Curiosity überquert Dingo Gap auf dem Mars

Der Rover Curiosity hat eine Sanddüne bezwungen und erreichte den Eingang zu Mt. Sharp auf dem Roten Planeten. Eine Sanddüne im Bild ist von Roverspuren bedeckt, links und rechts sind Abhänge, die von Steinen übersät sind.

Bildcredit: NASA, JPL-Caltech, MSSS; Digitale Bearbeitung: Damia Bouic

Eine wichtige Schwelle auf dem Mars wurde nun überquert. Der Rover Curiosity landete Mitte 2012 auf dem Mars. Seither sucht er nach jeglicher Art von Hinweisen auf Leben, das einst auf dem Roten Planeten existiert haben könnte. Zu Curiositys aktuellen Funden gehören Hinweise auf einen urzeitlichen (aber ausgetrockneten) Süßwassersee und die Nicht-Entdeckung des Biomarkers Methan in der Marsatmosphäre.

Um seine Forschung fortzusetzen, soll der Pkw-große Rover bei seiner Expedition auf Mt. Sharp rollen. Mt. Sharp ist der Zentralberg im großen Krater, in dem er landete. Leben hatte vielleicht eine Vorliebe für Wasser, das einst den Marsberg hinab floss.

Um gefährlicheres, felsigeres Gelände zu vermeiden, wurde Curiosity vor zwei Wochen um eine Sanddüne herum geleitet, die einen Meter hoch war. Sie blockierte einen nützlichen Eingang zu Mt. Sharp. Knapp nach der erfolgreichen kurzen Reise über Dingo Gap fotografierte der Roboter-Rover dieses Bild. Der nun überquerte Sandhügel ist mit seinen Radspuren bedeckt.

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Das kosmische Netz des Tarantelnebels

Der Tarantelnebel im Bild ist von dicht verteilten Sternen umgeben. Sein Zentrum leuchtet hellviolett. Seine spinnenartigen Filamente führten zu seinem landläufigen Namen.

Bildcredit und Bildrechte: Damian Peach

Die größte, komplexeste Sternbildungsregion in der galaktischen Nachbarschaft liegt in der Großen Magellanschen Wolke. Diese kleine Satellitengalaxie umrundet unsere Galaxis. Die Region wirkt spinnenartig. Daher lautet ihr gängiger Name Tarantelnebel.

Diese Tarantel hat einen Durchmesser von etwa 1000 Lichtjahren. Wenn der Tarantelnebel in der Milchstraße liegen würde und so weit entfernt wäre wie der Orionnebel, nämlich 1500 Lichtjahre, wäre er am Himmel breiter als 30 Grad (60 Vollmonde). Der Orionnebel ist das der Erde am nächsten liegende Sternbildungsgebiet. Die faszinierenden Details des Nebels sind fast farbecht dargestellt.

Die dünnen Arme des Tarantelnebels umgeben den Sternhaufen NGC 2070. Er enthält einige der hellsten und massereichsten Sterne, die wir kennen. Diese Sterne leuchten blau. Massereiche Sterne leben schnell und vergehen jung. Daher ist es wenig überraschend, dass in der Umgebung der kosmischen Tarantel in jüngerer Zeit eine Supernova explodierte.

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Im Inneren des Adlernebels M16

Der Adlernebel bietet einen Blick in eine helle Höhle in einer dunklen Staubwolke. Darin befinden sich Staubsäulen, die durch Bilder des Weltraumteleskops Hubble berühmt wurden.

Bildcredit und Bildrechte: T. A. Rector und B. A. Wolpa, NOAO, AURA

Von Weitem sieht das Ganze wie ein Adler aus. Doch ein genauer Blick auf den Adlernebel zeigt, dass die helle Region ein Fenster ins Innere einer großen, dunklen Staubhülle ist. Das Fenster gibt den Blick frei auf eine hell erleuchtete Werkstatt. Dort entsteht ein offener Sternhaufen.

In der Höhle bleiben große Säulen und runde Globulen aus dunklem Staub und kaltem Molekülgas übrig. In ihrem Inneren entstehen immer noch Sterne. Schon sind mehrere junge, blaue Sterne zu sehen. Ihr Licht und ihre Winde fackeln die übrig gebliebenen Fasern ab und schieben die Wände aus Gas und Staub zurück.

Der Adler-Emissionsnebel ist als M16 katalogisiert. Er ist an die 6500 Lichtjahre entfernt und ungefähr 20 Lichtjahre breit. Man sieht ihn mit einem Fernglas im Sternbild Schlange (Serpens). Das Bild kombiniert drei spezifische abgestrahlte Farben. Es wurde mit dem 90-Zentimeter-Teleskop auf dem Kitt Peak im US-amerikanischen Arizona fotografiert.

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NGC 2359: Thors Helm

Im Bild ist eine helmförmige türkise Wolkemit hellen Schlieren und flügelartigen Fortsätzen, die an den Rändern rötlich leuchten.

Bildcredit und Bildrechte: Bob und Janice Fera (Fera Photography)

Diese helmförmige kosmische Wolke mit flügelähnlichen Fortsätzen wird „Thors Helm“ genannt. Mit einem Durchmesser von etwa 30 Lichtjahren hat Thors Helm heroische Ausmaße, sogar für einen nordischen Gott. In Wirklichkeit ist der Helm eher eine interstellare Blase. Sie wurde vom schnellen Wind des hellen, massereichen Sterns nehe dem Zentrum der Blase aufgebläht. Der Wind fegt durch die Molekülwolke, die ihn umgibt.

Der Zentralstern ist ein Wolf-Rayet-Stern. Das ist ein extrem heißer Riesenstern, der sich vermutlich in einem kurzen Entwicklungsstadium vor einer Supernova befindet. Der Nebel ist als NGC 2359 katalogisiert. Er ist etwa 15.000 Lichtjahre von uns entfernt und liegt im Sternbild Großer Hund (Canis Major).

Das scharfe Bild entstand mit Breit- und Schmalbandfiltern. Es zeigt markante Details der faserartigen Strukturen im Nebel. Die blaugrüne Farbe stammt von den Emissionen der Sauerstoffatome im leuchtenden Gas.

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IC 1805: Licht aus dem Herznebel

Der Emissionsnebel IC 1805 im Sternbild Kassiopeia hat die Form eines Herzens. Er heißt daher Herznebel. Darin befindet sich der Sternhaufen Melotte 15.

Bildcredit und Bildrechte: César Blanco González

Der Emissionsnebel IC 1805 ist fast 200 Lichtjahre breit. Er ist eine Mischung aus leuchtendem interstellarem Gas und dunklen Staubwolken und etwa 7500 Lichtjahre von uns entfernt. Der Nebel liegt im Perseus-Spiralarm der Galaxis. In dieser Region entstanden Sterne. Der Spitzname „Herznebel“ wird von seiner Form abgeleitet und passt zum Valentinstag.

Die Sternwinde und die Strahlung der massereichen heißen Sterne im Sternhaufen Melotte 15 formen die Wolken. Melotte 15 ist ungefähr 1,5 Millionen Jahre jung.

Das detailreiche Teleskopbild kartiert das überall vorhandene Licht schmaler Emissionslinien. Sie stammen von den Atomen im Nebel und wurden durch in einer Farbpalette abgebildet, die durch Hubble-Bilder von Sternbildungsregionen bekannt wurde. Das Sichtfeld ist am Himmel zirka zwei Grad breit, also vier Durchmesser eines Vollmondes. Das kosmische Herz schlägt im Sternbild Kassiopeia. Sie war die prahlerische mythische Königin von Aithiopia.

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Das Zentrum von Auriga

Leuchtend rote Nebel und blaue Sternhaufen an der Grenze der Sternbilder Stier und Fuhrmann sind hier abgebildet: Simeis 147, IC 410, M36, M38 und NGC 1893.

Bildcredit und Bildrechte: Rogelio Bernal Andreo (Deep Sky Colors)

Das antike Sternbild Fuhrmann (Auriga) ist reich an Sternhaufen und Nebeln. Es reitet hoch am nördlichen Winternachthimmel. Diese detailreiche Mosaik-Teleskopansicht wurde im Jänner fotografiert. Am Himmel ist sie fast 24 Vollmonde (12 Grad) breit. Sie zeigt einige Ansichten im Fuhrmann, die bei kosmischen Touristen sehr beliebt sind. Das dicht gedrängte Feld reicht über die Ebene der Milchstraße in die Richtung gegenüber dem Zentrum der Galaxis.

Möchtet ihr eine Wegbeschreibung? Der helle, bläuliche Stern Elnath am unteren Bildrand liegt an der Grenze zwischen Fuhrmann und Taurus, dem Stier. Er ist sowohl als Beta Tauri als auch Gamma Aurigae bekannt. Links bedecken die verschlungenen Fasern des Supernovarestes Simeis 147 etwa 150 Lichtjahre. Simeis 147 ist fast 300 Lichtjahre entfernt. Rechts findet ihr den Emissionsnebel IC 410. Er ist wesentlich weiter entfernt, nämlich ungefähr 12.000 Lichtjahre.

In IC 410 entstehen Sterne. Der junge Sternhaufen NGC 1893 ist darin eingebettet. Bekannt sind auch kaulquappenförmige Wolken aus Staub und Gas. Der Flammensternnebel IC 405 ist nur ein wenig weiter entfernt. Seine roten, verschlungenen Wolken aus leuchtendem Wasserstoff werden vom heißen O-Stern AE Aurigae angeregt. Zwei offene Sternhaufen, M36 und M38 nach Charles Messier, sind oben im Sternfeld aufgereiht. Sie werden oft mit Fernglas betrachtet.

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Rakete, Meteor und Milchstraße über Thailand

An einem surreal wirkenden Sternenhimmel schwebt das Band der Milchstraße. Links leuchtet der Planet Venus, unten schimmern die Lichter von Städten, oben rechts zischt ein Meteor, daneben ist die blau leuchtende Abgasfahne einer startenden Ariane 5.

Bildcredit und Bildrechte: Matipon Tangmatitham

Kann der Nachthimmel ruhig und surreal zugleich wirken? Dieses Panoramabild stammt vom letzten Freitag. Die blassen Lichter kleiner Städte wirken ruhig. Sie leuchten in der dunklen Landschaft im Vordergrund des Nationalparks Doi Inthanon in Thailand. Ruhig sind auch die vielen Sterne in der dunklen Himmelslandschaft. Links im Bild schimmern der Planet Venus und das Band des Zodiakallichtes.

Das Bild zeigt aber auch ungewöhnliche Ereignisse. Das Zentralband unserer Milchstraße ist normalerweise ein gewöhnlicher Anblick. Hier wirkt es surreal, als würde es über dem Boden schweben. Außerdem verläuft rechts im Bild zufällig die Leuchtspur eines Meteors.

Der vielleicht ungewöhnlichste Teil ist die helle Stelle links neben dem Meteor. Es ist die Abgasfahne einer aufsteigenden Ariane-5-Rakete. Sie startete wenige Minuten zuvor in Kourou in Französisch-Guayana. Wie viel Glück brauchte der Astrofotograf, um den Raketenstart ins Bild zu bekommen? Ziemlich viel. Der Zeitpunkt für das Foto war nicht nach dem Raketenstart gewählt. Ein glücklicher Zufall war auch, dass der ganze Himmel so fotogen und etwas surreal wirkte.

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Herz- und Seelennebel

Das BIld zeigt den Herz- und Seelenebel im Sternbild Kassiopeia. Beide haben einen roten Umriss. Auch Sternhaufen sind im Bild verteilt.

Bildcredit und Bildrechte: Leonardo Orazi

Liegen Herz und Seele unserer Galaxis in der Kassiopeia? Wohl nicht, aber dort befinden sich zwei helle Emissionsnebel mit dem Spitznamen Herz und Seele. Der Herznebel hat die offizielle Bezeichnung IC 1805. Er ist in der vergrößerbaren Ansicht rechts. Seine Form erinnert an ein klassisches Herzsymbol.

Beide Nebel leuchten hell im roten Licht von angeregtem Wasserstoff. Mehrere junge offene Sternhaufen bevölkern das Bild. Sie sind oben in Blau abgebildet, wie auch das Innere der Nebel.

Licht braucht von diesen Nebeln bis zu uns etwa 6000 Jahre. Zusammen sind die Nebel ungefähr 300 Lichtjahre breit. Wenn man Sterne und Haufen wie im Herz– und Seelennebel untersucht, erfährt man, wie massereiche Sterne entstehen und wie sie ihre Umgebung beeinflussen.

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