Kollision von Galaxienhaufen

Vor dem dunklen Hintergrund schimmern Galaxien als verschwommene weiße Punkte. Eine leuchtend blaue Spirale breitet sich von der Mitte her aus.

Bildcredit: Röntgen: NASA/CXC/CfA/C. Watson et al.; Optisch: PanSTARRS; Bildbearbeitung: NASA/CXC/SAO/N. Wolk und P. Edmonds; Text: Cecilia Chirenti (NASA GSFC, UMCP, CRESST II)

Diese wunderschöne Spiralstruktur leuchtet im Röntgenlicht. Sie ist ungefähr 20-mal so groß wie unsere Galaxie. Die Struktur ist Teil des Galaxienhaufens Abell 2029 und befindet sich in einer Entfernung von einer Milliarde Lichtjahren.

Galaxienhaufen sind die größten, gravitativ gebundenen Strukturen des Universums. So besteht auch Abell 2029 aus tausenden von Galaxien, eingebettet in eine große Wolke aus heißem Gas – und Dunkler Materie, die einer Gesamtmasse von mehreren Billionen Sonnenmassen entspricht und für die meiste Masse verantwortlich ist. (Übrigens: Die Galaxien kann man sehen, wenn man mit dem Mauszeiger über das Bild fährt oder diesem Link folgt!)

Die hell leuchtende Spirale im Bild ist das heiße Gas des Galaxienhaufens, hauptsächlich Wasserstoff und Helium. Es hat eine Temperatur von mehreren Millionen Grad Celsius. Diese Struktur wurde erst kürzlich untersucht. Dabei wurden Bilddaten des Chandra Röntgenteleskops der NASA ausgewertet. So konnte gezeigt werden, dass Abell 2029 vor etwa 4 Milliarden Jahren eine Kollision mit einem kleinen Galaxienhaufen hatte. Diese Kollision beeinflusste das Schwerefeld und verursachte Hin- und Herbewegungen im Haufengas. Dadurch entstand die Spiralstruktur.

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Messier-Krater in Stereo

Siehe Beschreibung. XXX Ein Klick auf das Bild lädt die höchstaufgelöste verfügbare Version.
Bildcredit: Apollo 11, NASA; Rechte am Stereobild: Patrick Vantuyne

Viele helle Nebel und Sternhaufen am Nachthimmel finden sich im berühmten Katalog des Astronomen Charles Messier wieder. Aber auch zwei große und beeindruckende Krater tragen seinen Namen: Sie sind als deutliche Strukturen im ansonsten flachen Mare Fecunditatis (Meer der Fruchtbarkeit) zu sehen. Der Krater Messier (links) ist 15 mal 8 Kilometer groß, während Messier A Ausmaße von 16 mal 11 Kilometern hat.

Die leicht längliche Form wurde durch einen Einschlag im flachen Winkel verursacht. Dieser Einschlag verursachte auch zwei helle Spuren aus Auswurfsmaterial, welche sich über die Mondoberfläche (rechts vom Bild) erstrecken. Das Bild soll mit 3D Brillen (rot-blau, wobei rot am linken Auge sein soll) betrachtet werden. Es entstand aus hochaufgelösten Scans zweier Bilder (AS11-42-6304 und AS11-42-6305) die während der Apollo 11 Mission zum Mond aufgenommen wurden.

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R3 PANSTARRS: Ein Komet im Orion

In einem Sternenfeld leuchten drei große Objekte. Ganz oben ist ein heller Stern. In der Mitte leuchtet ein kleiner hellblauer Nebel. Und ganz unten ist ein Komet, dessen langer Schweif nach links oben ragt. Er zieht vor dem Stern und dem blauen Nebel vorbei.

Bildcredit und Bildrechte: Jakub Kuřák und Martin Mašek (FZU of the Czech Academy of Sciences)

In welche Richtung bewegt sich der Komet R3 PanSTARRS? Nein, nicht zum hellen Stern im oberen Bildrand – dabei handelt es sich um Rigel, der weit entfernt im Hintergrund liegt und nichts mit dem Kometen zu tun hat. Er fliegt auch nicht durch den Nebe in der Bildmitte: Der Hexenkopfnebel ist ebenfalls viel zu weit im Hintergrund, als dass der Komet in dessen Nähe sein könnte. Er befindet sich eher in der Nachbarschaft von Rigel!

Auch in Richtung Nordhimmel bewegt er sich nicht: Der Komet C/2025 R3 (PanSTARRS) hat sich im Lauf der letzten Wochen an den Südhimmel der Erde bewegt. Er ist inzwischen am besten von der Südhalbkugel aus sichtbar: im Westen, kurz nach Sonnenuntergang. Langsam bewegt sich Komet R3 PanSTARRS nun in Richtung des oberen rechten Ecks, jede Nacht ein bisschen mehr. Bald wird er sich dann im Sternbild Orion befinden.

Langsam bewegt er sich auch aus dem inneren Sonnensystem heraus, sollte aber für etwa eine Woche in Kameras sichtbar bleiben. Das Bild wurde vorige Woche in der Nähe von Cerro Paranal in Chile fotografiert.

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Himmelsbaum im Süden

Hinter der Astgabel eines dürren Baumes liegt der Südpol des Sternenhimmels. Auf der lang belichteten Aufnahme ziehen die Sterne Kreise um diesen Punkt. Der Horizont ist gelb beleuchtet.
Bildcredit und Bildrechte: Kiko Fairbairn; Text: Cecilia Chirenti (NASA GSFC, UMCP, CRESST II)

Leute auf der Nordhalbkugel kennen wahrscheinlich schon den ein oder anderen Trick, um den Nordstern Polaris zu finden. Der Stern hilft, die Richtung nach Norden zu erkennen und markiert recht genau den Himmelsnordpol. Am Himmel der Südhalbkugel gibt es keinen hellen Stern, der den Pol markiert. Doch das Kreuz des Südens hilft, die Südrichtung zu finden.

Dieses Bild wurde am 20. August 2018 in Padre Bernardo (Goiás, Brasilien) aufgenommen. Es zeigt die scheinbare Bewegung der Sterne um den leeren Himmelssüdpol in einem Zeitraum von zwei Stunden. Jeder Stern braucht 24 Stunden 1, um den Pol einmal komplett zu umrunden.

Padre Bernardo liegt in der Region Cerrado, einer tropischen Savanne. Sie hat eine hohe Biodiversität und bedeckt einen großen Teil von Zentralbrasilien. Der trockene Ast des Baumes trägt scheinbar das Sternrad. In der Trockenzeit im südlichen Winter ist so ein Ast ein alltäglicher Anblick.

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  1. Genau genommen 23h 56min 4,09sec ↩︎

Die ISS gleitet über den Mond

Über dem zu drei Vierteln beleuchteten Mond schwebt die Internationale Raumstation ISS. Auf dem Mond treten Krater und dunkle Lavabecken sehr markant hervor. Rechts sind sie von langen hellen Strahlen überzogen.
Bildcredit und Bildrechte: Sébastien Borie; Text: Keighley Rockcliffe (NASA GSFC, UMBC CSST, CRESST II)

Nein, hier landet kein UFO auf dem Mond! Das Foto zeigt die Internationale Raumstation (ISS), kurz bevor sie vor dem Mond vorüberzieht. Die ISS umrundet die Erde in einem niedrigen Orbit 1 und saust alle 90 Minuten einmal um die ganze Welt. Seit 25 Jahren umrundet sie 16 Mal am Tag unsere Heimat. In dieser Zeit hat sie schon viele Fotos mit bekannten Himmelsobjekten verschönert, z. B. von Venus, Mars, Saturn und der Sonne.

Forschende aus 100 Nationen führten schon über 1000 Experimente auf der ISS durch. Eines der ersten Experimente untersuchte das Wachstum von Eiweißkristallen. Das brachte Fortschritte in der medizinischen Forschung mit sich. Die Leute auf der ISS untersuchen das Wachstum von Pflanzen, die Aufbereitung von Wasser, Gesundheit und vieles mehr. Das unterstützt auch die Missionen Artemis. Dank all dieser Forschung reisen Menschen nun weiter als je zuvor ins All!

Findet ihr das außerirdische Labor der NASA am Himmel?

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  1. Low Earth Orbit, LEO ↩︎

Der lange, zarte Schweif des Kometen R3 (PanSTARRS)

Der Komet R3 (PanSTARRS) hat einen langen, zarten Ionenschweif, der von der Sonne wegzeigt. Er zieht diagonal durch das ganze Bild.
Bildcredit und Bildrechte: Haythem Hamdi

Warum hat der Komet R3 (PanSTARRS) so einen zarten Schweif? Der neueste Besucher im inneren Sonnensystem ist der Komet C/2025 R3 (PanSTARRS). Er stößt bereits eine eindrucksvolle Menge an leuchtendem Gas aus. Sein Schweif beginnt beim Zentralkern, der aus schmutzigem Eis besteht und nicht sichtbar ist. Wahrscheinlich ist er nur ein paar Kilometer groß.

Die Sonne erwärmt den Kern. Daraufhin stößt er eine Wolke aus neutralem Gas aus, das die sogenannte Koma um den Kern bildet. Sie leuchtet hellgrün. Sehr energiereiches Sonnenlicht ionisiert das Gas, und der Sonnenwind drückt es in einen Schweif, der von der Sonne wegzeigt. Er leuchtet hellblau. Der Sonnenwind, der sich ständig ändert, verursacht auch die zarte Struktur im Ionenschweif.

Das Bild wurde vor zwei Tagen auf Rhode Island in den USA aufgenommen. Es zeigt den Ionenschweif des Kometen. Am besten sehen wir den Kometen R3 (PanSTARRS) auf der Nordhalbkugel in den nächsten 10 Tagen, und zwar früh am Morgen. Dann wird er zu einem Objekt für den Südhimmel.

Galerie: Komet R3 im Jahr 2026

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Die Kaulquappen in IC 410

Zwei Wolken mit der Form von Kaulquappen schlängeln sich rechts unten in einem Tümpel aus taubenblau schimmerndem Gas.
Bildcredit und Bildrechte: Nico Carver

Diese Nahaufnahme zeigt die zentrale Region im blassen Emissionsnebel IC 410. Sie entstand mit einem Teleskop in einem Hinterhof und wurde mit der Hubble-Palette gefärbt. Bilder in sichtbarem Licht werden von einer Schmalband-Aufnahme aus dem infraroten Bereich ergänzt.

Rechts unter der Mitte schlängeln sich zwei Wesen in dem interstellaren Tümpel aus Staub und Gas: die Kaulquappen von IC 410. Staub im Vordergrund verdunkelt den Nebel ein bisschen. Er umgibt NGC 1893, das ist ein junger Sternhaufen in unserer Galaxis. Vor nur 4 Millionen Jahren sind in dieser Wolke Sterne entstanden. Sie sind unglaublich heiß und hell und bringen das leuchtende Gas, das sie umgibt, mit ihrer Energie zum Leuchten.

Doch die kosmischen Kaulquappen bestehen aus kühlerem Staub und Gas. Sie sind etwa 10 Lichtjahre lang und ein Ort, an dem Sterne entstehen! Sternwinde und Strahlung formen die Kaulquappen. Helle Kanten aus ionisiertem Gas umrahmen ihre Köpfe. Die Schweife hingegen zeigen von den jungen Sternen im zentralen Haufen fort. IC 410 ist etwa 10.000 Lichtjahre von uns entfernt und liegt im Sternbild Fuhrmann (Auriga).

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Lichter am Himmel über dem Paranal-Observatorium

Über ein paar große Teleskope leuchtet ein bunter Himmel. Besonders auffällig ist das Band der Milchstraße. Es wölbt sich über das ganze Bild. Orangefarbene Laserstrahlen verbinden rechts eins der Teleskope mit dem Himmel.

Bildcredit und Bildrechte: Julien Looten

Wird hier etwa die Erde mit Laserstrahlen verteidigt? Nein. Diese Laser gehen von Teleskopen aus. Mit diesen verbessert man die Genauigkeit der Beobachtung. Indem man das Flackern von Sternenlicht beobachtet, kann man herausfinden, wie sich die Luft über einem Teleskop bewegt.

Doch nicht überall gibt es einen passenden hellen Stern. Dann erzeugt man mit einem hellen Laserkünstliche Sterne„. Wenn man so einen künstlichen Laser-Stern beobachtet, findet man heraus, wie die Atmosphäre der Erde die Beobachtung verändert. Moderne Teleskopspiegel können sich anpassen und Störungen weitgehend ausgleichen. Das wird als adaptive Optik bezeichnet. Damit gelingen auch mit Teleskopen auf der Erde genaue Aufnahmen von Sternen, Planeten und Nebeln.

In der Mitte stehen die Teleskope am ParanalObservatorium in Chile. Links schimmern ein grünes Nachthimmellicht und die beiden Magellanschen Wolken. Rechts leuchtet der Himmel rötlich. In der Mitte wölbt sich das majestätische Band der Milchstraße in einem Bogen.

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