NGC 6357 – eine Kathedrale für massereiche Sterne

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Bildcredit: NASA, ESA und Jesús Maíz Apellániz (IAA, Spanien)

Beschreibung: Wie viel Masse kann ein normaler Stern besitzen? Nach Schätzungen aus Entfernung, Helligkeit und Standard-Sternmodellen hat einer der Sterne im offenen Haufen Pismis 24 mehr als 200 Sonnenmassen, was ihn fast zum Rekordhalter macht. Dieser Stern ist im obigen Bild das hellste Objekt über der Gasfront. Eine genaue Betrachtung des Bildes, das mit dem Weltraumteleskop Hubble aufgenommen wurde, zeigt jedoch, dass die strahlende Leuchtkraft von Pismis 24-1 nicht von einem einzelnen Stern stammt, sondern von mindestens dreien. Einzelne Sterne des Verbandes hätten immer noch etwa 100 Sonnenmassen, womit sie zu den massereicheren Sternen gehören, die wir kennen. Am unteren Bildrand entstehen im dazugehörigen Emissionsnebel NGC 6357 immer noch Sterne. Was wie eine gotische Kathedrale aussehen mag, sind energiereiche Sterne nahe dem Zentrum, die scheinbar ausbrechen und einen eindrucksvollen Kokon beleuchten.

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Wie ein Diamant am Himmel

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Bildcredit und Bildrechte: Alex Cherney (Terrastro, TWAN)

Beschreibung: Eine dunkle Sonne hing am Mittwochmorgen während einer lang ersehnten totalen Sonnenfinsternis über Queensland in Australien. Sturmwolken drohten entlang der Nordküste die Sicht zu verderben, doch wenige Minuten vor der Totalität rissen die Wolken auf. Gerade strömen die letzten direkten Sonnenstrahlen um den Mondrand und bildeten in dieser Szenerie, die bei Ellis Beach zwischen Cairns und Port Douglas fotografiert wurde, einen prächtigen Diamantringeffekt. Einen Augenblick lang blitzte der Diamant auf, hielt jedoch nicht für die Ewigkeit. Die Region war fast 2 Minuten lang in Dunkelheit gehüllt, als der Mondschatten von der Küste zum Great Barrier Reef in Australien und weiter über den Südpazifik fegte. Fünf Einzelaufnahmen mit Belichtungszeiten zwischen 1/4000 und 1/15 Sekunden wurden zu diesem Bild vereint, um einen Eindruck der atemberaubenden visuellen Erfahrung der Finsternis zu präsentieren.

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Mondschattenserie

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Bildcredit und Bildrechte: Ben Cooper (Launch Photography)
Beschreibung: Am Morgen des 14. November zog der Kernschatten des Mondes über Nordaustralien, ehe er über den Südpazifik weiterwanderte. Auf einer Hügelkuppe knapp 50 Kilometer westlich der Buschstadt Mount Carbine in Queensland wurde eine Bildserie fotografiert, um das Fortschreiten der totalen Sonnenfinsternis auf diesem dramatischen Kompositbild festzuhalten. Die Bildserie beginnt nahe dem Horizont. Der Mond schiebt sich langsam vor die gerötete Vorderseite der Sonne und steigt auf, während die Finsternis fortschreitet. Während der totalen Phase, die an diesem Ort etwa 2 Minuten dauerte, schimmert eine sonst sehr zarte Sonnenkorona um den Rand der verfinsterten Scheibe. Die Hintergrundaufnahme wurde während der Totalität aufgenommen und zeigt am Horizont den noch sonnigen Himmel, gleich unter dem vom Schatten des Mondes verdunkelten Himmel.

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Sonnenfinsternis über Queensland

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Bildcredit und Bildrechte: Phil Hart

Beschreibung: Der Neumond dieses Monats am 13. November (UT) brachte Teilen des Planeten Erde eine totale Sonnenfinsternis. Ein Großteil des Totalitäts-Finsternispfades fiel auf den Südpazifik, doch der dunkle Kernschatten des Mondes begann seine Reise bei Nordaustralien laut Ortszeit am Mittwoch früh. Auf dem Pfad entstand mit einem Teleskop dieser Schnappschuss, der die Mondsilhouette am Himmel über Queensland zeigt, fotografiert am Mulligan-Highway von Port Douglas. Die Sonnenscheibe, fast vollständig bedeckt, ist noch zu sehen und von einer Andeutung der blassen Sonnenkorona umgeben. Planetengroße Protuberanzen erheben sich über dem Sonnenrand. Sonnenlicht strömt durch die Lücken im zerklüfteten Profil des Mondrandes und erzeugt die gleißenden, aber flüchtigen Bailyschen Perlen.

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Unsere Geschichte in einer Minute


Videocredit und -rechte: MelodySheep, Symphony of Science, John Boswell; Musikrechte: Our Story

Beschreibung: Können Sie die Geschichte der Menschheit in einer Minute erzählen? Dieses spannende Video versucht das durch Zusammenfügen kleiner, vielsagender Schnipsel. Und untermalt diese mit Musik. In Kürze ist zwischen Start bis Ende eine künstlerische Animation des Urknalls zu sehen, dann eine Reise durch das frühe Universum, die Entstehung von Erde und Mond, die Entstehung vielzelliger Lebewesen und Pflanzen, der Aufstieg der Reptilien und Dinosaurier, ein verheerender Meteoriteneinschlag, der Aufstieg von Säugetieren und Menschen und schließlich der Aufstieg der modernen Zivilisation. Das eine Minute lange Video endet mit einem Flug über einen modernen Wolkenkratzer und einen Menschen, der auf dem Gipfel eines schneebedeckten Berges steht. Das obige Video ist das neueste des Symphony-of-Science-Projekts.

Galerie: Bilder der totalen Sonnenfinsternis von gestern

Frage: Kennen Sie den Wolkenkratzer bei 1:18 und den schneebedeckten Berg bei 1:25?
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Eine Sonnenfinsternis-Patchworkdecke

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Bildcredit und Bildrechte: Sherry Winkelman (CXC)

Beschreibung: Manche Leute sind so begeistert von Sonnenfinsternissen, dass sie steppen. Oben ist ein aus dieser Begeisterung entstandenes Werkstück zu sehen. Die 1×1 Meter große Decke zeigt Eindrücke einer ringförmigen Finsternis, bei der der Mond zu weit von der Erde entfernt ist, um die ganze Sonne zu bedecken – was im Oktober 2002 in Spanien zu sehen war. Heute wird sich jedoch eine totale Sonnenfinsternis ereignen, obwohl sie nur für Finsternisjäger zu sehen sein wird und solche, die auf einem dünnen Streifen von Australien leben. Wenige Minuten lang sehen jene in der Mitte des Finsternispfades, wie die ganze Sonne vom Mond bedeckt wird, weshalb der Tag ungewöhnlich dunkel wird. Kurz bevor – und nachdem – sich die Totalität ereignet, kann das Sonnenlicht zwischen die Berge am Mondrand strömen, wodurch ein Diamantringeffekt entsteht. Die nächste totale Sonnenfinsternis findet im November 2013 statt.

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Meteor und Mondregenbogen über dem Wallaman-Wasserfall

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Bildcredit und Bildrechte: Thierry Legault

Beschreibung: Welcher Teil dieses umfassenden Panoramas mit Landschaft und Himmel raubt Ihnen zuerst den Atem? Es gibt eine starke Konkurrenz zwischen einem Wasserfall, einem Meteor, dem Sternenhimmel und sogar einem Mondregenbogen, die allesamt um Beachtung buhlen. Es ist jedoch interessant, erst einmal festzuhalten, was nicht zu sehen ist – der aufgehende Mond auf der anderen Seite der Kamera. Der helle Mond beleuchtete letzten Juni nicht nur diese wunderschöne Landschaft in Queensland (Australien), sondern schuf auch den schönen Mondregenbogen, der vor dem Wallaman-Wasserfall zu sehen ist. Im obigen Bild ist gleich über dem Grat der waagrechte Streifen eines Flugzeuges zu sehen. Weiter oben befindet sich die nach unten gerichtete Leuchtspur eines hellen Meteors, gezogen von einem kleinen Kieselstein aus unserem Sonnensystem, der aufblitzte, als er in die Erdatmosphäre eintrat. Weit hinter dem Meteor sind zahlreiche helle Sterne und Nebel in der Nähe des Zentrums unserer Galaxis zu sehen. Und schließlich, weit im Hintergrund, befindet sich das Band unserer Galaxis, der Milchstraße, das im Bild diagonal von links unten nach rechts oben verläuft und den ganzen Himmel umkreist.

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Bailysche Perlen nahe der Totalität einer Sonnenfinsternis

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Bildcredit und Bildrechte: Leonid Durman

Beschreibung: Kurz bevor die Sonne verfinstert wird, geschieht etwas Seltsames. Wenn der Mond wandert, um die Sonne bei einer totalen Sonnenfinsternis vollständig zu bedecken – wie etwa jene, die sich am Dienstag über Teilen Australiens ereignet – laufen Perlen hellen Sonnenlichts um den Rand des Mondes. Dieser Effekt wird als Bailysche Perlen bezeichnet – nach Francis Baily, der 1835 auf dieses Phänomen aufmerksam machte. Zwar ist die Anzahl und Helligkeit der Bailyschen Perlen üblicherweise unvorhersagbar, doch heute ist der Mond so gut kartiert, dass einige allgemeine Merkmale der Baylischen Perlen zu erwartet sind. Wenn eine einzelne Perle stark hervortritt, wird das als Diamantringeffekt bezeichnet, der üblicherweise knapp vor der Totalität zu sehen ist. Oben ist waagrecht verkürzt eine Bildserie zu sehen, bei der die Bailyschen Perlen fotografiert wurden, die vor und nach der totalen Sonnenfinsternis 2008 in Novosibirsk (Russland) zu sehen waren. Am Ende der Totalität, wenn die Sonne wieder hinter dem Mond auftaucht, können ebenfalls Bailysche Perlen zu sehen sein – doch nun auf der anderen Seite des Mondes.

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Polarring-Galaxie NGC 660

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Bildcredit: Gemini Observatory, AURA, Travis Rector (Univ. Alaska Anchorage)

Beschreibung: NGC 660 ist auf diesem kosmischen Schnappschuss zu sehen. Diese gestochen scharfe Kompositbild wurde aus Daten erstellt, die am Gemi-Nord-Teleskop auf dem Mauna Kea mit Breit- und Schmalbandfiltern gewonnen wurden. Die Galaxie ist mehr als 20 Millionen Lichtjahre entfernt und schwimmt im nördlichen Sternbild Fische. Die eigenartige Erscheinung von NGC 660 markiert sie als Polarring-Galaxie. Polarring-Galaxien, eine seltene Galaxiengruppe, haben eine beträchtliche Population an Sternen, Gas und Staub, die fast senkrecht auf die Ebene der Galaxie in Ringen um diese kreisen. Die bizarr aussehende Konfiguration könnte durch das zufällige Einfangen von Materie von einer vorbeiziehenden Scheibengalaxie entstanden sein, wobei die eingefangenen Trümmer schlussendlich zu einem rotierenden Ring herausgezogen wurden. Die gewaltige gravitative Wechselwirkung könnte die zahllosen rötlichen Sternbildungsregionen erklären, die entlang des Ringes von NGC 660 verteilt sind. Die Polarring-Komponente könnte auch dazu dienen, die Form des ansonsten unsichtbaren Hofes aus Dunkler Materie in der Galaxie zu erforschen, indem der gravitative Einfluss der Dunklen Materie auf die Rotation des Ringes und der Scheibe berechnet wird. Der Ring von NGC 660 ist breiter als die Scheibe und umfasst mehr als 50.000 Lichtjahre.

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Melotte 15 im Herz

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Bildcredit und Bildrechte: Stefano Cancelli, Paul Mortfield

Beschreibung: Kosmische Wolken bilden in der Zentrialregion des Emissionsnebels IC 1805 fantastische Formen. Natürlich werden die Wolken von Sternwinden und der Strahlung der massereichen, heißen Sterne im neu gebildeten Sternhaufen des Nebels, Melotte 15, geformt. Die Haufensterne sind etwa 1,5 Millionen Jahre jung und in dieser farbenprächtigen Himmelslandschaft rechts zu sehen, zusammen mit dunklen Staubwolken, deren Silhouetten vor leuchtendem atomarem Gas hervortreten. Die Ansicht, ein Komposit aus Schmal- und Breitband-Teleskopbildern, umfasst etwa 30 Lichtjahre und zeigt Emissionen von Wasserstoff in Grün, von Schwefel in Rot und von Sauerstoff in blauen Farbtönen. Größere Weitwinkelbilder zeigen, dass die einfachere, umfassende Außenlinie von IC 1805 seinen landläufigen Namen suggeriert – Herznebel. IC 1805 befindet sich etwa 7500 Lichtjahre entfernt im Sternbild Kassiopeia.

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Arp 188 und der Schweif der Kaulquappe

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Bildcredit: Hubble Legacy Archive, ESA, NASA; Bearbeitung: Bill Snyder (Heavens Mirror Observatory)

Beschreibung: Ferne Galaxien bilden in diesem atemberaubenden Panorama, das auf Bilddaten des Hubble-Legacy-Archivs basiert, einen dramatischen Hintergrund für die zerrissene Spiralgalaxie Arp 188 – die Kaulquappengalaxie. Die kosmische Kaulquappe befindet sich etwa 420 Millionen Lichtjahre entfernt im nördlichen Sternbild Drache. Ihr augenfälliger Schweif ist etwa 280.000 Lichtjahre lang und weist strukturlose, massereiche blaue Sternhaufen auf. Der Legende nach zog eine kompaktere Eindringlingsgalaxie vor Arp 188 vorbei – in dieser Ansicht von rechts nach links – und wurde durch ihre gravitationsbedingte Anziehung um die Kaulquappe herumgeschlungen. Während der engen Begegnung zogen die Gezeitenkräfte Sterne, Gas und Staub aus der Spiralgalaxie heraus, die den spektakulären Schweif bildeten. Die eindringende Galaxie, die etwa 300.000 Lichtjahre hinter der Kaulquappe liegt, ist links oben durch die Spiralarme im Vordergrund hindurch zu sehen. Wie auch ihr irdischer Namensvetter wird die Kaulquappe wahrscheinlich ihren Schweif verlieren, wenn sie älter wird, wobei die Haufen im Schweif kleinere Begleiter der großen Spiralgalaxie bilden werden.

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