter den Sternen

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Bildcredit und Bildrechte: P-M Hedén (Clear Skies, TWAN)

Beschreibung: Gockas, der Familienname der Berghütte, und ein hölzerner Schlitten einer vergangenen Generation stehen ruhig unter den Sternen. Die Einzelaufnahme wurde am 6. Januar in Tänndalen (Schweden) fotografiert, um einen einfachen visuellen Eindruck des dunklen Berghimmels zu vermitteln.

Ein blasses Band aus Sternenlicht in der Milchstraße zieht durch die Szene. Am Fuß des Jägers Orion leuchtet der helle Stern Rigel knapp über dem Handlauf des alten Tretschlittens. Kapella, der Alphastern in Auriga, dem himmlischen Fuhrmann, ist der hellste Stern am oberen Bildrand. Auch die vertrauten Sterne des Wintersechsecks und des Sternhaufens der Plejaden sind auf dieser schönen Himmelslandschaft einer nördlichen Winternacht zu finden.

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Salz, Pfeffer und Eis

Videocredit und -rechte: Maroun Habib (Moophz)

Gerade wandert ein fotogener Komet über den Himmel. Komet 21P / Giacobini-Zinner ist etwas zu blass für das bloße Auge, doch er entwickelte einen langen Schweif. Dieser ist ein schöner Anblick für Ferngläser und empfindliche Kameras.

Dieses Zeitraffervideo wurde letzte Woche aufgenommen. Es zeigt die Bewegung des Kometen 21P am Himmel. 90 Minuten Aufnahme wurden zu etwa 2,5 Sekunden komprimiert. Der Schweif von 21P folgt nicht der Bewegung des Kometen, was seltsam wirkt. Der Grund dafür ist, dass Kometenschweife immer von der Sonne weggerichtet sind. Als der Komet fotografiert wurde, wanderte er nicht in Richtung Sonne. Weit im Hintergrund sieht man links oben M37, er heißt auch Salz-und-Pfeffer-Sternhaufen. Über der Bildmitte steht der helle, rote Stern V440 Aurigae.

Diese Kugel aus Eis, die Staub schleuderte, ist 2 km groß. Sie passierte letzte Woche ihren sonnen- und den erdnächsten Punkt. Nun verblasst sie, während sie zum Südhimmel weiterzieht. Doch Komet 21P sollte weiterhin sichtbar sein. Noch ungefähr einen Monat lang bleibt sie ein fotogenes Ziel für Kameras auf Stativ.

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Komet 21P / Giacobini-Zinner, Haufen und Nebel im Fuhrmann

Zwischen dicht gedrängten Sternen breiten sich rote Nebel aus. Unten zieht der Komet 21P / Giacobini-Zinner durchs Bild, sein Schweif zeigt nach links oben.
Bildcredit und Bildrechte: Mohammad Nouroozi

Der Komet 21P / Giacobini-Zinner ist hell genug, um ihn mit Fernglas zu beobachten. Das detailreiche Telefoto-Mosaik zeigt ihn gut erkennbar im Sternbild Fuhrmann (Auriga), das viele Sternhaufen und Nebel enthält. Das Sichtfeld liegt in der Milchstraße und ist fast 10 Grad hoch. In der Nacht des 9. September boten die grünliche Koma des Kometen und sein diffuser Schweif einen Kontrast zu den farbigen Sternen und den rötlichen Emissionsnebeln.

Der Komet stand nahe beim Perihel. Er hatte fast seine größte Annäherung an die Erde erreicht und war etwa 200 Lichtsekunden von uns entfernt. Weit dahinter reiten zwei bekannte Sternhaufen im Fuhrmann über dem Kometenschweif. Links über der Mitte ist M38 und rechts liegt M36. Beide sind etwa 4000 Lichtjahre entfernt. Die Emissionsregion IC 405 links oben ist nur 1500 Lichtjahre entfernt. Sie hat auch den dramatischeren Namen Flammensternnebel. Rechts daneben liegt der Nebel IC 410. Er ist 12.000 Lichtjahre entfernt und berühmt für seine kosmischen Kaulquappen, in denen Sterne entstehen.

Der periodische Komet Giacobini-Zinner stammt aus dem Sonnensystem. Alle 6,5 Jahre umrundet er die Sonne. Er ist auch der Ursprungskörper des Meteorstroms der Draconiden, die wir im Oktober sehen können.

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