Immersive Visualisierung des galaktischen Zentrums Sgr A*

Videocredit: NASA, CXC, Pontifical Catholic Univ. of Chile, C. Russell et al.

Was sieht man, wenn man aus dem Zentrum unserer Galaxis nach außen schaut? Dieses Video zeigt zwei wissenschaftlich ermittelte Möglichkeiten. Das immersive Video umfasst 360 Grad. Man kann es in jede Richtung drehen. Die Computersimulation basiert auf Infrarotdaten des Very Large Telescope (VLT) der ESO in Chile und Röntgendaten des NASA–Röntgenobservatoriums Chandra im Orbit.

Im Video erreicht ihr zu Beginn rasch Sgr A* (Sagittarius A Stern). Dort ist das sehr massereiche Schwarze Loch im Zentrum der Galaxis. Wenn ihr dann nach außen seht, zeigt die 500-Jahre-Zeitraffersimulation leuchtendes Gas und viele Lichtpunkte, die um euch kreisen. Viele der Punkte sind junge Wolf-Rayet-Sterne. Von diesen strömen sichtbare heiße Winde in die umgebenden Nebel.

Wolken, die näher kommen, werden länglich. Gleichzeitig fallen Objekte, die zu nahe kommen, hinein. Gegen Ende des Videos wiederholt sich die Simulation. Diesmal stößt die dynamische Region um Sgr A* heißes Gas aus, das die näher kommende Materie zurückstößt.

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Der Blizzard von 1938 auf der Oberen Halbinsel Michigan

Aus einer meterhohen Schneewechte ragt ein Strommast. Das Bild entstand beim Jahrhundertsturm, der 1938 auf der Oberen Halbinsel von Michigan wütete.

Bildcredit: Bill Brinkman; Dank an: Paula Rocco

Was kann ein Schneesturm anrichten? Im Jahr 1938 fand auf der Oberen Halbinsel von Michigan ein Jahrhundertsturm statt. Dabei waren manche Schneewechten so hoch wie Telefonmasten. Der Schneesturm begann diese Woche vor 80 Jahren. Dabei fiel in nur zwei Tagen fast ein Meter unerwarteter Neuschnee.

Als der Schnee fiel und orkanartige Winde diesen unglaublich hoch aufhäuften, wurden viele Straßen nicht nur unpassierbar, sondern sogar unräumbar. Menschen saßen fest. Autos, Schulbusse und ein Zug blieben stecken. Es wütete sogar ein gefährliches Feuer. Zum Glück starben nur zwei Menschen, obwohl einige Studenten tagelang in einer Schule festsaßen. Ein Einheimischer fotografierte dieses Bild kurz nach dem Sturm.

Am Ende schmolz der Schnee. Wenn solche Schneestürme wiederholt auftreten, entstehen in schneereichen Regionen auf der Erde dauerhafte Gletscher. Doch ohne Schnee schmelzen sie.

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Alter Mond in den Armen des neuen Mondes

Siehe Erklärung. Ein Klick auf das Bild lädt die höchstaufgelöste verfügbare Version.

Bildcredit und Bildrechte: Yuri Beletsky (Carnegie Las Campanas Observatory, TWAN)

Den Erdschein kennt man auch als aschgraues Mondlicht oder „der alte Mond in den Armen des neuen Mondes“. Er entsteht, weil das Licht von der Erde die Nachtseite auf dem Mond beleuchtet.

Dieses stimmungsvolle Bild mit Erdlicht und jungem Sichelmond entstand am 18. Jänner am Las-Campanas-Observatorium, als der Mond unterging. Das Observatorium befindet sich in der chilenischen Atacama auf der Erde. Über dem Pazifik liegen Inversionsschichten in der Atmosphäre, die der Sonnenuntergang am Horizont im Westen rötlich färbt.

Doch der Anblick wäre auch auf dem Mond faszinierend. Wenn der Mond am Erdhimmel als schmale Sichel erscheint, ist die Erde von der Mondoberfläche aus gesehen fast voll. Sie ist dann hell und blendet. Vor 500 Jahren beschrieb Leonardo da Vinci den Erdschein als Sonnenlicht, das von den Ozeanen der Erde reflektiert wird und die dunkle Mondoberfläche beleuchtet.

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Wolken in der GMW

Die Wolken, die lose im Bild verteilt sind, leuchten zart violett und hellblau. Von links unten ragt ein zarter Sternenbalken ins Bild.

Bildcredit und Bildrechte: Josep Drudis, Don Goldman

Das detailreiche Teleskop-Mosaik zeigt die Große Magellansche Wolke (GMW). Sie ist ein prachtvoller Anblick am Südhimmel. Die Szene wurde mit Breit- und Schmalbandfiltern aufgenommen. Sie ist ungefähr 5 Grad breit oder 10 Vollmonde breit. Die Schmalbandfilter lassen nur das Licht der Atome von Wasserstoff und Sauerstoff durch.

Das energiereiche Licht der Sterne ionisiert die Atome. Wenn die Elektronen mit den Atomen rekombinieren, strahlen sie ihr typisches Licht ab. Dabei gehen die Atome in einen Zustand mit weniger Energie über. Die GMW ist hier von Wolken aus ionisiertem Gas bedeckt, die ihre massereichen jungen Sterne umhüllen.

Das Licht von ionisiertem Wasserstoff prägt die leuchtenden Wolken. Wie werden als H II-Regionen bezeichnet. Starke Sternwinde und ultraviolette Strahlung meißeln sie in Form. Die große Region mit Sternbildung links ist der Tarantelnebel. Er besteht aus vielen H II-Regionen, die sich überlappen.

Die GMW ist der größte Begleiter unserer Milchstraße. Sie ist ungefähr 15.000 Lichtjahre groß, 160.000 Lichtjahre entfernt und liegt im Sternbild Schwertfisch.

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Blauer Komet in den Hyaden

Die Hyaden füllen dieses Bildfeld. Rechts unten leuchtet der helle Stern Aldebaran in orangen Farben. Links oben ist der Komet C/2016 R2 PanSTARRS. Sein blauer Schweif zeigt nach rechts unten.

Bildcredit und Bildrechte: Rogelio Bernal Andreo (Deep Sky Colors)

Die Sterne des Sternhaufens Hyaden sind im Mosaikbild verteilt. Es entstand aus Bilddaten vom 12. Jänner und ist am Himmel im Sternbild Stier mehr als 5 Grad breit. Der auffällig blaue Komet C/2016 R2 PanSTARRS zieht derzeit durch das Sonnensystem. Er schimmert in diesem weiten Sichtfeld.

Oben befindet sich mitten im Bild die V-Form im Sternhaufen der Hyaden. Der helle Aldebaran ist der Alphastern im Stier. Er verankert das Bild rechts unten. Aldebaran ist ein kühler Roter Riese. Er schimmert im farbigen Sternfeld in orangen Farben. Die Sterne der Hyaden sind 151 Lichtjahre entfernt versammelt. Dagegen ist Aldebaran nur 65 Lichtjahre entfernt und somit nicht in der Nähe der Haufensterne.

Am 12. Jänner war C/2016 R2 mehr als 17 Lichtminuten vom Planeten Erde entfernt und fast 24 Lichtminuten von der Sonne. Die blaue Farbe im Schweif stammt großteils von Kohlenstoffmonoxid, das im Sonnenlicht fluoresziert. Kopf und Koma des Kometen leuchten leicht grünlich. Wahrscheinlich entsteht die Farbe durch die Emission von zweiatomigem Kohlenstoff.

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Im Tal des Orion

Vorne blicken wir über roten Nebel, in den in der Mitte ein Tal gegraben ist. Es endet in einem Hohlraum, der von hellen Sternen in der Mitte geschaffen wurde. Oben über dem Hebel, der einen scharfen Rand hat, ist der Himmel dunkel.

Visualisierungscredit: NASA, ESA, F. Summers, G. Bacon, Z. Levay, J. DePasquale, L. Frattare, M. Robberto, M. Gennaro (STScI) und R. Hurt (Caltech/IPAC)

Diese Darstellung zeigt einen ungewohnten Blick auf den Orionnebel. Sie basiert auf astronomischen Daten und Techniken, um Filme zu erstellen. Das digital modellierte Bild zeigt das berühmte Gebiet mit Sternbildung aus nächster Nähe. Normalerweise sehen wir es aus einer Entfernung von 1500 Lichtjahren. Die Darstellung links basiert auf Daten von Hubble im sichtbaren Licht. Rechts geht es zu Infrarotdaten des Weltraumteleskops Spitzer über.

In der Mitte blicken wir über ein Tal in der Wand der riesigen Molekülwolke in der Region. Es ist etwa ein Lichtjahr breit. Das Tal endet in einem Hohlraum, den die energiereichen Winde und die Strahlung der massereichen Zentralsterne im Trapezhaufen gegraben haben. Das Bild stammt aus einem 3D-Video. Es entstand in mehreren Wellenlängen und zeigt uns einen weiten Flug durch den großen Nebel im Orion, der drei Minuten dauert.

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Ein Elefantenrüssel in Kepheus

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Bildcredit und Bildrechte: Bearbeitung – Robert Gendler, Roberto Colombari; Daten – Subaru-Teleskop (NAOJ), Robert Gendler, Adam Block

Hier seht ihr den staubigen Elefantenrüssel-Nebel. Er windet sich in IC 1396, einem Komplex aus Emissionsnebeln und jungen Sternhaufen. IC 1396 liegt im hohen Sternbild Kepheus. Die Nahaufnahme entstand aus Bilddaten von großen und kleinen Teleskopen.

Der kosmische Elefantenrüssel ist auch als vdB 142 bekannt und mehr als 20 Lichtjahre lang. Die farbige Ansicht betont helle, zurückgefegte Grate. Diese umfassen Taschen aus kühlem interstellarem Staub und Gas. Solche Wolken, die in dunkle Ranken eingebettet sind, enthalten das Rohmaterial für neue Sterne. Im Inneren verbergen sich oft Protosterne.

Der relativ blasse Komplex IC 1396 ist fast 3000 Lichtjahre entfernt. Die große Region ist am Himmel mehr als 5 Grad breit. Das Feld der dramatischen Szene misst ein 1 Grad, es ist also etwa so breit wie 2 Vollmonde.

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Rigel und der Hexenkopfnebel

Diagonal verläuft eine lange, graublaue Nebelwolke durchs Bild. Sie erinnert an eine Fratze, die auf den hellen Stern Rigel links unten starrt. Dahinter schimmern zarte rote Nebel zwischen den dicht verteilten Sternen.

Bildcredit und Bildrechte: Mario Cogo (Galax Lux)

Sternenlicht leuchtet auf das schiefe Profil einer schaurigen Fratze im Dunkeln. Sie erinnert an ihren gängigen Namen: Hexenkopfnebel. Auf dem bezaubernden Teleskop-Porträt scheint es, als starrte die Hexe auf den hellen Überriesenstern Rigel im Sternbild Orion.

Der Hexenkopfnebel ist formal als IC 2118 bekannt. Er ist ungefähr 50 Lichtjahre groß und besteht aus interstellaren Staubkörnchen, die Rigels Sternenlicht reflektieren. Der Hexenkopfnebel und der Staub um Rigel sind blau getönt. Der Farbton entsteht nicht nur durch Rigels intensiv blaues Sternenlicht, sondern auch, weil die Staubkörnchen blaues Sternenlicht stärker streuen als rotes. Der gleiche physikalische Prozess färbt den Himmel auf der Erde tagsüber blau. In diesem Fall sind die streuenden Teilchen in der Erdatmosphäre Moleküle aus Stickstoff und Sauerstoff.

Rigel, der Hexenkopfnebel sowie das Gas und der Staub in ihrer Umgebung sind ungefähr 800 Lichtjahre von uns entfernt.

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