Sternenstaub und Beteigeuze

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ESO, Pierre Kervella (LESIA, Observatoire de Paris), et al.

Beschreibung: Ein ausgedehnter Staubnebel umgibt auf diesem bemerkenswert hoch aufgelösten Infrarot-Kompositbild vom VLT der Europäischen Südsternwarte den roten Überriesenstern Beteigeuze. Beteigeuze selbst ist durch den kleinen, roten Kreis in der Mitte umrissen. Wenn er in unserem Sonnensystem stünde, würde sein Durchmesser beinahe Jupiters Umlaufbahn erreichen. Doch die größere Hülle aus Staub, der den Stern umgibt, erstreckt sich etwa 60 Milliarden Kilometer in den Weltraum, was etwa der 400fachen Erde-Sonne-Distanz entspricht. Die Staubhülle entsteht wahrscheinlich, indem die aufgeblähte Atmosphäre des Überriesen Materie in den Weltraum abstößt – eine Endphase in der Entwicklung eines massereichen Sterns. Der Staub vermischt sich mit dem interstellaren Medium und könnte schlussendlich felsige, terrestrische Planeten ähnlich der Erde bilden. Der zentrale, helle Anteil des äußeren Bildes wurde maskiert, um blassere, ausgedehnte Strukturen zu zeigen. Das Sichtfeld umfasst 5,63 Bogensekunden.

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