Aktive Protuberanz auf der Sonne

Videocredit: Chuck Ayoub (Chuck’s Astrophotography)

Manchmal gibt es auf der Oberfläche der Sonne einen Wirbel an Aktivität. Dieses Zeitraffervideo der Sonnenoberfläche läuft vor und zurück. Es entstand Anfang Mai in einem Zeitraum von zwei Stunden. Die Oberfläche der Sonne ist abgedeckt. So wurden die Details, die über den Rand ragen, genauer abgebildet. Heißes Plasma wirbelt in einem ständigen Kampf mit variablen Magnetfeldern und konstanter Gravitation über dem Sonnenrand.

Diese Protuberanz ragt etwa einen Erddurchmesser über der Sonne auf. Ereignisse mit so viel Energie werden gerade wieder seltener, weil sich die Sonne in ihrem Zyklus, der 11 Jahre dauert, einem Minimum an Aktivität nähert.

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Der verhüllte Mars

Zwei Bilder des Planeten Mars. Auf dem linken Bild erkennt man dunkle und rote Gebiete sowie die Polkappen. Das rechte Bild ist fast gleichmäßig rotbraun gefärbt.
Bildcredit: J. Bell (ASU), M. Wolff (Space Science Inst.), Hubble-Vermächtnisteam (STScI / AURA), NASA

Was ist mit dem Mars passiert? 2001 war der Mars in einen gewaltigen planetenweiten Staubsturm gehüllt. Er war einer der größten, die man je von der Erde aus beobachtet hat. Diese beiden Sturmbilder des Weltraumteleskops Hubble veranschaulichen sein Ausmaß. Die beiden Ansichten der Marsoberfläche entstanden Ende Juni und Anfang September 2001. Sie unterscheiden sich stark voneinander.

Am rechten unteren Marsrand liegt die Hellas-Tiefebene. Dort und bei der nördlichen Polkappe ist im linken Bild der Beginn kleinerer „Startwinde“ erkennbar. Das rechte Bild zeigt einen ähnlichen Ausschnitt der Oberfläche. Es wurde mehr als zwei Monate später aufgenommen und zeigt das ganze Ausmaß des globalen Sturms, der den Mars verdunkelt. Der Sturm ließ schließlich nach. Doch in den letzten Tagen erfasste ein neuer großer Staubsturm den Roten Planeten.

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Staubig mit Aussicht auf Staub

Die rötlich-braune Landschaft im Bild ist verschwommen und wirkt nebelig, weil die Atmosphäre voller Staub ist.
Bildcredit: NASA, JPL-Caltech, MSSS, Marsrover Curiosity

Auf dem Mars ist es stürmisch. „Staubig mit Aussicht auf Staub“ lautet der Wetterbericht für den Krater Gale. Der Staubsturm wütet derzeit auf dem ganzen Planeten. Am 10. Juni fotografierte die Mastcam des Rovers Curiosity dieses Bild seiner Umgebung. Der Blick reichte zum ostnordöstlichen Rand des Kraters Gale, der etwa 30 km entfernt ist.

Der Rover Opportunity ist mehr als 2000 Kilometer entfernt und stellte inzwischen seine wissenschaftlichen Aktivitäten ein. Der Sturm wurde dort dichter. Der Standort des Rovers liegt am westlichen Rand des Kraters Endeavour. Er beendete seine Kommunikation und wartet das Ende des Sturms ab.

Curiosity bezieht seine Energie aus einem thermoelektrischen Generator, der mit Radioisotopen arbeitet. Doch der kleinere Rover Opportunity ladet seine Batterien mit Solarpaneelen auf. Der Mangel an Sonnenlicht wird immer ernster. Er führt dazu, dass seine Batterien leer werden.

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Kleiner Planet Sojus

Aus einem Panorama entstand diese Projektion eines Kleinen Planeten. Oben steigt eine Rakete mit feuernden Triebwerken auf.
Bildcredit und Bildrechte: Andrew Bodrov

Mit lodernden Triebwerken stieg eine große Rakete von diesem kleinen Planeten auf. Er ist natürlich die Erde. Die große Rakete ist eine Sojus-FG. Sie startete am 6. Juni vom Kosmodrom Baikonur in Kasachstan und brachte das Raumschiff Sojus MS-09 in die Umlaufbahn. An Bord war die Besatzung der Expedition 56/57 der Internationalen Raumstation ISS. Sie bestand aus Sergei Prokopjew von Roskosmos, Serena Aunon-Chancellor von der NASA und Alexander Gerst von der ESA.

Das Raumschiff dockte zwei Tage später erfolgreich am Außenposten der Menschheit in der Erdumlaufbahn an. Die Kleiner-Planet-Projektion ist ein digital gekrümmtes und kombiniertes Mosaik. Es entstand aus Bildern, die 2018 bei der Star Trek car expedition fotografiert wurden. Das Panorama deckt 360 mal 180 Grad ab.

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Sechs Planeten von Yosemite

Über dem See Tenaya im Yosemite-Nationalpark leuchten fünf Planeten am Nachthimmel hinter dem Leuchten am Horizont. Links steigt die Milchstraße senkrecht auf.
Bildcredit und Bildrechte: Rogelio Bernal Andreo (Deep Sky Colors)

Seit der Antike beobachten Menschen, wie die fünf Planeten Merkur, Venus, Mars, Jupiter und Saturn, die man mit bloßem Auge sieht, über den Nachthimmel des Planeten Erde wandern. Daher überrascht es vielleicht, dass man in dieser Nacht an einem klaren, ruhigen See sechs Planeten mit bloßem Auge sehen konnte. Seht mal!

Links steht der sehr helle gelbliche Mars neben der blassen Milchstraße, man sieht ihn gut. Saturn ist in das diffuse Sternenlicht der Milchstraße gehüllt. Jupiter steht rechts tief über dem Horizont. Er leuchtet hinter den Bäumen vor dem Schein der fernen Stadtlichter. Letztes Wochenende sah der aufmerksame Beobachter noch drei weitere Planeten, als er diese nächtliche Szene bewunderte. Sie breitete sich über dem schönen, hoch gelegenen See Tenaya im Yosemite-Nationalpark aus.

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Roter Wolkenbogen über Delaware

Über einem ruhigen Sandstrand wölbt sich in der Dämmerung ein roter Wolkenbogen. Von links strömt die Brandung über den Sand auf der rechten Seite. Wolken am Himmel sind rötlich beleuchtet.
Bildcredit und Bildrechte: Michael C. Neff (Neffworks Artography)

Was ist das für ein Regenbogen? Hier gab es keinen Regen. Der Bogen im Bild ist ein roter Wolkenbogen. Der ungewöhnliche Himmelsbogen wurde letzten Monat in Rehoboth Beach (Delaware, USA) gesichtet, als die Sonne unterging. Der Fotograf merkte, dass das, was er sah, außergewöhnlich war. Er fotografierte es mit der einzigen Kamera, die gerade verfügbar war: einem Smartphone.

Wolken bestehen aus Wassertröpfchen. In einem Wolkenbogen reflektiert eine Gruppe aus Wolkentröpfchen das Licht der hellen Sonne (oder des Mondes) von der Seite, die am Himmel gegenüber liegt. Ähnliche Phänomene sind Nebelbögen oder Glorien in Flugzeugen.

Die rote Farbe entstand hier, weil Luft in der Atmosphäre vorwiegend blaues Licht streut. Daher erscheint zugleich ein Großteil des Himmels blau. Wenn ihr genau hinseht, erkennt ihr außen einen überzähligen Bogen. Er entsteht durch Quantenbeugung.

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Sterngrößen im Vergleich – Teil 2

Videocredit: morn1415 (YouTube); Bildcredits: NASA (typically); Musik: Alpha (Vangelis)

Wie groß ist unsere Sonne, wenn man sie mit anderen Sternen vergleicht? Beliebte Videos auf YouTube zeigen die relative Größe von Planeten, Sternen und sogar dem ganzen Universum. Das reicht vom Kleinsten bis zum Größten.

Das Video beginnt beim Mond der Erde. Von dort wandert es weiter zu immer größeren Monden und Planeten im Sonnensystem. Bald folgt die Sonne. Sie wird mit hellen Sternen verglichen, die in unserer Milchstraße in der Nachbarschaft liegen. Dann sehen wir Sterngrößen im Vergleich zur Milchstraße. Es folgen Galaxien im beobachtbaren Universum und Regionen mit möglicherweise noch größeren Multiversen. Der letzte Schritt ist eine Spekulation.

Außerhalb der Sonne kennt man die wahren Größen der meisten Sterne, zum Beispiel von Beteigeuze, nicht durch direkte Beobachtung. Man ermittelt sie, indem man ihre scheinbare Helligkeit, ihre Temperatur und die Entfernung misst.

Das Video ist als Lerninstrument weitgehend korrekt. Doch wir ermutigen euch, es zu vervollständigen. Zeigt gerne kleine Details im Video auf, die ungenau sind. So werden künftige Versionen davon vielleicht noch besser.

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Endlich GLAST

Der Kopf einer Rakete steigt aus einer dichten Rauchwolke auf in den blauen Himmel. Die Szene wird von der Sonne beschienen. Von unten beleuchtet der Feuerschweif der Rakete die Abgaswolke.
Bildcredit:  NASA, DOE, Arbeitsgemeinschaft Gammastrahlen-Weltraumteleskop Fermi

Diese Delta-II-Rakete stieg vor langer Zeit von einem sehr nahen Planeten auf und hinterließ eine wogende Rauchwolke. Am 11. Juni 2008 verließ sie um 12:05 Uhr EDT die Startrampe 17-B der Luftwaffenstation Cape Canaveral. In der Ladebucht war GLAST verstaut, ein Großflächen-Weltraumteleskop für Gammastrahlen.

Die Technik für die Detektoren von GLAST wurde für den Einsatz in Teilchenbeschleunigern auf der Erde entwickelt. Damit sucht GLAST im Orbit nach Gammastrahlen, die in einer extremen Umgebung über der Erde oder im fernen Universum entstehen. So eine Umgebung kann ein sehr massereiches Schwarzes Loch im Zentrum einer fernen aktiven Galaxie sein. Auch die Quellen mächtiger Gammablitze gehören dazu. Diese gewaltigen kosmischen Beschleuniger erreichen Energien, die in einem Labor auf der Erde nicht möglich sind.

Das Teleskop für Gammastrahlen im Weltraum heißt nun Fermi. Am 10. Jahrestag seines Starts mögen die Wissenschaftsendspiele Fermi beginnen.

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