Die Entwicklung des Mondes


Videocredit: LRO, SVC, NASA

Beschreibung: Wie verlief die Entwicklung des Mondes? Der Mond entstand wahrscheinlich aus den Trümmern, die ausgeworfen wurden, als vor etwa 4,5 Milliarden Jahren ein marsgroßes Objekt einen gewaltigen Einschlag auf der Erde verursachte. Kurz nachdem diese durch Gravitation verdichtet wurden, was oben zu sehen ist, kühlte die rot glühende Oberfläche des Mondes aus und brach. Große und kleine Gesteinsbrocken trafen weiterhin die Oberfläche, darunter ein besonders großer Einschlag, bei dem vor etwa 4,3 Milliarden Jahren das Aitken-Becken entstand. Eine darauf folgende Periode schweren Bombardements dauerte Hunderte Millionen Jahre an, wobei auf der gesamten Oberfläche große Becken entstanden. In den nächsten Milliarden Jahren floss Lava in die erdzugewandten Becken, die schließlich zu den dunklen Meeren auskühlten, die wir heute sehen. Die nicht nachlassenden Einschläge bildeten die Krater, die wir heute sehen. Erst im Laufe der letzten Milliarde Jahre wurden es langsam weniger. Heute ist der ausgekühlte Mond, den wir kennen und lieben, so dunkel wie Kohle und zeigt der Erde immer die gleiche Seite. Wie der Mond nun genau entstand, und warum Mondmeere nur auf der erdzugewandten Seite befinden, wird weiterhin erforscht.

Frühlingsbeginn: Heute sind Tag und Nacht auf der ganzen Erde gleich lang
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Sonnenfleckengruppe 1429 und die ferne Sonne

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Bildcredit und Bildrechte: Juan Manuel Pérez Rayego

Beschreibung: Was ist da auf der Sonne zu sehen? Im Laufe der letzten zwei Wochen kreuzte eine der energiereichsten Sonnenfleckenregionen der letzten Jahre die Vorderseite der Sonne. Die aktive Region 1429, die auf der Sonne oben rechts als Gruppe dunkler Flecken zu sehen ist, stieß mehrere Sonnenfackeln und Koronale Massenauswürfe aus, seit sie vor fast einem Monat am Sonnenrand auftauchte. Schnell wandernde, von diesen Sonnenexplosionen stammende Teilchen trafen die Erde und riefen viele farbenprächtige Polarlichter hervor, die im Laufe der letzten zwei Wochen zu sehen waren. Im pittoresken Vordergrund sind Bäume und Vögel in der Nähe von Merida in Spanien zu sehen, wo das obige Bild vor etwa einer Woche fotografiert wurde. Obwohl AR 1429 nach rechts weiterrotiert und hinter dem Sonnenrand verschwunden ist – zumindest von der Erde aus gesehen – wird die Beobachtung der Region von den STEREO-Satelliten fortgeführt, welche die Sonne weit vor der Erde umrunden.

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Jupiter und Venus von der Erde aus

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Bildcredit: Marek Nikoden (PPSAE)

Beschreibung: Es war auf der ganzen Welt zu sehen. Die Konjunktion von Jupiter und Venus war letzte Woche an fast jedem Ort der Erde zu beobachten. Jeder auf dem Planeten mit einem bei Sonnenuntergang freien Westhorizont konnte sie sehen. Diese Woche sind die beiden immer noch auffällig, obwohl Jupiter unter die hellere Venus gesunken ist. Und wenn Sie am Himmel höher blicken, können Sie auch den Mars sehen. Wie oben zu sehen, entfernte sich vor zwei Wochen ein kreativer Fotograf weit von den Stadtlichtern von Szubin in Polen, um die beinahe engste Begegnung der beiden Planeten zu fotografieren. Die hellen Planeten waren nur etwa drei Grad voneinander entfernt, dazwischen seiner Tochter in humorvoller Pose. Im Hintergrund leuchtete noch ein blasser, rötlicher Sonnenuntergang. Nun geht diese Konjunktion zwar zu Ende, im Mai kommt es aber zu einer weiteren engen Begegnung zwischen Venus und Jupiter.

Galerie: Bilder der Venus-Jupiter-Konjunktion
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NGC 2683: Spiralgalaxie von der Seite

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Bildcredit und Bildrechte: Dietmar Hager, Torsten Grossmann

Beschreibung: Dieses elegante Inseluniversum ist als NGC 2683 katalogisiert. Es ist etwa 16 Millionen Lichtjahre entfernt und liegt im nördlichen Sternbild Luchs. Die Spiralgalaxie NGC 2683 ist mit unserer eigenen Milchstraße vergleichbar und auf dieser kosmischen Aussicht fast von der Seite zu sehen. Das gemischte Licht einer großen Population alter, gelblicher Sterne bildet den bemerkenswert hellen galaktischen Kern. Vor dem Hintergrund des Sternenlichts zeichnen sich die Staubstraßen entlang der sich windenden Spiralarme als Silhouetten ab, die mit jungen, blauen Sternhaufen gesprenkelt sind. Das scharfe Bild wurde durch die Linse eines Refraktorteleskops aufgenommen, der die helleren Vordergrundsterne der Milchstraße farbig und rund zeigt – ohne Diffraktionsspitzen, die charakteristisch für Bilder sind, die mit Spiegelteleskopen mit Innenteilen aufgenommen werden. Die weiter entfernten Galaxien, die über den Hintergrund verstreut sind, erscheinen als unscharfe, ausgedehnte Quellen.

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Die hellen Planeten am McMath-Pierce-Sonnenteleskop

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Bildcredit: Mike Line (Caltech), Ed Mierkiewicz (Univ. Wisconsin-Madison), Ron Oliversen (NASA-GSFC)

Beschreibung: Die hellen Planeten Venus und Jupiter werden auf dieser sehr astronomischen Szenerie vom McMath-Pierce-Sonnenteleskop des National Solar Observatory umrahmt. Das Bild wurde am 9. März am Kitt Peak National Observatory fotografiert. Ein Heliostat steht auf der Spitze des 30 Meter hohen Sonnenteleskopturms, um Sonnenstrahlen in einen langen, diagonalen Schacht zu bündeln, der zum unterirdischen Primärspiegel des Teleskops führt. Natürlich stammten, da die Sonne bereits untergegangen war, Licht und Schatten auf den Bauwerken vom aufgehenden, fast vollen Mond. Die für die Nachtarbeit geöffnete Kuppel mit dem 2,1-Meter-Spiegel des Kitt Peak ist ebenfalls im Bild zu sehen, während der Sternhaufen der Plejaden über dem Heliostatenturm leuchtet. Das abgewinkelte McMath-Pierce wurde vor 50 Jahren errichtet, um die Sonne zu beobachten, hat aber auch viele Beobachtungen an diesen beiden hellen Planeten durchgeführt. In dieser Nacht wurden Natriumionen in der dünnen Mondatmosphäre untersucht.

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Sonnenfackel am Gammastrahlenhimmel

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Bildcredit: NASA, DOE, International Fermi LAT Collaboration

Beschreibung: Was leuchtet am Gammastrahlenhimmel? Die Antwort ist lautet normalerweise: Die exotischsten und energiereichsten astrophysikalischen Milieus, zum Beispiel aktive Galaxien, die von sehr massereichen schwarzen Löchern gespeist werden, oder unglaublich dichte Pulsare – die rotierenden Überreste explodierter Sterne. Doch am 7. März beherrschte eine mächtige Sonnenfackel aus einer Serie aktueller Sonnenausbrüche den Gammastrahlenhimmel und erreichte die ein-milliardenfache Energie von Photonen im sichtbaren Licht. Die beiden Bildfelder veranschaulichen die Intensität dieser Sonnenfackel auf Ganzhimmelsbildern, die mit dem Gammastrahlenteleskop Fermi in der Erdumlaufbahn aufgenommen wurden. Am 6. März war die Sonne wie auch an den meisten anderen Tagen für Fermis Bilddetektoren fast unsichtbar. Beim Ausbruch der energiereichen X-Klassen-Fackel jedoch wurde sie im Gammastrahlenbereich fast 100-mal heller als selbst der Vela-Pulsar. Inzwischen ist die Sonne aus Fermis Sicht wieder verblasst, wird aber wahrscheinlich am Gammastrahlenhimmel wieder hell aufleuchten, wenn der Sonnenfleckenzyklus sein Maximum erreicht.

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Zornige Sonne bricht aus

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Bildcredit und Bildrechte: Alan Friedman (Averted Imagination)

Beschreibung: Sie ist eine der schlimmsten Sonnenfleckenregionen seit Jahren. Die Aktive Region 1429 sieht nicht nur wie ein zorniger Vogel aus – sie hat auch einige der mächtigsten Sonnenfackeln und koronalen Massenauswürfen des aktuellen Sonnenzyklus ausgestoßen. Die weitläufigen Schwaden dieser Explosionen streuten sogar Teilchen auf die Magnetosphäre der Erde, die zu farbenprächtigen Polarlichtern führten. Die oben abgebildete AR 1429 wurde vor drei Tagen sehr detailreich in der Chromosphäre der Sonne fotografiert, indem man eine Lichtfarbe isolierte, die vorwiegend von Wasserstoff abgestrahlt wird. Das Ergebnis ist oben in invertierten Falschfarben abgebildet, wobei die am dunkelsten dargestellten Regionen die hellsten und heißesten sind. Die gewaltigen, von Magnetfeldern gelenkten Gasröhren, von denen manche länger sind als die Erde, sind als Spikulen bekannt und bedecken die Chromosphäre. Die Lichtranke knapp über AR 1429 ist eine kühle Faser, die über der aktiven Sonnenfleckenregion schwebt. Während im Lauf der nächsten Jahre ein solares Maximum näherrückt, können die immer stärker verwickelten und gekrümmten Magnetfelder der Sonne sogar noch heftigere aktive Regionen erzeugen, die sogar noch energiereichere Schauer aus Sonnenplasma in unser Sonnensystem hinausschleudern können.

Galerie: Bilder der aktuellen Planetenkonjunktion
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Die Galaxiengruppe M81 durch den Integrierten Flussnebel

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Bildcredit und Bildrechte: Nicolás Villegas

Beschreibung: Große Galaxien und blasse Nebel markieren dieses detailreiche Bild der M81-Galaxienguppe. Das auffälligste Objekt dieser 12 Stunden belichteten Weitwinkelaufnahme ist die prächtig geformte Spiralgalaxie M81, die größte im Bild sichtbare Galaxie. M81 interagiert gravitativ mit der unmittelbar darunterliegenden Galaxie M82 – einer großen Galaxie mit einem ungewöhnlichen Hof aus rot leuchtenden Gasfilamenten. Im Bild sind noch viele weitere Galaxien der M81-Galaxiengruppe zu sehen, aber auch das zufällige Aufblitzen eines Satelliten links im Bild. Zusammen mit anderen Galaxienansammlungen, etwa unserer Lokalen Gruppe und dem Virgo-Galaxienhaufen, ist die M81-Gruppe Teil des ausgedehnten Virgo-Superhaufens. Die ganze Galaxienmenagerie ist durch den zarten Glanz des Integrierten Flussnebels hindurch zu sehen, ein wenig erforschter Komplex aus diffusen Gas- und Staubwolken in unserer eigenen Galaxis, der Milchstraße.

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Die Größenordnung des Universums – interaktiv!


Credit und Rechte der Flash-Animation: Cary und Michael Huang

Beschreibung: Wie sieht das Universum auf einer kleinen Skala aus? Oder auf einer großen Skala? Die Menschheit entdeckt, dass das Universum in jeder Größenordnung, die erforscht wird, ein ganz anderer Ort ist. Zum Beispiel ist unseres Wissens jedes winzige Proton exakt gleich, doch jede riesige Galaxie ist anders. Oder – in vertrauteren Größenordnungen – eine für einen Menschen kleine Glastischoberfläche ist für eine Staubmilbe eine gewaltige, seltsam glatte Ebene – möglicherweise von Zellbrocken übersät. Nicht alle Skalenlängen sind gut erforscht – was zum Beispiel mit den winzigen Tröpfchen geschieht, die beim Niesen entstehen, wird derzeit aktiv untersucht – das zu wissen kann nützlich sein, um die Ausbreitung von Krankheiten zu stoppen. Die oben gezeigte interaktive Flash-Animation, eine aktuelle Version des klassischen Videos Zehn hoch, ist ein neues Fenster, das zu vielen der bekannten Größenordnungen unseres Universums führt. Wenn Sie den Scrollbalken am unteren Rand bewegen, können Sie eine Vielfalt an Größenordnungen untersuchen, während ein Klick auf die einzelnen Objekte Informationen über diese liefert.

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Die Sombrerogalaxie in Infrarot

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Bildcredit: R. Kennicutt (Steward Obs.) et al., SSC, JPL, Caltech, NASA

Beschreibung: Dieser schwebende Ring hat die Größe einer Galaxie. Eigentlich ist er Teil der fotogenen Sombrerogalaxie, einer der größten Galaxien im nahe gelegenen Virgo-Galaxienhaufen. Das dunkle Band aus Staub, das im sichtbaren Licht den mittleren Bereich der Sombrerogalaxie verdeckt, leuchtet im Infrarotlicht hell. Das obige digital geschärfte Bild zeigt das Infrarotleuchten. Es wurde in jüngster Zeit mit dem Weltraumteleskop Spitzer in der Umlaufbahn aufgenommen und in Falschfarben über ein bereits vorhandenes Bild gelegt, das mit dem Weltraumteleskop Hubble in sichtbarem Licht aufgenommen wurde. Die Sombrerogalaxie ist auch als M104 bekannt. Sie hat einen Durchmesser von zirka 50.000 Lichtjahren und ist 28 Millionen Lichtjahre entfernt. M104 ist mit einem kleinen Teleskop im Sternbild Jungfrau (Virgo) zu sehen.

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Mondaufgang hinter dem Lick-Observatorium

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Bildcredit und Bildrechte: Rick Baldridge

Beschreibung: Von einem gut gewählten Ort aus gesehen ging am 7. März bei Sonnenuntergang der prächtige Vollmond hinter dem Mount Hamilton östlich von San Jose in Kalifornien auf. Die Mondscheibe umrahmt das historische Lick-Observatorium, das auf den 1280 Meter hohen Gipfel thront. Mond und Observatorium spiegeln die warmen Farben des Sonnenlichtes wider (Mondlicht ist reflektiertes Sonnenlicht), das auf seinem langen Weg durch die Atmosphäre gefiltert wird. Die beträchtliche atmosphärische Refraktion bedingt den ausgefransten, grünen Rand des Mondes. Der Vollmond im März ist übrigens als auch als „Wurmmond“ bekannt. Auf diesem Teleskop-Bild ist links die Kuppel des 40-Zoll-Nickel-Teleskops des Lick-Observatoriums zu sehen. Die große Kuppel rechts enthält den großen 36-Zoll-Refraktor.

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