Eine sternklare Nacht in Brasilien

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Credit und Bildrechte: Babak Tafreshi (TWAN)

Beschreibung: Dieses Panoramabild, das die Sternbilder des südlichen Himmels nachzeichnet, zeigt eine schöne Aussicht in Richtung des Zentrums unserer Galaxis. Es wurde erst letzten Monat nahe Campos dos Goytacazes im Nordosten des brasilianischen Bundesstaates Rio de Janeiro aufgenommen. Im Vordergrund liegt ein Zuckerrohrfeld einer der örtlichen Farmen dieser historischen Region. Von links nach rechts schweift die Aussicht über das galaktische Zentrum im Schützen (Sagittarius), die hellen Sterne des Schwanzes des Skorpions, den südlichen Himmelspol rechts über dem Spalt in den Zuckerrohren, den dunklen Kohlensacknebel und das Kreuz des Südens. Das am nächsten gelegene Sternsystem, Alpha Centauri, und der riesige Kugelsternhaufen Omega Centauri leuchten ebenfalls in die sternklare Nacht.

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Galaxien des Perseushaufens

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Credit und Bildrechte: R. Jay Gabany

Beschreibung: Diese farbenprächtige teleskopische Himmelslandschaft ist voller Galaxien, die fast 250 Millionen Lichtjahre entfernt sind – den Galaxien des Perseushaufens. Ihre ausgedehnten und manchmal überraschenden Formen sind hinter einem Schleier aus Vordergrundsternen unserer Milchstraße zu sehen. Der Haufen, der letztlich aus mehr als tausend Galaxien besteht, ist mit gelblichen elliptischen und linsenförmigen Galaxien gefüllt, wie jenen, die über diese Ansicht der Zentralregion des Haufens verstreut sind. Bemerkenswert ist die große Galaxie links: die massereiche und bizarr aussehende NGC 1275. Diese aktive Galaxie, eine ungeheure Quelle hochenergetischer Emission, dominiert den Perseushaufen und sammelt Materie an, indem ganze Galaxien in sie hineinfallen und das extrem massereiche schwarze Loch im Kern der Galaxie speisen. Natürlich kommen im Perseushaufen auch Spiralgalaxien vor, darunter die kleine, von der oben sichtbare NGC 1268 rechts von der Bildmitte. Der bläuliche Punkt am Rand von NGC 1268 ist die Supernova SN 2008fg. In der geschätzten Entfernung des Perseus-Galaxienhaufens umfasst dieses Feld etwa 1,5 Millionen Lichtjahre.

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Ein Hof für NGC 6164

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Credit und Bildrechte: Don Goldman

Beschreibung: Der schöne Emissionsnebel NGC 6164 wurde von einem seltenen, heißen, lichtstarken O-Stern erzeugt, der etwa 40mal so massereich wie die Sonne ist. Der Stern, der in der Mitte der kosmischen Wolke zu sehen ist, ist etwa 3 bis 4 Millionen Jahre alt. In weiteren drei bis vier Millionen Jarhen wird der massereiche Stern sein Leben mit einer Supernova-Explosion beenden. Der Nebel selbst, der sich über etwa 4 Lichtjahre erstreckt, hat eine bipolare Symmetrie. Damit ähnelt seine äußere Erscheinung den bekannteren planetarischen Nebeln – gasförmigen Hüllen, die sterbende sonnenähnliche Sterne umgeben. NGC 6164 hat außerdem – wie auch viele planetarische Nebel – einen ausgedehnten, blassen Lichthof, der auf diesem detailreichen Teleskopbild der Region zu sehen ist. Die Materie im Halo, die sich in das umgebende interstellare Medium ausdehnt, stammt wahrscheinlich aus einer früheren aktiven Phase des O-Sterns. Die großartige Himmelslandschaft ist ein Komposit aus Schmalbandaufnahmen, die das leuchtende Gas hervorheben, und Breitband-Daten des umgebenden Sternfeldes. NGC 6164 liegt 4200 Lichtjahre entfernt im südlichen Sternbild Winkelmaß (Norma).

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Frühlingshimmel über dem Kloster Hirsau

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Credit und Bildrechte: Till Credner, AlltheSky.com

Beschreibung: Was ist heute Abend am Himmel zu sehen? Sollten Sie nach Sonnenuntergang spazieren oder einfach einen Sprung zum Auto gehen, kann ein beiläufiger Blick nach oben einen einen schönen Nachthimmel zeigen, wie ihn auch andere Menschen auf der ganzen Welt sehen.

Um Ihre lokale Version des obigen Bildes zu erhalten, blicken Sie zuerst nach Süden und heben dann den Kopf. Fast genau über Ihnen steht dann, wie immer im Frühling zu Sonnenuntergang auf der Nordhalbkugel, der Große Wagen, Teil des Sternbildes Großer Bär. Der Kasten des Großen Wagens zeigt zum Polarstern – jenem Stern, um den sich scheinbar der ganze Himmel drehen würde, wenn Sie stundenlang zusehen könnten.

Der Polarstern steht am Deichselende des Kleinen Wagens, auch als das Sternbild Kleiner Bär bekannt. Im Laufe der Nacht würden weitere Sternbilder Sternbilder sichtbar, darunter Bootes, Löwe, Zwillinge und Fuhrmann. Das obige Weitwinkel-Bild wurde letzte Woche in Deutschland aufgenommen.

Den Bildrand säumt der Innenhof des Klosters Hirsau, ein ehemaliges Benediktinerstift, das 830 gegründet wurde. Wenn Sie den Mauspfeil über das Bild schieben, sehen Sie eine beschriftete Version des obigen Bildes, unter anderem mit der Position des Planeten Saturn.

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Titan jenseits der Ringe

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Credit: Cassini Imaging Team, ISS, JPL, ESA, NASA

Beschreibung: Halten Sie, wenn Sie Saturn beobachten, auch Ausschau nach atemberaubenden Schichtungen von Monden und Ringen. Eine pittoreske Perspektive hatte kürzlich die robotische Raumsonde Cassini, die derzeit Saturn umrundet. Im April 2006 nahm Cassini die A– und F-Ringe Saturns auf, als sie sich vor dem wolkenbedeckten Titan ausbreiteten. In der Nähe der Ringe und unmittelbar über Titan erschien Epimetheus – ein Mond, dessen Bahn unmittelbar außerhalb des F-Rings verläuft. Der dunkle Raum im A-Ring wird als Encke-Teilung bezeichnet, obwohl sich mehrere dünne, verknotete kleine Ringe und sogar der kleine Mond Pan dort befinden. Cassini und neugierige Erdlinge warten auf das kommende Saturn-Äquinoktium im Sommer, wenn die Ringebene direkt zur Sonne weist. Dann werden voraussichtlich geheimnisvolle Speichen und aufschlussreiche Schatten sichtbar, die neue Hinweise auf die Natur der Ringteilchen Saturns liefern.

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Einschlagbecken Rembrandt auf dem Merkur

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Credit und Bildrechte: NASA / JHU APS / ASU / CIW;
mit freundlicher Genehmigun von Science/AAAS

Beschreibung: Warum enthalten Teile dieses riesigen Merkurkraters soviel Eisen? Das ungewöhnliche Einschlagbecken Rembrandt wurde unlägst auf Bildern entdeckt, die beim Vorbeiflug der robotischen Raumsonde MESSENGER im Oktober 2008 am innersten Planeten des Sonnensystems entstanden. Der ungewöhnliche Rembrandt erstreckt sich über 700 Kilometer und ist mit seinem Alter von 4 Milliarden Jahren vielleicht das jüngste große Einschlagbecken auf dem Planeten. Mehrfarbige Bilder des Kraterbodens zeigen Reflexionen von Arealen an, die ungewöhnlich hohe Mengen an Eisen und Titan enthalten. Diese Elemente lassen darauf schließen, dass ein Teil des exponierten Materials nicht von jüngeren Lavaschollen bedeckt wurde und daher aus einer Periode in Merkurs Entstehung stammen könnte. Daten von Rembrandt und dem ganzen Merkur werden nunmehr als Indizien für eine relativ aktive und vulkanische Vergangenzeit Merkurs interpretiert, einschließlich Oberflächentektonik. Eine genaue Betrachtung des obigen Bildes zeigt Ringe, die Merkurs Rembrandt-Einschlagbecken um die Bildmitte herum einkreisen. Merkurs Rand ist oben links, hohe Kliffe und kleine Krater sind im Inneren von Rembrandt zu sehen, und der Terminator zwischen Tag und Nacht verläuft diagonal durch das Bild. MESSENGER ist auf dem Weg, um im September wieder an Merkur vorbeizufilegen und 2011 in die Umlaufbahn um Merkur einzuschwenken.

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Der Eskimonebel von Hubble

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Credit: Andrew Fruchter (STScI) et al., WFPC2, HST, NASA

Beschreibung: 1787 entdeckte der Astronom Wilhelm Herschel den Eskimonebel. Vom Boden aus gesehen erinnert NGC 2392 an einen von einer Anorakkpuze gerahmten Kopf. Im Jahr 2000 fotografierte das Hubble-Weltraumteleskop den Eskimonebel. Vom Weltall aus sind in diesem Nebel Gaswolken zu sehen, die so komplex sind, dass sie nicht vollständig erklärt werden können. Der Eskimonebel ist eindeutig ein planetarischer Nebel, und das Gas, das oben zu sehen ist, bildete vor nur 10.000 Jahren die äußeren Schichten eines sonnenähnlichen Sterns. Die inneren Filamente, die oben zu sehen sind, werden vom starken Teilchenwind des Zentralsterns ausgestoßen. Die äußere Scheibe enthält ungewöhnliche lange orangefarbene Filamente von der Größenordnung eines Lichtjahres. Der Eskimonebel erstreckt sich über etwa 1/3 eines Lichtjahres und liegt in unserer Milchstraßen-Galaxis, etwa 3000 Lichtjahre entfernt im Sternbild Zwillinge (Gemini).

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Die Walgalaxie

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Credit und Bildrechte: Adam Block, Mt. Lemmon SkyCenter, U. Arizona; Gast-Astronomen: Tom Bash und Craig Gates

Beschreibung: NGC 4631 ist eine große, schöne Spiralgalaxie. Sie ist von der Seite zu sehen und liegt nur 25 Millionen Lichtjahre entfernt im gut ausgebildeten nördlichen Sternbild Jagdhunde (Canes Venatici). Die leicht verzerrte Keilform erinnert manche an einen kosmischen Hering, andere wiederum an ihren gängigen Spitznamen, die Walgalaxie. Wie auch immer, sie hat eine ähnliche Form wie unsere eigene Milchstraße. Auf diesem großartigen Farbbild sind der gelbliche Kern der Galaxie, die dunklen Staubwolken, helle blaue Sternhaufen und rote Sternbildungsregionen leicht zu erkennen. Eine Begleitgalaxie, die kleine elliptische NGC 4627, liegt unmittelbar über der Walgalaxie. Außerhalb des Sichtfeldes, abseits der tiefer liegenden Kante dieses Bildes, liegt eine weitere verzerrte Galaxie: NGC 4656 mit der Form eines Hockeyschlägers. Die Verzerrungen und sich vermischenden Spuren aus Gas und Staub, die in anderen Wellenlängen festgestellt wurden, lassen den Schluss zu, dass alle drei Galaxien in der Vergangenheit eine enge Begegnung miteinander hatten. Von der Walgalaxie weiß man außerdem, dass sie ein Halo heißen Gases, das im Röntgenbereich leuchtet, ausgespien hat.

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Lyriden-Meteor und Milchstraße

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Credit und Bildrechte: Tony Rowell / Astrophotostore.com

Beschreibung: Am 22. April bekam der Himmel des Planeten Erde Besuch vom Meteorstrom der Lyriden, einem jährlich wiederkehrenden Strom, der entsteht, wenn die Erde durch den Staub aus dem Schweif des Kometen Thatcher pflügt. Normalerweise sehen Lyriden-Meteorbeobachter nur ein Nieseln – nur wenige Meteore pro Stunde strömen vom Radianten des Stromes nahe dem hellen Stern Wega im Sternbild Leier weg. Doch der Fotograf Tony Rowell schaffte es, einen hellen Lyriden zu einzufangen. Sein gut zusammengestelltes Bild, das in den frühen Morgenstunden aufgenommen wurde, blickt von den White Mountains im Osten Kaliforniens (USA) nach Süden. Während der Aufnahmezeit beleuchtete er kurz eine alten Blockhütte im Ancient Bristlecone Pine Forest im Vordergrund. Die reichen Sternfelder und Staubwolken unserer eigenen Milchstraßen-Galaxis erstrecken sich über den Hintergrund entlang des wachsenden Meteorschweifes.

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