Jupiter und die Monde

Über dem riesigen Mond strahlt der helle Jupiter mit seinen vier galileischen Monden. Die Nachtseite des Mondes wird von der Erde beleuchtet, daher erkennt man Meere und Strahlen um den Krater Tycho.
Bildcredit und Bildrechte: Chirag Upreti

Wie viele Monde seht ihr hier? Die Antwort lautet: Fünf. Vier kreisen um Jupiter, und Luna umrundet die Erde. Das Bild mit mehreren Monden gelang, weil sich der Erdmond letzte Woche direkt vor Jupiter schob. Dieses Bild entstand aus einer Serie, die kurz nach der Bedeckung in Westchester fotografiert wurden. Westchester liegt im Bundesstaat New York in den USA.

Links unten strahlt die überbelichtete Sichel des Erdmondes, die von der Sonne beleuchtet wird. Die Nachtseite des Mondes ist rechts oben. Sie ist zart in Erdschein getaucht. Jupiters helle galileische Monde stehen fast senkrecht über dem Mond. Von unten nach oben bilden Ganymed, Io, Kallisto und Europa eine Reihe. Kallisto, Ganymed und Io sind größer als der Mond der Erde, nur Europa ist etwas kleiner.

Derzeit kreist die robotische NASA-Raumsonde Juno um Jupiter. Sie zog an drei dieser Monde in geringem Abstand vorbei.

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Die Rückseite des Mondes

Foto der gesamten Rückseite des Erdmonds. Sie ist von vielen Kratern zernarbt und besitzt nur eine kleine Stelle, an der Lava aus dem Inneren zur Oberfläche gedrungen ist.
Bildcredit und Bildrechte: NASA / GSFC / Arizona State Univ. / Lunar Reconnaissance Orbiter

Der Mond zeigt uns auf der Erde stets die bekannte erdnahe Seite, weil er gebunden rotiert. Doch aus der Mondumlaufbahn kann man auch die erdferne Seite beobachten. In der Tat zeigt dieses scharfe Bild die Seite, die wir nicht sehen. Es ist ein Mosaik aus Bildern der Weitwinkelkamera des Lunar Reconnaissance Orbiter und Teil eines Mosaiks der gesamten Oberfläche des Monds. Dieses entstand zwischen November 2009 und Februar 2011. In der Version mit der höchsten Auflösung zeigt es Einzelheiten, die gerade einmal 100 Meter groß sind.

Es überrascht vielleicht, dass die raue, von Kratern übersäte Oberfläche der Mondrückseite ganz anders aussieht als die Vorderseite, die von glatten, dunklen Ebenen geprägt ist. Vermutlich liegt das daran, dass die Kruste auf der Rückseite dicker ist. Deswegen konnte geschmolzenes Material aus dem Inneren nicht so leicht zur Oberfläche fließen und die dunklen, glatten Maria bilden.

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Der Krater Stickney

Ein asteroidenähnlicher Körper ragt ins Bild. Oben ist ein riesiger Krater, halb so breit wie der Mond Phobos. Links oben ist ein kleinerer Krater, der trichterförmig wirkt. Kleine Krater und viele Rillen überziehen den Mond. Rechts ist eine Kante, über die Geröll gerutscht ist. Dort befinden sich keine Krater. Unten ist helles Material, das von Kratern und Rillen überzogen ist. Vermutlich wurde dort kürzlich eine tiefer gelegene Schicht freigelegt.
Bildcredit und Bildrechte: HiRISE, MRO, LPL (U. Arizona), NASA

Stickney ist der größte Krater auf dem Marsmond Phobos. Benannt wurde er nach der Mathematikerin Chloe Angeline Stickney Hall. Ihr Mann war der Astronom Asaph Hall, der im Jahr 1877 beide Monde des Roten Planeten entdeckte. Stickney ist mehr als 9 Kilometer breit, also fast halb so groß wie Phobos. Der Einschlag, der den Krater schlug, hätte den winzigen Mond wahrscheinlich fast gesprengt.

Dieses Bild zeigt Stickney und seine Umgebung in kontrastverstärkten Farben. Es stammt von der Kamera HiRISE. Sie befindet sich an Bord des Mars Reconnaissance Orbiter. Die Sonde flog im März 2008 in einer Distanz von nur 6000 km an Phobos vorbei.

Der Mond hat eine Ähnlichkeit mit Asteroiden. An der Oberfläche von Phobos ist die Gravitation 1000-mal geringer als auf der Erde. Dennoch lassen die Streifen im Bild vermuten, dass loses Material mit der Zeit die Wände im Krater hinabgerutscht ist. Helle, bläuliche Regionen nahe am Kraterrand zeigen eine Oberfläche, die vielleicht relativ frisch freigelegt ist.

Der Ursprung der seltsamen Rillen, die außen an der Oberfläche verlaufen, ist rätselhaft. Eine mögliche Ursache sind starke Gezeitenkräfte, denen Phobos auf seiner Bahn nahe am Planeten ausgesetzt ist. Vielleicht entstanden sie aber auch schon bei dem Einschlag, der den Krater schuf.

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Smörgåsbord mit Saturn-System

Saturn liegt schräg im Bild, umgeben von vielen seiner größeren Monde, die beschriftet sind.
Bildcredit und Bildrechte: Tom Williams

Wie wurde das Saturn-System so detailreich abgebildet? Der Astrofotograf Tom Williams bannte die feinen Details, weil die Bedingungen der Atmosphäre fast perfekt waren. Das bedeutet mehr, als der Himmel wolkenlos war. Luftschichten können unterschiedliche Temperatur und Dichte haben. Wenn sie in Bewegung geraten, brechen sie das Licht auf dem Weg durch die Atmosphäre der Erde. Das verzerrt astronomische Fotos. Die Qualität der Durchsicht nennt man Seeing (astronomische Luftruhe). Wenn in der Luft weniger Bewegung ist, sorgt das für schärfere Bilder.

Wenn das Seeing das Licht verzerrt, fällt das bei Objekten im Sonnensystem wie dem Saturn besonders ins Gewicht. Am Nachthimmel erscheinen diese Körper kleiner als Nebel und Galaxien. Daher brauchen wir eine stärkere Vergrößerung, um sie im Detail zu beobachten. Das vergrößert gleichzeitig auch die Störeffekte des Seeings.

Der Astrofotograf verringerte den Einfluss des Seeings mit der Methode des Lucky Imagings. Dabei nimmt eine Hochgeschwindigkeits-Kamera nacheinander sehr viele Bilder auf, die nur sehr kurz belichtet werden. Davon werden nur die schärfsten Einzelbilder gestapelt und kombiniert. Das nennt man Stacking.

Welches Objekt in diesem bunten Smörgåsbord fasziniert dich am meisten? Sind es die Seen auf Titan oder die eisigen Streifen auf Enceladus? Oder sind es eher die Lücken und Speichen in Saturns Ringen?

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Erntemond hinter dem Ätna, der ausbricht

Über der italienischen Stadt Nikosia auf der Insel Sizilien geht der Vollmond auf. Der rot beleuchtete Rauch über dem Horizont steigt aus dem Ätna auf. Nach rechts wird der Himmel auf dem zusammengesetzten Bild immer dunkler.
Bildcredit und Bildrechte: Dario Giannobile

Habt ihr schon einmal gesehen, wie der Vollmond aufgeht? Dieses farbige Bild wurde letzte Woche fotografiert, und zwar in der Nähe der italienischen Stadt Nikosia auf Sizilien. Auf dem Bildkomposit geht der Mond auf, während der Himmel dunkel wird. Aus dem Ätna steigt Rauch auf und ragt über den Horizont. Das rosarote Band tiefer am Himmel ist der Venusgürtel.

Bei Vollmond stehen sich Mond und Sonne am Himmel gegenüber. Der Mond geht genau dann auf, wenn die Sonne untergeht. Der Zyklus einer Mondphase dauert ungefähr 29,5 Tage (doch der Mond braucht nur etwa 27 Tage, um die Erde zu umrunden). Üblicherweise gibt es einen Vollmond pro Monat. In manchen Kulturen auf der Nordhalbkugel nennt man den Vollmond im September Erntemond. Hat eure Kultur einen besonderen Namen dafür? (Ein Vollmond mit einem anderen Namen wäre genauso hell.)

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McGetchin: ein neuer Mondkrater

Das Vorher-Bild zeigt eine Mondoberfläche, die von vielen kleinen Kratern übersät ist. Das Nachher-Bild zeigt denselben Ort. Doch er wird nun von einer großen, dunklen Vertiefung eingenommen, der von einem Grat umgeben ist, der zur Oberfläche hin abfällt.

Bildcredit: NASA/GSFC/Intuitive Machines; Text: Keighley Rockcliffe (NASA GSFC, UMBC CSST, CRESST II)

Auf dem Mond entstand ein einzigartiger Krater! Ein Komet oder Planetoid stürzte irgendwann zwischen April und Mai 2024 auf den Mond. Er war etwa so groß wie ein Buckelwal (ungefähr 10-20 Meter).

Die Raumsonde Lunar Reconnaissance Orbiter (LRO) schickte diese Bilder der Mondoberfläche, die vor und nach dem Ereignis entstanden. LRO überwacht den Mond monatlich.

Der Krater, der beim Einschlag entstand, ist etwa so groß wie zwei Fußballfelder. Er wurde nach McGetchin benannt, einem Mondwissenschaftler aus der Apollo-Ära. So große Krater erwartet man nur ungefähr alle 132 Jahre!

Nach dem Einschlag wurden Wärmebilder aufgenommen. Sie zeigten einen großen kalten Fleck um den warmen Krater. Einschläge auf der Oberfläche wirbeln Mondgestein auf. Dadurch wird es weniger dicht und kann Wärme schlechter speichern. Die losen Mondsedimente nennt man Regolith.

Das Ereignis betraf also eine deutlich größere Fläche als den Krater, den wir sehen. Er wird uns helfen, die Mondoberfläche deutlich besser zu verstehen. Außerdem erinnert er uns daran, dankbar zu sein, dass die Erde eine Atmosphäre hat.

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Sonnenfinsternis am Tag: Mond verdeckt Venus

Hinter Wolkenfetzen schimmert die blasse Mondsichel. Darüber glänzt die helle Sichel der Venus. Die Sonne beleuchtet bei der Venus einen größeren Teil der Oberfläche als beim Mond. Der Himmel dahinter ist blau, denn die Bedeckung der Venus durch den Mond fand tagsüber statt.
Bildcredit und Bildrechte: Arnaud Mariat

Da war etwas hinter den Wolken. Bei genauer Betrachtung war es der Mond. Gestern war es schwierig, ihn mittags über dem kleinen Dorf Cessy in Frankreich zu sehen. Doch bald war da nicht mehr nur der Mond. Wie erwartet trat plötzlich ein heller Punkt hinter dem Mond hervor – der weit entfernte Planet Venus.

Beide wurden auf diesem Einzelbild fotografiert und zeigten eine Sichelphase. Die Sichel des Mondes war ziemlich schmal. Nur zu etwa 10 Prozent seiner Vorderseite waren von der Sonne beleuchtet. Die Sichel der Venus war hingegen voller. Sie war zu etwa 25 Prozent beleuchtet. Die Venus wirkte heller, weil sie näher an der Sonne ist. Außerdem reflektieren ihre Wolken mehr Licht als die dunkle Mondoberfläche.

Eine Bedeckung der Venus durch den Mond sieht man nur auf etwa 10 Prozent der Erde. Noch dazu fand das gestrige Ereignis fast überall bei Tag statt.

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Apollo 11: Sonne tanken

Siehe Beschreibung. XXX Ein Klick auf das Bild lädt die höchstaufgelöste verfügbare Version.
Bildcredit: Apollo 11, NASA (Bild-Scan: Kipp Teague)

Gleißend helles Sonnenlicht und lange dunkle Schatten prägen dieses Bild der Mondoberfläche. Es wurde am 20. Juli 1969 vom berühmten Apollo-11-Astronauten Neil Armstrong aufgenommen. Er war der erste Mensch, der den Mond betrat.

Dieses Foto zeigt die Mondlandefähre Eagle und ihren Piloten Buzz Aldrin im Raumanzug. Man sieht, wie Aldrin ein langes Stück Folie ausrollt. Hierbei handelt es sich um das Berner Sonnenwindsegel, welches auch als Solar Wind Composition Experiment bekannt ist. Es ist das einzige nicht-amerikanische Experiment, das Teil der Mondlandung war. Wird das Sonnensegel zur Sonne ausgerichtet, fängt es Teilchen des Sonnenwindes und damit der Sonne selbst ein.

Das Sonnenwindsegel wurde gemeinsam mit 22 Kilogramm Mondgestein und Bodenproben zur Erde zurückgebracht. Dort wurde alles in Laboratorien genau analysiert.

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