Das W in Kassiopeia

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Bildcredit und Bildrechte: Rogelio Bernal Andreo (Deep Sky Colors)

Beschreibung: Fünf helle Sterne zeichnen auf diesem breiten, farbenprächtigen Mosaik im nördlichen Sternbild Kassiopeia ein vertrautes W-förmiges Zickzackmuster.

Die Himmelsszene erstreckt sich auf etwa 15 Grad über reiche Sternfelder und enthält dunkle Wolken, helle Nebel und Sternhaufen in der Milchstraße. Der gelborangefarbene Alphastern Shedar in der Kassiopeia sticht hervor. Der gelbliche Riesenstern ist kühler als die Sonne, besitzt mehr als den 40-fachen Sonnendurchmesser und ist so lichtstark, dass er am Nachthimmel der Erde in einer Entfernung von 230 Lichtjahren hell leuchtet.

Der helle Gamma Cas, ein massereicher, schnell rotierender Stern in der Mitte des W, ist ungefähr 550 Lichtjahre entfernt. Der bläuliche Gamma Cas ist viel heißer als die Sonne. Seine intensive, unsichtbare Ultraviolettstrahlung ionisiert Wasserstoffatome in nahen interstellaren Wolken, sodass sie sichtbare rote H-alpha-Emissionen erzeugen, wenn die Atome mit Elektronen rekombinieren. Natürlich würden auch Nachthimmelsbeobachter im Sternsystem Alpha Centauri den von hellen Sternen gezogenen Umriss Kassiopeias sehen. Doch an ihrer etwa 4,3 Lichtjahre entfernten Beobachtungsposition wäre unsere Sonne ein sechster heller Stern in der Kassiopeia, der das Zickzackmuster knapp unter den linken Bildrand erweitert.

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