Roter Planet, roter Mond und Mars

Aus dem Meer ragt ein roter zerklüfteter Felsen. Der Himmel über dem Meer ist dämmrig. Links steht der Mond bei einer Mondfinsternis, er ist in den Erdschatten getaucht.
Bildcredit und Bildrechte: Alex Cherney (Terrastro, TWAN)

Mars ist auch als der Rote Planet bekannt. In einer dunklen Nacht leuchtet er am Himmel häufig in einem rötlichen Farbton. Diese prächtige Ansicht entstand auf der Mornington-Halbinsel in Victoria (Australien). Darauf leuchtet der Mars hell links oben in der Morgendämmerung. Doch der Mond und der Planet Erde sind noch rötlicher.

Der total verfinsterte Mond wurde hier am 27. Juli fotografiert, als er unterging. Er schimmert rötlich, weil der Kernschatten der Erde nicht ganz dunkel ist. Stattdessen erfüllt ihn ein zartrotes Licht im Erdschatten. Es stammt von allen Auf- und Untergängen der Sonne auf der ganzen Erde, wenn man sie vom verfinsterten Mond aus betrachtet. Die Auf- und Untergänge der Sonne sind rötlich, weil die Atmosphäre der Erde blaues Licht stärker streut als rotes. Daher ist der Himmel in der Dämmerung blassblau. Auch die schroffen Felsen am Meer nehmen die rötlichen Farben des Sonnenaufgangs in Australien an.

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Mond und Venus über Cannon Beach

Aus dem Meer ragen hohe Felsen. Dahinter färbt der Sonnenuntergang den Horizont rötlich. Am blauen Himmel darüber strahlt ein heller Punkt unter dem Sichelmond.
Bildcredit und Bildrechte: James W. Young

Was ist der Punkt neben dem Mond? Die Venus. Vor zwei Tagen zog der Sichelmond langsam an der Venus vorbei und war bei der größten Annäherung nur zwei Grad von ihr entfernt. Diese Konjunktion war aber nur eines von mehreren fotografischen Abenteuern unseres Mondes in diesem Monat (Mon-d), weil am 12. Juli, nur wenige Tage zuvor, eine partielle Sonnenfinsternis stattgefunden hatte.

Derzeit wird der Mond – von der Erde aus gesehen – immer heller, denn der Teil der Vorderseite, den die Sonne beleuchtet, wird größer. In ein paar Tagen ist der Mond mehr als halb beleuchtet. Nächste Woche ist die Vorderseite des Mondes, die immer zur Erde zeigt, ganz von der Sonne beleuchtet. Auch bei dieser vollen Phase gibt es ein Abenteuer. Am 27. Juli findet eine totale Finsternis des Donnermondes statt.

Macht euch aber keine Sorgen, dass es mit Frau Luna langweilig wird. Nächsten Monat – am 11. August – wird sie wieder neu. Und genau dann folgt eine weitere partielle Sonnenfinsternis. Dieses Bild zeigt Mond und Venus bei Cannon Beach vor der Küste von Oregon in den USA. Die Felsformation im Vordergrund nennt man „Die Nadeln„. Etwa eine Stunde später gingen Venus und Mond durch die Erdrotation unter.

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Leuchtende Nachtwolken über einem Feuerwerk in Paris

Videocredit und -rechte: Jean-Luc Dauvergne (Ciel et Espace);

Im Norden haben leuchtende Nachtwolken (NLC) Saison. Das sollte man feiern! NLC bestehen aus kleinen Eiskristallen, die unter bestimmten Bedingungen in der oberen Atmosphäre entstehen. Gegen Ende des Sommers sieht man leuchtende Nachtwolken nach Sonnenuntergang, wenn die Sonne sie von unten beleuchtet.

NLC, die wir am Boden beobachten, sind die höchsten Wolken, die wir kennen. Man bezeichnet sie nun als polare Mesosphärenwolken. Wir beobachten sie zwar schon seit 2007 mit dem Satelliten AIM der NASA. Aber vieles über leuchtende Nachtwolken ist noch unbekannt und wird erforscht.

Das Video zeigt wabernde leuchtende Nachtwolken in Zeitraffer. Sie schwebten im Juli 2009 nach Sonnenuntergang über Paris in Frankreich. Dort fand zur Feier des Nationalfeiertags ein Feuerwerk statt. Dieses Jahr gab es schon an mehreren Orten sehr lebhafte leuchtende Nachtwolken.

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Eine nordische Sommernacht

Die Landschaft wirkt wie ein Traum. In der Mitte spiegelt sich der klare Himmel in einem Bach, über den Nebelschwaden ziehen. Am Himmel schimmern rötliche und silbrige Wolken.
Bildcredit und Lizenz: Ruslan Merzlyakov (RMS Photography)

Eines Sommers spukte um Mitternacht herum Nebel am Bachufer. Diese traumartige Landschaft wurde am 3. Juli im Norden von Dänemark bei klarem Himmel fotografiert. Die Sonne stand schon unter dem Horizont. Ihr rötliches Licht verleiht den tief hängenden Wolken einen schaurigen Schimmer.

Die silbrigen Gebilde am Himmel schweben extrem hoch am Rand des Weltalls. Es sind leuchtende Nachtwolken. Sie entstehen, wenn auf Meteorstaub oder Vulkanasche Eis kondensiert. Die Wolken befinden sich in der Mesosphäre und sind noch von der Sonne beleuchtet. Meist sieht man sie in den Sommermonaten in hohen Breiten. Derzeit berichten viele Leute von leuchtenden Nachtwolken.

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Bei der Inside Passage geht der Erdschatten auf

Über dem Wasser geht der blaugraue Erdschatten auf. Darüber verläuft der rosa gefärbte Venusgürtel. Schatten und Venusgürtel spiegeln sich im Wasser.
Bildcredit und Bildrechte: Steve Cullen

Schaut bei Sonnenuntergang mal nach Osten statt nach Westen. Dort geht der dunkle Erdschatten am Horizont auf. Dabei tauchen gegenüber der untergehenden Sonne blasse, zarte Farben auf.

Die ruhige abendliche Landschaft mit Meer und Himmel entstand bei einer Kreuzfahrt durch die gut besuchte Inside Passage in Alaska. Sie verläuft im Pazifischen Nordwesten. Am Horizont klingt der Sonnenuntergang ab. Er weicht dem rosaroten Bogen der Gegendämmerung. Etwas poetischer wird er auch Venusgürtel genannt.

Bei Sonnenuntergang übersehen viele den hübsch gefärbte Bogen, weil der westliche Horizont heller leuchtet. Seine Farbe stammt von gefiltertem Sonnenlicht, das in der dichten Atmosphäre zurückgestreut wird. Der Bogen umarmt den blaugrauen Schatten der Erde. Er geht im Osten auf.

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Rotes Raketenlicht in der Morgendämmerung

Über dem Sumpfland bei Cape Canaveral steigt der leuchtend helle Bogen vom Start einer Rakete auf. Oben beleuchtet die Sonne die Abgasfahne.
Bildcredit und Bildrechte: Michael Seeley

Hättet ihr am Freitag, dem 29. Juni, an der Luftwaffenbasis Cape Canaveral das Licht der Dämmerung früh am Morgen gesehen, wäre euch auch das rote Leuchten dieser Rakete aufgefallen. Diese einzelne Aufnahme entstand auf dem Dach des Montagegebäudes für Raumfahrzeuge. Sie wurde 277 Sekunden belichtet und zeigt den Start einer Falcon 9.

Die Rakete steigt nach Osten zum Himmel. Es war etwa 45 Minuten vor Sonnenaufgang. Hoch oben scheint die Sonne auf die Abgasfahne der Stufentrennung, unten steht sie noch hinter dem östlichen Horizont.

Die erste Stufe der Falcon-9-Rakete war schon einmal gestartetNur 72 Tage früher, am 18. April, brachte sie den Transiting Exoplanet Survey Satellite (TESS) in die Umlaufbahn. Bei diesem Start der SpaceX Commercial Resupply Service mission 15 (CRS-15) war die Nutzlast eine Dragon-Kapsel, die auch schon geflogen war. Doch bei der Falcon 9 war keine erneute Verwendung geplant. Daher gab es nach dem Start keine dramatische Landung der ersten Stufe.

Die Dragon-Kapsel erreichte am 2. Juli die Internationale Raumstation ISS.

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Ein Flugzeug vor dem Mond

Siehe Erklärung. Ein Klick auf das Bild lädt die höchstaufgelöste verfügbare Version.
Bildcredit und Bildrechte: Ji-Hoon Kim

Wenn ihr den Mond genau anschaut, seht ihr davor ein großes Flugzeug. Allerdings nicht immer. Gut, eigentlich fast nie. Für so ein Bild muss man zeitlich genau planen und schnell genug abdrücken, um das Flugzeug einzufrieren, aber auch um den Mond nicht zu hell zu machen. Aber man muss lang genug belichten, damit man beide Objekte sieht. Dann braucht man noch eine ruhige Kamera und Glück, denn nicht jedes Flugzeug, das zum Mond fliegt, zieht auch vor ihm vorbei.

Zu einer nützlichen Ausrüstung gehört eine Kamera mit schnellem Videomodus und eine Montierung, die automatisch dem Mond folgt. Diese flüchtige Überlagerung gelang vor zwei Wochen in Seoul in Südkorea. An dem Tag ging ein zunehmender Dreiviertelmond auf. Nach 1/101/10 Sekunde war das Flugzeug schon weg.

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Schatten der Raumfährenschwade zeigt zum Mond

Die Raumfähre Atlantis hinterließ eine breite Abgasschwade bei ihrem Start am Abend. Oben scheint noch die Sonne auf die Abgaswolke. Daher wirft sie dort einen Schatten zum Vollmond.
Bildcredit: Pat McCracken, NASA

Warum zeigt der Schatten der Abgasfahne beim Start der Raumfähre zum Mond? Anfang 2001 standen Sonne, Erde, Mond und Rakete beim Start der Raumfähre Atlantis passend für diese fotogene Anordnung in einer Reihe.

Die beste Tageszeit ist etwa zu Sonnenaufgang oder –untergang. Nur dann wirft die Rauchschwade der Raumfähre einen Schatten, der lang genug ist, um bis zum Horizont zu reichen. Außerdem stehen bei Vollmond Sonne und Mond auf zwei Seiten am Himmel, die einander gegenüber liegen.

Kurz nach Sonnenuntergang stand hier die Sonne knapp unter dem Horizont. In die andere Richtung glänzte der Mond tief über dem Horizont. Als die Atlantis am frühen Abend donnernd abhob, fiel ihr Schatten von der Sonne weg zum Horizont gegenüber, wo der Vollmond stand.

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