Die Spiralgalaxie M77 ist von oben sichtbar. Man findet sie im Wassersternbild Cetus. Sie ist etwa 47 Millionen Lichtjahre entfernt. In dieser geschätzten Entfernung hat das prächtige Inseluniversum einen Durchmesser von etwa 100.000 Lichtjahren. Die Galaxie ist auch als NGC 1068 bekannt.
Der kompakte, sehr helle Kern von M77 wurde gut untersucht. Dabei forscht man nach den Geheimnissen sehr massereicher Schwarzer Löcher in aktiven Seyfertgalaxien. M77 strahlt auch in Röntgen-, Ultraviolett-, Infrarot- und Radiowellenlängen.
Dieses scharfe Bild im sichtbaren Licht basiert auf Daten von Hubble. Es visualisiert die gewundenen Spiralarme nahe dem hellen Kern der Galaxie. Die Arme sind von undurchsichtigen Staubwolken und rötlichen Sternbildungsregionen gesäumt.
Wenn der Neumond das Schattenspiel dieser Saison fortführt, beginnt am 9. Mai um 22:30 UT in Westaustralien der Pfad einer ringförmigen Sonnenfinsternis. Nach Ortszeit ist das am 10. Mai kurz vor Sonnenaufgang. Die Finsternis findet zeitlich nur wenige Tage vom Mondapogäum entfernt statt. Daher bedeckt die Silhouette des Mondes zum Höhepunkt der Finsternis die Sonne nicht ganz. Die beiden bilden einen Augenblick lang einen Feuerring.
In einer größeren Region ist eine partielle Finsternis zu beobachten. Stattdessen sieht man in Australien die ringförmige Phase beim Höhepunkt der Finsternis auf einem Schattenpfad, der nur 200 Kilometer breit, aber 13.000 Kilometer lang ist. Er reicht über den Zentralpazifik. An manchen Orten auf dem Pfad dauert der Feuerring 4-6 Minuten.
Dieses dramatische Kompositbild vom Mai 2012 veranschaulicht die Erscheinung der ringförmigen Finsternis vom 9. und 10. Mai nahe am Horizont. Die Zeitrafferserie zeigt den Ablauf einer ringförmigen Finsternis vor Sonnenuntergang über dem Monument Valley im Südwesten der Vereinigten Staaten.
Im nahen Universum fand eine gewaltige Explosion statt. Nun ermitteln Großteleskope auf der ganzen Welt und im All. Der Gammablitz trägt die Bezeichnung GRB 130427A. Er wurde zuerst vom Satelliten Swift im Erdorbit im energiereichen Röntgenspektrum entdeckt. Dieser meldete den Ausbruch rasch der Erde.
Nur drei Minuten später fand das Teleskop ISON die Explosion im sichtbaren Licht. Es stellte seine extreme Helligkeit fest und gab genauere Koordinaten weiter. ISON in New Mexico hat einen halben Meter Durchmesser.
In den nächsten Minuten wurde die helle optische Entsprechung von mehreren rasch ausrichtbaren Teleskopen verfolgt. Dazu gehörten das 2-Meter-Teleskop P60 in Kalifornien, das 1,3-Meter-Teleskop PAIRTEL in New Mexico und das 2 Meter große Faulkes Telescope North auf Hawaii.
In nur zwei Stunden ermittelte das 8,2-Meter-Teleskop Gemini Nord auf Hawaii eine Rotverschiebung von 0,34. Damit positionierte es die Explosion in eine Entfernung von etwa 3,6 Milliarden Lichtjahren. Das ist in kosmologischen Größenordnungen relativ nahe.
Daten der RAPTOR-Ganzhimmelsüberwachung wurden analysiert. Sie wurden schon zuvor aufgenommen. Dabei entdeckt man eine sehr helle optische Entsprechung mit 7,4 Größenklassen. Diese trat 50 Sekunden vor dem Swift-Auslöseimpuls auf.
GRB 130427A war der hellste Ausbruch der letzten Jahre. Auch das Very Large Array VLA detektierte in energiearmen Radiowellenlängen ein Signal von GRB 130427A. Auch der Satellit Fermi maß es, und zwar in den höchsten je gemessenen Energiebereichen.
Neutrinodetektoren, Gravitationswellenteleskope und Observatorien, die für das Aufspüren extrem energiereicher Photonen gebaut wurden, suchen in ihren Daten nach einem Signal von GRB 130427A.
Diese Animation zeigt, wie der ganze Gammastrahlenhimmel einen Augenblick lang vom intensiven Leuchten von GRB 130427A überstrahlt wird. Die optische Entsprechung wird weithin beobachtet, denn es besteht die Möglichkeit, dass bald das Leuchten einer klassischen Supernova folgt.
Um so eine Aussicht zu genießen, braucht man Geduld und muss mit einer Kamera verreisen. Mit Geduld wurde dieser Ort gefunden und die passende Zeit erwartet. Eine kurze Reise führte zu diesem felsigen Hochsitz über einer einsamen Bucht im kalifornischenJulia Pfeiffer Burns State Park in den USA.
Mit einer Kamera entstand die Langzeitaufnahme, um das zarte Licht der Sterne und Nebel der Milchstraße im Hintergrund zu betonen. Das Kompositbild wurde vor zwei Wochen fotografiert. Mondlicht und ein kurzer künstlicher Blitz beleuchtete den verborgenen Strand und den Einlass hinter den Bäumen. Der meist verdeckte McWay-Wasserfall ist unter der Bildmitte zu sehen. Vorne rechts ist der Pazifische Ozean.
Komet Lemmon präsentierte Anfang des Jahres interessant verschachtelten Schweife. Wie sind sie entstanden? Fast jeder Komet, der sich der Sonne nähert, hat normalerweise zwei Schweife: einen Staubschweif und einen Ionenschweif.
Komet Lemmons grauweißer Staubschweif ragt über den Kometenkern. Er entsteht durch Staub, der vom erwärmten Kometenkern ausströmt. Dieser Staub reflektiert Sonnenlicht. Der blaue Ionenschweif von C/2012 F6 (Lemmon) breitet sich aus, indem der Sonnenwind Ionen aus Kern von der Sonne forttreibt. Der Ionenschweif wirkt fließend und ist stärker strukturiert.
Auch die Koma um den Kern des Kometen Lemmon ist ein interessanter Anblick. Sie besteht aus atomarem Kohlenstoffgas. Dieses fluoresziert im Sonnenlicht und leuchtet grün. Dieses Bild entstand Mitte April am dunklen Himmel über Namibia. Komet Lemmon wird nun blasser, während er ins äußere Sonnensystem zurückwandert.
Ist das ein Raumschiff oder eine Wolke? Es sieht zwar wie ein außerirdisches Raumschiff aus, doch es ist eine eindrucksvolle Gewitterwolke. Sie wird als Superzelle bezeichnet. Das kolossale Sturmsystem rotieret um einen Mesozyklon. Das ist ein rotierender Aufwind, der bis zu mehrere Kilometer groß sein kann. Mesozyklone können mit sintflutartigen Regenfällen und Starkwinden, ja sogar Tornados einhergehen.
Zerklüftete Wolken säumen den Rand der Superzelle. Das Zentrum bestimmt vom Wind verwehter Staub und Regen. Im Vordergrund wartet geduldig ein Baum. Diese Superzelle wurde im Juli westlich von Glasgow im US-amerikanischen Montana fotografiert. Sie verursachte nur geringe Schäden und blieb einige Stunden bestehen, bevor sie weiterwanderte.
Letzte Woche streifte der Vollmond nach Sonnenuntergang knapp den dunklen Kernschatten des Planeten Erde. Es war die erste partielle Mondfinsternis des Jahres. Hier ging der Mond am klaren Himmel über einer Frühlingslandschaft auf. Die Landschaft liegt in der ungarischen Gemeinde Tihany am nördlichen Ufer des Balaton.
Oben ist die partielle Phase der Finsternis zu sehen. Sie dauerte weniger als 27 Minuten. Der Mond ist am oberen Rand verdunkelt. Das Bild entstand aus Aufnahmen, die nacheinander fotografiert wurden. Es zeigt die natürlichen Farben der Szenerie. Die zarten Schattierungen vermitteln den visuellen Eindruck mit bloßem Auge.
Nächste Woche wird das jahreszeitliche Himmelsschattenspiel bei Neumond fortgesetzt. Es folgt eine ringförmige Sonnenfinsternis. Der Pfad der Finsternis zieht über Nordaustralien und den Zentralpazifik.
Die Szenerie bedeckt am Himmel einen Winkel von etwa zwei Dritteln des Vollmondes. In der Entfernung des Pferdekopfnebels von etwa 1600 Lichtjahren ist das Bild etwas mehr als 10 Lichtjahre breit. Der immer noch erkennbare Pferdekopfnebel rechts oben ist auch als Barnard 33 bekannt. Die Staubsäule leuchtet im nahen Infrarot und ist von neuen Sternen gekrönt.
Der helle Reflexionsnebel NGC 2023 links unten ist die beleuchtete Umgebung eines heißen, jungen Sterns. Dichte Wolken am Fundament des Pferdekopfes und an den Rändern von NGC 2023 zeigen verräterische rote Emission energiereicher Strahlströme. Es sind sogenannte Herbig-Haro-Objekte, auch sie stehen in Verbindung mit neu entstanden Sternen.
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