NGC 289: Strudel am südlichen Himmel

Mitten im Bild schwebt eine Spiralgalaxie zwischen Sternen. Wir sehen sie schräg von oben. Das Zentrum ist dicht und leuchtet gelblich, außen herum sind lose Spiralarme aus blauen Sternhaufen gewickelt. Die Galaxie ist im Bild von Sternen umgeben.

Bildcredit und Bildrechte: Adam Block, ChileScope

Die prächtige Spiralgalaxie NGC 289 ist etwa 70 Millionen Lichtjahre entfernt. Sie ist größer als unsere Milchstraße. Wir sehen sie fast von oben. Der helle Kern und die farbige zentrale Scheibe gehen in auffallend schwache, bläuliche Spiralarme über. Die ausgedehnten Arme reichen mehr als 100.000 Lichtjahre über das Zentrum der Galaxie hinaus.

Das scharfe Porträt der Galaxie entstand mit einem Teleskop. Der Hauptspiralarm trifft rechts unten auf eine kleine elliptische Begleitgalaxie, die verschwommen wirkt. Sie steht in Wechselwirkung mit der gewaltigen Galaxie NGC 289. Die gezackten Sterne liegen im Vordergrund der Szene, und zwar in der Milchstraße im südlichen Sternbild Bildhauer.

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Opportunity zeigt den Krater Intrepid auf dem Mars

Das Bild ist ein horizontal komprimiertes Panorama. In der Mitte ist ein großer Krater, der von Steinen umgeben ist. Hinten ragen Berge auf.

Bildcredit: NASA, JPL, Cornell, Opportunity-Roverteam

Der Roboter-Rover Opportunity fährt manchmal an kleinen Kratern auf dem Mars vorbei. 2010 entstand dieses Bild des Kraters Intrepid. Das 20 Meter große Einschlagsbecken ist etwas größer als der Krater Nereus, an dem Opportunity früher vorbeikam.

Das Bild zeigt annähernd echte Farben. Es ist waagrecht verkürzt, um das Weitwinkel-Panorama unterzubringen. Der Krater wurde nach dem Mondmodul Intrepid benannt. Es brachte vor 49 Jahren zwei Astronauten von Apollo 12 zum Erdmond. Hinter dem Krater Intrepid und langen Flecken rostiger Marswüste ragen am Horizont die Gipfel am Wall des großen Kraters Endeavour auf. Der Rover Opportunity erforscht weiterhin den Mars. Kürzlich vollendete er 5000 Marstage auf dem Roten Planeten.

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Die Milchstraße über den Felsen der sieben starken Männer

Siehe Erklärung. Ein Klick auf das Bild lädt die höchstaufgelöste verfügbare Version.

Bildcredit und Bildrechte: Sergei Makurin

Sicher habt ihr schon von den Sieben Schwestern am Himmel gehört. Aber kennt ihr die Sieben starken Männer auf der Erde? Die ungewöhnlichen Manpupunjor-Felsen stehen westlich vom Uralgebirge. Sie sind eines der sieben Wunder Russlands. Die urzeitlichen Säulen sind 40 Meter hoch. Wie sie entstanden sind, ist nicht bekannt.

Als der hartnäckige Fotograf die schroffen Steintürme im Winter bei Nacht fotografierte, kämpfte er im unwegsamen Gelände mit wenig einladendem Wetter. Im Februar 2014 hatte er endlich Erfolg. Er nützte den Selbstauslöser seiner Kamera, um vorne bei einer schneebedeckten Säule einen Blitz zu halten. Hoch oben leuchten Millionen Sterne. Das Band der Milchstraße kreuzt diagonal von links oben nach unten.

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Monde, Ringe, Schatten, Wolken: Saturn (Cassini)

Auf dem Schwarz-Weiß-Bild ragt Saturn von links riesig ins Bild. Seine Ringe sind nur ein dunkler Streifen, doch ihre Schatten fallen auf die ganze obere Hälfte des Planeten. Über und unter den Ringen sind die Monde Mimas und Tethys.

Bildcredit: NASA, JPL-Caltech, Space Science Institute

Auf einer Reise um Saturn sollte man Ausschau halten nach bildgewaltigen Anordnungen von Monden, Ringen und Schatten. 2005 gab es eine malerische Anordnung. Sie wurde von der Raumsonde Cassini fotografiert, die damals um Saturn kreiste.

Dieses Bild zeigt die Monde Tethys und Mimas auf beiden Seiten der dünnen Saturnringe. Diese sehen wir fast genau von der Kante. Die eindrucksvoll komplexen dunklen Schatten der breiten Ringe fächern sich über die Oberseite von Saturn auf. Das Bild wurde in violettem Licht aufgenommen. Es zeigt die Struktur von Saturns Wolken im Hintergrund. Cassini umrundete Saturn von 2004 bis September letzten Jahres. Dann wurde die robotische Raumsonde auf Tauchgang in Saturn gelenkt. Das sollte verhindern, dass Monde kontaminiert werden.

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Ich hab dir den Mond gebracht

Unter einer Silhouette eines dunklen Baumes leuchtet eine Mondsichel mit Erdschein. Der Mond wird scheinbar von einer Person hochgehalten.

Bildcredit und Bildrechte: Fernando Cabrerizo

Ich mag dich sosehr, also habe ich dir den Mond gebracht.
Bitte nimm ihn, bevor sich dieser Baum mehr dafür interessiert.
Außerdem ist der Mond schwerer, als ich dachte.
Und ich hab ihn versehentlich an der heißen Seite gehoben.
Doch er ist für dich und alle, die dieses APOD sehen.
Versprich mir, dieses Bild – unser Bild – an einem sicheren Ort aufzubewahren.
Denk daran, dass es eine geplante Einzelaufnahme aus dem spanischen Valladolid ist.
Bitte nimm es und behalte es als Zeichen von Zuneigung und – hm – als Aprilscherz.

I love you so much that I brought you the Moon.
Please take it before this tree becomes more interested.
Also the Moon is heavier than I thought.
And I foolishly picked it up by the hot side by mistake.
But it is for you and, well, the others reading this APOD.
Promise to keep this image – our image – in a safe place, and know that it was taken in a single, well-planned exposure in Valladolid, Spain.
Please take it and keep it always as a token of our love and, well, April Fool’s Day.

Rückschau: 1. April auf APOD

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Dämmerung am westlichen Himmel

Über den Silhouetten von Felsen leuchten der schmale Sichelmond mit Erdschein und die Planeten Venus und Merkur zwischen dunklen Wolkenstreifen am Himmel in der Dämmerung.

Bildcredit und Bildrechte: Stan Honda

Die schmale Mondsichel und die inneren Planeten Venus und Merkur sind am Himmel der Erde niemals weit von der Sonne entfernt. Diese stimmungsvolle Landschaft am Himmel wurde am 18. März fotografiert. Hier bilden sie eine Reihe in der abklingenden Abenddämmerung am westlichen Horizont.

Die himmlische Szene war auf der ganzen Welt zu bewundern. Auf diesem Bild des Trios steht der blassere Merkur ganz rechts über den Felsen im Big-Bend-Nationalpark. Er liegt im Südwesten von Texas. Heute Nacht ist der Mond voll, er geht also gegenüber der Sonne auf. Um Mitternacht steht er hoch am Himmel nahe beim hellen Stern Spica.

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Die Nadelöhrgalaxie NGC 247 und ihre Freundinnen

Rechts ist die Galaxie NGC 247. Sie hat eine kahle Stelle in den Spiralarmen, daher erinnert ihr Aussehen an ein Nadelöhr. Links unten ist eine Kette aus mehreren Galaxien, von denen mindestens zwei miteinander wechselwirken.

Bildcredit und Bildrechte: CHART32 Team, BearbeitungJohannes Schedler

Die Spiralgalaxie NGC 247 ist etwa 70.000 Lichtjahre groß, also etwas kleiner als unsere Milchstraße. Die gemessene Entfernung beträgt nur 11 Millionen Lichtjahre, Sie ist also relativ nahe. Wir sehen die Galaxie, die dieses Teleskopfeld bestimmt, fast von der Seite. Sie liegt im südlichen Sternbild Walfisch.

Auf einer Seite hat die Scheibe der Galaxie eine ausgeprägte Leere. So bekam sie ihren gängigen Namen Nadelöhrgalaxie. Das scharfe Porträt zeigt auch viele Galaxien im Hintergrund. Links unter NGC 247 verläuft zum Beispiel eine markante Kette aus vier Galaxien. Es ist die Burbidge-Kette.

Die Galaxien der Burbidge-Kette sind ungefähr 300 Millionen Lichtjahre entfernt. Das detailreiche Bild zeigt, dass zwei Galaxien links in der Kette miteinander wechselwirken. Sie sind durch eine blasse Materiebrücke verbunden. NGC 247 und die glänzende Spirale NGC 253 gehören zur Sculptor-Galaxiengruppe.

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NGC 2023 im Schatten des Pferdekopfes

Der Nebel NGC 2023 um einen jungen Stern in der Mitte ist von hübschen blauen, roten und dunklen Nebeln umgeben. Weil er so nahe beim Pferdekopfnebel liegt, wird er nur selten allein abgebildet.

Bildcredit und Bildrechte: Steve Mazlin, Mark Hanson, Warren Keller, Rex Parker, Tommy Tse und Peter Proulx (SSRO / PROMPT / CTIO)

NGC 2023 wird von einem hellen jungen Stern in Orions staubigen Molekülwolken geformt. Er liegt in der Nähe der dramatischen Silhouette des Pferdekopfnebels und wird daher häufig übersehen. Doch für sich genommen ist er ein schöner Emissions- und Reflexionsnebel, in dem Sterne entstehen. Er ist nur 1500 Lichtjahre entfernt.

Hier ist eins der seltenen Porträts von NGC 2023. Es zeigt überraschend farbenfrohe und komplexe Fasern mit vielen Details. Die Emissionen, die darin verteilt sind, stammen von Herbig-Haro-Objekten in der Region. Sie stammen von den energiereichen Strahlströmen neu entstandener Sterne.

Das scharfe Teleskopbild ist in der geschätzten Entfernung von NGC 2023 etwa 10 Lichtjahre breit. Rechts außerhalb des Bildrandes liegt der bekanntere kosmische Pferdekopf.

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