Helle Perseïden über Schweden

In der dämmrigen Landschaft im Vordergrund spiegelt sich der Himmel in einem ruhigen Gewässer. Vor der zart erkennbaren Milchstraße und dicht verteilten Sternen zischen einige Meteore über den Himmel. Hinter einem Wald ist der Horizont hell beleuchtet.
Bildcredit und Bildrechte: P-M Hedén (Clear Skies, TWAN)

Der jährliche Meteorschauer der Perseiden ist bekannt für seine hellen und raschen Sternschnuppen. Sie scheinen alle aus dem Sternbild Perseus kommend in die Erdatmosphäre einzutreten. Dieses Spektakel am Nordhimmel wird von Staubkörnchen verursacht, welche der Komet 109P/Swift-Tuttle auf seiner Umlaufbahn um die Sonne verliert. Beim Eintreten in die Erdatmosphäre verglühen diese Staubkörnchen und ziehen kurze, aber wunderschöne Spuren durch die Nacht.

Dieses Bild wurde zum Höhepunkt des Meteorschauers in der Nacht des 12. Augusts aus mehreren Einzelaufnahmen erstellt. Zwei besonders helle Perseiden ziehen über den Himmel, so hell, dass sogar ein Spiegelbild im Wasser zu sehen ist. Der Aufnahmeort ist der Küstenort Grisslehamn in Schweden.

Der hellste Stern dieser Szene ist Altair – nur wenig heller als die zwei hellsten Perseiden. Viele weitere Sternschnuppen ziehen ihre Spur über das schwache Band der Milchstraße. Da der Höhepunkt heuer mit dem Neumond zusammenfiel, störte kein helles Mondlicht diese Beobachtungen. Für viele Astronomiebegeistere bildete der Sternschnuppenschauer dieses Jahr auch den krönenden Abschluss eines Beobachtungsabends, der mit der Sonnenfinsternis begann!

Galerie der Sonnenfinsternis am 12. August 2026

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Totale Sonnenfinsternis über Grönland

Siehe Beschreibung. XXX Ein Klick auf das Bild lädt die höchstaufgelöste verfügbare Version.
Bildcredit und Bildrechte: Aditya Madhavan

Am 12. August 2026 verdunkelte der Schatten des Mondes Teile der Erde. Ausgehend vom Arktischen Ozean strich er über Teile Grönlands, Islands, den Atlantik und schließlich Portugal und Spanien. Für einige Momente konnten die Erdbewohner unter einem klaren Himmel eine totale Sonnenfinsternis bewundern.

Nachdem der Fotograf dem schlechten Wetter auf hoher See ausgewichen und er am Rype Fjord an der Ostküste Grönlands (71,07055N und 27,71252W) gelandet war, entstand um 17:33:26 dieser harterkämpfte Schnappschuss. Der Aufnahmeort befand sich ganz am Anfang eines Schönwetterstreifens entlang des Totalitätspfades. Das Foto dürfte für dieses Jahr das erste ungestörte Bild der komplett verdunkelten Sonne überhaupt sein! Das atemberaubende Bild zeigt auch die kurzlebigen Diamantringe und die Sonnenkorona, welche erst sichtbar wird wenn die Sonnenscheibe komplett verdeckt ist.

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NGC 6188: Drachen im Sternbild Altar

Vor einem blau schimmernden Hintergrund kämpfen zwei rötlich-braune Nebelfetzen, deren Form an Fabelwesen erinnert. Rechts unten ist ein runder Nebel, der an ein Drachenei erinnert.
Bildcredit und Bildrechte: Rod Prazeres

Wo findet man kämpfende Drachen am Himmel? Ein Beispiel sieht man hier im südlichen Sternbild Altar. Die Drachen bestehen nicht aus Schuppen, sondern aus eigenartig geformten Gas- und Staubwolken. Die himmlische Heimat der Fabelwesen ist auch unter der Katalognummer NGC 6188 bekannt. Sie ist etwa 4000 Lichtjahre von der Erde entfernt und liegt am äußeren Rand einer großen Molekülwolke.

Die Struktur Ara-OB1 ist in die Molekülwolke eingebettet. Darin entstanden massereiche Sterne, die nur ein paar Millionen Jahre jung sind. Sie formen die dunklen Gestalten und bringen den Nebel mit Sternwinden und intensiver UV-Strahlung zum Leuchten. Rechts unten gesellt sich noch ein ungewöhnlicher Nebel zu NGC 6188: der Emissionsnebel NGC 6164. Auch dieser Nebel entstand durch einen der massereichen Sterne in der Gegend.

Das Panorama wurde in Queensland aufgenommen, das zu Australien gehört. Es reicht am Himmel über ganze zwei Grad. Das ist so breit wie vier Vollmonde nebeneinander.

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Zwei Bänder leuchten über der Atacama

In einer felsigen Landschaft steht in der Ferne eine Person. Über ihr breitet sich der Sternenhimmel aus. Zu beiden Seiten der Person ragen helle, bogenförmige Lichtbänder vom Horizont auf.

Bildcredit und Bildrechte: Julien Looten

Was sind diese zwei Bänder am Himmel? Relativ häufig sieht man das linke: Es ist der zentrale Bereich unserer Milchstraße. Unsere Sonne kreist um dieses Zentrum unserer Spiralgalaxie. Wenn wir dorthin blicken, sehen wir ein langgestrecktes Band, das relativ gleichmäßig leuchtet und um den ganzen Himmel reicht.

Das zweite Band rechts im Bild sehen wir viel seltener: Es ist das Zodiakallicht. Dieses Band entsteht, weil der Staub im Sonnensystem das Licht der Sonne reflektiert. Am hellsten ist das Zodiakallicht direkt in der Nähe der Sonne. Deshalb sehen wir es am besten, wenn die Sonne gerade untergegangen ist oder bald aufgeht. An manchen Abenden leuchtet das Zodiakallicht sehr klar. Der Staub, der das Leuchten verursacht, stammt von Kometen, die zuvor nahe Jupiter vorbeigezogen sind. Das erkannte man übrigens erst in diesem Jahrhundert. Das Bild entstand vor etwa einem Jahr in der Atacama in Chile.

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Der Hydra-Galaxienhaufen

Links unten und rechts oben strahlen zwei helle Sterne mit Zacken. Dahinter sind viele Galaxien verteilt, etliche davon sind sehr klein.
Bildcredit und Bildrechte: Rafael Sampaio

Zwei Sterne in der Milchstraße leuchten auf diesem kosmischen Schnappschuss. Es sind helle Lichter mit Zacken, die wie Wächter wirken. Hinter den Sternen tummeln sich Galaxien, sie gehören zum Hydra-Galaxienhaufen. Die Sterne sind nur wenige Hundert Lichtjahre von uns entfernt. Dagegen beträgt die Distanz zu den Galaxien über 100 Millionen Lichtjahre!

Drei große Galaxien prägen den Zentralbereich: die beiden gelben elliptischen Galaxien NGC 3311 und NGC 3309 sowie die blaue Spiralgalaxie NGC 3312. Jede dieser Galaxien misst etwa 150.000 Lichtjahre. Links über NGC 3312 sind zwei Galaxien, die einander überlappen. Sie sind als NGC 3314 katalogisiert.

Der Hydra-Galaxienhaufen hat auch den Namen Abell 1060. Er ist einer der drei größten Galaxienhaufen in der Umgebung von 200 Millionen Lichtjahren. Im nahen Universum bindet die Gravitation große Galaxienhaufen aneinander. Die Haufen gehören zu noch größeren Strukturen. Man nennt sie Superhaufen. Selbst diese gewaltigen Strukturen sind anscheinend über noch größere Distanzen gebunden.

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Planetarischer Nebel mit kosmischen Fullerenen

Der Nebel Tc1 wurde vom JWST fotografiert. In diesem Nebel entdeckte man 2010 die ersten Buckminsterfullerene. Sie befinden sich in einer Hülle um den orangefarbenen Teil des Nebels im Inneren.
Bildcredit: NASA/ESA/CSA/J. Cami (Western University); Bildbearbeitung: K. Beecroft; Text: Jan Cami (Western University) und Cecilia Chirenti (NASA GSFC, UMCP, CRESST II)

Was passiert in diesem ungewöhnlichen Nebel? Das Bild stammt vom Weltraumteleskop James Webb. Es zeigt viele Details im planetarischen Nebel Tc1. Dort entdeckte man 2010 die ersten außerirdischen Fullerene! Der offizielle Name lautet Buckminsterfulleren. Das ist ein Molekül aus 60 Kohlenstoffatomen (C60) und sieht aus wie ein Fußball. Das Molekül wurde nach dem Architekten Buckminster Fuller benannt, der geodätische Kuppeln baute. Das Molekül erinnert an diese Kuppeln.

Mit dieser neuen Aufnahme des Webb Teleskops können wir nun die Fullerene im Nebel lokalisieren: Sie bevölkern hauptsächlich eine dünne Kugelschale um den Zentralstern. Im Bild ist die Schale die helle Grenze des orange gefärbten inneren Bereichs. Wenn man sich den Zentralbereich noch genauer anschaut, so entdeckt man eine noch verblüffendere Struktur: Der Nebel formt hier ein filigranes Fragezeichen, das auf den Kopf gestellt ist. Es steht für all die Fragen, die dieser Nebel noch aufwirft!

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Saturn bei Nacht

Der Planet Saturn regiert das Bild. Eine schmale Sichel ist oben beleuchtet, sein Schatten fällt zur Kamera auf die Ringe. Die Kamera der Raumsonde blickte bei der Aufnahme zur Sonne.
Bildcredit: NASA, JPL-Caltech, Institut für Weltraumwissenschaften, Mindaugas Macijauskas

Saturn mit seinen schönen Ringen ist oft der „Promi“, wenn man mit Teleskop beobachtet. Aber dieser beeindruckende Anblick, der die Nachtseite des Gasriesen zeigt, der einen Schatten auf die Ringe wirft, ist von der Erde aus nicht möglich. Wir blicken aus der Richtung der Sonne zum Saturn. Daher sehen wir ständig seine Tagseite.

Das Foto zeigt nur eine schmale Sichel, die von der Sonne beleuchtet ist. Es stammt von der Raumsonde Cassini. Diese erreichte den Planeten nach einer siebenjährigen Reise von der Erde aus und umkreiste Saturn für weitere 13 Jahre. Von 2004 bis 2017 blieb die Sonde aktiv, ehe sie in die Atmosphäre des Gasriesen eintauchte. Dort wurde sie am 15. September 2017 zerstört.

Diese Aufnahme ist ein Mosaik aus verschiedenen Aufnahmen von Cassinis Weitwinkelkamera. Es entstand nur zwei Tage vor dem finalen Eintauchen in Saturns Atmosphäre. Einen Blick auf die dunkle Seite Saturns gibt es erst wieder, wenn ein weiteres Raumschiff von der Erde auf Besuch kommt.

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Das Nebelreich von WR 134

Mitten in orange-roten Nebelschwaden leuchtet ein fragmentarischer runder blauer Nebel um den Wolf-Rayet-Stern 134.
Bildcredit und Bildrechte: Luigi Morrone

Der kosmische Schnappschuss zeigt ein Gebiet im Sternbild Schwan. Der Ausschnitt ist am Himmel doppelt so groß wie der Vollmond. Das Foto entstand mit Schmalbandfiltern. Es betont die Grenze des ringförmigen Nebels aus ionisiertem Wasserstoff und Sauerstoff.

In den weiten interstellaren Wolken liegen komplexe, gebogene Strukturen. Es ist Material, das der Sternenwind des Wolf-Rayet-Sterns WR 134 formte. WR 134 ist der hellste Stern mitten im Bild. Er ist ungefähr 6000 Lichtjahre von uns entfernt. Das bedeutet, dass der Bildausschnitt etwa 100 Lichtjahre breit ist.

Wolf-Rayet-Sterne verströmen besonders starke Sternwinde. Sie stoßen ihre äußersten Hüllen komplett ab. Wenn ihr Material für Kernfusion aufgebraucht ist, enden diese Sterne mit spektakulären Supernova-Explosionen. Ihre Sternwinde und das Material, das sie bei der finalen Supernova ausstoßen, reichern das Gas zwischen den Sternen mit schweren Elementen an. Dieses Gas bildet neue Generationen von Sternen.

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