Dreifache Ausrichtung: Flugzeug, Raumstation, Sonne

Die Sonne hat ein paar kleine Flecken, der Rand ist etwas dunkler als die Mitte. Links zieht die ISS über die Sonne. Das war gut geplant. Zufällig und überraschend flog aber auch ein Flugzeug vor der Sonne vorbei.
Bildcredit und Bildrechte: Petr Horalek / Inst. f. Physik Opava

Das Bild war eine Überraschung. Es zeigt nicht nur Sonnenflecken. Das sind die kleinen, dunklen Regionen auf der Sonnenoberfläche. Sie entstehen durch Magnetfelder. Sonnenflecken bestehen meist ein paar Wochen lang. Doch die Flecken im Bild sah man schon seit einigen Tagen. Sie kamen nicht unerwartet.

Auch die Internationale Raumstation ISS war keine Überraschung. Schließlich plante der Fotograf seine Aufnahme auf die Sekunde genau, um genau dieses ikonische Objekt vor der Sonne festhalten zu können! Die ISS ist die kleine dunkle Struktur links neben der Mitte. Doch das Flugzeug war eine Überraschung. Es schob sich genau im Moment der Aufnahme ebenfalls vor die Sonne und verursachte eine „Mini-Sonnenfinsternis„!

Das Bild wurde in Prasek in Tschechien aufgenommen. Es zeigt drei Objekte zusammen: Flugzeug, ISS und Sonne. Der Fotograf schätzt, dass die Chancen für ein zufälliges Foto der Sonne, das sowohl die ISS als auch ein Flugzeug zeigt, bei ungefähr 30 Millionen zu Eins liegen.

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Webbs Blick auf M64

Hubble- und JWST-Aufnahme von M64. Eine massereiche Spiralgalaxie leuchtet mit einem gelben Kern, der von Armen voller orange-braunem Staub und rosa-blauen Gebieten mit Sternbildung umgeben ist. Die Galaxie ist von einem Schleier aus dunklem Staub umgeben. Sie schimmert vor dem schwarzen Weltraum, der hier und da mit wenigen Sternen übersät ist.

Bildcredit: NASA, CSA, ESA, F. Belfiore (ESO), J. Lee (STScI), A. Leroy (OSU), and D. Thilker (JHU);
Bildbearbeitung: G. Kober (NASA/Katholische Universität); Text: Keighley Rockcliffe (NASA GSFC, UMBC CSST, CRESST II)

Manchmal zeigt das James-Webb-Teleskop Licht, wo Hubble nur Dunkelheit sah. Ein Beispiel dafür zeigt dieses Bild der Galaxie Messier 64. Die nahe gelegene Spiralgalaxie M64 hat viele Namen. Weil ein dunkler Staubstreifen teilweise ihren hellen Kern verdeckt, nennt man sie unter anderem „Blaues-Auge-Galaxie„.

Das Weltraumteleskop James Webb zeigt mit seinem Infrarot-Instrument MIRI auch den dunklen Staub. Im Bild leuchtet er rötlich, denn er absorbiert das Licht junger Sterne und strahlt es dann wieder ab. Die jungen Sterne liegen in der rosa leuchtenden Region im zweiten Hubble-Bild. Dort entstehen Sterne.

Die inneren und äußeren Regionen aus Staub drehen sich in entgegengesetzte Richtung um das Zentrum. An den Schnittpunkten entstehen sehr viele neue Sterne. Diese Bewegung entstand wahrscheinlich, als M64 mit einer kleineren Galaxie zusammenstieß. Das war vor langer Zeit. Im Großen und Ganzen erfahren Spiralgalaxien wenig solcher Begegnungen. Doch Beispiele wie M64 zeigen, dass Kollisionen mit anderen Galaxien auch friedliebende Spiralgalaxien verformen. Zu diesen gehört auch unsere Milchstraße.

In der Astronomie untersucht man mit Aufnahmen des Weltraumteleskops James Webb die Struktur und Bewegung des Staubs in M64. So will man herausfinden, wie er zusammengesetzt ist. Dadurch erfahren wir mehr über die Geschichte und die Entwicklung der Galaxie.

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Woher unsere Elemente stammen

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Bildcredit: NASA / GSFC, SVS

Der Wasserstoff, der in unseren Körpern und in jedem einzelnen Wassermolekül im Universum existiert stammt noch immer vom Urknall: Es gibt keine anderen nennenswerten Quellen für dieses Element im gesamten Universum. Der Kohlenstoff aus in unseren Zellen hingegen wurde im Nuklearen Feuer im Inneren von Sternen erbrütet, genauso wie Sauerstoff. Das Eisen ist ein Produkt lang vergangener Supernova Explosionen. Und das Gold, das wir als Schmuck am Körper tragen? Es stammt wahrscheinlich aus der Kollision von Neutronensternen, die als kurzlebige Gamma-Strahlen Ausbrüche oder Gravitationswellen Ereignisse sichtbar gewesen wären. Elemente wie Phosphor und Kupfer sind in nur kleinen Mengen in unseren Körpern, aber sie sind notwendig für Leben wie wir es kennen.

Das hier dargestellte Periodensystem zeigt für jedes Element das wahrscheinlichste Herkunftsereignis. Für manche Elemente – wie auch Kupfer – ist die Herkunft noch ungeklärt und ein Teil aktueller Forschung und Beobachtungen.

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Überwiegend Perseiden

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Bildcredit und Bildrechte: Jakub Koukal (Valašské Meziříčí Observatory)

Vier verschiedene Kameras, deren Hauptzweck das Monitoring von Meteoren ist, nahmen dieses Bild in der Nacht vom 12 – 13 August in Tschechien auf. Um das Bild zu erstellen, mussten die vier Einzelbilder ausgerichtet und schließlich vereinigt werden.

In dieser Nacht wurden 1706 Meteore gezählt. Da diese Nacht mit dem Höhepunkt des Perseiden Sternschnuppenschauers im Jahr 2026 zusammenfiel, sind auch die meisten hier abgebildeten Meteore Perseiden. Ihre große Anzahl macht es einfach, sie zu sehen. Die Perseiden scheinen alle aus einem einzigen Punkt, dem Radianten, am oberen rechten Bildrand zu kommen. Dieser Punkt befindet sich im Sternbild Perseus.

Aber auch Meteore anderer Sternschnuppenschauer ziehen ihre Spuren über das Bild: Ein solcher Strom hat seinen Radianten im Sternbild Schwan (Cygnus). Er ist auch bekannt unter dem Namen Kappa Cygnids. Der Antihelion Komplex, eine Gegend nahe dem Sternbild Wassermann und somit gegenüber der Sonne, lässt sich ebenfalls als ein Radiant für einen schwachen Sternschnuppenstrom identifizieren.

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Helle Perseïden über Schweden

In der dämmrigen Landschaft im Vordergrund spiegelt sich der Himmel in einem ruhigen Gewässer. Vor der zart erkennbaren Milchstraße und dicht verteilten Sternen zischen einige Meteore über den Himmel. Hinter einem Wald ist der Horizont hell beleuchtet.
Bildcredit und Bildrechte: P-M Hedén (Clear Skies, TWAN)

Der jährliche Meteorschauer der Perseïden ist bekannt für seine hellen und raschen Sternschnuppen. Sie scheinen alle aus dem Sternbild Perseus kommend in die Erdatmosphäre einzutreten. Dieses Spektakel am Nordhimmel wird von Staubkörnchen verursacht, welche der Komet 109P/Swift-Tuttle auf seiner Umlaufbahn um die Sonne verliert. Beim Eintreten in die Erdatmosphäre verglühen diese Staubkörnchen und ziehen kurze, aber wunderschöne Spuren durch die Nacht.

Dieses Bild wurde zum Höhepunkt des Meteorschauers in der Nacht des 12. Augusts aus mehreren Einzelaufnahmen erstellt. Zwei besonders helle Perseïden ziehen über den Himmel, so hell, dass sogar ein Spiegelbild im Wasser zu sehen ist. Der Aufnahmeort ist der Küstenort Grisslehamn in Schweden.

Der hellste Stern dieser Szene ist Altair – nur wenig heller als die zwei hellsten Perseïden. Viele weitere Sternschnuppen ziehen ihre Spur über das schwache Band der Milchstraße. Da der Höhepunkt heuer mit dem Neumond zusammenfiel, störte kein helles Mondlicht diese Beobachtungen. Für viele Astronomiebegeistere bildete der Sternschnuppenschauer dieses Jahr auch den krönenden Abschluss eines Beobachtungsabends, der mit der Sonnenfinsternis begann!

Galerie der Sonnenfinsternis am 12. August 2026

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Totale Sonnenfinsternis über Grönland

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Bildcredit und Bildrechte: Aditya Madhavan

Am 12. August 2026 verdunkelte der Schatten des Mondes Teile der Erde. Ausgehend vom Arktischen Ozean strich er über Teile Grönlands, Islands, den Atlantik und schließlich Portugal und Spanien. Für einige Momente konnten die Erdbewohner unter einem klaren Himmel eine totale Sonnenfinsternis bewundern.

Nachdem der Fotograf dem schlechten Wetter auf hoher See ausgewichen und er am Rype Fjord an der Ostküste Grönlands (71,07055N und 27,71252W) gelandet war, entstand um 17:33:26 dieser harterkämpfte Schnappschuss. Der Aufnahmeort befand sich ganz am Anfang eines Schönwetterstreifens entlang des Totalitätspfades. Das Foto dürfte für dieses Jahr das erste ungestörte Bild der komplett verdunkelten Sonne überhaupt sein! Das atemberaubende Bild zeigt auch die kurzlebigen Diamantringe und die Sonnenkorona, welche erst sichtbar wird wenn die Sonnenscheibe komplett verdeckt ist.

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NGC 6188: Drachen im Sternbild Altar

Vor einem blau schimmernden Hintergrund kämpfen zwei rötlich-braune Nebelfetzen, deren Form an Fabelwesen erinnert. Rechts unten ist ein runder Nebel, der an ein Drachenei erinnert.
Bildcredit und Bildrechte: Rod Prazeres

Wo findet man kämpfende Drachen am Himmel? Ein Beispiel sieht man hier im südlichen Sternbild Altar. Die Drachen bestehen nicht aus Schuppen, sondern aus eigenartig geformten Gas- und Staubwolken. Die himmlische Heimat der Fabelwesen ist auch unter der Katalognummer NGC 6188 bekannt. Sie ist etwa 4000 Lichtjahre von der Erde entfernt und liegt am äußeren Rand einer großen Molekülwolke.

Die Struktur Ara-OB1 ist in die Molekülwolke eingebettet. Darin entstanden massereiche Sterne, die nur ein paar Millionen Jahre jung sind. Sie formen die dunklen Gestalten und bringen den Nebel mit Sternwinden und intensiver UV-Strahlung zum Leuchten. Rechts unten gesellt sich noch ein ungewöhnlicher Nebel zu NGC 6188: der Emissionsnebel NGC 6164. Auch dieser Nebel entstand durch einen der massereichen Sterne in der Gegend.

Das Panorama wurde in Queensland aufgenommen, das zu Australien gehört. Es reicht am Himmel über ganze zwei Grad. Das ist so breit wie vier Vollmonde nebeneinander.

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Zwei Bänder leuchten über der Atacama

In einer felsigen Landschaft steht in der Ferne eine Person. Über ihr breitet sich der Sternenhimmel aus. Zu beiden Seiten der Person ragen helle, bogenförmige Lichtbänder vom Horizont auf.

Bildcredit und Bildrechte: Julien Looten

Was sind diese zwei Bänder am Himmel? Relativ häufig sieht man das linke: Es ist der zentrale Bereich unserer Milchstraße. Unsere Sonne kreist um dieses Zentrum unserer Spiralgalaxie. Wenn wir dorthin blicken, sehen wir ein langgestrecktes Band, das relativ gleichmäßig leuchtet und um den ganzen Himmel reicht.

Das zweite Band rechts im Bild sehen wir viel seltener: Es ist das Zodiakallicht. Dieses Band entsteht, weil der Staub im Sonnensystem das Licht der Sonne reflektiert. Am hellsten ist das Zodiakallicht direkt in der Nähe der Sonne. Deshalb sehen wir es am besten, wenn die Sonne gerade untergegangen ist oder bald aufgeht. An manchen Abenden leuchtet das Zodiakallicht sehr klar. Der Staub, der das Leuchten verursacht, stammt von Kometen, die zuvor nahe Jupiter vorbeigezogen sind. Das erkannte man übrigens erst in diesem Jahrhundert. Das Bild entstand vor etwa einem Jahr in der Atacama in Chile.

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