Apollo 11: Etwas Sonne tanken

Rechts hinten steht das Mondlandemodul "Adler". Davor in der Mitte rollt Buzz Aldrin eine Folie aus und richtet sie zur Sonne. Sein langer Schatten fällt nach rechts über den dunkelgrauen Mondboden.

Bildcredit: Apollo 11, NASA (Bild digitalisiert von Kipp Teague)

Dieses Bild der Mondoberfläche zeigt helles Sonnenlicht und lange dunkle Schatten. Der Apollo-11-Astronaut Neil Armstrong fotografierte es am 20. Juli 1969. Armstrong betrat als Erster den Mond. Rechts hinten steht das Mondmodul der Mission, der Adler.

Buzz Aldrin, der Pilot des Mondmoduls, steht im Raumanzug in der Mitte. Er entrollt eine lange Folie, das Solar Wind Composition Experiment. Die Folie wurde zur Sonne gerichtet und fing Teilchen ein, die mit dem Sonnenwind einströmten. Sie sind eine Stichprobe der Materie von der Sonne. Das Sonnenwind-Experiment wurde zusammen mit Mondgestein und Proben des Mondbodens zur Untersuchung in irdischen Laboren zur Erde gebracht.

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Phobos: Mond über Mars

Der Planet Mars leuchtet rot. Er füllt fast die rechte Seite des Bildes. Auf seiner Oberfläche sind dunkle und helle Flecken verteilt. Links oben taucht der winzige Marsmond Phobos hinter dem Planeten auf.

Bildcredit: NASA, ESA, Zolt Levay (STScI) – Danksagung: J.Bell (ASU) und M.Wolff (SSI)

Phobos ist ein winziger Mond mit einem gruseligen Namen. Er taucht auf diesem Serienbild hinter dem Roten Planeten auf. Das Bild stammt vom Weltraumteleskop Hubble im Erdorbit. Die 13 einzelnen Bilder wurden 2016 während mehr als 22 Minuten aufgenommen. Es war etwa zur größten Annäherung des Planeten Mars an die Erde. Marsbewohner blicken nach Westen, um zu sehen, wie Phobos aufgeht.

Der kleine Mond ist näher an seinem Heimatplaneten als jeder andere Mond im Sonnensystem. Er kreist nur etwa 6000 Kilometer über der Marsoberfläche. Für einen Umlauf braucht Phobos nur 7 Stunden und 39 Minuten. Er ist damit schneller als eine Marsrotation, die etwa 24 Stunden und 40 Minuten dauert. Daher geht Phobos auf dem Mars dreimal am Tag im Westen auf. Doch Phobos ist dem Untergang geweiht.

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IC 1396: Emissionsnebel im Kepheus

Die Emissionsregion IC 1396 wurde hier in gedämpften Farben abgebildet. Unten in der Mitte ragt der dunkle Elefantenrüsselnebel auf.

Bildcredit und Bildrechte:  César Blanco González

Der Emissionsnebel IC 1396 mischt leuchtendes kosmisches Gas und dunkle Staubwolken im hohen, fernen Sternbild Kepheus. Ein Zentralstern sorgt für die Energie in der Sternbildungsregion. Sie ist Hunderte Lichtjahre breit. Am Himmel umfasst sie mehr als drei Grad. Die Region ist fast 3000 Lichtjahre vom Planeten Erde entfernt.

Eine interessante dunkle Form in IC 1396 ist der krumme Elefantenrüsselnebel. Er liegt unter der Mitte. In den dunklen Formen könnten durch Gravitationskollaps immer noch Sterne entstehen. Doch wenn die dichteren Wolken von der starken Strahlung und den Winden der neuen Sterne abgetragen werden, verlieren alle noch entstehenden Sterne den Zugang zu ihrem Vorrat an Sternmaterial.

Die prächtige Farbansicht ist ein Komposit. Es wurde aus Bildern erstellt, die mit Schmalbandfiltern aufgenommen wurden. Die Strahlung von atomarem Sauerstoff, Wasserstoff und Schwefel im Nebel sind in blauen, grünen und roten Farbtönen abgebildet.

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Der Hügel Ireson auf dem Mars

Der Hügel Ireson im Bild ragt ungewöhnlich hoch auf, denn das Bild wurde waagrecht komprimiert. Aus dem dunklen Sand ragen unten helle Steine, oben sind graublaue Steine im Sand verteilt. Der Himmel dahinter ist rötlich.

Bildcredit:  NASA, JPL-Caltech, MSSS

Wie entstand dieser ungewöhnliche Hügel auf dem Mars? Seine Geschichte wird jetzt erforscht. Mit seiner Form und dem zweifarbigen Aufbau ist er einer der ungewöhnlicheren Hügel, denen sich der Roboterrover Curiosity auf dem Mars genähert hat. Der Hügel wird Ireson genannt. Er ist ungefähr 5 Meter hoch und 15 Meter breit.

Ireson liegt im Bagnold-Dünenfeld am Hang des Mount Sharp im Krater Gale auf dem Mars. Das Panorama entstand aus 41 Bildern. Es wurde waagrecht komprimiert, um den ganzen Hügel zu zeigen. Fotografiert wurde es am 2. Februar, letzte Woche wurde es veröffentlicht. Weil der Mars von der Erde aus gesehen hinter die Sonne wandert, sendet die NASA bis etwa 1. August keine Anweisungen mehr zu den Orbitern und Rovern auf dem Mars.

Fast Hyperraum: APOD-Zufallsgenerator

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Donnermond über Pisa

Hinter dem Dom zu Pisa mit dem Baptisterium und dem Schiefen Turm von Pisa leuchtet der Vollmond.

Bildcredit und Bildrechte: Marco Meniero

Was stimmt nicht mit diesem Bild? Wenn ihr es herausfindet, wisst ihr, wo es fotografiert wurde. Eins der Gebäude ist seltsam – es steht schief. Der Schiefe Turm von Pisa wurde kurz nach Beginn seiner Errichtung 1173 ein Wahrzeichen. Heute ist er UNESCOWeltkulturerbe.

Eine Legende erzählt, dass Galileo auf dem Schiefen Turm ein Gesetz der Gravitation demonstrierte. Es besagt, dass Objekte mit unterschiedlicher Masse gleich schnell fallen.

Das Bild wurde letzte Woche fotografiert. Rechts steht der Schiefe Turm von Pisa und links der Dom zu Pisa mit dem Baptisterium. Dazwischen schien der volle Donner-Mond. Mit modernen Methoden wurde der Turm erfolgreich stabilisiert. Er sollte – wenn nichts dazwischenkommt – die nächsten 200 Jahre seine aktuelle Neigung beibehalten.

Indonesien: Neue indonesische APOD-Spiegelseite

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Mondschatten und Sonnenreflexion

Bildcredit: Himawari-8, SVS der NASA (GSFC)

Welche Lichter und Schatten kreuzen hier die Erde? Dieses Zeitraffervideo zeigt einen ganzen Tag auf dem Planeten Erde in fünf Sekunden. Es wurde vom japanischen Satelliten Himawari-8 im geosynchronen Orbit hoch über dem Pazifik aufgenommen. Die Sonne geht rechts auf und links unter. Sie beleuchtet Erdhälfte, die genau darunter liegt. Ein Sonnenglanz – die Reflexion der Sonne – ist der helle Fleck, der von rechts nach links wandert.

Ungewöhnlicher ist hier der dunkle Fleck, der von links unten nach rechts oben zieht. Das ist der Schatten des Mondes. Er tritt nur auf, wenn der Mond genau zwischen Erde und Sonne durchwandert. An dem Tag im letzten Jahr, an dem diese Bilder entstanden, war in den finstersten Regionen eine totale Sonnenfinsternis zu beobachten. Nächsten Monat zieht ein ähnlich dunkler Schatten genau über die USA.

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Blitzfinsternis vom Planeten der Ziegen

Hinter einem schroffen Gelände reicht das Meer bis zum Horizont. Am unheimlichen violetten Himmel zucken Blitze. Oben in der Mitte leuchtet der rote Mond bei einer Finsternis. Rechts blitzen Sterne durch die Wolken.

Bildcredit und Bildrechte: Chris Kotsiopoulos (GreekSky)

Beinahe hätte ein Gewitter diesen Anblick der spektakulären totalen Mondfinsternis am 15. Juni 2011 verdorben. Doch die Sturmwolken teilten sich während der Totalität der Finsternis für 10 Minuten. Durch die Blitze wirkte der Himmel sehr dramatisch.

Die Aufnahme dieser Szene wurde 30 Sekunden belichtet. Sie inspirierte auch zu einem der unvergesslicheren Titel in der 22-jährigen Geschichte von APOD (Hier ein Dank an den Astrofotografen). Der Bezug zum Gewitter ist sinnvoll. Das Schattenspiel der dunklen Mondfinsternis war auf dem Planeten Erde in Europa, Afrika, Asien und Australien zu sehen.

Dieses Bild entstand auf der griechischen Insel Ikaria bei Pezi. Man kennt die Region wegen des rauen Geländes und der seltsam geformten Felsen als „Planet der Ziegen“.

Details: Totale Sonnenfinsternis am 21. August 2017

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Nahaufnahme des großen Roten Flecks

Der große Rote Fleck auf Jupiter füllt fast das ganze Bild. Er ist so groß abgebildet, dass man ihn nicht ganz sieht. Die Erde ist kleiner als dieses Sturmsystem.

Bildcredit: NASA, Juno, SwRI, MSSS, Gerald Eichstadt, Sean Doran

Am 11. Juli zog die Raumsonde Juno wieder einmal tief über Jupiters turbulente Wolkenoberfläche. Es geschah bei einem ihrer lang gezogenen Umläufe um den größten Gasriesen im Sonnensystem. Jeder Umlauf dauert 53 Tage. Die größte Annäherung an Jupiter ist ein Perijovum. Etwa 11 Minuten nach dem Perijovum 7 zog die Sonde genau über Jupiters großen Roten Fleck.

Beim Überflug fotografierte die Sonde die Bilddaten für diese Nahaufnahme. Sie war weniger als 10.000 Kilometer entfernt. Bürgerforschende bearbeiteten die Rohdaten der JunoCam. Das größte Sturmsystem im Sonnensystem ist sehr langlebig, doch es schrumpft. Am 15. April wurde seine Größe gemessen. Sie beträgt derzeit 16.350 Kilometer. Das sind etwa 1,3 Erddurchmesser.

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