Milchstraße über Crater Lake mit Nachthimmellicht

Siehe Erklärung. Ein Klick auf das Bild lädt die höchstaufgelöste verfügbare Version.

Bildcredit und Bildrechte: John H. Moore; Beschriftung: Judy Schmidt

Beschreibung: Wie viele unterschiedliche astronomische Phänomene kommen in der oben gezeigte Aussicht zusammen? Mehrere. Erstens befindet sich im Vordergrund der Crater Lake – eine Caldera, die vor 7700 Jahren durch Vulkanismus auf dem Planeten Erde entstand. Weiters befindet sich im Inneren des Sees Wasser. Das Wassers im Krater stammt von geschmolzenem Schnee, doch der Ursprung des Wassers auf der Erde ist allgemein nicht gesichert, es stammt jedoch möglicherweise von urzeitlichen Erdeinschlägen eishaltiger Körper.

Das grüne Leuchten am Himmel ist Nachthimmelsleuchten – Licht, das von Atomen hoch oben in der Erdatmosphäre abgestrahlt wird, die nachts rekombinieren, nachdem sie tagsüber vom energiereichen Sonnenlicht ionisiert wurden. Die vielen Lichtpunkte am Himmel leuchten durch Kernfusion. Sie befinden sich hoch über der Atmosphäre, jedoch innerhalb der Milchstraße in der Nähe unserer Sonne.

Und schließlich: Der helle Bogen über dem Bild ist das Zentralband der Milchstraße, durchschnittlich viel weiter entfernt als die nahe gelegenen Sterne und hauptsächlich durch Gravitation geformt. Anders als es scheint, leuchtet das Milchstraßenband von selbst und wird nicht vom Nachthimmelsleuchten erhellt. Das obige Panorama entstand aus sechs Aufnahmen, die vor etwa zwei Wochen in Oregon (USA) fotografiert wurden.

Zur Originalseite

Ein Superzellen-Gewitter über Texas


Videocredit und -rechte: Mike Oblinski; Musik: Impact Lento (Kevin MacLeod, Incompetech)

Beschreibung: Ist das eine Wolke oder ein außerirdisches Raumschiff? Es ist eine ungewöhnliche, manchmal gefährliche Art Gewitterwolke, die als Superzelle bezeichnet wird. Superzellen können zerstörerische Tornados, Hagel, Fallböen oder Starkregen hervorbringen. Manchmal wirken sie einfach eindrucksvoll. Eine Superzelle enthält einen Mesozyklon – eine aufsteigende Luftsäule, die von fallenden Luftzügen umgeben ist. Superzellen können über vielen Orten auf der Erde vorkommen, besonders häufig treten sie jedoch über der Tornado Alley in den USA auf. Oben sind vier Zeitrafferszenen mit einer Superzelle zu sehen, die über Booker in Texas rotiert und darüber hinwegfegt. Im Video ist die Entstehung neuer Wolken in der Nähe des Sturmzentrums zu sehen, aber auch Staub, der auf dem Boden wirbelt, Blitze in den oberen Wolken – und das alles, während der eindrucksvoll geformte Komplex unheilvoll rotiert. Im letzten Abschnitt ist zu sehen, wie schließlich nach einigen Stunden dichter Regen zu fallen begann, während der Sturm abflaute.

Zur Originalseite

Trockeneis-Gleitschlieren auf dem Mars

Siehe Erklärung. Ein Klick auf das Bild lädt die höchstaufgelöste verfügbare Version.

Bildcredit: HiRISE, MRO, LPL (U. Arizona), NASA

Beschreibung: Wie entstehen diese langen, fast geraden Kerben auf dem Mars? Es handelt sich um linear gullies (geradlinige Rinnen), die im Marsfrühling auf den Hängen mancher Sandböschungen auftreten und eine fast konstante Breite haben. Sie können ganze zwei Kilometer lang werden, mit Böschungen an beiden Seiten. Anders als die meisten Wasserflüsse scheinen am unteren Ende keine Bereiche mit getrockneten Ablagerungen auf. Eine führende Hypothese – gestützt auf Beobachtungen hier auf der Erde – besagt, dass diese geraden Rinnen durch Stücke aus Kohlendioxideis (Trockeneis) entstehen, die abbrechen und die Hügel hinabrutschen, während sie zu Gas sublimieren und am Ende vollständig in der dünnen Luft zu verdampfen. Falls das zutrifft, könnten diese natürlichen Trockeneisschlitten künftigen Abenteurern eine gleichmäßige Fahrt auf Brocken aus flüchtigem Kohlendioxideis bieten. Das obige, kürzlich veröffentlichte Bild wurde 2006 von der HiRISE-Kamera an Bord des Mars Reconnaissance Orbiter der NASA in der Mars-Umlaufbahn fotografiert.

Zur Originalseite

APOD wird achtzehn

Siehe Erklärung. Ein Klick auf das Bild lädt die höchstaufgelöste verfügbare Version.

Bildcredit und Bildrechte: Wang Letian

Beschreibung: Das erste APOD (deutsch) erschien heute vor achtzehn Jahren, am 16. Juni 1995. Obwohl es an diesem Tag nur 14 Seitenansichten hatte, können wir mit Stolz sagen, dass APOD im Laufe der letzten 18 Jahre mehr als eine Milliarde Weltraumbilder dargeboten hat. Dank diesem frühen Beginn und der fast unveränderten Gestaltung ist APOD eine einheitliche, vertraute Site in einem Netz, das ständigen Veränderungen unterworfen ist. Viele wissen jedoch nicht, dass APOD täglich in viele Weltsprachen übersetzt wird. Wir danken unseren Lesern, Astrofotografen und der NASA für ihre kontinuierliche Unterstützung, bitten Sie jedoch, Ihre Glückwunsch-E-Mails dieses Jahr an die Freiwilligen auf der ganzen Welt zu schicken, die die APOD-Bildbeschreibungen täglich übersetzen, oft mit beträchtlichem Aufwand. Einige APOD-Bilder wurden zu der oben gezeigten eindrucksvollen Collage verarbeitet, die von einem APOD-Liebhaber mit Geschick für digitale Bildbearbeitung eingereicht wurde, und die APOD als klassische Filmrolle darstellt. Wie viele APOD-Bilder erkennen Sie?

16. Juni 1963: Walentina Tereschkowa fliegt als erste Frau in den Kosmos

APOD wird übersetzt: arabisch, indonesisch, katalanisch, chinesisch, chinesisch, tschechisch, niederländisch, Farsi, Farsi, galizisch, deutsch, französisch, hebräisch, japanisch, polnisch, portugiesisch, rumänisch, russisch, slowenisch, spanisch, Thai oder türkisch

Zur Originalseite

Delphinid-Meteor-Mysterium

Siehe Erklärung. Ein Klick auf das Bild lädt die höchstaufgelöste verfügbare Version.

Bildcredit und Bildrechte: Yuri Beletsky (Las Campanas Observatory, Carnegie Institution)

Beschreibung: Letzten Dienstagmorgen entstanden in einem Zeitraum von mehr als 5 Stunden die Aufnahmen dieser verlockenden Ansicht mit Meteorspuren und der Milchstraße am dunklen Himmel über dem Las-Campanas-Observatorium in Chile. Zu dieser Zeit hofften die Astronomen, einen Ausbruch des Gamma-Delphini-Meteorstroms zu beobachten, während die Erde durch die Spur aus Staubresten eines unbekannten Kometen fegte. Am mondhellen Himmel des 10. Juni 1930 wurde ein kurzer, aber starker Ausbruch beobachtet, der nach dem Radianten des Stroms im Sternbild Delfin benannt wurde. Obwohl seither keine starke Delphinid-Meteoraktivität mehr zu beobachtet war, wurde 2013 vorsichtig mit einem erneuten Ausbruch gerechnet. Doch obwohl der Himmel am Dienstag dunkel war, ist die Gesamtzahl an Meteoren in diesem Sichtfeld gering, und nur die drei unteren Meteorspuren scheinen ungefähr auf den Radianten des Stroms zu zeigen.

Zur Originalseite

Sharpless 115

Siehe Erklärung. Ein Klick auf das Bild lädt die höchstaufgelöste verfügbare Version.

Bildcredit und Bildrechte: Bill Snyder (Sierra Remote Observatories)

Beschreibung: Sharpless 115 steht am Himmel des Planeten Erde nordwestliche von Deneb, dem Alphastern von Cygnus, dem Schwan. Der blasse, aber hübsche Emissionsnebel, den der Astronom Stewart Sharpless als Sh2-115 1959 in seinem Katalog vermerkte, liegt etwa 7500 Lichtjahre entfernt am Rand einer gewaltigen Molekülwolken in der äußeren Milchstraße. Der Nebel leuchtet auf diesem in der Hubble-Farbpalette angelegten Kompositbild im Licht ionisierter Atome von Wasserstoff, Schwefel und Sauerstoff. Die Energie für sein Leuchten stammt von heißen Sternen im Sternhaufen Berkeley 90. Die Haufensterne sind wahrscheinlich nur etwa 100 Millionen Jahre alt und noch in Sharpless 115 eingebettet. Doch die starken Winde und die Strahlung der Sterne haben einen Großteil ihrer Geburts-Staubwolke beiseite geräumt. In der Entfernung des Emissionsnebels umfasst diese kosmische Nahaufnahme knapp 100 Lichtjahre.

Zur Originalseite

Vier-Planeten-Sonnenuntergang

Siehe Erklärung. Ein Klick auf das Bild lädt die höchstaufgelöste verfügbare Version.

Bildcredit und Bildrechte: Chris Kotsiopoulos (GreekSky)

Beschreibung: Auf diesem heiteren Sonnenuntergangsbild, das aus einer Digitalbildserie in der Abenddämmerung des 25. Mai erstellt wurde, sehen Sie vier Planeten. Das Kompositbild zeigt die Spuren der drei Planeten Jupiter, Venus und Merkur (von links nach rechts), die während der markanten Dreifachkonjunktion letzten Monat knapp nebeneinander zum westlichen Horizont hin verlaufen. Der Stern Elnath (Beta Tauri) ist ähnlich hell wie der Planet Merkurund ebenfalls erkennbar – er zieht seine gepunktete Spur weiter rechts. Im Vordergrund befindet sich das ruhige, seichte Gewässer des Salzsees Alykes, das die satten Farben des Sonnenuntergangs auf der Insel Kos in Griechenland auf dem Planeten Erde reflektiert. Inzwischen ist Jupiter im Glanz der untergehenden Sonne verschwunden, doch Merkur und Venus bleiben im Westen tief in der Dämmerung.

Zur Originalseite

Der ganze Merkur


Bildcredit: NASA / JHU Applied Physics Lab / Carnegie Inst. Washington

Beschreibung: Zum ersten Mal wurde die gesamte Oberfläche des Planeten Merkur kartografiert. Die überraschende Kruste des innersten Planeten wurde ständig genau beobachtet, seit die robotische Raumsonde MESSENGER 2008 erstmals Merkur passierte und 2011 begann, ihn zu umrunden. Davor war ein Großteil der Oberfläche Merkurs unbekannt, da sie für irdische Teleskope zu weit entfernt war, um sie deutlich zu erkennen, und die Vorbeiflüge von Mariner 10 in den 1970er Jahren nur etwa die Hälfte der Außenseite beobachtet hatten. Das obige Video ist eine Zusammenstellung Tausender Merkurbilder, die in verstärkten Farben wiedergegeben werden, um den Kontrast zwischen unterschiedlichen Oberflächenstrukturen besser darzustellen. Auf der rotierenden Welt sind von einem nördlichen Einschlag ausgehende Strahlen zu sehen, die sich über einen Großteil des Planeten erstrecken, während etwa nach der Hälfte des Videos das hell gefärbte Caloris-Becken ins Sichtfeld rotiert – eine nördliche urzeitliche Einschlagsstruktur, die mit Lava gefüllt wurde. MESSENGER hat nun seine Primärmission und die erste erweiterte Mission erfolgreich abgeschlossen.

Zur Originalseite

Die Sternbildungsregion NGC 3582

Siehe Erklärung. Ein Klick auf das Bild lädt die höchstaufgelöste verfügbare Version.

Bildcredit und Bildrechte: Desert Hollow Observatory

Beschreibung: Was geschieht im Nebel NGC 3582? Helle Sterne und interessante Moleküle entstehen. Der komplexe Nebel befindet sich in einer Sternbildungsregion mit der Bezeichnung RCW 57. Auf diesem Bild sind dichte Knoten aus dunklem interstellarem Staub zu sehen, weiters helle Sterne, die in den letzten wenigen Millionen Jahren entstanden sind – Bereiche aus leuchtendem Wasserstoff, der von diesen Sternen ionisiert wird, und große Schleifen aus Gas, das von sterbenden Sternen ausgestoßen wird. Eine detailreiche Studie von NGC 3582, auch bekannt als NGC 3584 und NGC 3576, enthüllte mindestens 33 massereiche Sterne in den Endstadien der Sternentwicklung und das eindeutige Vorkommen komplexer Kohlenstoffmoleküle, die als polycyclische aromatische Kohlenwasserstoffe (PAHs) bekannt sind. PAHs entstehen vermutlich im kühlen Gas von Sternbildungsregionen, und ihre Entwicklung im Entstehungsnebel der Sonne vor fünf Milliarden Jahren könnte ein wichtiger Schritt bei der Entstehung von Leben auf der Erde gewesen sein. Das obige Bild wurde am Desert Hollow Observatory Nord in Phoenix (Arizona, USA) fotografiert.

Zur Originalseite

Die Große Magellansche Wolke in Ultraviolett

Siehe Erklärung. Ein Klick auf das Bild lädt die höchstaufgelöste verfügbare Version.

Bildcredit: UV: NASA, Swift, S. Immler (Goddard) und M. Siegel (Penn State); Optisch: Axel Mellinger (CMU)

Beschreibung: Wo sind in den umliegenden Galaxien die heißesten Sterne? Um das herauszufinden, gab die NASA ihren Satelliten Swift in der Erdumlaufbahn die Anweisung, aus vielen Bildern ein Mosaik der benachbarten Großen Magellanschen Wolke (GMW) in Ultraviolettlicht zu erstellen.

Das obige Bild zeigt, wo in der GMW junge Sterne vorkommen, da die massereichsten dieser jungen Sterne hell in Blau und Ultraviolett leuchten. Im Kontrast dazu sieht man in einem darübergelegten Bild eine vertrautere, im sichtbaren Licht erstellte Ansicht der GMW, die ältere Sterne besser hervorhebt.

Links oben befindet sich eine der größten Sternbildungsregionen, die wir in der gesamten Lokalen Gruppe kennen: der Tarantelnebel. Die Große Magellansche Wolke und die ihr ähnliche Begleiterin, die Kleine Magellansche Wolke, sind für Himmelsfreunde am Südhimmel mit bloßem Auge leicht erkennbar.

Eine genaue Untersuchung des obigen Bildes erlaubt eine bessere, die gesamte Galaxie einbeziehende Vorstellung davon, wie Sternbildung abläuft.

Zur Originalseite

Fließende Polarlichter über Norwegen


Bildcredit und Bildrechte: Tor Even Mathisen; Musik: Per Wollen; Gesang: Silje Beate Nilssen

Beschreibung: Haben Sie schon einmal ein Polarlicht gesehen? Polarlichter treten nun wieder häufiger auf. Wenn die Sonne ihr alle elf Jahre auftretendes Aktivitätsmaximum erreicht, bei dem Polarlichter ausgelöst werden, stellt sie einen größeren Reichtum an Sonnenflecken, Sonneneruptionen und koronalen Massenauswürfen zur Schau. Bei Sonnenaktivitäten wie dieser werden üblicherweise geladene Teilchen ins Sonnensystem ausgestoßen, von denen einige die Magnetosphäre der Erde treffen und irdische Polarlichter auslösen. Die oben gezeigten Zeitrafferaufnahmen von pittoresken Polarlichtern wurden Ende 2010 über Tromsø in Norwegen aufgenommen. Schleier aus Polarlicht, meist grün, fließen, schimmern und tanzen, während energiegeladene Teilchen zur Erde fallen und Luftatome hoch oben in der Erdatmosphäre anregen. Vielleicht haben Sie sogar heute Nacht eine Gelegenheit, Polarlichter zu sehen, da im Lauf der letzten Tage kürzlich stattgefundene Sonnenexplosionen zahlreiche Polarlichtsichtungen auslösten.

Zur Originalseite