Warum wurden die Statuen auf der Osterinsel Rapa Nui errichtet? Das ist nicht bekannt. Sicher ist, dass dort mehr als 800 riesige Steinstatuen stehen. Die Statuen auf Rapa Nui sind meist mehr als doppelt so hoch wie ein Mensch und wiegen etwa die 200-mal so viel wie ein Mensch.
Über die Geschichte oder Bedeutung der ungewöhnlichen Statuen ist nur wenig bekannt. Manche denken, dass die meisten davon vor etwa 500 Jahren als Abbilder lokaler Herrscher einer verlorenen Zivilisation sind. Oben seht ihr einige der Steinriesen. Sie wurden 2009 unter dem Zentralband unserer Milchstraße abgelichtet.
Diese drei hellen Nebel werden bei Streifzügen mit Teleskop im Sternbild Schütze und den überfüllten Sternfeldern der zentralen Milchstraße oft besucht. Eigentlich katalogisierte der kosmische Tourist Charles Messier im 18. Jahrhundert nur zwei davon.
M8 ist der große Nebel links. Rechts leuchtet der farbenprächtige M20. Der dritte Nebel ist NGC 6559, er befindet sich über M8 und ist durch eine dunkle Staubspur vom größeren Nebel getrennt. Alle drei Sternbildungsregionen sind etwa fünftausend Lichtjahre von uns entfernt.
Der weitläufige M8 ist etwa hundert Lichtjahren groß. Er ist auch als Lagunennebel bekannt. Der gängige Name von M20 ist Trifidnebel. Leuchtender Wasserstoff erzeugt die markante rote Farbe des Emissionsnebels. Sie bildet einen Kontrast zu den markanten blauen Farbtönen im Trifidnebel. Die blauen Nebel entstehen durch Sternenlicht, das von Staub reflektiert wird.
Die weite Himmelslandschaft zeigt rechts über dem Trifidnebel auch M21, einer von Messier offenen Sternhaufen.
Eigentlich ist NGC 891 unserer Milchstraße sehr ähnlich. Auf den ersten Blick hat sie eine flache, dünne galaktische Scheibe und eine zentrale Wölbung. In der Mitte ist sie von dunklem, undurchsichtigem Staub durchschnitten. Das Bild zeigt auch junge blaue Sternhaufen und verräterisch rötliche Sternbildungsregionen.
Durch die seitliche Sicht auf NGC 891 sind Filamente aus Staub sehr auffällig. Sie reichen Hunderte Lichtjahre über und unter die Kantenlinie. Der Staub wurde wahrscheinlich von Supernovaexplosionen oder intensiver Sternbildung aus der Scheibe getrieben. In der Nähe der Galaxienscheibe sind auch blasse Nachbargalaxien zu sehen.
Dieses Himmelswunder liegt nahe bei der Großen Bärin (Ursa Major). Es ist von den Sternen der Jagdhunde (Canes Venatici) umgeben und wurde 1781 vom metrischen französischen Astronomen Pierre Mechainentdeckt. Später nahm es sein Freund und Kollege Charles Messier als M106 in seinen Katalog auf.
Aktuelle Ansichten, die mit Teleskop fotografiert werden, zeigen viele Details dieser Insel im Universum. M106 ist eine Spiralgalaxie mit einem Durchmesser von etwa 30.000 Lichtjahren. Sie liegt nur zirka 21 Millionen Lichtjahre hinter den Sternen der Milchstraße. Dieses farbige Kompositbild zeigt junge blaue Sternhaufen und rötliche Sternschmieden in den Spiralarmen der Galaxie, markante Staubbahnen und einen hellen zentralen Kern.
Das hoch aufgelöste Galaxienporträt ist ein Mosaik. Es entstand aus Daten von Hubbles scharfer ACS-Kamera, die mit Farbbilddaten von der Erde kombiniert wurden. M106 ist auch als NGC 4258 bekannt. Sie ist eine nahe gelegene, aktive Seyfertgalaxie und leuchtet im ganzen Spektrum an Strahlung, das von Radiowellen bis Röntgenstrahlung reicht. Die Energie der lebhaften aktiven Galaxien stammt von Materie, die in ein massereiches Schwarzes Loch im Zentrum fällt.
„Habt ihr das gesehen?“ Diese Frage hört man bei Meteorströmen häufig, denn ein Meteorblitz ist normalerweise zu kurz, um den Kopf zu drehen. Es ist ein glücklicher Zufall, wenn man sieht, wie helle Meteore vorbeischießen. Das Wissen, dass alle Meteore einst kleine Steinchen aus einer anderen Welt waren, macht die Beobachtung vielleicht lohnenswert, sogar wenn eure Beobachtungsfreunde nicht jede einzelne Erfahrung teilen können.
Der Meteorstrom der Lyriden erreichte in den letzten Tagen seinen Höhepunkt. Am dunklen, mondlosen Himmel konnte man an manchen Orten ganze 30 Meteore pro Stunde beobachten.
Das Komposit entstand aus neun Aufnahmen, die letzte Woche fotografiert wurden. Ein heller Meteor der Lyriden zieht über den malerischen Crater Lake im US-Bundesstaat Oregon. Schnee bedeckt den Vordergrund, im Hintergrund wölbt sich das majestätische Band unserer Heimatgalaxie über dem ruhigen See.
Dieses Jahr kommen noch weitere Meteorströme: Mitte August die Perseïden und Mitte November die Leoniden. Beide erreichen ihren Höhepunkt 2012 abseits vom hellen Mondschein.
Dieses 360-Grad-Panorama reicht vom östlichen bis zum westlichen Horizont. Es folgt dem Band des Zodiakallichtes in der ekliptischen Ebene des Sonnensystems. Das blasse Zodiakallicht entsteht durch Staub, der Sonnenlicht streut. Es spannt die elementare Koordinatenebene der Himmelskugel auf, die dem scheinbaren Pfad der Sonne am Himmel in einem Jahr entspricht. Dieser Pfad ist die Erdbahnebene.
Das faszinierende Panorama ist ein Mosaik aus Bildern, die in einer einzigen Nacht zwischen Abend- und Morgendämmerung an zwei Orten auf dem Mauna Kea fotografiert wurden. Die Lichter von Hilo auf Hawaii leuchten am linken östlichen Horizont, das Subaru- und das Keck-Zwillingsteleskop stehen rechts am westlichen Horizont.
In dieser gut gewählten mondlosen Nacht strahlte die Venus als Morgenstern knapp über dem östlichen Horizont, und Saturn stand fast in Opposition. Saturn ist in die Aufhellung des Zodiakalbandes getaucht, die als Gegenschein bezeichnet wird. Der Gegenschein liegt bei 180 Grad Länge. Er ist also auf der Ekliptik eine Winkeldistanz von 180 Grad von der Sonne entfernt.
In der Mosaikprojektion verläuft die Ebene unserer Milchstraße in einem Winkel, der das waagrechte Band des Zodiakallichtes über den beiden Horizonten kreuzt. Die Nebel, Sterne und Staubwolken im gewölbten galaktischen Zentrum gehen im Osten auf.
Der farbenprächtige Nebel NGC 1579 sieht dem besser bekannten Trifidnebel ähnlich. Er liegt aber am Himmel des Planeten Erde viel weiter nördlich, und zwar im heroischen Sternbild Perseus.
NGC 1579 ist etwa 2100 Lichtjahre entfernt. Er hat einen Durchmesser von drei Lichtjahren. Ähnlich wie der Trifid ist er eine Studie gegensätzlicher blauer und roter Farben mit markanten dunklen Staubbahnen in den Zentralregionen des Nebels. In beiden Fällen reflektiert Staub das Sternenlicht und bildet die schönen, blauen Reflexionsnebel.
Doch anders als beim Trifid ist das rötliche Leuchten in NGC 1579 keine Emission von Wolken aus leuchtendem Wasserstoff, der vom Ultraviolettlicht eines nahe gelegenen heißen Sterns angeregt wird. Stattdessen schwächt, rötet und streut der Staub in NGC 1579 das Licht eines eingebetteten, extrem jungen, massereichen Sterns. Dieser Stern ist selbst eine starke Emissionsquelle des charakteristischen roten H-alpha-Lichts.
Diese ausgedehnte Weite aus leuchtendem Gas und Staub erinnert Astronominnen und Astronomen vom Planeten Erde an einen Vogel, daher heißt er volkstümlich Möwennebel. Dieses Porträt des kosmischen Vogels ist 1,6 Grad breit. Es liegt in der Ebene der Milchstraße, etwa in Richtung Sirius, dem Alphastern im Sternbild Großer Hund (Canis Major).
Die Region enthält auch weitere Objekte, zum Beispiel den markanten NGC 2327. Er ist eine kompakte, staubhaltige Emissionsregion mit einem eingebetteten, massereichen Stern, der den Vogelkopf bildet. Der Nebel heißt auch Papageiennebel und liegt über der Mitte. IC 2177 bildet den ausladenden Bogen der Möwenflügel.
Der Komplex aus Gas- und Staubwolken mit hellen, jungen Sternen wird vom rötlichen Leuchten des atomaren Wasserstoffs bestimmt. Er ist an die 3800 Lichtjahre entfernt und mehr als 100 Lichtjahre breit.
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