Höhepunkte am Sommerhimmel

Die Grafik zeigt die interessantesten Himmelsereignisse im Sommer 2018, zeitlich gereiht und mit veranschaulichter Entfernung.
Illustrations-Nachweis und Bildrechte: Universe2go.com; Detailbeschreibung der Grafik: astroshop.de

Was seht ihr diesen Sommer am Nachthimmel? Die Grafik zeigt ein paar Höhepunkte auf der Nordhalbkugel der Erde. Sie ist ein halbes Zifferblatt, unten in der Mitte liegt die Achse. Frühe Ereignisse am (nördlichen) Sommerhimmel sind links angeordnet, Ereignisse im späteren Sommer sind nach rechts aufgefächert. Relativ erdnahe Objekte sind näher bei der Figur mit Teleskop, die unten in der Mitte steht. Doch fast alles, was hier gezeigt wird, sieht man ohne Teleskop.

Jahr für Jahr stehen in jeder Saison dieselben Sternbilder am Himmel. Auch die Meteorströme treten immer etwa am gleichen Tag auf. Die Sterne im Sommerdreieck sind ein Wahrzeichen der Nacht und der Höhepunkt des Meteorstroms der Perseïden tritt wie üblich Mitte August auf.

Eine Besonderheit an diesem speziellen Sommerhimmel ist Jupiter, den man im Juni nach Sonnenuntergang sieht. Im Juli und August leuchtet die Venus hell am Abendhimmel. Saturn und Mars sind diesen Sommer einen Großteil der Nacht sichtbar, denn Saturn steht Ende Juni gegenüber der Sonne, und Mars erreicht die Opposition Ende Juli. Im Juli gibt es für jeden, der den Mond sehen kann, eine totale Mondfinsternis.

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Dunkle Nebel im Stier

Die Wolken im Bild sind rötlich-braun und dunkel. Dazwischen leuchten einige blaue Sterne.
Bildbearbeitung und Bildrechte: Oliver CzernetzDaten: Digitized Sky Survey (POSS-II)

Manchmal ist sogar der dunkle Staub im interstellaren Raum eine stille Schönheit. Ein solcher Ort liegt im Sternbild Stier. Diese Fasern ziehen am Himmel zwischen dem Sternhaufen der Plejaden und dem Kaliforniennebel. Der Staub ist nicht für sein Leuchten bekannt. Stattdessen ist er dunkel und undurchdringlich.

Einige helle Sterne sind sichtbar, weil der braune Staub ihr blaues Licht reflektiert. Andere Sterne wirken ungewöhnlich rot, denn ihr Licht dringt kaum durch eine Säule aus dunklem Staub. Übrig bleibt nur die rote Farbe, nachdem das blaue Licht gestreut wurde. Noch mehr Sterne liegen hinter Staubsäulen. Sie sind so dicht, dass man die Sterne nicht sieht.

Die Szene wirkt ruhig, doch sie zeigt einen ständigen Kreislauf aus Tumult und Neuschaffung. Viele massereiche Knoten aus Gas und Staub kollabieren durch Gravitation und bilden neue Sterne. In den Atmosphären der Sterne entsteht neuer Staub. Die Gestirne zerstören wiederum mit ihrem energiereichen Licht und ihren Sternwinden den alten Staub.

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Hayabusa2 nähert sich dem Asteroiden Ryugu

Die Matrix zeigt 16 Bilder des Asteroiden 162173 Ryugu, die bei der Annäherung der Raumsonde Hayabusa2 entstanden sind. Der Asteroid ist wie ein Diamant geformt. Er wird von Bild zu Bild größer.
Bildcredit und Bildrechte: ISAS, JAXA, Hayabusa2-Team

162173 Ryugu (Drachenpalast) sieht aus wie ein großer Diamant im Weltraum – mit Kratern. Japans Robotermission Hayabusa2 erreicht nun diesen Asteroiden, der relativ nahe bei der Erde ist.

Die ehrgeizige Mission Hayabusa2 führt eine Armada Sonden mit sich, die abgetrennt werden können. Dazu gehören zwei Impaktoren, vier kleine Schweber für den Nahbereich, drei kleine Geräte für die Oberfläche und der Mobile Asteroid Surface Scout (MASCOT). Er soll auf Ryugus Oberfläche landen, sie untersuchen und dort umherwandern. Die meisten Geräte haben Kameras. Außerdem ist geplant, dass Hayabusa2 auf der Oberfläche Proben sammelt und sie bis 2020 zur Erde schickt. Dort sollen sie genau untersucht werden.

Was wusste man zuvor über den Asteroiden Ryugu? Man kannte seine Bahn, wusste, dass er ist etwa einen Kilometer groß ist, dass seine Oberfläche dunkel ist und er ungewöhnliche Farben reflektiert. Wenn wir Ryugu untersuchen, erfahren wir vielleicht nicht nur mehr über Ryugus Oberfläche und sein Inneres, sondern auch, aus welchen Rohstoffen im frühen Sonnensystem Leben entstanden sein könnte.

Diese Bildserie stammt von der Annäherung der Raumsonde. Sie zeigt Hinweise auf große Felsen und Krater.

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Schatten der Raumfährenschwade zeigt zum Mond

Die Raumfähre Atlantis hinterließ eine breite Abgasschwade bei ihrem Start am Abend. Oben scheint noch die Sonne auf die Abgaswolke. Daher wirft sie dort einen Schatten zum Vollmond.
Bildcredit: Pat McCracken, NASA

Warum zeigt der Schatten der Abgasfahne beim Start der Raumfähre zum Mond? Anfang 2001 standen Sonne, Erde, Mond und Rakete beim Start der Raumfähre Atlantis passend für diese fotogene Anordnung in einer Reihe.

Die beste Tageszeit ist etwa zu Sonnenaufgang oder –untergang. Nur dann wirft die Rauchschwade der Raumfähre einen Schatten, der lang genug ist, um bis zum Horizont zu reichen. Außerdem stehen bei Vollmond Sonne und Mond auf zwei Seiten am Himmel, die einander gegenüber liegen.

Kurz nach Sonnenuntergang stand hier die Sonne knapp unter dem Horizont. In die andere Richtung glänzte der Mond tief über dem Horizont. Als die Atlantis am frühen Abend donnernd abhob, fiel ihr Schatten von der Sonne weg zum Horizont gegenüber, wo der Vollmond stand.

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Curiositys staubiges Porträt

Das Panorama zeigt den Rover Curiosity auf dem Mars. Links daneben ist ein Felsen mit einem Bohrloch. Der Staubsturm trübt die Atmosphäre, sodass der Rand des Kraters Gale im Hintergrund verschwommen ist.
Bildcredit: NASA, JPL-Caltech, MSSS, Marsrover Curiosity

Ein Lüftchen auf dem Mars kann eine Raumsonde nicht umwerfen. Doch der Mars hat ein sehr schwaches Schwerefeld. Daher können planetenweite Stürme auf dem Mars feine Staubteilchen hochblasen. Das geschah auch bei dem Staubsturm, der gerade auf dem Roten Planeten tobt.

Dieses Selbstporträt des Rovers Curiosity entstand am Sol 2082 (15. Juni) auf der Oberfläche des Mars. Es zeigt die Auswirkung des Staubsturms, der das Sonnenlicht und die Sichtbarkeit am Standort des Rovers im Krater Gale reduziert. Der Mars Hand Lens Imager fotografierte die Einzelbilder für das Mosaik. Sein mechanischer Arm wurde digital entfernt. Auf dem Felsen links vor dem Rover ist Curiositys aktuelle Bohrstelle Duluth. Der ostnordöstliche Kraterrand von Gale ist etwa 30 Kilometer entfernt. Er verschwimmt im Hintergrund.

Curiosity wird mit einer Radionuklidbatterie betrieben. Daher schadet ihn die größer werdende Menge an Staub im Krater Gale wahrscheinlich nicht. Doch der Rover Opportunity, der auf der anderen Seite des Mars steht, bezieht seine Energie von der Sonne. Er stellte seine Aktivität ein, denn an seinem Standort am westlichen Rand des Kraters Endeavour ist ein noch größerer Mangel an Sonnenlicht zu erwarten.

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Die Galaxie in einer Kristallkugel

Hinter einer Kristallkugel ist ein verschwommener Sternenhimmel. In der Glaskugel schimmert ein gekrümmtes Bild unserer Milchstraße.
Bildcredit und Bildrechte: Juan Carlos Munoz

Dieser kreative Schnappschuss zeigt eine kleine Kristallkugel. Sie enthält scheinbar eine ganze Galaxie, nämlich unsere Milchstraße. Grate und Risse aus interstellarem Staub ziehen durch ihre leuchtende zentrale Wölbung. Sie ist Tausende Lichtjahre groß. In der langen Nacht auf der Südhalbkugel wölbt sie sich am dunklen chilenischen Himmel über dem Observatorium auf dem Paranal.

Für das Einzelbild brauchte der Fotograf kein Very Large Telescope. Das Porträt zeigt unsere Heimatgalaxie in einer Kristallkugel. Es entstand bei Versuchen mit einer Digitalkamera auf Stativ. Die Kristallkugel schmückt einen Handlauf im ESO-Hotel.

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Nordlichter und leuchtende Nachtwolken

Über einem ruhigen Gewässer schimmern leuchtende Nachtwolken und ein grün-violettes Polarlicht in der Dämmerung.
Bildcredit und Bildrechte: Adrien Mauduit

Im ruhigen See spiegelt sich der Himmel nach dem Sonnenuntergang vom 17. Juni. Es war nahe der Sonnenwende. Die beschauliche Szene in der Dämmerung wurde in der Nähe von Bashaw in Alberta in Kanada im Norden des Planeten Erde fotografiert.

Leuchtende Nachtwolken sieht man meist in den Sommermonaten in hohen Breiten. Sie hängen tief über dem Horizont und übertragen Licht an einen dunkleren Himmel. Die eisigen Erscheinungen schweben am Rande des Weltalls. Sie entstehen, wenn Wasser auf Meteorstaub oder Vulkanasche extrem hoch oben kondensiert, wo noch Sonnenlicht scheint. Die Sonnenaktivität löste in dieser kurzen nördlichen Nacht ein hübsches Nordlicht aus (Aurora borealis). Es schimmerte ebenfalls am Rand des Weltalls.

Heute ist Sonnenwende

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Die Säulen des Adlernebels in Infrarot

Die berühmten Säulen der Schöpfung wirken hier transparent. Nur ein Teil der Staubwolken ist dunkel. Sie sind von einem blauen Schimmer umgeben. Davor und dahinter sind Sterne dicht gedrängt.
Bildcredit: NASA, ESA, Hubble, HLA; Bearbeitung: Lluís Romero

Im Adlernebel entstehen neue Sterne. Sie kollabieren unter der Last der Gravitation in den Säulen aus dichtem Gas und Staub. Die intensive Strahlung dieser hellen Sterne, die neu entstanden sind, verdampfen die Materie in ihrer Umgebung.

Dieses Bild entstand mit dem Weltraumteleskop Hubble in nahem Infrarotlicht. Damit können wir einen Blick durch einen Großteil des dichten Staubs werfen, der die Säulen im sichtbaren Licht undurchsichtig macht. Die gewaltigen Strukturen sind Lichtjahre lang. Man nennt sie informell Säulen der Schöpfung oder Säulen der Sternbildung.

Der Adlernebel und der offene Sternhaufen M16 gehören zusammen. Sie sind ungefähr 6500 Lichtjahre entfernt. Man findet sie leicht mit kleinen Teleskopen. M16 liegt im geteilten Sternbild Serpens Cauda (Schwanz der Schlange), einem nebelreichen Teil des Himmels.

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