Der Radio-Bogen im galaktischen Zentrum

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Credit: Farhad Zadeh et al. (Northwestern), VLA, NRAO

Beschreibung: Was verursacht diese ungewöhnliche Struktur nahe dem Zentrum unserer Galaxis? Die langen, parallelen Strahlen, die schräg am oberen Ende dieses Bildes im Radiofrequenzbereich verlaufen, sind kollektiv als der Radiobogen im galaktischen Zentrum bekannt und entspringen direkt aus der galaktischen Ebene. Der Radiobogen ist durch seltsame gekrümmte Filamente, die als die „Arches“ bekannt sind, mit dem Galaktischen Zentrum verbunden. Die helle Radio-Struktur unten rechts umgibt wahrscheinlich ein Schwazres Loch im galaktischen Zentrum und ist als Sagittarius A* bekannt. Eine Entstehungs-Hypothese besagt, dass die Radio-Bögen und die Arches ihre Gestalt dem Umstand verdanken, dass sie heißes Plasma enthalten, das entlang der Linien eines konstanten Magnetfeldes fließt. Bilder des Chandra-Röntgenobservatoriums dürften genau diese Kollisionen von Plasma mit nahe gelegenen Wolken aus kaltem Gas zu zeigen.

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Die Tarantelzone

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Credit und Bildrechte: Robert Gendler

Beschreibung: Der Tarantel-Nebel hat einen Durchmesser von mehr als 1.000 Lichtjahren – eine riesige Sternbildungsregion in unserer Nachbargalaxie, der Großen Magellanschen Wolke (LMC). Dieses kosmische Spinnentier liegt links oben auf diesem ausgedehnten Mosaik, das einen Teil der LMC mit einem Durchmesser von mehr als 6.000 Lichtjahren abdeckt. In der Tarantel (NGC 2070) liefern intensive Strahlung, stellare Winde und Supernova-Stoßwellen von dem zentralen jungen Haufen massereicher Sterne, katalogisiert als R136, die Energie für das Leuchten des Nebels und formen die spinnenartigen Filamente. Rund um die Tarantel befinden sich weitere gewaltige Sternbildungs-Regionen mit jungen Sternhaufen, Filamenten und blasenförmigen Wolken. Der kleine, sich ausdehnende Überrest der Supernova 1987a, der nächstgelegenen Supernova in jüngster Vergangenheit, befindet sich nahe der Bildmitte. Das reichhaltige Feld ist am Himmel etwa so groß wie vier Vollmonde und liegt im südlichen Sternbild Dorado.

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M86 im Virgohaufen

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Credit und Bildrechte: Greg Morgan (Sierra Remote Observatories)

Beschreibung: Die helle linsenförmige Galaxie M86 steht fast in der Mitte dieser kosmischen Ansicht im Zentrum des Virgo-Galaxienhaufens. Andere helle Galaxien in der Umgebung sind: M84 oben rechts, die von der Kante sichtbare Spiralgalaxie NGC4388 nahe dem rechten Bildrand, ein auffälliges Paar von miteinander verbundenen Galaxien, nämlich Markarjans Augen in der linken unteren Ecke, und die Edge-on-Galaxie NGC 4402 auf etwa 11 Uhr. Mit seinen weitaus mehr als tausend Elementen ist der Virgo-Haufen der am nächsten gelegene große Galaxienhaufen. Die durchschnittliche Entfernung der Haufen-Galaxien wird mit etwa 50 Millionen Lichtjahren bemessen. Der ganze Virgo-Haufen ist schwer zu abzuschätzen, weil er ein so großes Areal bedeckt, das sich über mehr als zehn Grad am Himmel erstreckt. Diese Nahaufnahme des Haufens umfasst eine Region von weniger als einem Grad beziehungsweise etwa 1,5 Vollmond-Durchmesser.

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Cygnus ohne Sterne

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Credit und Bildrechte: Igor Chekalin

Beschreibung: Der Himmel ist voller Wasserstoff, allerdings braucht man eine empfindliche Kamera und ein Teleskop, um ihn zu sehen. Diese zwölf Grad große Ansicht des nördlichen Teils des Sternbildes Cygnus (Schwan) enthüllt kosmische Wolken aus Wasserstoffgas entlang der Ebene unserer Milchstraße.

Dieses Mosaik aus Teleskopaufnahmen wurde mit einem H-Alpha-Filter aufgenommen, der nur sichtbares rotes Licht von leuchtenden Wasserstoffatomen hindurchlässt. Durch weitere digitale Bearbeitung wurde der größte Teil dessen, was von der Szenerie an Myriaden von punktförmigen Milchstraßensternen übrig blieb, entfernt, auch wenn der helle Deneb, der Alpha-Stern des Schwans und Kopf des Kreuz des Nordens, nahe der oberen Mitte übrigblieb. Zu erkennen sind helle Nebel, darunter NGC 7000 (der Nordamerika-Nebel) und IC 5070 (der Pelikan-Nebel) oben links mit IC 1318 (der Schmetterlingsnebel) und NGC 6888 (der Sichelnebel) weiter unten rechts – doch auch andere sind auf diesem großen Feld zu finden.

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Über den Wolken

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Credit und BildrechteSerge Brunier (TWAN)

Beschreibung: Vom windgezausten Gipfel des Mauna Kea aus, auf der Großen Insel von Hawaii, könnte Ihre Aussicht der Welt bei Nacht so aussehen. In einer Höhe von etwa 4.214 Metern ist der Berggipfel auf dieser beeindruckenden Himmelslandschaft als Silhouette zu sehen, die in der Abenddämmerung Anfang Dezember 2005 aufgenommen wurde. Der Vulkangipfel erhebt sich über einem Meer aus Sturmwolken, die vom hellen Mond beleuchtet werden. Der Planet Venus geht nahe dem Mond als glanzvoller Abendstern unter. Die Szenerie enthält auch das zarte, milchige Band der Scheibe aus den Sternen und dem kosmischen Staubwolken unserer eigenen Galaxie, das sich vom Horizont aus in den Himmel bis zum rechten Rand des Bildes erstreckt.

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Der Fuchsfellnebel, aufgenommen vom CFHT

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Credit und Bildrechte: Jean-Charles Cuillandre (CFHT) und Giovanni Anselmi (Coelum Astronomia), Hawaiian Starlight

Beschreibung: Dieses interstellare Untier besteht aus kosmischem Staub und Gas, das mit dem energiereichen Licht und Winden junger, heißer Sterne wechselwirkt. Die Kombination aus Form, Bildbeschaffenheit und Farbe gibt dieser Region den gängigen Namen Fuchsfellnebel. Der charakteristische blaue Glanz auf der linken Seite stammt von Staub, der Licht des hellen Sterns S Mon außerhalb der linken unteren Bildecke reflektiert. Die rosa und braun gefleckten Bereiche sind eine Kombination aus kosmischem Staub und rötlicher Emission von ionisiertem Wasserstoffgas. S Mon gehört zum jungen offenen Sternhaufen NGC 2264, der etwa 2.500 Lichtjahre entfernt im Sternbild Einhorn nördlich des Kegelnebels liegt.

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Bakteriophagen: Die am weitesten verbreitete Lebensform auf der Erde

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Credit: Wikipedia; Einschub: Mike Jones

Beschreibung: Es gibt mehr Bakteriophagen auf der Erde als irgendwelche andere Lebensformen. Diese kleinen Viren sind nicht eindeutig Formen von Leben, da sie völlig untätig sind, solange sie nicht mit Bakterien verbunden sind. Bakteriophagen attackieren und fressen Bakterien und tun dies wahrscheinlich schon seit mehr als drei Milliarden Jahren. Obwohl sie bereits zu Beginn des letzten Jahrhunderts entdeckt wurden, wurde die gewaltige Fülle von Phagen erst kürzlich erkannt, als man herausfand, dass ein einziger Tropfen gewöhnlichen Meerwassers üblicherweise Millionen von ihnen enthält. Eine Hochrechnung ergibt, dass Phagen wahrscheinlich mindestens eine Milliarde Milliarden (sic) mal zahlreicher sind als Menschen. Oben abgebildet ist eine Elektronenmikroskop-Aufnahme von mehr als einem Dutzend Bakteriophagen, die an ein einzelnes Bakterium geheftet sind. Phagen sind sehr klein – etwa eine Million von ihnen – aneinandergereiht – würden sich nur über etwa einen Millimeter erstrecken. Die Fähigkeit Bakterien zu töten macht Phagen zu potenziellen Verbündeten gegen Bakterien, die menschliche Krankheiten verursachen, auch wenn man Bakteriophagen bislang für breit gefächerte medizinische Einsätze noch gut genug erforscht sind.

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Kollidierende Spiralgalaxien

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Credit: Debra Meloy Elmegreen (Vassar College) et al.
und das Hubble Heritage Team (AURA/STScI/NASA)

Beschreibung: Milliarden Jahre in der Zukunft wird nur eine von diesen beiden Galaxien übrigbleiben. Bis dahin werden die Spiralgalaxien NGC 2207 und IC 2163 einander langsam zerreißen, wobei sie Gezeitenströme aus Materie, Bögen aus Gas-Stoßfronten, Spuren von dunklem Staub, sprunghaft ansteigende Sternbildung und Ströme von weggefegten Sternen erzeugen werden. Astronomen prognostizieren, dass NGC 2207, die größere Galaxie links, sich IC 2163, die kleinere Galaxie rechts, möglicherweise einverleiben wird. Seit ihrer jüngsten Begegnung, die vor 40 Millionen Jahren ihren Höhepunkt hatte, schwingt die kleinere Galaxie gegen den Uhrzeigersinn und liegt nun leicht hinter der größeren Galaxie. Der Raum zwischen den Sternen ist so unermesslich, dass die Sterne in den Galaxien, wenn diese kollidieren, üblicherweise nicht zusammenstoßen.

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Messiers Marathon laufen

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Credit und Bildrechte: Amir Hossein Abolfath

Beschreibung: Von einem astronomischen Frühlingsfieber gepackt beginnen viele Sterngucker auf der nördlichen Halbkugel einen Messier-Marathon. Diesen Marathon zu vollenden erfordert die Beobachtung aller 110 Objekte aus dem Katalog des französischen Astronomen Charles Messier aus dem 18. Jahrhundert in einem einzigen Abend-bis-Morgendämmerungs-Beobachtungslauf. So entmutigend das auch klingen mag, gibt es dennoch häufig günstige Wochenend-Termine für die Durchführung dieser Aufgabe, die auf fast mondlose Nächte rund um die Tag-und-Nachtgleiche im März fallen. Diese farbenprächtige, im Laufe von sechs Stunden aufgenommene Langzeitbelichtung einer Gruppe, die den Messier-Marathon dieses Jahres zu laufen gedachte, zeigt sowohl Strichspuren der Sterne als auch Lichtspuren von etwa 200 Amateurastronomen. Sie wurde beim abgelegenen, historischen Bahram-Palast im Kavir-Nationalpark im Norden des Iran aufgenommen. Der Astronom und frühere Messier-Marathon-Organisator für das ASIAC, Babak Tafreshi, zeigt diesen faszinierenden Zeitraffer-Film (2MB-wmv-Datei) des Ereignisses.

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IC 2948, der Running-Chicken-Nebel

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Credit und Bildrechte: Steve Crouch

Beschreibung: Das ausgedehnte südliche Sternbild Centaurus wimmelt nur so von hellen Nebeln. Dieser hier, katalogisiert als IC 2948, befindet sich nahe dem Stern Lambda Centauri und ist am Himmel nicht weit von dem besser bekannten Eta-Carinae-Nebel entfernt. Eingebettet in die rötlich leuchtenden Wolken aus Wasserstoffgas, welche typisch für Emissionsnebel sind, wie man sie in  Regionen mit ausgeprägter Sternbildung findet, ist der energiereiche junge Sternhaufen IC 2944. Nahe dem oberen Bildrand sind kleine, dunkle Wolken aus absorbierendem kosmischem Staub als Silhouetten zu sehen. Sie werden nach ihrem Entdecker als Thackerays Globulen bezeichnet und sind möglicherweise Orte, an denen neue Sterne gebildet werden, die jedoch vermutlich durch intensive Strahlung von nehe gelegenen jungen Sternen erodiert werden. Der Blick ins Zentrum dieser Region assoziiert bei manchen den volkstümlichen Namen von IC 2948 – Running-Chicken-Nebel („laufendes Huhn“). Diese großartige Himmelslandschaft erstreckt sich über etwa 70 Lichtjahre in der geschätzten Entfernung des Nebels von 6.000 Lichtjahren.

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Messier 63, die Sonnenblumengalaxie

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Credit und Bildrechte: Tony Hallas

Beschreibung: Die helle Spiralgalaxie Messier 63 am nördlichen Himmel liegt etwa 25 Millionen Lichtjahre entfernt im treuen Sternbild Canes Venatici (Jagdhunde). Dieses majestätische Inseluniversum, auch als NGC 5055 katalogisiert, misst fast 100.000 Lichtjahre im Durchmesser und hat damit etwa die Größe unserer Milchstraße. Die unter dem volkstümlichen Spitznamen bekannte Sonnenblumen-Galaxie M63 besitzt einen hellen, gelblichen Kern und weitläufige Spiralarme, die von kosmischen Staubbahnen durchzogen und von rosafarbenen Sternbildungsregionen gesprenkelt sind. Doch diese detailreiche Aufnahme zeigt auch auffällige zarte Schleifen und Ausläufer der Spiralarme der Galaxie. Da M63 ein dominantes Mitglied einer bekannten Galaxiengruppe ist, könnten die zarten Erweiterungen das Ergebnis von gravitativen Interaktionen mit nahe gelegenen Galaxien sein. M63 leuchtet im gesamten elektromagnetischen Spektrum und scheint Ausbrüche intensiver Sternbildung durchgemacht zu haben.

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