Kaguya beobachtet einen Erdaufgang im Mondorbit

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Credit und Bildrechte: SELENE-Team, JAXA, NHK

Beschreibung: Wie sieht die Erde vom Mond aus betrachtet aus? Eine neue Version dieser Perspektive des Raumfahrtzeitalters wurde kürzlich von der robotischen Sonde Kaguya im Mondorbit aufgenommen. Diese Wissenschaftsmission des Selenological and Engineering Explorer (SELENE) mit dem Spitznamen Kaguya, der vor zwei Monaten in Japan gestartet wurde, soll den Ursprung und die Entwicklung des Mondes untersuchen. Im letzten Monat erreichte Kaguya die Mondumlaufbahn und begann Daten und Bilder zu übermitteln. Dieses Bildfeld stammt von der HDTV-Kamera an Bord von Kaguya. Ein Astronaut, der auf der Mondoberfläche steht, würde niemals einen Erdaufgang beobachten können, da der Mond der Erde immer die gleiche Seite zuwendet. Sowohl dieser als auch der berühmte Erdaufgang, der vor 40 Jahren von der Besatzung von Apollo 8 aufgenommen wurde, geschieht nur für Beobachter in der Mondumlaufbahn.

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Polarlicht im Hintergrund

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Credit und Bildrechte: Lance McVay

Beschreibung: Manche Polarlichter kann man nur mit der Kamera sehen. Sie werden als sub-visuell bezeichnet und sind zu schwach, um mit bloßem Auge gesehen zu werden. Der Grund dafür ist das menschliche Auge, welches das Licht immer nur für den Bruchteil einer Sekunde sammelt, während ein Kameraverschluss endlos lang offengelassen werden kann. Als er eine ohnehin schon sehr pittoreske Szenerie oberhalb von Juneau in Alaska (USA) fotografierte, fing eine Kamera eine grüne sub-visuelle Aurora nahe dem Horizont ein. Aurorae werden von energieteichen Teilchen gezündet, die von der Sonne kommen und auf das Magnetfeld stoßen, das die Erde umgibt. Sich daraus ergebende energiegeladene Teilchen wie etwa Elektronen und Protonen regenen nahe den Polen der Erde herab und treffen auf die Luft. Die getroffenen Luftmoleküle verlieren vorübergehend Elektronen, und wenn Sauerstoffmoleküle unter ihnen diese Elektronen zurückgewinnen, strahlen sie grünes Licht ab. Polarlichter sind für eine Vielfalt an Formen und Farben bekannt.

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M 45: Der Sternhaufen der Plejaden

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Credit und Bildrechte: Antonio Fernandez-Sanchez

Beschreibung: Der vielleicht berühmteste Sternhaufen am Himmel, die Plejaden, sind ohne Fernglas sogar von den Tiefen einer lichtverschmutzten Stadt aus zu sehen. Auch als die Sieben Schwestern oder M45 bekannt, ist der Haufen der Plejaden einer der hellsten und uns am nächsten liegenden offenen Sternhaufen. Die Plejaden enthalten mehr als 3000 Sterne; der Haufen ist etwa 400 Lichtjahre weit entfernt und hat einen Durchmesser von nur 13 Lichtjahren. Auf dem obigen Bild sehr gut zu sehen sind die blauen Reflexionsnebel, welche die helleren Haufensterne umgeben. Schwach leuchtende Braune Zwerge mit wenig Masse wurden ebenfalls in den Plejaden gefunden.

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Wald und Himmel

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Credit und Bildrechte: Vincent Jacques

Beschreibung: Diese Himmelslandschaft mit dunklen Silhouetten von Kiefern wurde am 11. November in Breil-sur-Roya in Südfrankreich aufgenommen. Auf der abendlichen Szenerie scheint ein Satellit durch die Zweige zu streifen, während der helle, runde, verschwommene Komet Holmes dahinter erscheint, nahe den Sternen der Konstellation Perseus. Mirfak, der Alpha-Stern von Perseus, ist der hellste Stern rechts oberhalb des Kometen. Nächsten Montag (19. November) wird Holmes nahe genug an Mirfak stehen, um den Stern durch die sich ausdehnende Coma dieses bemerkenswerten Kometen zu sehen. Aktuelle Messungen zeigen, dass die Staubcoma einen Durchmesser von etwa 1,4 Millionen Kilometern hat; damit ist sie sogar größer als die Sonne.

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Raketentreibstoff

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Credit und Bildrechte: Dave Kodama

Beschreibung: Dieses großartige Bild des Orion zeigt die jungen Sterne und die kosmischen Wolken aus Wasserstoff und Staub in dieser Konstellation. Diese Aufnahme vom 11. November, für die eine Filmkamera den Sternen nachgeführt wurde, wurde etwa 40 Minuten lang belichtet. Sie enthält den großen Orion-Nebel (nahe der Mitte), eine Kette sehr bekannter Nebel, die zu den drei Gürtelsternen des Orion hinaufführen, und den riesigen halbkreisförmigen Bogen, der als Barnards Loop bekannt ist und am unten rechts neben dem bläulichen Superriesenstern Rigel endet. Durch einen glücklichen Zufall zeichnete das Bild auch eine helle, kometenförmige Wolke auf, die nichts davon wusste, dass sie den Himmel mit den berühmten Sternen und Nebeln des Orion teilte. Diese geheimnisvolle Wolke, die auch von anderen Himmelsbeobachtern gesichtet wurde, entpuppte sich bald als Treibstoffausstoß einer Anbriebsrakete, die dazu verwendet wurde, um einen Satelliten im geostationären Orbit zu platzieren. Die Abgasfahne, die das Sonnenlicht reflektierte, begann an der westlichen Seite (rechts) des Sternfeldes und dehnte sich aus, während sie langsam nach Osten trieb und im Laufe dieser Langzeitbelichtung verblasste, wobei sie diesen keilförmigen Streifen bildete.

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M13: Der große Kugelsternhaufen im Herkules

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Credit und Bildrechte: Noel Carboni, Digitalisierte Himmelsdurchmusterung

Beschreibung: M13 ist leicht erkennbar als der große Kugelsternhaufen im Herkules. Er ist einer der hellsten Kugelsternhaufen am nördlichen Himmel. 25.000 Lichtjahre von uns entfernt drängen sich die Sterne des Haufens in einen Raum von 150 Lichtjahren Durchmesser, doch wenn man sich dem Zentrum des Haufens nähert, sind mehr als 100 Sterne in einem Würfel von nur drei Lichtjahren Seitenlänge enthalten. Zum Vergleich: der sonnennächste Stern ist mehr als vier Lichtjahre entfernt. Dieses beeindruckende Bild  des Haufens entstand aus aktuellen Teleskopaufnahmen des dichten Kerns des Haufens, kombiniert mit digitalisierten Fotoplatten, die zwischen 1987 und 1991 am Samuel-Oschin-Teleskop aufgenommen wurden; dieses Gerät ist ein Weitwinkel-Durchmusterungsinstrument am Palomar-Observatorium. Das sich daraus ergebende Komposit hebt sowohl die inneren als auch die äußeren Bereiche des gigantischen Sternhaufens hervor. Unter den weiter entfernten Hintergrundgalaxien, die ebenfalls zu sehen sind, steht NGC 6207 links oberhalb des großen Kugelsternhaufens M13.

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Tunguska: Der größte Einschlag der jüngeren Vergangenheit

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Credit: Expedition Leonid Krulik, Wikipedia

Beschreibung: Ja, kann denn ein Meteor so etwas verursachen? Die mächtigste natürliche Explosion der jüngsten Erdgeschichte ereignete sich am 30. Juni 1908, als über dem Tunguska-Fluss in Sibirien (Russland) ein Meteor explodierte. Die Energie der Explosion war schätzungsweise 1000 Mal größer als die jener Atombombe, die über Hiroshima abgeworfen wurde. Der Tunguska-Einschlag knickte Bäume in einem Umkreis von mehr als 40 Kilometern und verursachte ein gewaltiges Erdbeben. Die  Berichte von Augenzeugen sind erstaunlich. Das obige Bild wurde bei einer russischen Expedition in die Tunguska aufgenommen, die fast 20 Jahre nach dem Ereignis durchgeführt wurde; dabei fand man Bäume vor, die auf dem Boden verstreut lagen wie Zahnstocker. Schätzungen zur Größe des Meteors reichen von 60 bis mehr als 1000 Meter Durchmesser. Neuere Erkenntnisse lassen vermuten, dass der nahe gelegene Cheko-See sogar durch den Einschlag entstanden sein könnte. Obwohl ein Meteor von der Größe des Tunguska-Meteors eine Stadt einebnen kann, muss man bedenken, dass Großstadt-Areale einen so kleinen Teil der Erdoberfläche einnehmen, dass ein direkter Einschlag auf ein solches relativ unwahrscheinlich ist. Viel wahrscheinlicher ist ein Einschlag auf dem Wasser nahe einer Stadt, der einen gefährlichen Tsunami hervorrufen könnte. Ein Schwerpunkt moderner Astronomie ist, Objekte im Sonnensystem zu finden, die eine solche Verwüstung hervorrufen könnten, bevor sie auf der Erde einschlagen.

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Die innere Koma des Kometen Holmes

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Credit und Bildrechte: Gianluca Masi (The Virtual Telescope)

Beschreibung: Was passiert mit dem Kometen Holmes? Der seltene Komet bleibt für Beobachter der nördlichen Hemisphäre als ein ungewöhnlicher kleiner Bovist im Sternbild Perseus mit bloßem Auge sichtbar. Ein Komposit hoch aufgelöster Bilder der inneren Coma des Kometen, die letzte Woche aufgenommen wurden, enthüllt wesentliche Details. Eine Nahaufnahme zeigt zahllose schwache Streifen, möglicherweise das Ergebnis von Jets, die vom Kern des Kometen ausströmen. Komet Holmes blieb während der ganzen letzten Woche überraschend hell mit einer geschätzten Helligkeit von etwa 2 – 3 Magnituden, womit er heller ist als die meisten Sterne, die an einem dunklen Himmel sichtbar sind. Das obige Bild des Kometen Holmes wurde mit einem kleinen automatisierten 0.38-Meter-Teleskop gemacht, das via Internet gegem einen kleinen Betrag zu mieten ist.

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Kosmische Strahlen von galaktischen Zentren

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Illustrationscredit: Pierre Auger Observatory Team

Beschreibung: Woher kommen kosmische Strahlen? Ein großer Schritt in Richtung einer Antwort auf diese Jahrhunderte alte Frage könnte gerade vom Auger Observatory project gekommen sein, dem weltweit führenden Gammastrahlen-Observatorium. Dass sich hochenergetische Elementarteilchen durch das Universum hindurchtunneln, ist bereits seit etwa einem Jahrhundert bekannt. Weil hochenergetische Strahlen so selten und ihre vorherberechneten Richtungen so ungenau sind, konnten bislang noch niemals Vorläuferobjekte eindeutig nachgewiesen werden. Neue Ergebnisse von Auger weisen darauf hin, dass zwölf von 15 ultrahochenergetischen kosmischen Strahlen aus Himmelsrichtungen kommen, die mit den Positionen nahe gelegener aktiver galaktischer Kerne übereinstimmen. Diese galaktischen Zentren sind bereits dafür bekannt, große Mengen an Licht abzustrahlen, die wahrscheinlich von riesigen Schwarzen Löchern gespeist werden. Die Auger-Resultate legen außerdem die Vermutung nahe, dass die energiereichsten kosmischen Strahlen Protonen sind, da die elektrischen Ladungen höherenergetischer Kerne das Magnetfeld der Milchstraße ablenken und damit die Richtungen der Vorläufer-Quellen wirksam auslöschen würden. Oben abgebildet ist eine künstlerische Darstellung eines kosmischen Strahls, der die Erdatmosphäre trifft und einen Schauer von Sekundärteilchen erzeugt, die auf der Oberfläche nachweisbar sind. Das Bild von Centaurus A, das nahe der Bildoberkante digital eingefügt wurde, symbolisiert eine solche aktive Galaxie, von der kosmische Strahlen stammen könnten.

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NGC 6888: Der Sichelnebel

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Credit und Bildrechte: Franck Bugnet

Beschreibung: Was ließ den Sichelnebel entstehen? Er sieht aus wie ein sich entwickelnder Weltraum-Kokon und ist im Zentrum des obigen Bildes zu sehen; der Sichelnebel wurde von dem hellsten Stern in seinem Zentrum erzeugt. Einer der führenden Hypothesen zufolge hat der Sichelnebel vor 250.000 Jahren begonnen sich zu formen. Zu der Zeit hatte sich der massereiche Zentralstern zu einem Wolf-Rayet-Stern (WR 136) entwickelt und warf seine äußeren Hüllen in einem starken Sternenwind ab, wobei er alle 10.000 Jahre soviel Masse auswirft wie unserer Sonne entspricht. Diese Winde trafen auf das umgebende Gas, das aus einer früheren Entwicklungsphase übrig geblieben war, komprimierte dieses zu einer Reihe komplexer Hüllen und hellte es auf. Der Sichelnebel, auch bekannt als NGC 6888, liegt etwa 4.700 Lichtjahre entfernt im Sternbild Schwan (Cygnus). Der Stern WR 136 wird vielleicht innerhalb der nächsten Million Jahre eine Supernova-Explosion durchmachen.

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Eine Geschichte über den Kometen Holmes

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Credit und Bildrechte: Ivan Eder und Paolo Berardi (Einschub)

Beschreibung: Ein schnöner, blauer Ionenschweif ist auf detaillierten Teleskopbildern des Kometen Holmes sichtbar geworden. Da er generell von der Sonne und auch von der Erde wegzeigt, ist der Ionenschweif des Kometen durch unseren extremen Blickwinkel perspektivisch stark verkürzt. Dennoch finden passionierte Kometenbeobachter, dass die kompakte, mit Tentakeln versehene Erscheinung im Großen und Ganzen an eine Qualle oder sogar einen kosmischen Tintenfisch erinnert. Dieses beeindruckende Bild der grünlichen Coma des Kometen und seines blauen Schweifes wurde am 4. November bei klarem Himmel in der Nähe von Budapest in Ungarn aufgenommen. Die Farben werden von Molekülen wie etwa C2 (grün) oder CO+ (blau) in dem dünnen Gas verursacht, die im Sonnenlicht fluoreszieren. Als Einfügung ist eine neuere Aufnahme dargestellt, ein detailreiches Bild aus L’Aquila in Italien vom 8. November, auf dem zu sehen ist, wie sich der Ionenschweif vom Kometen trennt.

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