Shakespeare im All

Mitten im Bild ist Uranus auf sehr ungewöhnliche Weise dargestellt, die Ringe leuchten sehr hell. Um ihn herum sind seine Monde angeordnet und mit Namen beschriftet.

Bildcredit: NASA, ESA, CSA, STScI

Voyager 2 war 1986 die erste Raumsonde, die den Eisriesen Uranus aus der Nähe erkundete. Doch dieses neu veröffentlichte Bild bietet einen detaillierten Blick auf diese ferne Welt. Es entstand mit NIRCam (Nahinfrarot-Kamera) am Weltraumteleskop James Webb (JWST). Der gekippte äußere Planet dreht sich etwa alle 17 Stunden um seine Achse. Sein Nordpol liegt derzeit nahe an unserer Sichtlinie. Das bietet uns einen direkten Blick auf seine nördliche Halbkugel und sein schwaches, aber ausgedehntes Ringsystem.

Der Riesenplanet hat 27 bekannte Monde. Davon sind 14 im Bild markiert. Die helleren Monde zeigen die typischen Beugungsmuster des JWST. Diese Welten im äußeren Sonnensystem waren zu Shakespeares Zeiten unbekannt. Doch bis auf zwei sind alle 27 Uranus-Monde nach Figuren aus den Stücken des englischen Barden benannt.

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