Der Tulpennebel und das Schwarze Loch Cygnus X-1

In einer dunkelroten Nebelwolke mit zarten Sternen liegt eine leuchtende Tulpe. Rechts ist die blasse Bugwelle des Schwarzen Lochs Cygnus X-1.
Bildcredit und Bildrechte: Anirudh Shastry

Wann sieht man ein schwarzes Loch, eine Tulpe und einen Schwan auf einmal? Nachts, wenn die Zeit passt und ein Teleskop in die passende Richtung zeigt. Der komplexe, schöne Tulpennebel blüht rund 8.000 Lichtjahre entfernt im Sternbild Schwan (Cygnus). Ultraviolette Strahlung von jungen, energiereichen Sternen am Rande der Cygnus-OB3-Assoziation ionisiert die Atome und sorgt für das Leuchten im Tulpennebel. Einer der Sterne ist der O-Stern HDE 227018. Stewart Sharpless katalogisierte diese rötlich leuchtende Wolke aus interstellarem Gas und Staub im Jahr 1959 als Sh2-101. Sie ist fast 70 Lichtjahre groß.

Auch das Schwarze Loch Cygnus X-1 befindet sich im Bild. Es zählt zu den Mikroquasaren und ist eine der stärksten Röntgenquellen am Himmel. Seine schwächere, bläulich gekrümmte Stoßfront ist hinter den Blütenblättern der kosmischen Tulpe am rechten Bildrand kaum erkennbar. Die Bugwelle entsteht durch mächtige Strahlströme eines lauernden Schwarzen Lochs.

Wieder zur Schule? Wissenschaft mit der NASA

Zur Originalseite