Apollo 12: Selbstporträt

Ein Astronaut füllt das Bild, man sieht seinen Oberkörper. Vorne ist eine Videokamera, in der linken Hand hält er ein Instrument. Im Visier seines Helmes spiegelt sich der Astronaut, der das Bild fotografierte.

Bildcredit: NASA, Apollo 12, Charles Conrad

Ist das Kunst? Vor 50 Jahren fotografierte der Astronaut Charles „Pete“ Conrad bei der Mission Apollo 12 dieses Meisterwerk. Er dokumentierte, wie sein Kollege Alan Bean im Ozean der Stürme Proben des Mondbodens sammelte.

Das Bild ist schlicht und doch dramatisch. Die unwirtliche Umgebung im Ozean der Stürme auf dem Mond spiegelt sich im Visier von Beans Helm. Es ist eine perfekt arrangierte Reflexion mit Conrad und dem Mondhorizont.

Manche frühen Arbeiten von Fotojournalisten zählen heute als Kunst. Solche Bilder zeigten die Lebensumstände von Menschen auf dem Planeten Erde. Zum Beispiel fotografierte Lewis W. Hine im frühen 20. Jahrhundert die Stadt New York. Berühmt sind auch Margaret Bourke-Whites Fotografien für Magazine. Manche Leute schätzen wohl viele dokumentarische Astronomie- und Weltraumbilder wegen ihrer künstlerischen und ästhetischen Wirkung.

Zur Originalseite

Apollo 12 und Surveyor 3 in Stereo

Die 3D-Anaglyphe in Rot und Cyan zeigt, wie der Astronaut Pete Conrad an der Raumsonde Surveyor 3 rüttelt. Hinten am Horizont steht die Mondlandefähre Intrepid vor dem schwarzen Weltraum.

Bildcredit: NASA, Apollo 12, Alan Bean – Stereo-Bildrechte: Kevin Frank

Setzt eure rot-blauen Brillen auf und schaut damit diese Stereo-Ansicht von der Oberfläche des Mondes an. Die 3D-Szene zeigt, wie der Astronaut Pete Conrad die Raumsonde Surveyor 3 besuchte. Das war vor 50 Jahren im November 1969 bei der Mission Apollo 12. Am Horizont steht die Mondlandefähre Intrepid.

Das Stereobild entstand aus zwei Einzelbildern (AS12-48-7133, AS12-48-7134) von der Mondoberfläche. Sie zeigen die Szene aus zwei leicht abweichenden Blickwinkeln. Diese entsprechen ungefähr dem Abstand von menschlichen Augen.

Zur Originalseite

Orion geht auf

Siehe Erklärung. Ein Klick auf das Bild lädt die höchstaufgelöste verfügbare Version.

Bildcredit und Bildrechte: Vitalij Kopa

Beschreibung: Diese Einzelaufnahme von den frühen Morgenstunden im September mit Blick nach Osten entstand mit Stativ und Kamera. Sie dokumentiert ein einfaches visuelles Erlebnis: Über einem von Bäumen gesäumten Hang stehen vertraute Sterne der nördlichen Nacht und das Sternbild Orion, der Jäger.

Helle Sterne markieren Schulter (Beteigeuze), Fuß (Rigel), Gürtel und Schwert des himmlischen Jägers, und sie spiegeln sich klar im ruhigen Wasser des Flusses Vitrupe im Norden von Lettland. Auf der Nordhalbkugel der Erde kommt der Winter. Man sieht dann, wie Orion und diese sternklare Aussicht am frühen Abendhimmel aufgeht.

Zur Originalseite

Supernovaüberrest Simeis 147

Siehe Erklärung. Ein Klick auf das Bild lädt die höchstaufgelöste verfügbare Version.

Bildcredit und Bildrechte: David Lindemann

Beschreibung: Leicht verirrt man sich, wenn man auf diesem detailreichen Bild des Supernovaüberrestes Simeis 147 den komplex verschlungenen Fasern folgt. Er ist auch als Sharpless 2-240 katalogisiert und trägt den beliebten Namen Spaghettinebel. Man sieht ihn an der Grenze der Sternbilder Stier und Fuhrmann, wo er fast 3 Grad oder 6 Vollmonde am Himmel am Himmel abdeckt. Das sind in der geschätzten Entfernung der Trümmerwolke von 3000 Lichtjahren ungefähr 150 Lichtjahre.

Dieses Komposit entstand aus Bilddaten, die mit Schmalbandfiltern aufgenommen wurden. Rötliche Emissionen von ionisierten Wasserstoffatomen und doppelt ionisierte Sauerstoffatome in zarten blau-grünen Farbtönen markieren das erschütterte, leuchtende Gas. Das Alter des Supernovaüberrestes wird auf etwa 40.000 Jahre geschätzt. Das bedeutet, dass das Licht von der Explosion des massereichen Sterns die Erde erstmals vor 40.000 Jahren erreichte.

Doch der expandierende Überrest ist nicht das einzige Nachleuchten. Die kosmische Katastrophe hinterließ auch einen rotierenden Neutronenstern oder Pulsar – er ist alles, das vom Kern des ursprünglichen Sterns übrig blieb.

Zur Originalseite

Arp 273: Hubble zeigt kämpfende Galaxien

Die rechte obere Galaxie wirkt wie ein stark gewundener Strudel, links darunter ist eine lang gezogene S-förmige Galaxie.

Bildcredit: NASA, ESA, Hubble; Bearbeitung und Bildrechte: Rudy Pohl

Beschreibung: Was geschieht mit diesen Spiralgalaxien? Die Details sind zwar unklar, doch mit Sicherheit findet hier ein gewaltiger Kampf statt.

Die obere Galaxie trägt die Bezeichnung UGC 1810, gemeinsam mit ihren Kollisionspartnern ist sie als Arp 273 bekannt. Die Gesamtform von UGC 1810 – insbesondere ihr blauer äußerer Ring – ist wahrscheinlich das Ergebnis ungezähmter gewaltiger gravitativer Wechselwirkungen. Die blaue Farbe des äußeren Ringes oben stammt von massereichen, heißen, blauen Sternen, die erst in den letzten wenigen Millionen Jahren entstanden sind. Der innere Teil der oberen Galaxie, die ihrerseits eine ältere Spiralgalaxie ist, erscheint röter und von kühlem, faserförmigem Staub durchzogen.

Die wenigen hellen Einzelsterne liegen weit im Vordergrund und stehen in keinem Zusammenhang mit den kollidierenden Galaxien. Im Hintergrund sind mehrere, weit entfernte Galaxien sind zu sehen. Arp 273 liegt etwa 300 Millionen Lichtjahre entfernt im Sternbild Andromeda. Ziemlich wahrscheinlich wird UGC 1810 im Laufe der nächsten Milliarden Jahre ihre galaktischen Begleiterinnen verschlingen und eine klassische Spiralform annehmen.

Zur Originalseite

Milchstraße über einem Leuchtturm in Uruguay

Siehe Erklärung. Ein Klick auf das Bild lädt die höchstaufgelöste verfügbare Version.

Bildcredit und Bildrechte: Mauricio Salazar

Beschreibung: Kann ein Leuchtturm eine Galaxie erhellen? Nein, aber auf diesem Bild passen die Lücken im Licht, das vom Leuchtturm in Jose Ignacio in Uruguay ausstrahlt, scheinbar perfekt zu den dunklen Staubbahnen unserer Galaxis, der Milchstraße, obwohl sie nur vorübergehend und zufällig entstehen.

Das helle Objekt rechts ist der Planet Jupiter. Das zentrale Band der Milchstraße ist die Mitte der Spiralscheibe, die wir vom Inneren der Scheibe aus sehen. Das Band der Milchstraße ist bei Stadtbeleuchtung kaum zu erkennen, kann aber bei dunklem Himmel ziemlich eindrucksvoll sein.

Dieses Bild entstand durch die Kombination von zehn aufeinanderfolgenden Bildern, aufgenommen mit einer einzigen Kamera am selben Ort. Die Bilder wurden genau geplant, um das direkte Licht des berühmten Leuchtturms auszublenden.

Zur Originalseite

Vorbeiflug am Asteroiden Arrokoth

Videocredit: NASA, JHU APL, SwRI

Beschreibung: Was könnte man sehen, wenn man an dem Asteroiden Arrokoth vorbeifliegt? Die robotische Raumsonde New Horizons sauste im Januar an Arrokoth vorbei – 3,5 Jahre, nachdem die Raumsonde Pluto passiert hatte. Vielleicht klingt der Name dieses Objektes nicht vertraut, weil das ferne, zweilappige Kuipergürtelobjekt zuvor inoffiziell Ultima Thule genannt wurde, bis es kürzlich seinen offiziellen Namen erhielt: 486958 Arrokoth.

Dieses Schwarz-weiß-Video animiert Bilder von Arrokoth, die von New Horizons aus unterschiedlichen Winkeln aufgenommen wurden, als sie vorbeiraste. Das Video zeigt deutlich die beiden Lappen von Arrokoth und deutet sogar an, dass der größere Lappen stark abgeflacht ist. New Horizons fand heraus, dass Arrokoth anders ist als jeder zuvor bekannte Asteroid im inneren Sonnensystem. Wahrscheinlich besteht er aus zwei verbundenen Planetesimalen – den Bausteinen von Planeten, wie sie vor Milliarden Jahren existierten.

New Horizons rast weiterhin aus unserem Sonnensystem hinaus und legt jedes Jahr etwa drei zusätzliche Erde-Sonne-Distanzen zurück.

Science-Fiction in Wien: 2-teilige Exkursion 21. und 28. November – 2. Termin mit dem Kabarettisten und Perry-Rhodan-Autor Leo Lukas!

Zur Originalseite

Junge Sterne in der Rho-Ophiuchi-Wolke

Nebelige Wolken in braunen und dunkeltürkisen Farben füllen das Bild, in der Mitte leuchtet ein hellbeiger Nebel, rechts unten ein roter.

Bildcredit: NASA, JPL-Caltech, WISE

Beschreibung: Wie entstehen Sterne? Um das herauszufinden, schufen Astronomen mit dem Wide-field Infrared Survey Explorer (WISE) diese reizende Falschfarben-Komposition in Infrarotwellenlängen mit Staubwolken und eingebetteten, neu entstandenen Sternen. Die kosmische Leinwand zeigt eine der nächstliegenden Sternbildungsregionen, es sind Teile des Wolkenkomplexes um Rho Ophiuchi, der ungefähr 400 Lichtjahre entfernt am südlichen Rand des aussprechbaren Sternbildes Ophiuchus (Schlangenträger) liegt.

Junge Sterne, die in einer großen Wolke aus kaltem molekularem Wasserstoff entstanden sind, heizen den umgebenden Staub auf und sorgen für das infrarote Leuchten. Sterne im Entstehungsprozess, die als junge stellare Objekte oder YSOs bezeichnet werden, sind in die kompakten rosaroten Nebel eingebettet, die man hier sieht. Vor den neugierigen Augen optischer Teleskope sind sie jedoch verborgen.

Eine Untersuchung der Region in durchdringendem Infrarotlicht brachte entstehende und neu entstandene Sterne zum Vorschein, deren Durchschnittsalter auf etwa 300.000 Jahre geschätzt wird. Verglichen mit dem Alter der Sonne von 5 Milliarden Jahren ist das extrem jung. Der auffällige rötliche Nebel rechts unten, der den Stern Sigma Scorpii umgibt, ist ein Reflexionsnebel aus Staub, der Sternenlicht streut.

Diese Ansicht von WISE wurde 2012 veröffentlicht. Sie umfasst an die 2 Grad und bedeckt in der geschätzten Entfernung der Rho-Ophiuchi-Wolke ungefähr 14 Lichtjahre.

Zur Originalseite