Der Mechanismus von Antikythera

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Bildcredit un Bildrechte: Wikipedia

Beschreibung: Was ist das? Es wurde auf dem Grund des Meeres an Bord eines griechischen Schiffes gefunden. Seine offensichtliche Komplexität hat Jahrzehnte an Untersuchungen ausgelöst, dennoch sind einige seiner Funktionen immer noch unbekannt. Röntgenbilder des Gerätes bestätigten die den Zweck des Mechanismus von Antikythera und enthüllten mehrere überraschende Funktionen. So wurde entdeckt, dass der Mechanismus von Antikythera ein mechanischer Computer mit einer Genauigkeit ist, die man für die Zeit um 80 v.Chr. – damals sank das Schiff, auf dem er sich befand – für unmöglich hielt. Man glaubte, dass die Menschheit erst 1000 Jahre später so fortschrittliche Technik entwickeln konnte. Seine Räder und Getriebe bilden ein tragbares Orrery des Himmels, das sowohl die Sterne- und Planetenstände vorausberechnete als auch Mond- und Sonnenfinsternisse. Der hier gezeigte Mechanismus von Antikythera ist 33 Zentimeter hoch und hat ähnliche Ausmaße wie ein großes Buch.

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Barnard starrt auf NGC 2170

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Bildcredit und Bildrechte: John Davis

Beschreibung: Dieses Teleskopmosaik, eine Aussicht auf eine kosmische Himmelslandschaft, enthüllt die ständige Schönheit von Dingen, die es gibt. Die sinnträchtige Szenerie umfasst etwa 6 Grad oder 12 Vollmonde am Himmel des Planeten Erde. Links sind Falten aus rotem, leuchtendem Gas zu sehen – ein kleiner Teil eines kolossalen, 300 Lichtjahre großen Bogens. Die Struktur, bekannt als Barnard-Schleife und zu blass für das Auge, wurde von weit zurückliegenden Supernovaexplosionen und den Winden massereicher Sterne geformt und ist noch immer vom Licht angeregter Wasserstoffatome gesäumt. Barnards Schleife ist etwa 1500 Lichtjahre entfernt und windet sich grob um den großen Orionnebel, eine Sternkrippe am Rand der Molekülwolken im Orion. Doch dahinter liegen weitere fruchtbare Sternfelder in der Ebene unserer Milchstraße. Rechts auf diesem lang belichteten Komposit findet man NGC 2170, einen staubhaltigen Komplex aus Nebeln in der Nähe einer benachbarten, etwa 2400 Lichtjahre fernen Molekülwolke.

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Der Stickney-Krater

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Bildcredit: HiRISE, MRO, LPL (U. Arizona), NASA

Beschreibung: Der Stickney-Krater, der größte Krater auf dem Marsmond Phobos, wurde nach Chloe Angeline Stickney Hall benannt – sie war Mathematikerin und mit dem Astronomen Asaph Hall verheiratet. Asaph Hall entdeckte 1877 die beiden Monde des Roten Planeten. Stickney ist mit seinem Durchmesser von mehr als 9 Kilometern fast halb so groß wie Phobos selbst – wahrscheinlich hätte der Einschlag, der den Krater gesprengt hat, den winzigen Mond fast zerstört. Dieses faszinierende farbverstärkte Bild von Stickney und seiner Umgebung wurde mit der HiRISE-Kamera an Bord des Mars Reconnaissance Orbiters fotografiert, als die Sonde im März 2008 weniger als 6000 Kilometer an Phobos vorbeiflog. Obwohl die Oberflächengravitation des asteroidenähnlichen Phobos weniger als 1/1000stel der Erdschwere beträgt, erwecken die Streifen den Eindruck, als wäre im Lauf der Zeit loses Material im Inneren des Kraters abgerutscht. Helle, bläuliche Regionen in der Nähe des Kraterrandes könnten erst kürzlich freigelegte Oberflächenbereiche sein. Der Ursprung der merkwürdigen Rillen auf der Oberfläche ist rätselhaft, könnte jedoch mit dem Einschlag zusammenhängen, der den Krater bildete.

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Cas A in sichtbarem Licht und Röntgenlicht

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Bildcredit: Röntgen: NASA, JPL-Caltech, NuSTAR; Optisch: Ken Crawford (Rancho Del Sol Obs.)

Beschreibung: Der Supernovaüberrest Cassiopeia A (Cas A), das Nachleuchten einer kosmischen Katastrophe, ist behagliche 11.000 Lichtjahre entfernt. Das Licht der Supernova Cas A, die Todesexplosion eines massereichen Sterns, erreichte erst vor 330 Jahren erstmals die Erde. Die Trümmerwolke der Explosion, die sich immer noch ausdehnt, umfasst etwa 15 Lichtjahre in der Mitte dieses Kompositbildes. Die Szenerie verbindet Farbdaten des Sternfeldes und der zarteren Filamente im sichtbaren Spektralbereich mit Bilddaten des Röntgenteleskops NuSTAR im Orbit. Die Röntgendaten wurden in blauen Falschfarbtönen kartiert und zeichnen den zersplitterten äußeren Ring der sich ausdehnenden Stoßwelle nach, deren Energie bis zu 10.000-mal höher ist als die Energie sichtbarer Photonen.

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NGC 1309: Eine Spiralgalaxie und ihre Freunde

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Bildcredit: Hubble Legacy Archive, ESA, NASA; Bearbeitung: Martin Pugh

Beschreibung: NGC 1309, eine prächtige Spiralgalaxie, die etwa 100 Millionen Lichtjahre entfernt ist, liegt an den Ufern des Sternbildes Eridanus. NGC 1309 hat einen Durchmesser von etwa 30.000 Lichtjahren, das ist etwa ungefähr ein Drittel des Durchmessers der größeren Milchstraße. Bläuliche Haufen junger Sterne und Staubstraßen trassieren die Spiralarme von NGC 1309, die sich um eine ältere, gelblichere Sternpopulation im Zentrum winden. Sie ist nicht bloß eine weitere hübsche, von oben sichtbare Spiralgalaxie. Beobachtungen der jüngsten Supernova in NGC 1309 sowie veränderlicher Cepheidensterne tragen zur Kalibrierung der Ausdehnung des Universums bei. Wenn Sie den Spiralaufbau dieser schönen Galaxie betrachtet haben, werfen Sie doch auch einen Blick auf die Anordnung weiter entfernter Hintergrundgalaxien, die ebenfalls im obigen scharfen, neu bearbeiteten Bild des Weltraumteleskops Hubble zu sehen sind.

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Ein Sonnenballett


Videocredit: NASA/Goddard/SDO AIA Team

Beschreibung: Manchmal scheint die Sonne zu tanzen. Erst am vergangenen Silvesterabend zum Beispiel dokumentierte die Raumsonde Solar Dynamics Observatory der NASA, welche die Sonne umkreist, eine eindrucksvolle Protuberanz, die auf der Sonnenoberfläche ausbrach. Die dramatische Explosion wurde im obigen Zeitraffervideo, das vier Stunden abdeckt, im Ultraviolettlicht aufgenommen. Besonders interessant ist das verhedderte Magnetfeld, das eine Art Sonnenballett für das heiße Plasma inszeniert, während dieses zur Sonne zurückfällt. Die Größenordnung der zerfallenden Protuberanz ist gewaltig – die gesamte Erde würde leicht unter den fließenden Vorhang aus heißem Gas passen. Eine bewegungslose Protuberanz bleibt normalerweise etwa einen Monat lang bestehen und kann als koronaler Massenauswurf (KMA) ausbrechen, der heißes Gas ins Sonnensystem verströmt. An dem Energiemechanismus, bei dem eine Sonnenprotuberanz entsteht, wird immer noch geforscht. Während sich die Sonne dieses Jahr einem Sonnenmaximum nähert, werden Sonnenaktivitäten wie ausbrechende Protuberanzen voraussichtlich häufiger auftreten.

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NGC 2170: Himmlisches Stillleben

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Bildcredit und Bildrechte: Ignacio Diaz Bobillo

Beschreibung: Auf diesem himmlischen Stillleben, das mit einem kosmischen Pinsel gemalt wurde, leuchtet links neben der Bildmitte der staubhaltige Nebel NGC 2170, der das Licht heißer Sterne in seiner Nähe reflektiert. Zu NGC 2170 gesellen sich weitere bläuliche Reflexionsnebel, eine rote Emissionsregion, viele dunkle Absorptionsnebel und ein Hintergrund farbenprächtiger Sterne. Wie die üblichen Haushaltsgegenstände, die Maler von Stillleben häufig als Motive wählen, kommen diese Wolken aus Gas, Staub und heißen Sternen in dieser Umgebung ebenfalls häufig vor – eine massereiche, Sterne bildende Molekülwolke im Sternbild Einhorn (Monoceros). Mon R2, eine gewaltige Molekülwolke, ist eindrucksvoll nahe, schätzungsweise nur 2400 Lichtjahre entfernt. In dieser Entfernung wäre diese Leinwand mehr als 40 Lichtjahre breit.

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NGC 602 und dahinter

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Bildcredit: NASA, ESA und das Hubble Heritage Team (STScI/AURA) – ESA/Hubble Collaboration

Beschreibung: An den Außenrändern der Kleinen Magellanschen Wolke, einer Begleitgalaxie, die etwa 200.000 Lichtjahre entfernt ist, liegt der 5 Millionen Jahre junge Sternhaufen NGC 602. Der von Geburtsgas und – staub umgebene NGC 602 ist auf diesem atemberaubenden Hubblebild der gesamten Region dargestellt. Fantastische Ränder und zurückgefegte Gebilde erinnern stark daran, dass die energiereiche Strahlung und die Stoßwellen der massereichen jungen Sterne in NGC 602 die staubhaltige Materie ausgehöhlt und eine fortschreitende Sternbildung ausgelöst haben, die sich vom Zentrum des Haufens wegbewegt. In der geschätzten Entfernung der Kleinen Magellanschen Wolke umfasst das Bild etwa 200 Lichtjahre, doch eine faszinierende Auswahl an Hintergrundgalaxien ist auf dieser scharfen Hubble-Ansicht ebenfalls zu sehen. Die Hintergrundgalaxien liegen Hunderte Millionen Lichtjahre oder mehr hinter NGC 602.

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Zehn Milliarden Erden

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Illustrationscredit: NASA, F. Fressin (Harvard CfA)

Beschreibung: Wie häufig sind erdgroße Planeten? Ziemlich häufig, wenn man die aktuellsten Daten der NASA-Sonde Kepler in der Erdumlaufbahn hochrechnet. Aktuelle Computermodelle lassen den Schluss zu, dass mindestens einer von zehn Sternen von einem erdgroßen Planeten umkreist wird, womit unsere Galaxis, die Milchstraße, mehr als zehn Milliarden Erden beheimaten würde. Leider gilt diese Schätzung nur für Planeten, die praktisch innerhalb der Merkurbahn kreisen, womit diese heißen Erden keine einladenden Reiseziele für Menschen wären. Dieses Balkendiagramm zeigt den geschätzten Anteil an Sternen, die Planeten verschiedener Größen in sternnahen Umlaufbahnen besitzen. Die Anzahl an sonnenähnlichen Sternen mit erdähnlichen Planeten in erdähnlichen Umlaufbahnen ist sicherlich viel geringer, doch hat Kepler hat soeben die Entdeckung von vier weiteren angekündigt.

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Der Fornax-Galaxienhaufen

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Bildcredit und Bildrechte: Marco Lorenzi

Beschreibung: Wie geht die Entstehung und Entwicklung von Galaxienhaufen vor sich? Um das herauszufinden, untersuchen Astronomen weiterhin die der Erde zweitnächste Galaxienansammlung: den Fornax-Galaxienhaufen, benannt nach dem südlichen Sternbild, in dem die meisten seiner Galaxien zu finden sind. Auch wenn er fast 20-mal weiter entfernt ist als unsere benachbarte Andromedagalaxie, ist Fornax nur etwa 10 Prozent weiter entfernt als der besser bekannte und dichter bestückte Virgo-Galaxienhaufen. Fornax hat eine scharf begrenzte Zentralregion mit vielen Galaxien, entwickelt sich aber noch – sie enthält Galaxiengruppen, die getrennt erscheinen und noch verschmelzen müssen. Fast jeder Klecks im obigen Bild ist eine elliptische Galaxie im Fornax-Haufen. Die pittoreske Balkenspiralgalaxie NGC 1365 unten rechts ist ebenfalls ein bekanntes Mitglied des Fornax-Haufens.

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Die Orion-Geschoße

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Bildcredit: GeMS/GSAOI Team, Gemini Observatory, AURA
Bearbeitung: Rodrigo Carrasco (Gemini Obs.), Travis Rector (Univ. Alaska Anchorage)

Beschreibung: Kosmische Geschoße durchstoßen die Randgebiete des etwa 1500 Lichtjahre von uns entfernten Orionnebels, was auf dieser scharfen Infrarot-Nahaufnahme zu sehen ist. Die relativ dichten Geschoße – heiße Gaswolken mit einem Durchmesser von etwa zehnmal der Bahn Plutos – werden durch gewaltige, energiereiche Sternbildung ausgesprengt und sind auf dem Falschfarbenbild blau abgebildet. Sie leuchten im Licht ionisierter Eisenatome und rasen mit Geschwindigkeiten von Hunderten Kilometern pro Sekunde, ihre Durchbrüche sind von gelblichen Trassen aus schlagartig aufgeheiztem Wasserstoff des Nebels gesäumt. Die kegelförmigen Bugstoßwellen sind bis zu einem fünftel Lichtjahr lang. Das detailreiche Bild wurde mit der neu installierten adaptiven Optik (GeMS) des 8,1-Meter-Teleskop Gemini Süd in Chile erstellt. Um ein größeres Sichtfeld als frühere Generationen adaptiver Optiken zu erzielen, nützt GeMS fünf lasergenerierte Leitsterne, die der Weichzeichnung der Erdatmosphäre entgegenwirken.

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