Alle Messier-Objekte im gleichen Maßstab

Alle 110 Objekte des Messier-Katalogs wurden im selben Maßstab fotografiert und zu diesem Raster zusammengefasst. Manche Bildfelder enthalten zwei oder mehr Objekte (z. B.: M31, M32 und M110).
Bildcredit: Sylvain Villet; Text: Cecilia Chirenti (NASA GSFC, UMCP, CRESST II)

Nachts sieht man viele astronomische Objekte. Welche sind besonders interessant? Mit einem guten Fernglas oder einem kleinen Teleskop könnt ihr auf der Nordhalbkugel nach den Objekten im Messier-Katalog suchen, die sehr beliebt sind. Viele davon sieht man auch auf der Südhalbkugel, aber nicht alle.

Der Katalog enthält 110 Objekte. Charles Messier erstellte ihn im 18. Jahrhundert, weil er sich für Kometen interessierte. Dieses Bild zeigt sie alle im gleichen Maßstab. Der Katalog ist eine Liste bekannter Objekte, die Kometen ähnlich sehen. Wenn man Kometen beobachtete oder nach ihnen suchte, sollte man sie vermeiden.

Der Katalog enthält eine Vielfalt an Himmelsobjekten. Dazu zählt zum Beispiel der Krebsnebel (M1), ein Supernovaüberrest. Galaxien wie die Andromeda-Galaxie (M31). Nebel wie der Orionnebel (M42), in dem Sterne entstehen. Oder Sternhaufen wie die Plejaden (M45). Sie sind ein offener Haufen aus hellen jungen Sternen.

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Konjunktion von Komet R3 PANSTARRS und Orionnebel

Das Panorama zeigt links den rosa-lila Orionnebel, rechts fächert sich der Schweif des Kometen PANSTARRS nach unten auf.
Bildcredit und Bildrechte: Julien De Winter, Sascha Ebeler; Text: Keighley Rockcliffe (NASA GSFC, UMBC CSST, CRESST II)

Diese Fotomontage zeigt etwas Altes, etwas Neues, etwas Geborgtes und etwas Blaues.1 Komet R3 PANSTARRS zieht sich rechts durch das Bild. Er kommt vermutlich aus der Oortschen Wolke. Das heißt, er ist ein altes Objekt, das im Sonnensystem vor Milliarden von Jahren entstand. Sein heller, langer Ionenschweif leuchtet blau, weil das Gas, das aus dem Kern des Kometen austritt, vom Sonnenlicht ionisiert wird.

Kometen faszinieren aus mehreren Gründen. Sie sind unberührte Zeitkapseln und enthalten die Bausteine der Planeten im Sonnensystem. Kometen brachten womöglich Wasser auf die junge Erde. Das Verhalten des Kometenschweifs lässt auf Wechselwirkungen mit dem Wind und der Strahlung der Sonne schließen.

Im Hintergrund zeigt das Bildmosaik den Orionnebel (M42). Es wurde im Laufe von zwei Beobachtungsnächten aufgenommen. Der Komet wurde in der dritten Nacht fotografiert. Der Orionnebel ist das uns am nächsten gelegene Gebiet, in dem Sterne entstehen. Es ist mit etwa 2 Millionen Jahren noch relativ neu bzw. jung.

Der Komet R3 PANSTARRS ist nur geborgt. Er ist nun etwa 127,5 Millionen Kilometer von der Erde entfernt und verlässt unser Sonnensystem wieder.

  1. Der Reim lautet:
    Something old,
    something new,
    something borrowed,
    something blue,
    and a sixpence in her shoe.
    ↩︎

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Orion über dem Teide

Über dem Teide, einem Vulkan auf der Kanarischen Insel Teneriffa, schimmern die rötlichen Emissionsnebel im Sternbild Orion: der Orionnebel, der Flammennebel, die Barnardschleife und der Nebel, in den der dunkle Pferdekopf gekerbt ist.

Bildcredit und Bildrechte: Marcin Rosadziński

Orion kann man selten so sehen. Für so einen majestätischen Anblick benötigt man eine Kamera, die so lange Belichtungszeiten ermöglicht, dass auch schwache Strukturen am Nachthimmel sichtbar werden.

Zu den bekannten Nebeln im Bild gehören der Orionnebel, der Flammennebel und die Barnardschleife. Für den Kontrast ist es zudem hilfreich, wenn im Vordergrund ein Vulkan steht. In diesem Fall ist es der Vulkan Teide auf Teneriffa, einer der Kanarischen Inseln Spaniens. Wenn der Teide jedoch auch noch schneebedeckt sein soll, dann braucht man auch das richtige Timing. Dies ist in der Regel nur an wenigen Tagen im Jahr der Fall.

Zum richtigen zeitlichen Planung gehört auch, darauf zu warten, dass Orion direkt hinter dem Teide aufgeht. Dies geschah Ende letzten Jahres nach Sonnenuntergang. Dieses Bild ist das Ergebnis einer Serie von Fotos, die nacheinander mit derselben Kamera am selben Standort entstanden sind.

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Drei Bögen am Himmel über den verschneiten Alpen

Über den schneebedeckten Bergen leuchtet ein Sternenhimmel. Am Himmel verlaufen drei Bögen: links und rechts die Milchstraße und in der Mitte das Zodiakallicht.

Bildcredit und Bildrechte: Angel Fux

Warum wölben sich hier drei Bögen am Himmel statt nur zwei? Ein Hubschrauber brachte eine Astrofotografin vor einem Monat auf einen hohen Berggipfel in den Alpen nahe der Grenze zwischen der Schweiz und Italien. Dort hatte sie erwartet, zwei Bögen der Milchstraße im Lauf der Nacht zu sehen. Der innere Bogen beim Zentrum unserer Galaxis befindet sich auf der linken Seite des Bildes. Man sieht ihn kurz vor Sonnenaufgang am Morgenhimmel. Der äußere Bogen auf der rechten Seite erscheint kurz nach Sonnenuntergang am Abendhimmel.

Doch es waren drei Bögen da. Die überraschte Fotografin erkannte schnell, dass der Himmel dunkel genug war, um den ganzen Bogen des schwachen Zodiakallichtes zu erkennen. Dabei handelt es sich um feinen Staub in der Ebene des Sonnensystems, der das Sonnenlicht streut. Er verband kunstvoll die beiden Bögen der Milchstraße! Am nächsten Morgen wurde die Astrofotografin wieder vom Hubschrauber abgeholt. In weiteren 40 Stunden Arbeit fügte sie die Aufnahmen der Nacht zusammen. Dann war das 360-Grad-Panorama des dreifachen Bogens fertig.

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Hummerschere und Blase als Nebel

Teile der an sich dunklen Molekülwolke im Bild leuchten, weil sie von massereichen Sternen angeregt werden. Die Farben wurden in Blau und Orange übersetzt. Durch Pareidolie erkennt man in den Nebelmustern eine Klaue, die nach einer Blase greift.
Bildcredit und Bildrechte: Richard Whitehead; Text: Keighley Rockcliffe (NASA GSFC, UMBC CSST, CRESST II)

Welche unerwarteten Dinge seht ihr am Nachthimmel? Dieses Bild gleicht einem abstrakten Gemälde. Auf einer kosmischen Leinwand sind große Farbflecken scheinbar zufällig verteilt. Das Bild ist abstrakt. Trotzdem erkennt das menschliche Auge darin bekannte Muster, zum Beispiel eine große Klaue, die nach einer zarten Blase greift.

Die Strukturen entstehen scheinbar zufällig. Doch sie basieren auf physikalischen Gesetzen, welche die Wechselwirkung von Licht und Materie bestimmen. Die Farben der Nebelgebiete „Hummerschere“ (Sh2-157) und „Blase“ (NGC 7635) wurden hier in Gelb und Blau dargestellt. Sie markieren Wasserstoff und Sauerstoff. Das intensive Licht von Sternen, deren Masse ein Vielfaches der Sonnenmassen beträgt, ionisiert die Elemente und bringt sie zum Leuchten.

Das Bild zeigt das Chaos, aber auch die Struktur astronomischer Prozesse. Es zeigt, wie sowohl Kunst als auch Wissenschaft das Unerwartete suchen.

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Der einsame Baum beim Schwan

Hinter einem einsamen Baum am Horizont ist der dunkle Himmel von einer leuchtenden Gaswolke flammend rot gefärbt.
Bildcredit und Bildrechte: 2025 Horacio Lander / AstroHoracio; Text: Keighley Rockcliffe (NASA GSFC, UMBC CSST, CRESST II)

Im spanischen Guadalajara steht ein Baum allein auf einer stillen Wiese. Seine Silhouette zeichnet sich vor der feurigen Cygnus-Region ab, die dahinter wie Flammen am Nachthimmel aufragt. Die detailreiche Landschaft am Nachthimmel entstand aus mehreren Aufnahmen. Sie zeigt eine Bandbreite an Helligkeit und Farbe, die Menschen mit bloßen Augen so nicht sehen können.

Die Region ist am Himmel so breit wie tausend Vollmonde. Der Schwan entfacht ein Feuer aus aktiver Sternbildung. Wolken aus Gas und Staub kollabieren dort unter dem Druck ihrer Schwerkraft, bis die Kernfusion zündet und neue Sterne entstehen. Diese Sterne ionisieren den Wasserstoff in ihrer Umgebung und entfachen ein tiefrotes Leuchten. Ranken aus interstellarem Staub absorbieren einen Teil dieses Lichts und ziehen dunkle Schatten.

Der Schwan ist eine wahre Fundgrube himmlischer Schätze. Dazu gehören der Schleier-, der Sichel– und der Pelikannebel sowie Cygnus X-1, das erste bestätigte Schwarze Loch. Aus der Region im Schwan kommen weiterhin neue wissenschaftliche Erkenntnisse. Dazu zählt ein neues 3D-Modell der Cygnus-Schleife. Das Röntgenteleskop Chandra machte es möglich.

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Der ringförmige planetarische Nebel Shapley 1

Auf einem dunklen Hintergrund mit Sternen steht ein blauer, nebliger Ring. In seiner Mitte leuchtet ein heller Stern.
Bildcredit und Bildrechte: Peter Bresseler; Text: Keighley Rockcliffe (NASA GSFC, UMBC CSST, CRESST II)

Was euch hier ansieht, ist kein kosmisches Auge. Das ist Shapley 1, ein wunderschön symmetrischer planetarischer Nebel. Shapley 1 trägt auch den Namen „Schöner-Ring-Nebel“ und die Bezeichnung PLN 329+2.1. Er ziert das Sternbild Winkelmaß am Südhimmel.

Der Nebel entstand, als einem Stern der Brennstoff ausging. Dieser Stern war ungefähr so schwer wie die Sonne und stieß seine äußeren Schichten ab. Sauerstoff aus diesen Schichten bringt den kreisrunden Schein zum Leuchten. Der helle Punkt in der Mitte ist ein Doppelsternsystem. Es besteht aus einem Weißen Zwerg und einem zweiten Stern, die einander alle 2,9 Tage umrunden. Der Weiße Zwerg ist der Sternenkern, der zurückblieb, nachdem die äußeren Schichten ins All geschleudert wurden.

Shapley 1 sieht für uns ringförmig aus, weil wir von oben auf das System blicken. Wir erfahren daher etwas darüber, wie zentrale Sterne die Struktur planetarischer Nebel beeinflussen.

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Sharpless 249 und der Quallennebel

Links oben schimmert ein magentafarbener Nebel, der von dunklen Staubwolken unterbrochen wird. Rechts unten ist ein fliederfarbener Nebel, der an eine Qualle erinnert. Die beiden helleren Sterne im Bild sind My und Eta Geminorum.

Bildcredit und Bildrechte: Katelyn Beecroft

Der Quallennebel ist meist blass und nur schwer zu erkennen. Dieses faszinierende Teleskopbild ist eine Langzeitbelichtung. Darauf treibt der Nebel im interstellaren Meer. Rechts und links rahmen ihn zwei helle Sterne, My und Eta Geminorum, die am Fuß der himmlischen Zwillinge leuchten. Der Quallennebel ist der hellere, gebogene Emissionsgrat rechts neben der Bildmitte, an dem Tentakel hängen.

Die kosmische Qualle ist Teil des blasenförmigen Supernova-Überrests IC 443. Er ist die Trümmerwolke eines massereichen Sterns, der bereits explodiert ist. Sie dehnt sich aus. Das Licht der Explosion erreichte die Erde vor über 30.000 Jahren. Sein astrophysikalischer Cousin ist der Krebsnebel. Auch er ist ein Supernova-Überrest. Wie dieser enthält auch der Quallennebel einen Neutronenstern. Das ist der übrig gebliebene ultradichte Überrest des kollabierten Sternkerns.

Ein Emissionsnebel ist als Sharpless 249 katalogisiert. Er füllt das Feld oben links aus. Der Quallennebel ist ca. 5000 Lichtjahre von uns entfernt. Der Bereich im Bild ist etwa 300 Lichtjahre breit.

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