Messiers Marathon laufen

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Credit und Bildrechte: Amir Hossein Abolfath

Beschreibung: Von einem astronomischen Frühlingsfieber gepackt beginnen viele Sterngucker auf der nördlichen Halbkugel einen Messier-Marathon. Diesen Marathon zu vollenden erfordert die Beobachtung aller 110 Objekte aus dem Katalog des französischen Astronomen Charles Messier aus dem 18. Jahrhundert in einem einzigen Abend-bis-Morgendämmerungs-Beobachtungslauf. So entmutigend das auch klingen mag, gibt es dennoch häufig günstige Wochenend-Termine für die Durchführung dieser Aufgabe, die auf fast mondlose Nächte rund um die Tag-und-Nachtgleiche im März fallen. Diese farbenprächtige, im Laufe von sechs Stunden aufgenommene Langzeitbelichtung einer Gruppe, die den Messier-Marathon dieses Jahres zu laufen gedachte, zeigt sowohl Strichspuren der Sterne als auch Lichtspuren von etwa 200 Amateurastronomen. Sie wurde beim abgelegenen, historischen Bahram-Palast im Kavir-Nationalpark im Norden des Iran aufgenommen. Der Astronom und frühere Messier-Marathon-Organisator für das ASIAC, Babak Tafreshi, zeigt diesen faszinierenden Zeitraffer-Film (2MB-wmv-Datei) des Ereignisses.

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IC 2948, der Running-Chicken-Nebel

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Credit und Bildrechte: Steve Crouch

Beschreibung: Das ausgedehnte südliche Sternbild Centaurus wimmelt nur so von hellen Nebeln. Dieser hier, katalogisiert als IC 2948, befindet sich nahe dem Stern Lambda Centauri und ist am Himmel nicht weit von dem besser bekannten Eta-Carinae-Nebel entfernt. Eingebettet in die rötlich leuchtenden Wolken aus Wasserstoffgas, welche typisch für Emissionsnebel sind, wie man sie in  Regionen mit ausgeprägter Sternbildung findet, ist der energiereiche junge Sternhaufen IC 2944. Nahe dem oberen Bildrand sind kleine, dunkle Wolken aus absorbierendem kosmischem Staub als Silhouetten zu sehen. Sie werden nach ihrem Entdecker als Thackerays Globulen bezeichnet und sind möglicherweise Orte, an denen neue Sterne gebildet werden, die jedoch vermutlich durch intensive Strahlung von nehe gelegenen jungen Sternen erodiert werden. Der Blick ins Zentrum dieser Region assoziiert bei manchen den volkstümlichen Namen von IC 2948 – Running-Chicken-Nebel („laufendes Huhn“). Diese großartige Himmelslandschaft erstreckt sich über etwa 70 Lichtjahre in der geschätzten Entfernung des Nebels von 6.000 Lichtjahren.

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Messier 63, die Sonnenblumengalaxie

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Credit und Bildrechte: Tony Hallas

Beschreibung: Die helle Spiralgalaxie Messier 63 am nördlichen Himmel liegt etwa 25 Millionen Lichtjahre entfernt im treuen Sternbild Canes Venatici (Jagdhunde). Dieses majestätische Inseluniversum, auch als NGC 5055 katalogisiert, misst fast 100.000 Lichtjahre im Durchmesser und hat damit etwa die Größe unserer Milchstraße. Die unter dem volkstümlichen Spitznamen bekannte Sonnenblumen-Galaxie M63 besitzt einen hellen, gelblichen Kern und weitläufige Spiralarme, die von kosmischen Staubbahnen durchzogen und von rosafarbenen Sternbildungsregionen gesprenkelt sind. Doch diese detailreiche Aufnahme zeigt auch auffällige zarte Schleifen und Ausläufer der Spiralarme der Galaxie. Da M63 ein dominantes Mitglied einer bekannten Galaxiengruppe ist, könnten die zarten Erweiterungen das Ergebnis von gravitativen Interaktionen mit nahe gelegenen Galaxien sein. M63 leuchtet im gesamten elektromagnetischen Spektrum und scheint Ausbrüche intensiver Sternbildung durchgemacht zu haben.

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Geschützter Nachthimmel über Flagstaff

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Credit und Bildrechte: Dan und Cindy Duriscoe, FDSC, Lowell Obs., USNO

Beschreibung: Der Himmel ist geschützt. Gestern kennzeichnete das 50-Jahre-Jubiläum die erste je beschlossene Beleuchtungsverordnung, welche SkybeamerWerbung am Nachthimmel über Flagstaff in Arizona, USA, einschränkt. Flagstaff genießt den Status, die erste internationale Dark-Sky-Stadt zu sein und hält Beleuchtungsvorschriften ein, welche die Lichtverschmutzung dieser majestätischen Nachtsicht limitiert. Der nunmehr dunkle Himmel über Flagstaff ermöglicht nicht nur Astronomen, das Universum zu erforschen, sondern erlaubt auch allen ortsansässigen Himmelsenthusiasten, eine Himmelslandschaft zu genießen, wie sie auch für jede menschliche Generation davor zu sehen war. Das obige Bild, das nach Nordosten zeigt, wurde vor zwei Wochen um 3 Uhr morgens am Fort Valley aufgenommen, nur 10 Kilometer vom Zentrum von Flagstaff entfernt. Auf dem spektakulären Panorama sind die San-Francisco-Peaks zu sehen, die von einer linsenförmigen Wolke bedeckt sind. Im Hintergrund wölbt sich die Ebene der Milchstraße diagonal von links unten nach rechts oben, betont durch die Sternbilder Cassiopeia, Cepheus und Cygnus. Weiter rechts ist der Nordamerika-Nebel genau unter dem sehr hellen Stern Deneb zu sehen.

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Himmelsfreuden über Schweden

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Credit und Bildrechte: P-M Hedén (Clear Skies, TWAN)

Beschreibung: Diese Nacht war ein Genuss für Himmelsenthusiasten. Letzte Woche wurden beim Entspannen in Schweden so manche kosmischen Wunder mit einem einzigen Schnappschuss erfasst. Sie sind hier von nahe bis fern beschrieben. Im Vordergrund stehen nahe Bäume und weiter entfernte schneebedeckte Berge. Als Silhouetten sind unmittelbar über dem Horizont Wolken zu sehen, und ein aufmerksames Auge kann sogar die weiter entfernten grünen und roten Aurorae erkennen, welche in der oberen Atmosphäre der Erde vorkommen. Rote Emissionsnebel punktieren den Himmel, darunter IC1805 und IC1848, IC 1396 und dem Nordamerika-Nebel. Diagonal von links oben nach rechts unten verläuft das majestätisch leuchtende Band der zentralen Ebene unserer Milchstraßen-Galaxie. Weiter entfernt als alles andere ist die Andromeda-Galaxie; sie erscheint so, wie sie vor mehr als zwei Millionen Jahren beschaffen war und steht links nahe am Horizont.

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Phobos, der verlorene Marsmond

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Credit: HiRISE, MRO, LPL (U. Arizona), NASA

Beschreibung: Dieser Mond ist verloren. Mars, der Rote Planet, benannt nach dem römischen Kriegsgott, hat zwei winzige Monde, nämlich Phobos and Deimos, deren Namen von den griechischen Begriffen für Angst und Schrecken abgeleitet sind. Diese marsianischen Monde könnten eingefangene Asteroiden sein, die aus dem Hauptasteroidengürtel zwischen Mars und Jupiter stammen oder vielleicht sogar von noch weiter entfernten Gegenden unseres Sonnensystems. Der größere Mond, Phobos, erscheint auf diesem beeindruckenden Farbbild des Mars Reconnaissance Orbiters, das mit einer Auflösung von 7 Metern pro Pixel aufgenommen wurde, als ein stark mit Kratern bedecktes, asteroidenähnliches Objekt. Doch Phobos kreist so nahe am Planeten Mars – etwa 5.800 Kilometer über der Oberfläche, was sehr wenig ist im Vergleich zu den 400.000 Kilometern unseres Mondes -, dass gravitative Gezeitenkräfte ihn hinunterziehen. In etwa 100 Millionen Jahren wird Phobos wahrscheinlich durch die von den unbarmherzigen Gezeitenkräfte hervorgerufene ständige Anspannung zerrissen werden, wobei die Trümmer einen nach und nach zerfallenden Ring um den Mars bilden werden.

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Seltsame kometenartige Knoten im Helixnebel

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Credit: C. R. O’Dell und K. Handron (Rice-Universität), NASA

Beschreibung: Wie entstehen die ungewöhnlichen Knoten aus Gas und Staub in planetarischen Nebeln? Diese sind sowohl im Ringnebel als auch im Hantelnebel oder im Eskimonebel zu sehen. Diese Knoten wurden nicht prognostiziert, und ihre Ursprünge sind noch nicht erforscht.

Dieses faszinierende Bild des Helixnebels stammt vom Weltraumteleskop Hubble, es zeigt eine enorme Vielfalt dieser mysteriösen Gasknoten. Die Masse eines der oben abgebildeten kometenartigen Knoten beträgt etwa eine Erdmasse, ihre Radien betragen jedoch das Mehrfachen der Entfernung Sonne-Pluto. Eine Hypothese zur Fragmentierung und Entwicklung dieser Knoten besagt, dass vorhandenes Gas von einem weniger dichten, aber energiereicheren stellaren Wind des sich entwickelnden Zentralsterns hinausgetrieben wird.

Der Helixnebel ist das nächstgelegene Beispiel eines planetarischen Nebels, die am Lebensende eines sonnenähnlichen Sternes entstehen. Dieser Nebel mit der technischen Bezeichnung NGC 7293 liegt etwa 700 Lichtjahre entfernt im Sternbild Wassermann.

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Juris Planet

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Bildcredit: Expedition 7-Crew der ISS, EOL, NASA; (Aufnahme von „Gateway to Astronaut Photography of Earth“)

Beschreibung: Am 12. April 1961 wurde der sowjetische Kosmonaut Juri Alexsejewitsch Gagarin der erste Mensch im Weltraum. Seine fernbediente Raumkapsel Wostok 1 hievte ihn in eine Höhe von 315 Kilometern und brachte ihn einmal rund um den Planeten Erde. Sein Kommentar zum ersten Ausblick im Weltraum war dieser: „Der Himmel ist sehr dunkel; die Erde bläulich. Alles ist sehr klar zu sehen.“ Alan Shepard, der erste US-Astronaut, startete erst fast einen Monat später und absolvierte einen vergleichsweise kurzen suborbitalen Flug. Gagarin, der am 9. März 1934 geboren wurde, war Militärpilot, bevor er 1960 für die erste Gruppe der Kosmonauten ausgewählt wurde. Eine Folge seines historischen Fluges war, dass er ein internationaler Held und eine Legende wurde. Nachdem er bei einem Absturz seines MIG-Jets während eines Trainingsfluges am 27. März 1968 ums Leben kam, erhielt Gagarin ein Heldenbegräbnis, und seine Asche wurde in der Kremel-Mauer bestattet. An einem anderen 12. April, nämlich 1981, startete die NASA den ersten Spaceshuttle.

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Auf den ersten Blick konnte er den Mond nicht sehen

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Credit und Bildrechte: Laurent Laveder (PixHeaven.net / TWAN)

Beschreibung: Zuerst konnte er sie nicht sehen, doch als er kurz nach Sonnenuntergang den wolkigen westlichen Horizont mit einem Fernglas absuchte, entdeckte der Fotograf Laurent Laveder schließlich eine zarte Mondsichel. Auf diesem dramatischen Bild, aufgenommen am 6. April in der Bretagne in Frankreich war der Mond nur 15 Stunden und 38 Minuten alt. Sein zarter, irregulärer sonnenbeleuchteter Bogen öffnet sich nach oben, knapp über der dunklen Wolkenbank nahe der Bildmitte. Natürlich ist ein zunehmender Mond am frühen Abendhimmel ein lieblicher Anblick, der oft und von vielen Menschen genossen werden kann. Doch nach Neumond den Mond zu finden, wenn seine dünne Sichel weniger als 24 Stunden alt ist, erfordert sorgfältige Planung und gutes Timing – ein herausforderndes Projekt, sogar für erfahrene Beobachter. Auf dieser Sichtung sind nur 0,8 Prozent der Mondscheibe beleuchtet. Laveder merkt an, dass dies der jüngste Mond ist, den er jemals in zwanzig Jahren Himmelsbeobachtung ausgemacht hat, und bietet auch diese Animation (Flash oder gif), basierend auf seinen Bildern der atemberaubenden himmlischen Szenerie.

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Der Stickney-Krater

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Credit: HiRISE, MRO, LPL (U. Arizona), NASA

Beschreibung: Der Stickney-Krater, der größte Krater auf dem Marsmond Phobos, ist nach Chloe Angeline Stickney Hall benannt, Mathematikerin und Gattin des Astronomen Asaph Hall. Dieser entdeckte 1877 beide Monde des Roten Planeten. Mit einem Durchmesser von mehr als 9 Kilometern ist der Durchmesser von Stickney fast halb so groß wie Phobos selbst, das ist so riesig, dass der Einschlag, der diesen Krater erzeugt hat, wahrscheinlich beinahe den winzigen Mond zertrümmert hätte. Dieses beeindruckende farbverstärkte Bild von Strickney und seiner Umgebung wurde von der  HiRISE-Kamera an Bord des Mars Reconnaissance Orbiters aufgenommen, als er letzten Monat in einem Abstand von ungefähr 6.000 Kilometern an Phobos vorbeiflog. Obwohl die Oberflächengravitation des asteroidenähnlichen Phobos weniger als ein Tausendstel der Erdgravitation beträgt, lassen Streifen darauf schließen, dass loses Material im Laufe der Zeit die Kraterwände hinuntergerutscht ist. Die hellen blauen Regionen nahe dem Kraterrand könnten auf eine relativ frisch freigelegte Oberfläche hinweisen. Der Ursprung der seltsamen Kerben entlang der Oberfläche ist rätselhaft, könnte jedoch mit dem Einschlag, der den Krater gebildet hat, in Zusammenhang stehen.

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Deep-Field-Aufnahme der Großen Magellanschen Wolke

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Credit und Bildrechte: Yuri Beletsky (ESO)

Beschreibung: Ist das eine Spiralgalaxie? Nein. Es ist die Große Magellansche Wolke (LMC), die größte Satellitengalaxie unserer Milchstraßen-Galaxie. Die LMC ist wegen ihrer normalerweise chaotischen Erscheinung als irreguläre Zwerggalaxie klassifiziert. Auf dieser weitwinkeligen, detailreichen Aufnahme wird jedoch die volle Ausdehnung der LMC erkennbar. Überraschenderweise beginnt die LMC bei Langzeitbelichtungen einer Balken-Spiralgalaxie zu ähneln. Die Große Magellansche Wolke liegt nur etwa 180.000 Lichtjahre entfernt im Sternbild Schwertfisch (Dorado). Sie erstreckt sich über etwa 15.000 Lichtjahre und war der Schauplatz von SN1987A, der hellsten und nächstgelegenen Supernova in jüngster Zeit. Zusammen mit der Kleinen Magellanschen Wolke (SMC) ist die LMC am Himmel der Südhalbkugel mit bloßem Auge zu sehen.

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