Molekülwolken im Carinanebel

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Bildcredit: NASA, ESA, Hubble

Beschreibung: Sie leben nicht – aber sie sterben. Die ungewöhnlichen Formen im Carinanebel, von denen einige hier abgebildet sind, könnte man am besten als verdampfend beschreiben. Das energiereiche Licht und die Winde naher Sterne zerstören die dunklen Staubkörnchen, welche die ikonenhaften Formen undurchsichtig machen.

Ironischerweise erzeugen die Gestalten, die als dunkle Molekülwolken oder hell umrandete Globulen bekannt sind, häufig in ihrem Inneren eben jene Sterne, von denen sie später zerstört werden. Die schwebenden Weltraumstrukturen, die hier vom Weltraumteleskop Hubble im Erdorbit abgebildet wurden, sind einige Lichtmonate groß. Der große Carinanebel selbst ist ungefähr 30 Lichtjahre groß und 7500 Lichtjahre entfernt. Man sieht ihn mit einem kleinen Teleskop im Sternbild Schiffskiel (Carina).

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Der Carinanebel als Hubble-Panorama

Der Carinanebel ist eine stürmische Gegend, die ihr Aussehen ständig verändert.

Bildcredit: NASA, ESA, N. Smith (U. California, Berkeley) et al. und das Hubble-Kulturerbe-Team (STScI/AURA)

Wie wirken stürmische Sterne auf ihre Umgebung? Astronomys wollten das wissen. Dazu erstellten sie ein hoch aufgelöstes Panorama aus 48 Bildern. Es ist farbgeprüft und zeigt das Zentrum des Carinanebels. Der Carinanabel ist eine der größten Regionen mit Sternbildung am Nachthimmel. Dieses Bild aus dem Jahr 2007 ist das bisher detailreichste.

Der Carinanebel ist als NGC 3372 katalogisiert. Er enthält Ströme aus heißem Gas und Ansammlungen aus kühlem Gas. Im kühlen Gas sind Knoten mit dunklen Globulen und Säulen aus dichtem interstellarem Staub. Links neben der Mitte ist der Schlüssellochnebel. Er enthält einige der massereichsten Sterne, die wir kennen. Die großen, mächtigen Sterne entstanden wahrscheinlich in dunklen Globulen. Mit ihrem energiereichen Licht und den Sternwinden, die sie verströmen, formten sie den Nebel ständig um. Ihre Existenz beenden sie, indem sie als Supernovae explodieren. Auch dabei beeinflussen sie den Nebel.

Wir sehen den ganzen Carinanebel mit bloßem Auge. Seine Breite beträgt mehr als 450 Lichtjahre breit. Er ist etwa 8500 Lichtjahre entfernt und liegt im Sternbild Kiel des Schiffs (Carina).

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Vom Kreuz des Südens bis zu Eta Carinae

Quer durchs Bild verläuft die Milchstraße. Links sind das Kreuz des Südens und der Kohlensacknebel. Etwa in der Mitte leuchtet IC 2948, rechts ist der Carinanebel.

Bildcredit und Bildrechte: Carlos Fairbairn

Dieses schöne Himmelsmosaik folgt der Spur der südlichen Milchstraße. Es zeigt den dunklen brasilianischen Himmel. Das Panorama ist etwa 20 Grad breit. Es beginnt bei der dunklen Fläche des Kohlensacknebels links unten. Dieser hängt unter einem Arm im Kreuz des Südens.

An der Spitze des kompakten Sternbildes steht der helle, gelbliche Stern Gamma Crucis. Der kühle Riesenstern ist ungefähr 88 Lichtjahre entfernt. Wenn man eine Linie von Gamma Crucis zu Alpha Crucis zieht – das ist der blaue Stern am unteren Ende des Kreuzes -, dann zeigt diese zum Himmelssüdpol. Wenn ihr der Milchstraße nach rechts folgt, findet ihr IC 2948. Er wird Running-Chicken-Nebel genannt. Dann erreicht ihr Eta Carinae und den Carinanebel am rechten Bildrand. Der Carinanebel ist eine Sternbildungsregion. Sie ist etwa 200 Lichtjahre groß, also viel größer als der Orionnebel im Norden. Der Carinanebel ist etwa 7500 Lichtjahre von der Erde entfernt und liegt in der Ebene der Milchstraße.

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Ankündigung der Nova Carinae 2018

Ein rot leuchtender Nebel links unten ist von dicht verteilten Sternen überlagert. Rechts oben leuchten zwei helle Sterne, einer davon ist mit einem Pfeil markiert. Es ist die Nova Carinae 2018.

Bildcredit und Bildrechte: A. Maury und J. Fabrega

Wie hell wird die Nova Carinae 2018? Die Nova wurde erst letzte Woche entdeckt. Sie ist als ASASSN-18fv katalogisiert. Zwar treten Novae regelmäßig überall im Universum auf. Doch diese Nova ist am irdischen Himmel so ungewöhnlich hell, dass man sie auf der Südhalbkugel derzeit leicht mit einem Fernglas sieht.

Die Nova ist mit einem Pfeil markiert. Sie liegt nahe beim malerischen Carinanebel. Eine Nova vom Typ Ia ist eine thermonukleare Explosion auf der Oberfläche eines Weißen Zwergs. Für gewöhnlich wird sie ausgelöst, nachdem der Weiße Zwerg eine bestimmte Menge Materie eines Begleitsterns ansammelt hat. Doch die Details dieses Ausbruchs sind noch unbekannt.

Astronom*innen beobachten diesen ungewöhnlichen Sternausbruch in den nächsten Wochen, um zu sehen, wie sich die Nova Carinae 2018 entwickelt. Vielleicht wird sie hell genug für eine Beobachtung mit bloßem Auge.

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Carina über Lake Ballard

Über einem Hügel, der aus der Ebene eines trockenen Salzsees ragt, steigt die Milchstraße auf. Im Bild sind auch die Sterne Alpha und Beta Centauri, der Carinanebel, der Kohlensack und das Kreuz des Südens. Die Szene ist von Mondlicht beleuchtet.

Bildcredit und Bildrechte: William Vrbasso

Der große Carinanebel ist ein Juwel am Südhimmel. Man kennt ihn auch als NGC 3372. Er ist eine der größten Regionen mit Sternbildung in unserer Galaxis. Der Nebel ist leicht mit bloßem Auge erkennbar. Er leuchtet auf dieser heiteren Landschaft hoch am Nachthimmel über dem unverkennbaren Hügel beim Lake Ballard. Das ist ein ausgetrockneter Salzsee in Westaustralien. Das Bild entstand am 25. Dezember 2017.

Die Milchstraße steigt im Süden vom Horizont auf. An der Milchstraße liegen über der rechten Flanke des Hügels die hellen Sterne Alpha und Beta Centauri. Über der Hügelkuppe befinden sich das Kreuz des Südens und der dunkle Kohlensack. Die Szene ist ein Mosaik aus 22 Bildfeldern. Es wurde beschnitten, um die Schönheit der Region in der südlichen Milchstraße noch besser zur Geltung zu bringen.

In der kurzen Sommernacht wurden die Mosaikbilder des Himmels mit einer Kamera auf einer Montierung aufgenommen, die den Sternen folgte. Um den Vordergrund im Mondlicht abzulichten, wurde der Antrieb gestoppt.

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HH 666: Staubsäulen in Carina und ein Strahl

Eine geschichtete braune Struktur füllt das Bild Sie erinnert an einen Bienenkorb. Aus dem Inneren strömen Strahlen, die ein Protostern ausstößt.

Bildcredit: NASA, ESA, Hubble, HLA; Bearbeitung und Bildrechte: Domingo Pestana

Manche sehen hier einen Bienenkorb mit einer bösen Biene. Doch eigentlich zeigt das Hubble-Bild eine kosmische Säule aus Staub. Sie ist zwei Lichtjahre lang. Darin befindet sich das Objekt Herbig-Haro 666. Es ist ein junger Stern, der mächtige Strahlen ausstößt. Die Struktur liegt in einer der größten Regionen mit Sternbildung unserer Galaxis, dem Carinanebel. Er leuchtet ungefähr 7500 Lichtjahre entfernt am Südhimmel.

Die Winde und die Strahlung von Carinas jungen, heißen, massereichen Sternen formen die schichtartigen Umrisse der Säule. Einige Sterne entstehen noch im Inneren des Nebels. Diese Ansicht entstand in Infrarotlicht, das den Staub durchdringt. Sie zeigt die beiden schmalen, energiereichen Strahlen, die ein Jungstern ausstößt, der noch verborgen ist.

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Sterne, Gas und Staub kämpfen im Carinanebel

Eine riesige, dunkle Staubbahn teilt dieses bunte Bild des Carinanebels. Sie hat die Form eines V. Die Nebelwolken sind rot und blau abgebildet und von kleinen Sternen übersät.

Bildcredit und Bildrechte: Bastien Foucher

Im Carinanebel entstehen und vergehen massereiche Sterne, und es regiert das Chaos. Diese plakative Nahaufnahme zeigt viele Details in einem Teil des berühmten Nebels. Das Licht wird von Wasserstoff (rot) und Sauerstoff (blau) abgestrahlt. Die Sterne in Carina besitzen viel Masse und Energie. Sie verströmen Winde und Strahlung, die dramatische dunkle Staubknoten formen und komplexe Strukturen freilegen. Oben ist eine kultige Struktur im Carinanebel, es ist eine dunkle, v-förmige Staubbahn.

Der Carinanebel ist etwa 200 Lichtjahre groß und 7500 Lichtjahre entfernt. Mit einem Fernglas sieht man ihn im südlichen Sternbild Schiffskiel. In einer Milliarde Jahre hat sich der Staub gelegt oder wurde zerstört. Das Gas ist dann zerstreut oder durch Gravitation kondensiert. Dann bleiben nur die Sterne zurück, aber nicht einmal die hellsten.

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Mystischer Berg aus Staub im Carinanebel

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Bildcredit: NASA, ESA und M. Livio (STScI)

Im Carinanebel kämpfen Sterne gegen Staub an, und am Ende gewinnen die Sterne. Genauer gesagt, das energiereiche Licht und die Winde massereicher, neuer Sterne verdampfen und zerstreuen die staubigen Sternschmieden, in denen sie entstanden sind.

Diese Säulen im Carinanebel kennt man informell als Mystischer Berg. Dunkler Staub bestimmt ihre Erscheinung, obwohl sie großteils aus klarem Wasserstoff bestehen. Staubsäulen wie diese sind eigentlich viel dünner als Luft. Sie erscheinen aber wegen ihres Anteils an undurchsichtigem interstellarem Staub als Berge. Der Anteil ist aber relativ gering.

Das Bild ist etwa 7500 Lichtjahre entfernt. Es wurde mit dem Weltraumteleskop Hubble aufgenommen und zeigt einen inneren Bereich von Carina, der etwa drei Lichtjahre breit ist. In wenigen Millionen Jahren kommen die Sterne wahrscheinlich ganz heraus, und der ganze Staubberg verdampft.

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