IC 1396: Emissionsnebel im Kepheus

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Bildcredit und Bildrechte:  César Blanco González

Beschreibung: Der faszinierende Emissionsnebel IC 1396 mischt leuchtendes kosmisches Gas und dunkle Staubwolken im hohen, abgelegenen Sternbild Kepheus. Diese Sternbildungsregion wird vom hier sichtbaren Zentralstern mit Energie versorgt und breitet sich Hunderte Lichtjahre aus. Sie umfasst mehr als drei Grad am Himmel und ist fast 3000 Lichtjahre vom Planeten Erde entfernt. Eine der interessanten dunklen Formen in IC 1396, der krumme Elefantenrüsselnebel, liegt unter der Mitte. In den dunklen Formen könnten durch Gravitationskollaps immer noch Sterne entstehen. Doch wenn die dichteren Wolken von der starken Strahlung und den Winden der Sterne abgetragen werden, verlieren alle soeben entstehenden Sterne schlussendlich den Zugang zu ihrem Vorrat an Sternenstoff. Die prächtige Farbansicht ist ein Komposit aus Bilddaten von Schmalbandfiltern, welche die Emissionen des atomaren Sauerstoffs, Wasserstoffs und Schwefels im Nebel in blauen, grünen und roten Farbtönen abbilden.

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Der Hügel Ireson auf dem Mars

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Bildcredit:  NASA, JPL-Caltech, MSSS

Beschreibung: Wie entstand dieser ungewöhnliche Hügel auf dem Mars? Seine Geschichte wurde zum Forschungsgegenstand, doch seine Form und der zweifarbige Aufbau machen ihn zu einem der ungewöhnlicheren Hügel, an die der Roboterrover Curiosity auf dem Mars herangerollt ist. Der Ireson genannte Hügel ist ungefähr 5 Meter hoch und zirka 15 Meter breit. Der Iresonühgel liegt im Bagnold-Dünenfeld am Hang des Mount Sharp im Krater Gale auf dem Mars. Dieses Panorama aus 41 Bildern wurde horizontal komprimiert, um den ganzen Hügel zu zeigen. Das Bild wurde am 2. Februar fotografiert und letzte Woche veröffentlicht. Weil der Mars von der Erde aus gesehen hinter die Sonne wandert, sendet die NASA ab demnächst bis etwa 1. August keine Anweisungen mehr zu ihren Marsorbitern und -rovern.

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Donnermond über Pisa

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Bildcredit und Bildrechte: Marco Meniero

Beschreibung: Was stimmt nicht mit diesem Bild? Wenn Sie es herausfinden, wissen Sie vielleicht, wo es fotografiert wurde. Das Seltsame ist eins der Gebäude – es steht schief. Der Schiefe Turm von Pisa ist seit kurz nach Beginn seiner Errichtung 1173 ein Markenzeichen. Heute ist er Teil des UNESCOWeltkulturerbes. Eine Legende besagt, dass Galileo auf dem Schiefen Turm auf dramatische Weise die Gravitationsgesetze demonstrierte, denen zufolge Objekte mit unterschiedlicher Masse gleich schnell fallen. Zwischen dem Schiefen Turm von Pisa rechts sowie dem Dom zu Pisa und dem Baptisterium links war letzte Woche, als das Bild fotografiert wurde, ein voller „Donner“-Mond zu sehen. Mithilfe moderner Methoden wurde der Turm erfolgreich stabilisiert und sollte – wenn nichts dazwischenkommt – die nächsten 200 Jahre seine aktuelle Neigung beibehalten.

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Mondschatten und Sonnenreflexion


Bildcredit: Himawari-8, NASA’s SVS (GSFC)

Beschreibung: Welche Lichter und Schatten kreuzen hier die Erde? Dieses Fünf-Sekunden-Zeitraffervideos zeigt einen ganzen Tag auf dem Planeten Erde, gesehen vom japanischen Satelliten Himawari-8 im geostationären Orbit hoch über dem Pazifik. Die Sonne geht rechts auf und links unter und beleuchtet die genau darunter liegende Erdhälfte. Ein Sonnenglanz – die Reflexion der Sonne – ist als heller Fleck sichtbar, der von rechts nach links wandert. Ungewöhnlicher ist jedoch der dunkle Fleck, der von links unten nach rechts oben wandert. Das ist der Schatten des Mondes, und er tritt nur auf, wenn der Mond genau zwischen Erde und Sonne hindurchwandert. Letztes Jahr an dem Tag, als diese Bilder entstanden, war an den am stärksten abgeschatteten Regionen eine totale Sonnenfinsternis zu beobachten. Nächsten Monat zieht ein ähnlich dunkler Schatten genau über die USA.

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Blitzfinsternis vom Planeten der Ziegen

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Bildcredit und Bildrechte: Chris Kotsiopoulos (GreekSky)

Beschreibung: Gewitter verdarben beinahe diesen Anblick der spektakulären totalen Mondfinsternis am 15. Juni 2011. Doch die Sturmwolken teilten sich während der Totalitätsphase der Finsternis für 10 Minuten, und die Blitze ließen den Himmel dramatisch wirken.

Die Szene wurde auf einer 30-Sekunden-Aufnahme festgehalten und inspirierte auch einen der unvergesslicheren Titel (Dank an den Astrofotografen) in der 22-jährigen Geschichte von APOD. Der Bezug zum Gewitter ist sinnvoll. Das Schattenspiel der dunklen Mondfinsternis wurde auf dem Planeten Erde in Europa, Afrika, Asien und Australien beobachtet. Das Bild wurde auf der griechischen Insel Ikaria bei Pezi fotografiert. Diese Region ist wegen des rauen Geländes und der seltsam geformten Felsen als „Planet der Ziegen“ bekannt.

Details: Totale Sonnenfinsternis am 21. August 2017
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Nahaufnahme des großen Roten Flecks

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Bildcredit: NASA, Juno, SwRI, MSSS, Gerald Eichstadt, Sean Doran

Beschreibung: Am 11. Juli zog die Raumsonde Juno bei ihren lang gezogenen 53-Tages-Umläufen um den größten Gasriesen des Sonnensystems wieder einmal tief über Jupiters turbulente Wolkenoberflächen. Etwa 11 Minuten nach Perijovium 7, ihrer größten Annäherung, zog sie genau über Jupiters großen Roten Fleck.

Während des lang erwarteten Überflugs fotografierte sie die Bilddaten für diese Nahaufnahme aus einer Entfernung von weniger als 10.000 Kilometern. Die JunoCam-Rohdaten wurden anschließend von Bürgerwissenschaftlern bearbeitet. Das größte Sturmsystem des Sonnensystems ist sehr langlebig, schrumpft jedoch. Am 15. April wurde seine Größe von derzeit 16.350 Kilometern gemessen, das sind etwa 1,3 Erddurchmesser.

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NGC 4449: Nahaufnahme einer kleinen Galaxie

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Bildcredit und Bildrechte: DatenHubble Legacy Archive, ESA, NASA; BearbeitungDomingo Pestana Galvan, Raul Villaverde Fraile

Beschreibung: Grand spiral galaxies often seem to get all the glory. Their young, blue star clusters and pink star forming regions along sweeping spiral arms are guaranteed to attract attention. But small irregular galaxies form stars too, like NGC 4449, about 12 million light-years distant. Less than 20,000 light-years across, the small island universe is similar in size, and often compared to our Milky Way’s satellite galaxy, the Large Magellanic Cloud (LMC). This remarkable Hubble Space Telescope close-up of the well-studied galaxy was reprocessed to highlight the telltale reddish glow of hydrogen gas. The glow traces NGC 4449’s widespread star forming regions, some even larger than those in the LMC, with enormous interstellar arcs and bubbles blown by short-lived, massive stars. NGC 4449 is a member of a group of galaxies found in the constellation Canes Venatici. It also holds the distinction of being the first dwarf galaxy with an identified tidal star stream.

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Vollmond und Boston Light

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Bildcredit und Bildrechte: Babak Tafreshi (TWAN)

Beschreibung: Dieser gut geplante Teleobjektiv-Zeitablauf zeigt den Vollmondaufgang im Juli über dem äußeren Hafen Bostons in Massachusetts auf dem Planeten Erde. Der historische irdische Leuchtturm im Vordergrund ist als Boston Light bekannt. Manche kennen den Julivollmond als Donnermond, das bezieht sich wahrscheinlich auf das Geräusch des typischen stürmischen Wetters im nördlichen Sommer. Doch der östliche Himmel auf dieser Videoserie war klar. Die Schichten der Atmosphäre in der langen Sichtlinie am Horizont filtern und brechen das Mondlicht, dadurch entstehen die rötliche Farbe, die ruppigen Ränder und die deformierte Form des aufgehenden Mondes.

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Messier 63: Die Sonnenblumengalaxie

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Bildcredit und Bildrechte: DatenHubble Legacy Archive, Subaru Telescope (NAOJ), Don Goldman; BearbeitungRobert Gendler, Roberto Colombari, Don Goldman

Beschreibung: Messier 63, eine helle Spiralgalaxie am nördlichen Himmel, steht etwa 25 Millionen Lichtjahre entfernt im treuen Sternbild Jagdhunde. Das majestätische Inseluniversum ist auch als NGC 5055 katalogisiert und fast 100.000 Lichtjahre groß. Das entspricht etwa der Größe unserer Milchstraße. M63 ist landläufig als Sonnenblumengalaxie bekannt und weist auf diesem scharfen Kompositbild aus weltraum- und bodengebundenen Teleskopbildern einen hellen gelblichen Kern auf. Ihre ausladenden blauen Spiralarme von kosmischen Staubbahnen durchzogen und mit rosaroten Sternbildungsregionen gesprenkelt. M63 ist ein markantes Mitglied einer bekannten Galaxiengruppe und hat blasse, ausgedehnte Strukturen – wahrscheinlich Sternströme von Begleitgalaxien, die von Gezeiten zerrissen wurden. M63 leuchtet im gesamten elektromagnetischen Spektrum und erlebte vermutlich Ausbrüche intensiver Sternbildung.

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Der Sternhaufen Omega Centauri in HDR

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Bildcredit und Bildrechte: Mike O’Day

Beschreibung: Hier ist die größte Kugel aus Sternen in unserer Galaxis. Omega Centauri ist vollgepackt mit etwa 10 Millionen Sternen, viele davon sind älter als unsere Sonne, sie drängen sich in einem Volumen mit einem Durchmesser von nur etwa 150 Lichtjahren. Der Sternhaufen ist der größte und hellste von ungefähr 200 bekannten Kugelsternhaufen, welche im Halo unserer Milchstraße umherwandern. Obwohl in den meisten Sternhaufen die Sterne das gleiche Alter und die gleiche Zusammensetzung haben, weist der rätselhafte Omega Cen unterschiedliche Sternpopulationen mit unterschiedlichem Alter und Elementhäufigkeiten auf. Omega Cen könnte daher der übrig gebliebene Kern einer kleinen Galaxie sein, die mit der Milchstraße verschmolzen ist. Dieses Bild zeigt so viele Sterne, weil unterschiedliche Belichtungen mit hohem Dynamikumfang (HDR-Technik) kombiniert wurden. Omega Centauri ist auch als NGC 5139 bekannt und liegt zirka 15.000 Lichtjahre entfernt im südlichen Sternbild Zentaur.

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Spiralgalaxie NGC 1512: Der Kernring

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Bildcredit: NASA, ESA, Hubble, LEGUS; Danksagung: Judy Schmidt

Beschreibung: Was geschieht um das Zentrum dieser Spiralgalaxie? Als Ganzes erscheint NGC 1512 als Balkenspiralgalaxie – eine Art von Spiralgalaxien, die einen geraden Balken aus Sternen in der Mitte besitzen. Dieser Balken kreuzt einen äußeren Ring, der nicht zu sehen ist, weil er die abgebildete Region umgibt. Auf diesem Bild des Weltraumteleskops Hubble ist ein innerer Ring zu sehen, der den Kern der Spirale umgibt. Die beiden Ringe sind nicht nur durch einen Balken aus hellen Sternen verbunden, sondern auch durch dunkle Staubbahnen. Im Inneren dieses inneren Rings schraubt sich ständig Staub ins Innerste – vielleicht der Standort eines großen Schwarzen Lochs. Die Ringe leuchten hell wegen neu entstandener Sterne, welche durch die Kollision von NGC 1512 mit ihrem galaktischen Nachbarn NGC 1510 entstanden sein könnten.

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