Mein Physikstudium habe ich 2009 mit einer Doktorarbeit aus der Beobachtenden Kosmologie abgeschlossen. Danach folgten einige Jahre als „Her Majesty’s Astronomer“ in England (Arbeit am HM Nautical Almanac Office). 2015 kehrte ich nach Österreich zurück, wo ich zuerst als Physik- und Mathematiklehrerin an einer AHS arbeitete, ehe ich meinen Traumjob im Haus der Natur in Salzburg fand: Als Kuratorin für Astronomie/Pädagogik gestalte ich den Bildungsbereich zum Thema Astronomie und Raumfahrt im Museum mit und leite auch die VEGA-Sternwarte Haus der Natur.
Bildcredit und Bildrechte: Nico Carver Diese Nahaufnahme eines Teleskops zeigt die zentrale Region des lichtschwachen Emissionsnebels IC 410 – und wurde in einem Hinterhof aufgenommen! Verwendet wurde die Hubble-Farbpalette. Im Bild werden Teile des sichtbaren Lichts mit einer Schmalbandaufnahme aus …
Wird hier etwa die Erde mit Laserstrahlen verteidigt? Nein. Diese Laser gehen von Teleskopen aus. Mit diesen verbessert man die Genauigkeit der Beobachtung. Indem man das Flackern von Sternenlicht beobachtet, kann man herausfinden, wie sich die Luft über einem Teleskop bewegt.
Habt ihr euch schon einmal gefragt, wie es aussieht, wenn man die Sonne knackt? Der „Eiernebel“, ein sonnenähnlicher Stern am Ende seiner stabilen Phase, kann das beantworten. Der Nebel ist auch als RAFGL 2688 oder CRL 2688 bekannt. Das Bild kombiniert Aufnahmen in sichtbaren und infraroten Wellenlängen.
Makemake (klingt wie [ˈmakeˈmake]) ist der zweithellste Zwergplanet im Kuipergürtel und hat einen Mond mit der Bezeichnung MK2. Makemakes Mond reflektiert Sonnenlicht mit einer kohlschwarzen Oberfläche, etwa 1300 Mal dunkler als sein Heimatkörper. Dennoch wurde er 2016 bei Beobachtungen mit dem Weltraumteleskop Hubble bei der Suche nach blassen Begleitern erspäht, und zwar mit derselben Technik, mit der man nach kleinen Begleitern von Pluto suchte.
Genauso wie bei Pluto und seinen Begleitern werden bei weiteren Beobachtungen von Makemake und dem umkreisenden Mond die Masse des Systems und seine Dichte vermessen. Das führt zu einem umfassenderen Verständnis der fernen Welten. MK2 ist etwa 160 Kilometer groß. Makemakes Durchmesser beträgt im Vergleich dazu 1400 Kilometer.
Diese Illustration zeigt die relative Größe und den Kontrast von MK2. Die imaginäre Szene eine unerforschte Grenze des Sonnensystems und blickt aus der Perspektive einer Raumsonde zurück, wo eine trübe Sonne in der Milchstraße leuchtet. Die Sonne ist mehr als 50 Mal weiter von Makemake entfernt als vom Planeten Erde.
Was sehen wir bei einem Flug über den Nordpol des Mars? Dieses Video zeigt so eine Reise. Es entstand aus Bildern der ESA-Sonde Mars Express aus dem Jahr 2019. Zuerst sehen wir unten eine Landschaft aus fein gemahlenem Boden, die vom rostigen Eisen rot getönt ist. Ein Teil davon erscheint dunkler.
Wie gut kennt ihr den Nachthimmel? Erkennt ihr auf einem sehr detailreichen Bild berühmte Objekte am Himmel? Hier ist ein Test: Die lang belichtete Aufnahme ist voller Filamente aus Staub und Gas. Sie sind normalerweise sehr blass. Findet ihr hier einige bekannte Wahrzeichen am Nachthimmel?
Wenn man auf dem Mars seinen Schatten sieht, und er ist nicht menschlich – dann stammt er vielleicht vom Rover Opportunity auf dem Mars. Opportunity erkundete den Roten Planeten von 2004 bis 2018. Dabei fand er Hinweise auf urzeitliches Wasser und schickte atemberaubende Bilder durchs innere Sonnensystem.
Der rote Riese Aldebaran verankert scheinbar die V-förmigen Hyaden links im Bild, doch er gehört nicht zum Sternhaufen der Hyaden. Die Hyaden sind 151 Lichtjahre entfernt und somit der nächstgelegene etablierte offene Sternhaufen, doch Aldebaran ist weniger als die Hälfte dieser Distanz entfernt und liegt in derselben Sichtlinie.
Rechts befindet sich der ungefähr 400 Lichtjahre entfernte offene Sternhaufen, der als Messier 45 katalogisiert ist. Wir kennen ihn auch als Plejaden oder Sieben Schwestern. In der griechischen Mythologie waren die Plejaden Töchter des astronomischen Titanen Atlas und der Meeresnymphe Pleione.
Der Pferdekopf ist ungefähr fünf Lichtjahre „groß“ und befindet sich 1500 Lichtjahre entfernt im Sternbild Orion. Die Ausdehnung aus undurchsichtigem Staub im fruchtbaren Molekülwolkenkomplex der Region hat aus unserer Perspektive in der Milchstraße gesehen zufällig eine erkennbare Form.
Orions östlichster Gürtelstern, der helle Alnitak, leuchtet links neben der Mitte. Alnitaks energiereiches Ultraviolettlicht befeuert das Leuchten des staubigen Flammennebels NGC 2024 direkt darunter. Der bläuliche Reflexionsnebel NGC 2023 unter dem Pferdekopf vervollständigt die Studie kosmischer Kontrasten. Dieses gut gerahmte Teleskopfeld umfasst am Himmel zirka 3 Vollmonde.
Charles Messier beschrieb den 88. Eintrag in seinem Katalog der Nebel und Sternhaufen aus dem 18. Jahrhundert als Spiralnebel ohne Sterne. Natürlich weiß man inzwischen, dass die prunkvolle M88 eine Galaxie voller Sterne, Gas und Staub ist, die unserer Milchstraße nicht unähnlich ist.
M88 ist 50 Millionen Lichtjahre entfernt und eine der hellsten Galaxien im Virgo-Galaxienhaufen. Die schönen Spiralarme in M88 sind auf diesem scharfen kosmischen Porträt gut erkennbar. Sie sind von jungen, blauen Sternhaufen, rötlichen Sternbildungsregionen und undurchsichtigen Staubbahnen gesäumt und breiten sich von einem gelblichen Kern aus, in dem eine ältere Sternpopulation überwiegt. Die Spiralgalaxie M88 umfasst 100.000 Lichtjahre.
Habt ihr schon einmal einen vollständigen Regenbogen gesehen? Vom Boden aus ist in der Regel nur der obere Teil eines Regenbogens sichtbar, weil es in Richtungen Boden zu wenig Regentropfen gibt. Aus der Luft ist jedoch häufiger der ganze 360-Grad-Kreis eines Regenbogens zu sehen.
Ein Regenbogen hat einen vollen Durchmesser von 84 Grad. Die Sonne steht exakt in der Gegenrichtung vom Zentrum eines Regenbogens. Als Bonus leuchtete außerhalb des ersten Regenbogens ein zweiter, dieser war blasser mit umgekehrten Farben.
Der Stern in der Mitte schuf das alles. Er wird als Drachenei bezeichnet, das sind seltene, heiße, leuchtstarke O-Sterne, die etwa 40-mal massereicher sind als die Sonne.
Der Stern erzeugte nicht nur den komplexen Nebel NGC 6164 in seiner unmittelbaren Umgebung, sondern der auch den umschließenden blauen Halo. Sein Name leitet sich teilweise von der Nähe zum malerischen Nebel NGC 6188 ab, der als „Die kämpfenden Drachen des Altars“ bekannt sind. In drei oder vier Millionen Jahren beendet der massereiche Stern sein Leben voraussichtlich mit einer Supernovaexplosion.
Der Nebel umfasst etwa vier Lichtjahre und hat eine bipolare Symmetrie, daher sieht er einem der häufigeren planetarischen Nebel ähnlich. Planetarische Nebel sind die gasförmigen Hüllen um ablebende sonnenähnliche Sterne. Wie viele planetarische Nebel hat auch NGC 6164 einen ausgedehnten blassen Halo, der auf diesem detailreichen Teleskopbild der Region blau abgebildet ist. Das Material breitet sich in das umgebende interstellare Medium aus, der blaue Halo wurde wahrscheinlich bei einer früheren aktiven Phase des O-Sterns ausgestoßen.
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