Schleiernebel: Strähnen eines explodierten Sterns

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Bildcredit: NASA, ESA und das Hubble Heritage Team (STScI/AURA)

Beschreibung: Diese Büschel sind alles, was von einem Milchstraßenstern noch sichtbar ist. Vor etwa 7000 Jahren explodierte der Stern als Supernova und hinterließ den Schleiernebel. Damals wurde die expandierende Wolke wahrscheinlich so hell wie der Sichelmond und war für Menschen, die zu Beginn der Geschichtsaufzeichnung lebten, wochenlang zu sehen. Inzwischen ist der entstandene Supernovaüberrest, auch bekannt als Cygnusschleife, verblasst und nur noch mit einem kleinen Teleskop sichtbar, welches auf das Sternbild Schwan (Cygnus) gerichtet ist. Der verbliebene SchleierNebel ist physisch jedoch riesig, und obwohl er ungefähr 1400 Lichtjahre entfernt ist, bedeckt er mehr als fünf Vollmonde. Dieses Bild ist ein Mosaik aus sechs Bildern des Weltraumteleskops Hubble, die zusammen nur ungefähr zwei Lichtjahre umfassen – ein kleiner Teil des ausgedehnten Supernovaüberrestes. Sogar kundige Leser sind vielleicht nicht in der Lage, auf Bildern des ganzen Schleiernebels diese Fasern erkennen.

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Orion über der Osterinsel

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Bildcredit und Bildrechte: Yuri Beletsky (Carnegie Las Campanas Observatory, TWAN)

Beschreibung: Warum wurden die Statuen der Osterinsel erbaut? Niemand weiß das genau. Sicher ist, dass es dort über 800 große Steinstatuen gibt. Die Osterinselstatuen sind im Schnitt mehr als doppelt so hoch wie ein Mensch und haben mehr als die 200-fache Masse. Über die Geschichte und Bedeutung der ungewöhnlichen Felsskulpturen ist nur wenig bekannt, doch viele glauben, dass sie vor etwa 700 Jahren nach den Bildern einheimischer Oberhäupter einer verlorenen Zivilisation geschaffen wurden. Hier wurde 2016 einer der urzeitlichen Moai vor dem Sternbild Orion mit der berühmten Linie aus drei Gürtelsternen und den gleißenden Sternen Beteigeuze (links in Rot) und Rigel (oben Mitte) abgebildet. Der Stein riese scheint jedoch den hellsten Stern des Nachthimmels rechts zu mustern: Sirius.

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Die helle Spiralgalaxie M81

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Bildcredit: Subaru Telescope (NAOJ), Weltraumteleskop Hubble;
Bearbeitung und Bildrechte: Roberto Colombari und Robert Gendler

Beschreibung: Eine der hellsten Galaxien am Himmel des Planeten Erde ist ähnlich groß wie unsere Galaxis, die Milchstraße: die große, schöne M81. Diese prächtige Spiralgalaxie befindet sich im nördlichen Sternbild Großer Bär (Ursa Major). Diese prächtige detailreiche Ansicht von M81 zeigt den hellen, gelblichen Kern, blaue Spiralarme und ausladende kosmische Staubbahnen, deren Maße mit der Milchstraße vergleichbar sind. Als Hinweis auf eine unordentliche Vergangenheit verläuft links neben dem Galaxienzentrum entgegen den anderen markanten Spiralstrukturen von M81 eine markante Staubbahn geradewegs durch die Scheibe. Die fehlgeleitete Staubbahn könnte die manifeste Folge einer nahen Begegnung zwischen M81 und ihrer kleineren Begleitgalaxie M82 sein. Die Untersuchung veränderlicher Sterne in M81 ergab eine der besten je ermittelten Entfernungen einer fremden Galaxie – 11,8 Millionen Lichtjahre.

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Cassinis letztes Bild

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Bildcredit: NASA, JPL-Caltech, Space Science Institute

Beschreibung: Wie geplant tauchte die Raumsonde Cassini am 15. September nach 13 Jahren Erforschung des Saturnsystems in die obere Saturnatmosphäre ein. Die Schubdüsen der Raumsonde feuerten bis zum Ende, der Eintritt in die Atmosphäre erfolgte nach dem großen Finale – einer beispiellosen Serie von 22 Tauchgängen zwischen Saturn und den Ringen. Cassinis letztes Signal brauchte 83 Minuten, um den Planeten Erde und den Antennenkomplex Deep Space Network in Canberra (Australien) zu erreichen, wo um 11:55 UT der Kontaktverlust mit der Raumsonde vermerkt wurde. Für die Raumsonde war Saturn hell, und die Sonne stand oben, als sie mit 113.000 Kilometern pro Stunde in die wirbelnden Wolkenoberflächen des Gasriesen pflügte. Doch Cassinis letztes Bild zeigt den Einschlagsort Stunden früher noch auf der Nachtseite des Planeten, die Wolkenoberflächen werden vom Ringlicht beleuchtet – das ist Sonnenlicht, welches von den Saturnringen reflektiert wird.

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100 Schritte nach vorn

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Bildcredit und Bildrechte: Camilo Jaramillo

Beschreibung: Diese Nachthimmelslandschaft vom Planeten Erde zeigt eine schöne Konjunktion von Venus und Mond, Mensch, Sand und Milchstraße. Die Szene ist ein Panorama aus 6 Fotos, die einen Moment am Ende einer Reise zeigen. Im Vordergrund verlaufen Fußstapfen über die windgewellten Dünen bei der Oase Huacachina in der südwestlichen Wüste von Peru. Das faszinierende Ergebnisbild ist ein bezaubernder Blick auf die Welt bei Nacht und wurde zum Siegerbild beim internationalen Erd- und Himmelsfotowettbewerb 2017 von The World at Night gewählt.

Mission: Farewell Cassini
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Fackle wohl, AR2673!

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Bildcredit: NASA, SDO und die AIA-, EVE- und HMI-Wissenschaftsteams

Beschreibung: Fast außer Sicht unseres hübschen Planeten rotiert die riesige, um sich sprühende aktive Region AR2673 mit einer weiteren heftigen Sonnenfackel um den westlichen Rand der Sonne, gefolgt von einem großen koronalen Massenauswurf am 10. September. Die Protuberanz ist auf diesem extrem ultravioletten Bild des auf die Sonne starrenden Solar Dynamics Observatory rechts zu sehen. Die heftige Protuberanz war die vierte der AR2673 in diesem Monat der Klasse X. Der letzte koronale Massenauswurf aus dieser aktiven Region kollidierte 2 Tage später mit der Magnetosphäre der Erde. Sagt nun lebewohl zu der mächtigen AR2673. In die nächsten zwei Wochen befindet sich die gewaltige Sonnenfleckengruppe auf der Rückseite der Sonne.

Mission: Farewell Cassini
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NGC 6334: Der Katzenpfotennebel

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Bildcredit und Bildrechte: George Varouhakis

Beschreibung: Nebel sind vielleicht genauso so bekannt dafür, mit vertrauten Formen assoziiert zu werden, wie Katzen bekanntlich Ärger bekommen. Dennoch hätte keine Katze den gewaltigen Katzenpfotennebel im Skorpion erzeugen können. Die 5500 Lichtjahre entfernte Katzenpfote ist ein rötlicher Emissionsnebel, seine Farbe stammt von einem Reichtum an ionisierten Wasserstoffatomen. Sie ist auch als Bärenklauennebel oder NGC 6334 bekannt, in den letzten paar Millionen Jahren entstanden darin Sterne mit fast zehn Sonnenmassen. Dieses Bild zeigt den Katzenpfotennebel in Licht, das von Wasserstoff, Sauerstoff und Schwefel abgestrahlt wird.

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Eine totale Sonnenfinsternis erleben


Videocredit und -rechte: Jun Ho Oh (KAIST, HuboLab);
Music: Flowing Air von Mattia Vlad Morleo

Beschreibung: Wie geht es Ihnen, wenn die Sonne verschwindet? Viele Finsternisbeobachter in den USA wurden von dem Schauer überrascht, den sie fühlten, und den Ausrufen, die sie machten, als die Sonne vorübergehend hinter dem Mond verschwand. Vielleicht erwarteten sie nur eine kurze Dämmerung. Doch das Schauspiel mit ungewöhnlich rascher Dunkelheit, atemberaubend hellen leuchtenden Perlen am Mondrand, aufregenden rosaroten Sonnenprotuberanzen und einer seltsam detailreichen Korona, die sich am Himmel ausbreitete, erwischte viele Grantler am falschen Fuß. Viele dieser Merkmale wurden auf diesem Dreiminutenechtzeitvideo der totalen Sonnenfinsternis vom letzten Monat erfasst. Die Video-Einzelbilder wurden in Warm Springs in Oregon aufgenommen, die Ausrüstung dafür wurde von Jun Ho Oh eigens entwickelt, um das Umfeld der Sonne während der Finsternis zu erfassen. Am Ende des Videos sieht man, wie die Sonne auf der anderen Seite des Mondes, wo sie verschwand, wiedergeboren wird.

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Cassini nähert sich Saturn


Videocredit und -rechte: Cassini Imaging Team, ISS, JPL, ESA, NASA, S. Van Vuuren et al.; Musik: Adagio for Strings (NY Philharmonic)

Beschreibung: Wie sieht es aus, wenn man sich Saturn in einem Raumschiff nähert? Das muss man sich nicht bloß vorstellen – die Raumsonde Cassini tat das 2004, erfasste unterwegs Tausende Bilder und Hunderttausende weitere, seit sie in die Umlaufbahn eingetreten ist. Einige von Cassinis frühen Bildern wurden digital justiert, beschnitten und zu diesem eindrucksvollen Video verarbeitet, dieses ist Teil eines größeren IMAX-Filmprojekts mit dem Namen Outside In und entsteht gerade. Im folgenden Abschnitt ragt Saturn beim Anflug immer größer auf, während der bewölkte Titan unten vorbeizischt. Während Saturn im Hintergrund rotiert, ist zu sehen, wie Cassini als Nächstes über Mimas mit dem gut sichtbaren riesigen Krater Herschel fliegt. Dann übernehmen Saturns majestätische Ringe die Schau, als Cassini Saturns dünne Ringebene kreuzt. Die dunklen Schatten der Ringe erscheinen auf Saturn. Schließlich taucht der rätselhafte Eisgeysirmond Enceladus in der Ferne auf und wird am Ende des Kurzfilms erreicht. Die Raumsonde Cassini hat nur noch wenig Treibstoff und soll am Freitag ihre Mission zu Ende bringen, wenn sie so nahe an Saturn herangelenkt wird, dass sie hineinfällt und schmilzt.

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Wirbel um das Auge des Wirbelsturms Irma


Videocredit: NASA, GOES-16 Satellite, SPoRT

Beschreibung: Warum ist in der Mitte eines Wirbelsturms ein Auge? Das ist bisher nicht genau bekannt. Was in und um das Auge eines Wirbelsturms geschieht, ist jedoch gut dokumentiert. Warme Luft steigt an den Rändern des Auges auf, kühlt ab, rotiert, breitet sich über den großen Sturm aus und sinkt hauptsächlich am äußeren Rand ab.

Im Niederdruck-Auge sinkt Luft ebenfalls und erwärmt sich – dadurch entsteht Verdunstung, Beruhigung und Aufklaren – sogar Sonnenlicht kann hindurchströmen. Am Rand des Auges türmt sich ein Augenwall auf, in diesem Bereich herrscht der stärkste Wind. Es ist besonders gefährlich hinauszugehen, wenn das ruhige Auge vorüberzieht, weil bald wieder der brachiale Augenwall des Sturmes folgt.

Dies ist eines der dramatischsten Videos, die bisher von einem Auge und dem rotierenden Augenwall gibt. Das Zeitraffervideo wurde letzte Woche im Weltraum vom Satelliten GOES-16 der NASA über einem der gewaltigsten tropischen Wirbelstürme der Geschichte aufgenommen: Wirbelsturm Irma.

Wirbelstürme können extrem gefährlich sein, und ihre Gefahren sind nicht auf die Mitte des Sturms begrenzt.

Aktuelle Bilder: Wirbelstürme Irma, Jose und Katia
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Ruhige Gewässer und geomagnetischer Sturm

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Bildcredit und Bildrechte: Chris Cook

Beschreibung: Der Hintergrund dieser mondbeleuchteten Meeres- und Himmelslandschaft der ruhigen Gewässer vor Cape Cod in Massachusetts besteht aus bekannten Sternen des Nordhimmels. Das Foto entstand am 7. September und zeigt auch ein farbenprächtiges Nordlicht oder Aurora borealis, ausgelöst durch einen heftigen geomagnetischen Sturm. Die zuständige riesige aktive Sonnenregion AR 2673, die gut sichtbar die Sonne querte, ist viel größer als der Planet Erde. Sie erzeugte die stärkste Fackel des aktuellen Sonnenzyklus und den zur Erde gerichteten koronalen Massenauswurf der letzten Tage.

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