Blauer Komet trifft blaue Sterne

Rechts ist der Sternhaufen der Plejaden von blau leuchtenden Staubwolken umgeben, links ist der Komet C/2016 R2 (PanSTARRS), dessen Schweif dieselbe Farbe hat. Doch der Komet zieht nicht zum Sternhaufen, sondern nach oben.

Bildcredit und Bildrechte: Tom Masterson (Transient Astronomer)

Was zieht da zum Sternhaufen der Plejaden? Es ist der Komet C/2016 R2 (PanSTARRS). Doch die Erscheinung täuscht. Der berühmte Sternhaufen der Plejaden, der rechts im markant blauen Licht massereicher junger Sterne leuchtet, liegt weit dahinter.

Links ist Komet PanSTARRS, der das innere Sonnensystem besucht. Er ist ein taumelnder Eisblock aus dem äußeren Sonnensystem und präsentiert gerade einen langen Ionenschweif in markant blauem Licht. Seine Farbe entsteht durch einen ungewöhnlich hohen Anteil an ionisiertem Kohlenmonoxid.

Komet PanSTARRS wandert im Bild nach oben. Sein Ionenschweif zeigt von der Sonne weg. Ein komplexer Sonnenwind aus Teilchen, die aus von der Sonne ausströmen, treibt ihn in diese Richtung. Der Komet ist mit einem kleinen Teleskop zu sehen. Während er sich von der Erde entfernt, wird er für uns blasser. Das Perihel – das ist die größte Annäherung an die Sonne – erreicht er Anfang Mai.

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Eine partielle Finsternis über der Manilabucht

Über der Silhouette der Manilabucht auf den Philippinen geht hinter Piers die partiell verfinsterte Sonne unter. Sie ist eine helle, breite Sichel am dunkelroten Himmel.

Bildcredit und Bildrechte: Armando Lee (Astron. League Philippines), F. Naelga Jr., 100 Stunden Astronomie (IYA 2009)

Was passiert mit der Sonne, die hier untergeht? Eine Finsternis! Anfang 2009 verfinsterte der Mond einen Teil der Sonne. Das konnte man in Teilen von Afrika, Australien und Asien beobachten. Dieses Bild entstand an der Ufermauer der Mall of Asia. Es zeigt die partiell verfinsterte Sonne, als sie über der Manilabucht auf den Philippinen unterging. Vorne stehen die Silhouetten der Piers.

Es war die einzige ringförmige Sonnenfinsternis des Jahres. Leute, die Finsternisse jagen und einen guten Ort für die Beobachtung hatten, schufen viele interessante, kunstvolle Bilder. Sie machten Filme, fotografierten die Schatten der Finsternis und Feuerringe.

Am Donnerstag bedeckt der Mond wieder kurz Teile der Sonne. Manche beobachten das auch diesmal als partielle Finsternis der Sonne. Die Finsternis am Donnerstag sieht man nur teilweise im Süden von Südamerika und in der Antarktis.

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Roadster, Starman, Planet Erde

Vor der Erde, die links oben als breite Sichel abgebildet ist, fährt ein rotes Fahrzeug ins All. Am Steuer sitzt eine Puppe mit Raumanzug und Helm.

Bildcredit: SpaceX

Immer mit der Ruhe. Es ist nur eine Puppe im Raumanzug, die den Namen Starman trägt. Die Sichel des Planeten Erde, die von der Sonne beleuchtet ist, rückt in den Hintergrund. Vorne sitzt Starman am Steuer eines Tesla Roadster. Es ist das letzte Bild der Nutzlast, die am 6. Februar mit einer Falcon Heavy gestartet war.

Roadster und Starman werden international als 2018-017A bezeichnet. Sie sind unterwegs in den Weltraum hinter die Marsbahn. Die erfolgreiche Rakete Falcon Heavy ist nun die mächtigste Rakete, die zur Verfügung steht.

Der Roadster ist eines von vier elektrischen Autos, die je vom Planeten Erde ins Weltall starteten. Die anderen drei flogen mit den historischen Saturn-V-Raketen zum Mond. Starmans Roadster ist das einzige straßentaugliche. Die Saturn V war zwar mächtiger als die Falcon Heavy, konnte aber nicht wieder verwendet werden.

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Totale Finsternis von Sonne und Mond

Links ist der blutrote Mond bei einer totalen Mondfinsternis von Sternen umgeben. Das rote Licht wird von der Erdatmosphäre in den Kernschatten gestreut. Rechts beleuchtet die Erde die dunkle Mondoberfläche, weil sie Sonnenlicht reflektiert. Am Rand des Mondes sind rosarote Protuberanzen. Die Korona der Sonne bildet viele Schlieren und Schleifen.

Kompositbildcredit und Bildrechte: Wang Letian, Zhang Jiajie

Das Bild vergleicht zwei berühmte Finsternisse auf kreative Weise. Links ist die totale Mondfinsternis vom 31. Jänner. Rechts seht ihr die totale Sonnenfinsternis vom 21. August 2017. Die totalen Finsternisse wurden digital Rücken an Rücken verbunden und bearbeitet. Beide zeigen den Mond etwa zum Höhepunkt der Totalität.

Bei der Mondfinsternis beleuchtet der dunkelrote Erdschatten zart die Mondoberfläche. Doch bei der Sonnenfinsternis steht der Mond als Silhouette vor der hellen Scheibe der Sonne. Die Mondoberfläche ist an sich dunkel. Man sieht sie gerade noch im Erdschein. Die Bilder sind am Mond ausgerichtet. Am Nachthimmel um den verfinsterten Mond sieht man auch blasse Sterne. Die verfinsterte Sonne ist von vielschichtigen Details der Protuberanzen und koronalen Ströme umgeben.

Die totale Phase der Finsternis am 21. August dauerte auf dem Pfad, den der Schatten des Mondes zog, nur etwa 2 Minuten oder weniger. Dagegen dauerte die Totalität des blauen Super-Blutmondes am 31. Jänner auf der ganzen Nachtseite des Planeten Erde länger als eine Stunde.

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Mondfliege und Strichspuren

Hinter einem kahlen Baum ist der Himmel dicht von den Strichspuren von Sternen überzogen. Links oben ist eine seltsame Spur. Sie ist an den Enden sehr hell, dazwischen ist sie dunkler und rötlich. Es ist der Mond während einer totalen Finsternis. Hinten am Horizont stehen Berge.

Bildcredit und Bildrechte: Haitong Yu

Am 31. Jänner konnte man auf der ganzen Nachtseite der Erde eine geruhsame Mondfinsternis bewundern. Es war die erste von drei totalen Mondfinsternissen, die nacheinander stattfinden. Dieses dramatische Zeitrafferbild entstand in der Provinz Hebei im Norden von China. Es zeigt das himmlische Schauspiel und kombiniert eine Serie an Aufnahmen, die im Laufe von drei Stunden belichtet wurden.

Eine Kamera auf einem Stativ fotografierte den Vollmond, als er über den klaren Nachthimmel glitt. Die Spur des Mondes erinnert an eine Fliege. Sie ist vor und nach der Finsternis sehr hell. Während der dunkleren totalen Finsternisphase, die eine Stunde und 16 Minuten dauerte, wird sie schmal und rot. Weit hinten laufen die farbigen Strichspuren in konzentrischen Bögen über und unter dem Himmelsäquator.

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Nahaufnahme von NGC 7331

Die Spiralgalaxie NGC 7331 liegt schräg im Bild. Ihr heller, gelblicher Kern ist von mächtigen Spiralarmen umgeben, die von dunklen Staubwolken geprägt sind. Dazwischen schimmern blaue Sternhaufen und rötliche Regionen, in denen Sterne entstehen.

Bildcredit und Lizenz: ESA/Hubble und NASA/D. Milisavljevic (Purdue-Universität)

Die große Spiralgalaxie NGC 7331 wird oft mit unserer Milchstraße verglichen. NGC 7331 ist etwa 50 Millionen Lichtjahre entfernt und steht im nördlichen Sternbild Pegasus. Man erkannte sie früh als Spiralnebel. Sie ist eine der helleren Galaxien, die nicht in Charles Messiers berühmtem Katalog aus dem 18. Jahrhundert enthalten sind.

Die Scheibe der Galaxie ist zu unserer Sichtlinie geneigt. Daher wirken lang belichtete Fotos mit Teleskop häufig sehr tief. Die Nahaufnahme entstand mit dem Weltraumteleskop Hubble. Sie zeigt die prächtigen Spiralarme der Galaxie und ihre dunklen Staubbahnen.

Die Galaxie enthält auch helle bläuliche Haufen mit massereichen jungen Sternen. In ihren aktiven Regionen entstehen Sterne. Man erkennt sie an ihrem verräterischen rötlichen Leuchten. In der gelblich Region in der Mitte gibt es eine Population älterer, kühler Sterne. Wie bei der Milchstraße liegt im Zentrum der Spiralgalaxie NGC 7331 ein sehr massereiches Schwarzes Loch.

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Die Galaxie NGC 474: Schalen und Sternströme

Die Galaxie mitten im Bild ist von eigentümlichen Schalen umgeben. Rechts daneben ist eine kleinere Galaxie, die eher gewöhnlich aussieht. Im Vordergrund sind unterschiedlich große Sterne verteilt.

Bildcredit: CFHT, Coelum, MegaCam, J.-C. Cuillandre (CFHT) und G. A. Anselmi (Coelum)

Was passiert mit der Galaxie NGC 474? Sie hat unerwartete vielfache Schichten, die seltsam komplex schimmern. Auf Bildern mit weniger Details wirkt die elliptische Galaxie relativ strukturlos. Derzeit wissen wir nicht, wie die Hüllen entstehen. Vielleicht handelt es sich um Gezeitenschweife und Reste, die in den vergangenen Milliarden Jahren von vielen kleinen Galaxien übrig geblieben sind.

Doch vielleicht sind die Hüllen ähnlich wie Wellen in einem Teich. Bei der Kollision mit der Spiralgalaxie NGC 474, die noch andauert, sind Dichtewellen entstanden, die sich im galaktischen Riesen ausbreiten.

Was auch immer die Ursache ist – zumindest ist man sich zunehmend darüber einig, dass wenigstens einige elliptische Galaxien in jüngster Vergangenheit entstanden sind. Das zeigt auch dieses Bild. Die äußeren Höfe der meisten großen Galaxien sind nicht ebenmäßig, sondern haben viele Schichten. Sie entstehen, wenn größere Galaxien mit kleineren Galaxien in der Nähe wechselwirken und sie einlagern. Auch Hof um unsere Milchstraße hat unerwartet viele Schichten.

NGC 474 ist ungefähr 250.000 Lichtjahre breit. Die Distanz beträgt 100 Millionen Lichtjahre. Sie befindet sich im Sternbild Fische (Pisces).

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NGC 7635: Der Blasennebel dehnt sich aus

Eine rote Blase liegt mitten im Bild. Rechts daneben ist eine rot leuchtende Wolke, doch das ganze Bild ist von einem Nebel durchzogen.

Bildcredit: Göran Nilsson und The Liverpool Telescope

Es heißt Blase gegen Wolke. Der Blasennebel ist als NGC 7635 katalogisiert. Er wird vom Sternenwind des massereichen Sterns BD+602522 ausgestoßen. Dieser leuchtet rechts im Nebel in Blau. Doch daneben liegt eine riesige Molekülwolke. Sie ist rechts in Rot abgebildet. Dort trifft eine stetige Kraft auf ein unbewegtes Objekt. Das macht die Sache interessant.

Die Wolke ist groß genug, um das Gas der Blase zu umfassen. Doch sie wird von der heißen Strahlung des Zentralsterns fortgeweht. Die Strahlung erwärmt die dichte Region der Molekülwolke und bringt sie zum Leuchten. Der Blasennebel ist etwa 10 Lichtjahre groß. Er gehört zu einem viel größeren Komplexes aus Sternen und Hüllen. Mit einem kleinen Teleskop sieht man den Blasennebel im Sternbild Kassiopeia, der Königin von Aithiopia.

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