Der Planet Marsleuchtet gerade hell am Himmel der Erde. Er hat einen gelblichen Farbton. Hier geht er hinter den fernen Hügeln einer ruhigen Landschaft mit Nachthimmel auf. Dieses Panorama wurde letzten Monat in Spanien im Nationalpark Cabañeros fotografiert.
Auch die Milchstraße steigt hinter den Hügeln zum sternklaren Himmel auf. Ihre blassen, rosaroten Nebel, die kosmischen Gräben und Staubflüsse mischen sich mit dem blassen, diffusen Leuchten des Sternenlichtes. Der helle Stern Antares imitiert den gelblichen Farbton des Mars. Er leuchtet rechts neben den Sternwolken der zentralen Milchstraße. CubeSats von der Erde sind auf dem Weg zum Roten Planeten.
Das Weltraumteleskop Fermi der NASA startete am 11. Juni 2008 in die Umlaufbahn. Fermis Instrumente messen Gammastrahlen. Das ist Licht, das Tausende bis Hunderte Milliarden Mal mehr Energie transportiert als das Licht, das unsere Augen sehen.
Nun dauert Fermis energiereiche Forschung schon zehn Jahre. Die Reise führte zu einer Fülle erstaunlicher Entdeckungen. Dazu gehören extreme Umgebungen, aber auch unser Planet. Manches liegt sogar im fernen Universum. Wählt eins von Fermis bisherigen Ergebnissen, das ihr besonders interessant findet!
Fermi feiert seinen 10. Jahrestag. Die gewählten Bilder zeigen 16 wissenschaftliche Ergebnisse. Sie sind zu Gruppen angeordnet. Folgt diesem Link und wählt in der ersten Runde aus jedem Paar eure Favoriten. Alle zwei Wochen findet die Wahl der nächsten Runde statt. Der Sieger wird am 6. August veröffentlicht. Es ist der zehnte Jahrestag, an dem die ersten wissenschaftlichen Daten von Fermi präsentiert wurden.
Die Galaxie NGC 3256 wirkt merkwürdig. Sie ist geprägt von einer ungewöhnlich hellen Zentralregion, wirbelnden Staubbahnen und ausladenden Gezeitenschweife. Sie sind die das Nachspiel einer wahrhaft kosmischen Kollision. Der Kampf zweier getrennter Galaxien dauert schon 500 Millionen Jahre. Er reicht auf diesem scharfen Bild von Hubble über etwa 100.000 Lichtjahre.
Wenn zwei Galaxien kollidieren, treffen sich ihre einzelnen Sterne nur selten. Stattdessen stoßen riesige galaktische Wolken aus Molekülen und Staub gegeneinander. Dann beginnen eindrucksvolle Ausbrüche an Sternbildung. Die beiden Galaxien hatten ursprünglich die Form von Spiralen. Vor dem Kampf hatten sie eine ähnliche Masse. Nun sind ihre Scheiben nicht mehr getrennt, und die beiden Galaxienkerne sind hinter undurchsichtigem Staub verschwunden. In wenigen Hundert Millionen Jahren verschmelzen wohl auch ihre Kerne. Dann wird aus NGC 3256 eine einzelne, große elliptische Galaxie.
NGC 3256 ist fast 100 Millionen Lichtjahre entfernt. Die Galaxie liegt im südlichen Segelsternbild Segel des Schiffs (Vela). Im Hintergrund sind viele Galaxien verteilt, die noch weiter entfernt sind. Die gezackten Sterne leuchten im Vordergrund.
Habt ihr schon mal eine Sonnensäule gesehen? So eine ungewöhnliche Lichtsäule kann entstehen, wenn die Luft kalt ist und die Sonne auf- oder untergeht. Wenn dann auch noch flache, sechsseitige Kristalleaus Eis in hoch oben liegenden Wolken entstehen und zu Boden flattern, können sie das Sonnenlicht reflektieren.
Wenn die Kristalle zu Boden flattern, kommen sie durch den Luftwiderstand die meiste Zeit fast waagrecht zu liegen. Ein Teil des Sonnenlichts wird an den gut ausgerichteten Kristallen reflektiert. So entsteht der Effekt einer Sonnensäule. Dieses Bild entstand letzte Woche. Darauf reflektiert eine Sonnensäule Licht von der Sonne, die hinter dem Fensfjord in Norwegen untergeht.
Wie komplex ist Jupiter? Die NASA-Mission Juno führte zu Jupiter. Sie zeigt, dass der jovianische Riese komplexer ist als erwartet. Man fand heraus, dass sich Jupiters Magnetfeld ganz anders aufgebaut ist als das einfache bipolare Feld unserer Erde. Mehrere Pole sind in ein komplexes Netzwerk verstrickt. Es ist im Norden stärker verschachtelt als im Süden.
Juno vermisst Jupiter auch in den Wellenlängen von Radio. Diese Messungen zeigen, dass es in Jupiters Atmosphäre Strukturen gibt, die tief unter der oberen Wolkendecke liegen. Sie reichen Hunderte Kilometer in die Tiefe.
Jupiters neu entdeckte Komplexität tritt auch bei südlichen Wolken auf, wie man auf diesem Bild sieht. Zonen und Gürtel reichen den ganzen Planeten umkreisen und prägen das Bild nahe am Äquator. Sie zerfallen dort in ein komplexes Wunderwerk aus wirbelnden Stürmen, die so groß sind wie Kontinente auf der Erde. Juno zieht weiterhin ihre Bahnen in elliptischen Schleifen. Alle 53 Tage saust sie an dem riesigen Planeten vorbei. Bei jeder Runde erforscht sie einen leicht abweichenden Sektor.
Diese Menschen sind nicht in Gefahr. Von links kommt etwas Großes runter, doch es ist nur der weit entfernte Mond. Luna wirkt hier so groß, weil sie mit einem Teleskop gefilmt wurde. Was sich bewegt, ist hauptsächlich die Erde. Durch ihre Rotation verschwindet der Mond langsam hinter dem Pico del Teide, einem Vulkan auf den Kanarischen Inseln vor der nordwestlichen Küste von Afrika.
Hier wurden Menschen gefilmten, die 16 Kilometer entfernt sind. Viele blicken zur Kamera, um zu sehen, wie hinter dem Fotografen die Sonne aufgeht. Es ist kein Zufall, dass der Vollmond genau dann aufgeht, wenn die Sonne untergeht, weil die Sonne bei Vollmond am Himmel immer dem Mond gegenüber steht.
Was ist mit dem Saturnmond Iapetus passiert? Große Teile dieser seltsamen Welt sind dunkel wie Kohle, andere sind hell wie Eis. Woraus das dunkle Material besteht, ist unbekannt. Doch Infrarotspektren zeigen, dass es vielleicht eine dunkle Form von Kohlenstoff enthält. Iapetus besitzt auch einen ungewöhnlichen Äquatorwall. Damit erinnert er an eine Walnuss.
Um diesen scheinbar bemalten Mond besser zu verstehen, lenkte die NASA im Jahr 2007 die Roboter-Raumsonde Cassini, die im Saturnorbit kreiste, weniger als 2000 km an ihn heran. Dieses Bild entstand in einer Entfernung von etwa 75.000 km. Cassinis Flugbahn erlaubte eine sehr detailreiche Abbildung der Halbkugel von Iapetus, die auf der Bahn des Mondes immer nach hinten zeigt.
Im Süden ist ein riesiger Einschlagskrater. Er misst gewaltige 450 km und liegt über einem älteren Krater, der ähnlich groß ist. Das dunkle Material nimmt zum östlichen Rand von Iapetus hin zu. Es verdunkelt Krater wie Hochland. Wenn man genau hinsieht, zeigt sich, dass die dunkle Beschichtung üblicherweise zum Äquator des Mondes zeigt. Sie ist weniger als einen Meter dick.
Eine führende Hypothese besagt, dass das dunkle Material vorwiegend Schmutz ist. Er bleibt übrig, wenn relativ warmes, schmutziges Eis sublimiert. Eine erste Schicht des dunklen Materials stammt vielleicht von den Trümmern von Einschlägen auf anderen Monden.
Diese Nachtlandschaft auf Hawaii entstand Anfang des Jahres. Seither nahm die vulkanische Aktivität dort zu. Das Panorama blickt auf die Caldera des Kīlauea und den Krater Halemaʻumaʻu. Sie befinden sich im Nationalpark Hawaiʻi-Volcanoes. Etwa 30 Kilometer östlich von den ziehenden Schwaden aus Rauch und Dampf liegen neue Schlote und Lavaströme.
Heuer im späten Frühling und zu Beginn des Sommers strahlt Jupiter hell am Himmel. Er ist das gleißende Himmelslicht hoch im Süden der Szene. Dort geht die Wölbung der Milchstraße über Dämpfen und Wolken auf. Antares ist der gelbliche, helle Stern am Ende der dunklen Staubflüsse beim Zentrum unserer Galaxis. Nahe am Horizont leuchten die Sterne Alpha und Beta Centauri sowie das kompakte Kreuz des Südens hinter dem Vulkanrauch, der fast zu hell ist.
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