Schatten und Regenbogen

Ein Berg wirft einen dreieckigen Schatten, dessen Spitze am Horizont liegt. Rund um die Spitze des Schattengegels verläuft ein kreisförmiger Regenbogen. Der Himmel ist bewölkt, der rötliche Sonnenschein verleiht dem Bild einen etwas schaurigen Eindruck.
Bildcredit und Lizenz: Dave Loschiavo

Diese bemerkenswerte Momentaufnahme zeigt das Zusammenspiel von Regenbogen und Bergschatten bei Sonnenuntergang. Die atemberaubende Aussicht ergab sich am 13. Juli von einem Feuerwachtturm in Kalifornien. Der Fotograf steht auf dem Smith Peak im Plumas National Forest in der Nähe von Portola. Dass der majestätische Bergschatten scheinbar auf die Mitte des anmutigen Regenbogenkreises zeigt, ist auch kurz vor Sonnenuntergang kein Zufall, .

Aufgrund der Perspektive und der langen Sichtlinie bildet der Bergschatten auf natürliche Weise eine sich verjüngende Dreiecksform. Die obere Spitze des Dreiecks befindet sich an dem Punkt gegenüber der Sonne am Horizont. Nach Gewittern in der gesamten Region spannt sich der Regenbogen über den frühen Abendhimmel. Dabei entsteht ein farbenprächtiger und charakteristischer 42-Grad-Bogen. Er kommt zustande, wenn das Sonnenlicht von den Wassertropfen in der Atmosphäre gebrochen und reflektiert wird.

Der geometrische Mittelpunkt eines Regenbogenbogens liegt am Antisolarpunkt. Und in dieser Szene aus der „goldenen Stunde“ auf dem Planeten Erde befindet sich dieser ebenfalls gegenüber der untergehenden Sonne am fernen Horizont.

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Messier 24: Sternennebel im Schützen

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Bildcredit und Bildrechte: Chuck Ayoub

Im Gegensatz zu den meisten Einträgen in Charles Messiers berühmtem Katalog der Deep-Sky-Objekte ist M24 keine helle Galaxie, kein Sternhaufen und kein Nebel. Es handelt sich um eine Lücke in nahegelegenen, lichtabschirmenden interstellaren Staubwolken, die den Blick auf die fernen Sterne im Sagittarius-Spiralarm unserer Milchstraße freigibt.

Wer mit einem Fernglas oder einem kleinen Teleskop durch diese Lücke schaut, blickt durch ein über 300 Lichtjahre breites Fenster auf Sterne, die ca. 10.000 Lichtjahre oder mehr von der Erde entfernt sind.

M24, manchmal auch als „Kleine Sagittarius-Wolke“ bezeichnet, erstreckt sich mit ihren leuchtenden Sternen über diese wunderschöne interstellare Szenerie. Das teleskopische Sichtfeld erstreckt sich am Himmel über vier Vollmonde. Wir schauen hier in Richtung des Sternbilds Schütze. Das Bild zeigt die Dunkelwolken Barnard 92 und Barnard 93 nahe dem Zentrum von M24 sowie weitere Staubwolken und leuchtende Nebel in Richtung des Zentrums der Milchstraße.

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Die Galaxie M82 hat einen supergalaktischen Wind

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Bildcredit: NASA, ESA, CSA, A. Smercina (STScI, Tufts), T. Williams (U. Manchester); Bildbearbeitung: A. Pagan (STScI)

Warum stößt die Zigarren-Galaxie roten Rauch aus? M82, wie diese Starburst-Galaxie auch genannt wird, wurde durch eine kürzliche Annäherung an die große Spiralgalaxie M81 aufgewühlt. Dies erklärt jedoch nicht vollständig die Ursache der rot leuchtenden, sich nach außen ausdehnenden Gas- und Staubwolken.

Es gibt Hinweise darauf, dass dieses Gas und dieser Staub durch die kombinierten, von vielen Sternen ausgehenden Teilchenwinde hinausgetrieben werden. Zusammen bilden sie einen galaktischen Superwind. Man nimmt an, dass die Staubpartikel aus dem interstellaren Medium von M82 stammen. Und sie haben tatsächlich eine ähnliche Größe wie Partikel im Zigarrenrauch.

Das hier gezeigte Fotomosaik kombiniert Aufnahmen im sichtbaren Licht vom Hubble-Weltraumteleskop mit Aufnahmen im Infrarotlicht vom James-Webb-Weltraumteleskop. Es zeigt die helle Zentralgalaxie, die fast von der Seite in der Bildmitte zu sehen ist. Gewaltige orange- und rotfarbene Gas- und Staubfäden erstrecken sich sowohl nach oben als auch nach unten. Die Filamente dehnen sich über mehr als 10.000 Lichtjahre aus.

Die 12 Millionen Lichtjahre entfernte Zigarren-Galaxie ist im Infrarotlicht die hellste Galaxie am Himmel. Sie kann schon mit einem kleinen Teleskop im sichtbaren Licht beobachtet werden. M82 ist zusammen mit dem Sternbild Große Bärin (Ursa Major) zirkumpolar (von Mitteleuropa aus immer über dem Horizont).

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M27: Der Hantelnebel

Ein großer, farbenprächtiger Nebel ist von einem Sternfeld umgeben. Außen ragen in einigen Richtungen rote Strahlen aus dem Nebel. An anderen Rändern zieht ein blauer Schleier. Das Zentrum des Nebels ist bunt.
Bildcredit und Bildrechte: Francesco Antonucci

Wird unsere Sonne einst so enden? Das ist durchaus möglich. Den ersten Hinweis auf die Zukunft unserer Sonne entdeckte man 1764 ganz zufällig. Damals erstellte Charles Messier eine Liste diffuser Objekte, die man nicht mit Kometen verwechseln sollte.

Das 27. Objekt im Messier-Katalog ist ein planetarischer Nebel. Er ist als M27 oder Hantelnebel bekannt und einer der hellsten am Himmel. Derzeit sieht man ihn mit einem Fernglas im Sternbild Fuchs (Vulpecula). Das Licht benötigt ca. 1000 Jahre, um von M27 zu uns zu gelangen. Auf dieser Aufnahme ist es nachträglich entsprechend der Elemente eingefärbt. Rot steht für Wasserstoff und Blau für Sauerstoff.

Wir wissen heute, dass unsere Sonne in ca. 6 Milliarden Jahren ihre äußeren Gase in einen planetarischen Nebel wie M27 abstößt. Ihr Kern bleibt übrig und wird zu einem heißen weißen Zwerg, der Röntgenstrahlung abgibt.

Im 18. Jahrhundert lag das Verständnis der Physik und der Bedeutung von M27 weit außerhalb der Möglichkeiten der Wissenschaft. Noch heute sind viele Aspekte planetarischer Nebel ein Rätsel. Zum Beispiel wäre es interessant herauszufinden, wie ihre komplexen Formen entstehen.

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Tagesmond trifft den Abendstern

Hinter dramatischen Wolken leuchtet der von Kratern übersäte Sichelmond am blauen Himmel. Oben gleißt ein heller Lichtpunkt. Es ist die Venus, die bald vom Mond verdeckt wird.
Bildcredit und Bildrechte: Debra Ceravolo

Die Venus betritt gerade die himmlische Bühne der Erde als strahlender Abendstern. Mit dem Mond, anderen Planeten und hellen Sternen gleißt sie abends im Westen am Himmel. Als die Sonne am 17. Juni unterging, begleitete das himmlische Leuchtfeuer den jungen, schmalen Sichelmond. An einigen Orten sah man, wie der Mond die Venus verdeckte und vor ihr vorbeizog.

In einer Sternwarte in einem Garten südlich von British Columbia in Kanada fand die Bedeckung durch den Mond bei Tage statt. Diese Aufnahme mit Teleskop zeigt das Ereignis am dramatisch bewölkten Himmel. Die Venus verschwand für eine Stunde. Dann tauchte sie am dunklen Rand des Mondes wieder auf.

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Hubble zeigt die Säulen des Adlernebels in Infrarot

Vor einem zarten blauen Leuchten zeichnen sich dunkle, säulenförmige Nebel ab. In den dunklen Wolken entstehen neue Sterne.
Bildcredit: NASA, ESA, Hubble, HLA; Processing: Luis Romero Ventura

Im Adlernebel entstehen neue Sterne. Sie verdichten sich unter dem Einfluss der Schwerkraft in den Säulen aus dichtem Gas und Staub und zünden dann. Durch die intensive Strahlung der neu entstandenen jungen Sterne verdampft das umgebende Material und gibt den Blick frei.

Dieses Bild entstand mit dem Weltraumteleskop Hubble im nahen Infrarot. So ist es möglich, durch einen Großteil des dichten Staubs zu blicken. Dieser macht die Säulen im sichtbaren Licht undurchsichtig. Die riesigen Strukturen sind teilweise einige Lichtjahre lang. Umgangssprachlich nennt man sie „Säulen der Schöpfung„.

Der Adlernebel ist mit dem offenen Sternhaufen M16 verbunden. Er ist ca. 6500 Lichtjahre von uns entfernt. Auch für kleine Teleskope lohnt sich dieses Ziel. Der Adlernebel liegt in einem nebelreichen Teil des Himmels im zweigeteilten Sternbild Schlange im Schlangenschwanz (Serpens Cauda).

Himmlische Überraschung: Welches Bild zeigte APOD zum Geburtstag? (ab 1995, deutsch ab 2007)

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Finsternis auf dem Mars: Phobos quert die Sonne

Videocredit: NASA, JPL-Caltech, ASU MSSS, SSI

Was zieht denn da vor der Sonne vorbei? Es sieht aus wie ein Mond, doch der Erdmond kann es nicht sein, denn dieser Körper ist nicht rund. Es ist der Marsmond Phobos. Dieses Video filmte der Rover Perseverance 2022 auf der Marsoberfläche.

Phobos hat einen Durchmesser von 11,5 Kilometern. Damit ist er 150-mal kleiner als Luna (unser Mond). Er kommt aber seinem Mutterplaneten 50 Mal näher. Tatsächlich ist Phobos so nah am Mars, dass er wahrscheinlich in den nächsten 50 Millionen Jahren zerbricht und auf den Mars stürzt.

Kurzfristig führt die niedrige Umlaufbahn von Phobos dazu, dass Sonnenfinsternisse viel kürzer sind als auf der Erde. Das Video zeigt die Finsternis in Echtzeit. Der Transit, den man hier sieht, dauerte tatsächlich nur etwa 40 Sekunden.

Der Videograf war der Roboter-Rover Perseverance („Percy“). Er erkundet weiterhin den Krater Jezero auf dem Mars. Dabei sucht er nach Hinweisen auf die wasserreiche Vergangenheit dieser Welt, die heute trocken ist. Ein weiteres Ziel sind Spuren mikrobiellen Lebens aus der Urzeit.

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Polarlichter verzaubern den Himmel

Über der Erde winden sich ströme aus leuchtend grünem Polarlicht. Nach oben steigen grüne und rote Spitzen auf. Die Erde darunter ist zart beleuchtet. Der orangefarbene Rand über der Erde stammt von Luftleuchten.
Bildcredit: Jack Fischer, Expedition 52, NASA

Wie Salsa Verde auf einem Burrito überzieht ein grünes Polarlicht den Himmel. Das Bild entstand am 25. Juni 2017 auf der Internationalen Raumstation ISS. Die Station kreist ca. 400 km über der Erde. Dort befindet sie sich im oberen Bereich der Polarlichter.

Polarlichter leuchten in den typischen Farben, wenn Moleküle und Atome, die mit geringer Dichte verteilt sind, in extremer Höhe angeregt werden. Das Leuchten von atomarem Sauerstoff bestimmt das Bild. Tiefer unten leuchtet der Sauerstoff faszinierend grün. Rötliche Streifen, die man seltener sieht, steigen über dem Horizont der Raumstation auf.

Die Aufnahme entstand, als die Raumstation über einen Punkt südöstlich von Australien flog. Die Sterne rechts über dem Horizont gehören zum Sternbild Canis Major, Orions großem Hund. Sirius ist der hellste Stern im Großen Hund. Er strahlt knapp über dem Horizont der Erde.

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