67P in drei Dimensionen

Der Kern des Kometen Tschurjumow-Gerassimenko ist hier in Rot und Cyan dargestellt, sodass man ihn mit rot-blauen Brillen dreidimensional sieht. Der zweilappige Himmelskörper wirkt rau und schuppig. Nach links und oben strömen weiße Strahlen aus.
Bildcredit und Bildrechte: ESA, Rosetta, MPS, OSIRIS – Stereo-Anaglyphe: Philippe Lamy und ein Team

Setzt eure rot-blaue Brille auf, dann schwebt ihr neben dem zerklüfteten, zweigeteilten Kern des Kometen Tschurjumow-Gerassimenko. Er ist auch als Komet 67P bekannt. Das Bild ist eine Stereo-Anaglyphe. Es entstand aus zwei Aufnahmen der Telekamera von OSIRIS. Beide wurden am 25. Juli 2015 aus einer Entfernung von 184 Kilometern aufgenommen und später kombiniert. OSIRIS ist ein Experiment der Raumsonde Rosetta.

Aus der aktiven Oberfläche des kleinen Körpers im Sonnensystem strömen viele Strahlen. Der größere Teil des Kometen ist ca. 4 Kilometer breit. Er ist über einen schmalen Hals mit einem kleineren Teil verbunden, der nur etwa halb so groß ist.

Die Mission Rosetta endete im September 2016, als die Sonde kontrolliert auf die Oberfläche des Kometen prallte. Setzt eure 3D-Brille noch nicht ab. Über diese Website findet ihr einen Katalog mit fast 1.400 Stereo-Anaglyphen zum Ansehen. Sie entstanden aus den Bilddaten von Rosetta.

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Perseïden über einem kleinen Planeten

Ein kleiner Planet ist von einem hellen Leuchten umgeben. Oben wölbt sich die Milchstraße, und Tausende Meteore blitzen über den Himmel. Die Bahnen der Meteore sind gekrümmt, wegen der Projektion.
Bildcredit und Bildrechte: Marcin Rosadziński; Text: Cecilia Chirenti (NASA GSFC, UMCP, CRESST II)

Es sieht aus wie ein Blick vom Planeten des Kleinen Prinzen. Das Bild ist eine Rückschau auf den Meteorschauer der Perseïden von 2024. Auf dieser Projektion umrahmen ihn die Bieszczady, ein Gebirgszug der Karpaten in Polen. Am Himmel wölbt sich der Bogen der Milchstraße mit mehreren roten Nebeln und über hundert Meteoren. Sie zeigen zum Radianten im Sternbild Perseus.

Die Perseïden sieht man im Sommer auf der Nordhalbkugel gut. Sie sind sehr beliebt. Meteorströme im Winter zu beobachten ist weniger angenehm. Dieses Jahr bieten sie wohl ein noch beeindruckenderes Spektakel als sonst, denn der Höhepunkt fällt auf den Neumond.

Der Meteorschauer der Perseïden 2026 erreicht heute Nacht seinen Höhepunkt. Wir erwarten 50 bis 100 Meteore pro Stunde. Die Erde durchquert dann auf ihrer Bahn die Staubspur, die der Komet Swift-Tuttle hinterlässt. Die beste Zeit, um die Meteore zu beobachten, ist in der Regel zwischen Mitternacht und dem Morgengrauen. Um die Meteore zu beobachten, braucht man kein Fernglas. Doch ein Liegestuhl und ein Ort mit dunklem Himmel sind sehr hilfreich.

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Sechs Saturnmonde

Um den Planeten Saturn versammeln sich seine größten Monde. Sie sind links und rechts neben seinen prächtigen Ringen angeordnet und beschriftet.
Bildcredit und Bildrechte: Alexandre Trentini

Wie viele Monde hat der Planet Saturn? Aktuell sind 293 Monde des Ringplaneten bestätigt (Stand Juni 2026). Das sind deutlich mehr als bei jedem anderen Planeten im Sonnensystem. Wahrscheinlich steigt die Gesamtzahl weiter. Selbst der Gasriese Jupiter, der größte unserer Planeten, hat derzeit „nur“ 115 bestätigte Monde.

Die meisten Monde des Planeten Saturn, die wir kennen, sind klein, und ihre Form ist unregelmäßig. Viele sind nur wenige Kilometer groß. Sie bilden Gruppen in geneigten äußeren Umlaufbahnen. Hier seht ihr sechs der größten Monde. Das Familienporträt von Saturn entstand am 5. August 2026.

Rechts unten ist Titan. Er ist größer als der Erdmond und sogar etwas größer als der innere Planet Merkur. Sein Durchmesser beträgt 5.150 Kilometer. Auch die eisigen Monde Mimas, Tethys, Enceladus, Dione und Rhea sind im Bild zu erkennen.

Im Jahr 1655 entdeckte der niederländische Astronom Christiaan Huygens den Mond Titan. Im Zeitalter der Raumfahrt fanden die Sonden Voyager und Cassini weitere Begleiter. Das vergrößerte die bekannte Zahl der Saturnmonde.

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Drei Galaxienpaare

Ein dunkles Sternenfeld zeigt drei Galaxien-Paare. Ein Paar liegt oben, eins in der Mitte und eines ist unten zu sehen.

Bildcredit und Bildrechte: Rafael Sampaio

Das Bild zeigt Paare von Galaxien. Doch jedes ist anders. Die zwei Galaxien oben stehen wohl nicht in Wechselwirkung miteinander, zumindest nicht derzeit. Die obere Galaxie mit dem blauen Streifen ist NGC 4650A. Sie ist eine Polarringgalaxie. Vielleicht entstand sie bei einer Kollision von Galaxien.

Die beiden Galaxien in der Mitte sehen so aus, als wären sie in durch Gravitation miteinander verbunden. Man könnte eine Wechselwirkung vermuten. Doch wenn man ihre Geschwindigkeit relativ zueinander misst, wird das unwahrscheinlich. Die größere Galaxie ist NGC 4650. Sie ist eine Spiralgalaxie mit einem hellen Band aus Sternen, das quer durch ihr Zentrum zieht.

Unten stehen zwei Galaxien aktiv in Wechselwirkung. Es wäre möglich, dass NGC 4622A und NGC 4622B in ca. einer Milliarde Jahren zu einer einzigen Galaxie verschmelzen. Alle diese Galaxien gehören wohl zum größeren Glaxienhaufen im Sternbild Zentaur.

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Mare Tranquillitatis und Serenitatis

Ein Detail der Mondoberfläche füllt das Bild. In der Mitte ist links ein dunkler, grauer Krater mit wenig Einschlägen, rechts daneben ist eine bläulich gefärbte dunkle Ebene, die mehr Einschläge enthält als der Krater links, aber weniger als die hellere graue Landschaft außen.
Bildcredit und Bildrechte: Nyêrdson Ferreira

Die Meere der Ruhe und der Heiterkeit sind tatsächlich ruhig. Das sind sie allerdings fast immer, denn sie sind Mondmeere, also basaltische Lavaströme, die große Einschlagbecken auf dem Mond gefüllt haben.

Die Aufnahme entstand mit einem Teleskop. Die glatten, dunklen „Meere“ im Bild tragen auch lateinische Namen. Rechts ist das Mare Tranquillitatis, links das Mare Serenitatis. Beide bilden einen starken Kontrast zu den hellen Mondhochländern, die sie umgeben, und die von Kratern übersät sind. Ihre Namen basieren auf den historischen Bezeichnungen für Mondmeere aus einer Zeit vor der Erfindung des Teleskops. Diese weitläufigen Strukturen auf der Vorderseite des Mondes sind mit bloßem Auge gut zu erkennen. Daher stellte man sie sich ähnlich wie die weiten Ozeane der Erde vor.

Am 20. Juli 1969 landete die Mondlandefähre Eagle der Mission Apollo 11 im Mare Tranquillitatis. Die Landestelle liegt rechts unten. Dort errichteten Astronauten die Tranquility-Basis. Sie ist erste menschliche Präsenz auf dem Mond.

Portal ins Universum: APOD-Zufallsgenerator

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Schatten und Regenbogen

Ein Berg wirft einen dreieckigen Schatten, dessen Spitze am Horizont liegt. Rund um die Spitze des Schattengegels verläuft ein kreisförmiger Regenbogen. Der Himmel ist bewölkt, der rötliche Sonnenschein verleiht dem Bild einen etwas schaurigen Eindruck.
Bildcredit und Lizenz: Dave Loschiavo

Dieser Schnappschuss raubt einem den Atem. Er zeigt, wie ein Regenbogen und der Schatten eines Berges bei Sonnenuntergang zusammenspielen. Die tolle Aussicht bot sich am 13. Juli in Kalifornien auf dem Turm einer Feuerwache. Der Fotograf stand auf dem Smith Peak im Plumas National Forest in der Nähe von Portola.

Der majestätische Berg wirft kurz vor Sonnenuntergang einen langen Schatten. Seine Spitze zeigt scheinbar mitten in den zierlichen Kreis des Regenbogens. Das ist kein Zufall. Der Bergschatten verjüngt sich zu einem Dreieck. Dafür sorgt die Perspektive und die langen Sichtlinie. Die obere Spitze des Dreiecks liegt am Horizont genau gegenüber der Sonne.

Der Regenbogen wölbt sich abends nach Gewittern in der ganzen Region am Himmel. Es ist ein farbiger, typischer 42-Grad-Bogen. Er entsteht, wenn Wassertropfen in der Atmosphäre das Sonnenlicht brechen und reflektieren. Die geometrische Mitte im Regenbogenbogen ist der Sonnengegenpunkt. Auch er liegt gegenüber der Sonne. Die Szene wurde zur „goldenen Stunde“ auf dem Planeten Erde fotografiert.

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Messier 24: Sternennebel im Schützen

M24, die Sternwolke im Bild, ist durch eine Lücke in dunklen Wolken sichtbar. Der dichte Teppich aus Sternen ist von einigen helleren Sternen gesprenkelt.
Bildcredit und Bildrechte: Chuck Ayoub

Anders als die meisten Einträge in Charles Messiers berühmtem Katalog der nebeligen Objekte ist M24 keine helle Galaxie, kein Sternhaufen und kein Nebel. Es ist eine Lücke in nahe gelegenen, opaken interstellaren Staubwolken. Sie gibt den Blick auf die fernen Sterne im Sagittarius-Spiralarm der Milchstraße frei.

Wer mit einem Fernglas oder einem kleinen Teleskop durch diese Lücke schaut, blickt durch ein über 300 Lichtjahre breites Fenster auf Sterne, die ca. 10.000 Lichtjahre oder mehr von der Erde entfernt sind.

M24 nennen manche auch „Kleine Sagittarius-Wolke„. Ihre leuchtenden Sterne breiten sich über diese interstellare Szenerie aus. Das Sichtfeld wurde mit einem Teleskop aufgenommen. Es ist am Himmel vier Vollmonde breit. Wir schauen hier zum Sternbild Schütze beim Zentrum der Milchstraße. Mitten in M24 liegen die Dunkelwolken Barnard 92 und Barnard 93 sowie weitere Staubwolken und leuchtende Nebel.

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Die Galaxie M82 hat einen supergalaktischen Wind

Aus einer waagrechten, weiß schimmernden Wolke strömen nach oben und unten ein stark strukturierte Wolkenfetzen. Nahe beim weißen Nebel sind sie gelblich gefärbt, weit oben und unten rötlich.
Bildcredit: NASA, ESA, CSA, A. Smercina (STScI, Tufts), T. Williams (U. Manchester); Bildbearbeitung: A. Pagan (STScI)

Warum stößt die Zigarren-Galaxie roten Rauch aus? Diese Sternbildungs-Galaxie wird auch M82 genannt. Die große Spiralgalaxie M81 näherte sich ihr kürzlich und wühlte sie auf. Dies erklärt jedoch nicht ganz den Ursprung der rot leuchtenden Gas- und Staubwolken, die aus ihr hinausströmen.

Es gibt Hinweise, dass kombinierte Teilchenwinde dieses Gas und den Staub hinaustreiben. Die Winde gehen von vielen Sternen aus. Zusammen bilden sie einen galaktischen Superwind. Man nimmt an, dass die Staubteilchen aus dem Medium zwischen den Sternen von M82 stammen. Und sie sind sogar ähnlich groß wie Teilchen in Zigarrenrauch.

Das Fotomosaik kombiniert die Daten verschiedener Teleskope. Bilder im sichtbaren Licht stammen vom Weltraumteleskop Hubble. Aufnahmen im Infrarotlicht lieferte das Weltraumteleskop James Webb. Das Bild zeigt die helle Zentralgalaxie fast von der Seite. Gewaltige orangefarbene und rote Fasern aus Gas und Staub strömen nach oben und unten. Die Filamente sind über mehr als 10.000 Lichtjahre verteilt.

Die Zigarren-Galaxie ist 12 Millionen Lichtjahre entfernt. Im Infrarotlicht ist sie die hellste Galaxie am Himmel. Man kann sie schon mit einem kleinen Teleskop im sichtbaren Licht beobachten. M82 und das Sternbild Große Bärin (Ursa Major) sind zirkumpolar. Das bedeutet, dass sie in Mitteleuropa immer über dem Horizont stehen.

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