Der Kletterer und die Finsternis

Die Silhouette des Felsens links erinnert an ein Affengesicht. Darauf steht ein Kletterer, der mit einem Seil gesichert ist. Hinter ihm schimmert die Korona, unter seinen Beinen blitzt der Diamantring am Ende der Totalen Sonnenfinsternis auf.

Bildcredit und Bildrechte: Andrew Struder

Was tut ihr, wenn auf eurem Kletterfoto plötzlich eine totale Sonnenfinsternis auftaucht? Jubeln, denn die Planung gelohnt hat sich gelohnt. Monatelang wurde erörtert, welche Schauplätze geeignet wären. Eine Woche lang erkundete man verschiedene Standorte im Smith Rock State Park von Oregon. Dann wählte eine Gruppe von Fotografen und Kletterern den malerischen Monkey Face tower als dramatischen Vordergrund für Bilder der totalen Sonnenfinsternis. Er ist 100 Meter hoch. Ted Hesser, Martina Tibell und Michael Shainblum leiteten die Gruppe.

Die Spannung stieg, als die Finsternis näher rückte. Man prüfte geplante Aufreihungen und passte die Position des Felskletterers Tommy Smith an. Genau wie geplant wanderte der Mond vor die Sonne, und Smith bewegte sich vor den Mond. Dieses Bild der Sonnenfinsternis zeigt einen Diamantring. Das ist eine Phase der Finsternis, bei der ein Teil der fernen Sonne immer noch hinter der Oberfläche des Mondes sichtbar ist.

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Europa und Jupiter von Voyager 1

Mitten im Bild ist der große Rote Fleck auf Jupiter. Darüber ist ein dunkler Fleck, es ist der Schatten des Mondes Io. Rechts unten ist der Mond Europa, der einen Ozean unter der Oberfläche besitzt. Die Oberfläche von Jupiter ist von wild gemusterten Wirbelstürmen überzogen.

Bildcredit: NASA, Voyager 1, JPL, Caltech; Bearbeitung und Lizenz: Alexis Tranchandon / Solaris

Was sind diese Flecken auf Jupiter? Der größte ist der große Rote Fleck. Er ist rechts neben der Mitte und am weitesten entfernt. Der Rote Fleck ist ein riesiges Sturmsystem. Es wütet wohl seit seiner wahrscheinlichen Beschreibung durch Giovanni Cassini vor 352 Jahren auf Jupiter. Noch wissen wir nicht, warum dieser große Fleck rot ist.

Der Fleck links unten ist Europa. Das ist einer von Jupiters größten Monden. Bilder der Voyagersonden aus dem Jahr 1979 stützen die aktuelle Hypothese, dass Europa unter der Oberfläche einen Ozean besitzt. Somit ist der Mond ein guter Ort, um nach außerirdischem Leben zu suchen.

Doch was ist mit dem dunklen Fleck rechts oben? Das ist der Schatten von Io, er ist ein anderer großer Jupitermond. Voyager 1 entdeckte, dass Io vulkanisch so aktiv ist, dass man keine Einschlagkrater fand. Beim Vorbeiflug von Voyager 1 an Jupiter im Jahr 1979 entstanden sechzehn Bilder. Sie wurden kürzlich überarbeitet und zu diesem Bild kombiniert.

Heute vor vierzig Jahren startete Voyager 1 von der Erde zu einer der bisher interessantesten Forschungsreisen im Sonnensystem.

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Saturns Ringe von innen gesehen

Das Bild zeigt eine Animation des Tauchgangs der Raumsonde Cassini durch die Ringebene. Der Einschub zeigt, was die Sonde dabei filmte.

Videocredit: NASA, JPL-Caltech, Institut für Weltraumforschung

Wie sehen Saturns Ringe aus, wenn man sie von Saturn aus sieht? Die robotische Raumsonde Cassini nähert sich dem Abschluss ihrer Mission. Ihre Bilder bieten uns eine beispiellose Aussicht. Vor Cassinis großen letzten Umläufen wurden alle Bilder von Saturns majestätischem Ringsystem außerhalb der Ringe mit Blick nach innen fotografiert.

Der Einschub rechts zeigt ein außergewöhnliches Video. Die Animation außen zeigt die Positionen der Raumsonde. Der kurze Ablauf in Zeitraffer zeigt zu Beginn Details der komplexen Ringe. Am Ende erkennt man, wie papieren dünn die Ringe sind. Die Bilder entstanden am 20. August. Cassini hat nur noch wenige Umläufe um Saturn. Ab 15. September wird sie auf Tauchgang in den Riesenplaneten gelenkt.

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Eine Wasserhose in Florida

Hinter einer Palme am Ufer ist eine Bucht. Aus dem Wasser steigt eine riesige Wassersäule auf, die sich oben wie ein Elefantenrüssel windet und in einer dunklen Wolke verschwindet.

Bildcredit und Bildrechte: Joey Mole

Was geschieht über dem Wasser? Hier ist eines der besten Bilder einer Wasserhose, die je fotografiert wurden. Es ist eine Art Wirbelsturm, der über Wasser auftritt. Wasserhosen sind rotierende Säulen aus feuchter Luft, die aufsteigt. Sie entstehen meist über warmem Wasser. Sie können so gefährlich sein wie Wirbelstürme und erreichen eine Windgeschwindigkeit von mehr als 200 km/h.

Manche Wasserhosen entstehen weit entfernt von Gewittern, sogar bei relativ heiterem Wetter. Sie können fast durchsichtig sein. Man erkennt sie dann zunächst nur als seltsames Muster auf dem Wasser. Dieses Bild entstand im Juli 2013 bei der Tampa Bay in Florida. Der Atlantik vor der Küste von Florida ist wohl die aktivste Region der Welt für Wasserhosen. Jedes Jahr entstehen Hunderte. Manche vermuten, dass sie sogar für einige Verluste im Bermudadreieck verantwortlich sind.

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Reisende auf der Milchstraße

Die Silhouette einer Raumsonde zeichnet sich vor einem blau gefleckten Hintergrund ab, der an einen Sternenhimmel erinnert.

Poster-Illustrationscredit: NASA, JPL-Caltech, Voyager

Voyager 1 und 2 starteten 1977 und gingen auf die Reise zu den äußeren Planeten im Sonnensystem. Sie sind die Raumsonden, die am weitesten von der Erde entfernt sind und die am längsten in Betrieb sind. Voyager 2 ist fast 16 Lichtstunden von der Sonne entfernt. Sie erreichte den Rand der Heliosphäre. Das ist jener Bereich, den der Einfluss des Sonnenwindes und des Magnetfeldes der Sonne definiert.

Voyager 1 ist nun die erste Botschafterin der Menschheit in der Milchstraße. Sie ist mehr als 19 Lichtstunden entfernt und befindet sich außerhalb der Heliosphäre im interstellaren Raum. Am 5. September feiert der NASA die 40 Jahre lange Reise der Voyager-Sonden zu den Sternen!

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Ein erster Blick auf die große amerikanische Finsternis

Hinter dem Flügel eines Flugzeugs sind Wolken, vorne im Schatten, hinten orangefarben. Am glasklaren, dunklen Himmel strahlt die Korona bei einer Sonnenfinsternis um den Neumond.

Bildcredit und Bildrechte: Babak Tafreshi (TWAN), National Geographic

Am 21. August erreichte der dunkle Kernschatten des Mondes in Oregon das Festland und zog über die Vereinigten Staaten. Alle auf dem Schattenpfad, der von Küste zu Küste verlief, wurden Zeugen einer totalen Sonnenfinsternis. Es war das vielleicht am häufigsten geteilte Himmelsereignis der Geschichte.

Doch zuvor berührte der Mondschatten den Nordpazifik und raste ostwärts auf das Land zu. Für diesen dramatischen Schnappschuss wurde der Schattenpfad 400 Kilometer vor der Küste von Oregon gekreuzt – 13.700 Meter über dem bewölkten Nordpazifik. Dort war die Totalität zwar kürzer, doch das Bild zeigt die Finsternis, bevor sie auf dem Festland der USA zu sehen war. Die verfinsterte Sonne stand nicht besonders hoch. Der westliche Horizont leuchtete in schönen Farben. Diese wichen einem klaren, pechschwarzen Stratosphärenhimmel im Schatten des Mondes.

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